Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfungStaatliche Ebene
Bund
Stellung
Bundesoberbehörde
Aufsichtsbehörde
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Gründung
1871
Hauptsitz
Berlin
Behördenleitung
Ulrich Panne
Bedienstete
ca. 1750
Haushaltsvolumen
133,5 Mio. € + 20 Mio. € Drittmittel[1]
Website
www.bam.de
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine Bundesoberbehörde und Einrichtung der Ressortforschung der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz im Berliner Ortsteil Lichterfelde. Unter ihrer Leitlinie Sicherheit in Technik und Chemie ist sie zuständig für die öffentliche technische Sicherheit und für metrologische Aufgaben in der Chemie. In der BAM sind über 1700 Mitarbeiter beschäftigt (Stand Ende 2013).Inhaltsverzeichnis
1 Verwendung des Organisationsnamens
2 Historische Entwicklung
3 Aufgaben
4 Tätigkeitsbereiche
5 Siehe auch
6 Weblinks
7 EinzelnachweiseVerwendung des Organisationsnamens[Bearbeiten]
Die Langversion des Namens ist zwar in Fachkreisen bekannt, aber in der Praxis wird die Einrichtung allgemein kurz mit BAM bezeichnet, obwohl Verwechslungsgefahr mit zahlreichen weiteren Bedeutungen von BAM besteht.[2]
Aufgrund der Aufgabe der BAM, pyrotechnische Gegenstände zu prüfen – was stets auch eine auf dem Gegenstand aufgedruckte BAM-Nummer (BAM-Kennzeichen)[3] zur Folge hat – wird beispielsweise von Mitarbeitern der Behörde gelegentlich gern das Selbstverständnis als „Ohne BAM kein Bumm“ wiedergegeben.
Historische Entwicklung[Bearbeiten]1871: Gründungserlass über die Mechanisch-Technische Versuchsanstalt als erste der königlich preußischen Versuchsanstalten
1904–1919: Königliches Materialprüfungsamt
1919–1945: Staatliches Materialprüfungsamt (MPA)
1920–1945: Chemisch-Technische Reichsanstalt (CTR) als Nachfolgeeinrichtung des 1889 gegründeten Militärversuchsamtes
1945: Zusammenfassung von MPA und CTR unter Betreuung durch den Magistrat von Berlin
1954: Übernahme der neu eingerichteten Bundesanstalt für mechanische und chemische Materialprüfung (BAM) von der Bundesrepublik Deutschland
1956: Namensänderung in Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM)
1969: Bundesoberbehörde
1986: Namenserweiterung zu Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)Aufgaben[Bearbeiten]
Die Aufgaben der BAM stehen im Aufgabenverbund Material–Chemie–Umwelt–Sicherheit. Die BAM hat den gesetzlichen Auftrag (Sprengstoffgesetz u. a.) für:Hoheitliche Funktionen für die öffentliche technische Sicherheit
Mitarbeit in der Regelsetzung (Gesetze, Verordnungen, nationale und internationale Normen)
Beratung der Bundesregierung, der Wirtschaft und von Organisationen in Fragen des Aufgabenverbunds
Entwicklung und Bereitstellung von Referenzverfahren und Referenzmaterialien
Weiterentwicklung von Sicherheit und Zuverlässigkeit in Chemie- und MaterialtechnikEine der bekanntesten Aufgaben der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung ist die Überprüfung von pyrotechnischen Erzeugnissen wie Feuerwerkskörpern. In Deutschland dürfen nur pyrotechnische Gegenstände verkauft werden, die von der BAM zugelassen bzw. im Rahmen einer Qualitäts-Sicherung geprüft sind.[4] Weitere in der Öffentlichkeit stark beachtete Tätigkeiten der BAM sind die Zulassung von Gefahrgutumschließungen für den Gefahrguttransport, die Weiterentwicklung der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung zur Früherkennung von Schädigungen und Vermeidung von Unfällen sowie die Entwicklung und Bereitstellung von Referenzmaterialien für die analytische Chemie z. B. in Umweltlaboratorien.[5]
Seit 2006 ist der Erhalt des Kulturerbes in der Zielvereinbarung zwischen der BAM und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie enthalten. Mit Projekten zur Untersuchung der Qumranrollen, der Himmelsscheibe von Nebra, mittelalterlichen Silberstiftzeichnungen oder historischen Tinten hat die BAM in diesem Arbeitsbereich internationale Anerkennung gefunden.
Tätigkeitsbereiche[Bearbeiten]
Die folgenden drei Tätigkeitsbereiche der BAM bilden ihre Schwerpunkte:Forschung und Entwicklung (FE)
Prüfung, Analyse, Zulassung (PAZ)
Beratung und Information (BI)Siehe auch[Bearbeiten]Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Berlin
Arbeitsgemeinschaft der Ressortforschungseinrichtungen
CHEMSAFEWeblinks[Bearbeiten]
 Commons: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienBundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Material-Forum Berlin-Brandenburg
Seite mit einer stichwortartigen Übersicht über die Geschichte der BAMEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ [1]
↑ Universität Leipzig, Wortschatzabfrage: BAM (durchgeführt am 19. September 2010).
↑ BAM-Kennzeichen (.pdf).
↑ Rahmenrichtlinie zum Qualitätssicherungsverfahren von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse IV (PDF; 329 kB).
↑ Rechtliche Grundlagen für die Aufgaben der BAM (Januar 2010) PDF-Datei (abgerufen am 9. September 2010).52.44194444444413.287222222222Koordinaten: 52° 26′ 31″ N, 13° 17′ 14″ O
Nachgeordnete Behörden des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe | Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung | Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle | Bundeskartellamt | Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen | Germany Trade and Invest | Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Normdaten (Körperschaft): GND: 2118472-0 (AKS) | LCCN: no88004884 | VIAF: 167945271
<!–NewPP limit report
Parsed by mw1094
Cached time: 20151213100934
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.097 seconds
Real time usage: 0.123 seconds
Preprocessor visited node count: 1149/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 10723/2097152 bytes
Template argument size: 3066/2097152 bytes
Highest expansion depth: 20/40
Expensive parser function count: 0/500
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00% 91.6621 – -total57.75% 52.9341 – Vorlage:Coordinate53.18% 48.7461 – Vorlage:CoordinateComplex46.40% 42.5281 – Vorlage:CoordinateMain20.07% 18.3961 – Vorlage:CoordinateLink10.27%9.4141 – Vorlage:Normdaten 9.09%8.3351 – Vorlage:Infobox_Deutsche_Behörde 8.15%7.4671 – Vorlage:Coordinate/LonRange 7.99%7.3281 – Vorlage:Coordinate/LatRange 6.56%6.0171 – Vorlage:Coordinate/to_DMS
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:271207-0!*!0!!de!4!* and timestamp 20151213100934 and revision id 148030852–>

Post Navigation