Der Sachverständige erstattet in seinem Gutachten einen Befund. Dies ist der rechtserhebliche Teil des Gutachtens, in dem er über die Sachfrage, die das Gericht oder eine Behörde an ihn gestellt hat, kurz zusammengefasst eine verbindliche fachliche Auskunft gibt.Inhaltsverzeichnis
1 Sprachliche Ableitung
2 Gutachten
3 Befund
4 Zusammenfassung und Übersicht
5 Literatur
6 Siehe auch
7 Einzelnachweise
8 WeblinksSprachliche Ableitung[Bearbeiten]
Das Wort Befund im Sinne von "Wahrnehmung" bzw. "Feststellung" wurde um das 17. Jahrhundert aus "befinden" (beurteilen, erkennen) abgeleitet, welches wiederum im Althochdeutschen "bifindan" (mhd.: "bevinden" im Sinne von "finden", "erfahren", "kennenlernen") den Ursprung hat.
Gutachten[Bearbeiten]
Der Sachverständige (SV) ist in Deutschland ein Organ des Gerichts oder der Behörde, in Liechtenstein und Österreich ein Helfer[1] des Gerichts oder der Behörde.[2]
Das Sachverständigengutachten ist im behördlichen oder gerichtlichen Verfahren „Beweismittel“ (vgl. z.B. § 402 deutsche ZPO; §§ 351 ff. österreich. ZPO; §§ 371 ff flZPO). Der Sachverständige zieht aus dem Befund rechtsrelevante Schlüsse und begründet diese (Gutachtenserstattung).
Vom Gericht und von den Behörden wird der Sachverständige berufen, um in dem Fachgebiet, in dem er eine besondere Sachkunde aufweist, ein (meist schriftliches) Gutachten abzugeben um die Entscheidungsfindung des Gerichts bzw. der Behörde zu erleichtern. Dazu erhebt, begutachtet, erforscht, erläutert der Sachverständige Tatsachen. Wie alle anderen Beweismittel unterliegt auch das Gutachten des Sachverständigen der freien richterlichen / behördlichen Beweiswürdigung. Grundlage für die Würdigung des Gutachtens als Beweismittel sindVollständigkeit,
Nachvollziehbarkeit und
Schlüssigkeitdes Gutachtens. Die Beweiswürdigungsfreiheit bedeutet dabei ein wichtiges Korrektiv, da der Richter (die Behörde) die Ergebnisse des aufgenommenen Gutachtenbeweises nach seiner freien Überzeugung – ohne Bindung an Beweisregeln – würdigen kann und darf. Durch ein Gutachten soll die Fach- und Sachkunde des Gerichts bzw. der Behörde soweit ergänzt werden, damit es in einem Einzelfall eine korrekte, sachgemäße und bindende, von den Parteien anerkannte, Entscheidung fällen kann.
Der Sachverständige teilt dabei Erfahrungsgrundsätze mit und stellt Tatsachen auf Grundlage der an ihn gestellten Fragen fest. Der Sachverständige muss nicht zwingend bei Gericht zertifiziert sein, sondern jede Person mit entsprechender Fach- oder Sachkunde kann grundsätzlich vom Gericht zum Sachverständigen bestellt werden. Dem Gutachten des Sachverständigen kommt im Verfahren erhebliche praktische Bedeutung zu. Daher ist die Zusammenarbeit mit dem Sachverständigen mit den Parteien von wesentlicher Bedeutung und sollte besondere Beachtung zuteilwerden.[3]
Befund[Bearbeiten]
Der entscheidungswesentliche Teil des Gutachtens ist der Befund (Feststellungen, Schlussfolgerungen).
Die Feststellung beweiserheblicher Tatsachen ist die Befundaufnahme. Die Tätigkeit selbst wird auch als "Befundung" bezeichnet.
Im Befund wird vom Sachverständigen in verkürzter Form festgestellt, wie ein Sachverhalt anhand der Erfahrungsgrundsätze und der festgestellten Tatsachen vorliegt bzw. der Sachverständige mit seinem Fachwissen diesen sieht. Die Beurteilung, wie die Subsumtion unter die geltenden Gesetze zu erfolgen hat, obliegt jedoch ausschließlich dem Gericht bzw. der Behörde (Rechtsfrage).
Der Befund ist daher untrennbarer Bestandteil eines jeden Gutachtens und hat wegen seiner rechtserheblichen Feststellung eine ganz besondere Stellung innerhalb des Gutachtens.
Zusammenfassung und Übersicht[Bearbeiten]
Der Sachverständige erstattet immer Befund und Gutachten. Er stellt dabei beweiserhebliche Tatsachen fest (Befundaufnahme), fasst diese zusammen (Befund) und zieht aus dem Befund rechtsrelevante Schlüsse und begründet diese (Gutachtenserstattung).
Ein Gutachten istvollständig, wenn es alle vom Gericht gestellten Fragen beantwortet (sofern diese zulässig waren – Rechtsfragen),
nachvollziehbar, wenn das Gutachten vom Gericht verstanden werden kann und die Gedankengänge des Gutachters, die vom Befund zum Gutachten führten, prüfen und beurteilen kann und
schlüssig, wenn es nach der Prüfung auf Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit immer noch überzeugend und widerspruchsfrei erscheint (werden zu einer wissenschaftlichen Streitfrage zulässigerweise unterschiedliche Auffassungen vertreten, so hat der Sachverständige darzulegen, warum er sich auf die eine und nicht auf die andere Argumentation stützt).Das Gutachten eines Sachverständigen unterliegt der freien Beweiswürdigung durch das Gericht bzw. die Behörde.
Literatur[Bearbeiten] Antonius Opilio, Anton Schäfer: Passepartout für Rechtwisser. EDITION EUROPA Verlag, 2007, ISBN 978-3-901924-24-8, S. 225f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).Siehe auch[Bearbeiten]ZiviltechnikerEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ für Österreich und Liechtenstein:Fasching, Hans W., Kommentar zu den Zivilprozessgesetzen, III, 467 f., 486, 495; Manz Verlag
Sperl Hans, Lehrbuch des Bürgerlichen Rechts, 445;
Rechberger/Simotta/Daphne-Ariane, Grundriss des österreichischen Zivilprozessrechts, Rz 634; Manz Verlag ua;Die Rechtsmeinungen differieren diesbezüglich, insbesondere ist jedoch anerkannt, dass der Sachverständige in Österreich und Liechtenstein kein „Organ“ des Gerichtes ist.
↑ Dies hat hinsichtlich der Haftung des Staates für die Arbeit des Sachverständigen erhebliche Bedeutung. Hinsichtlich des Sachverständigen als nicht-amtlicher Sachverständiger in Österreich (Amtssachverständiger) kann er auch unter Umständen als Organ der Behörde fungieren.
↑ Die Praxis einiger Rechtsanwälte zur Befundaufnahme des Sachverständigen eine Sekretärin oder einen mit der Rechtssache unbefassten oder unvorbereiteten Substituten (Konzipienten) zu entsenden, kann daher einen wesentlichen Mangel darstellen und eine Haftung des Rechtsanwaltes begründen.Weblinks[Bearbeiten]Liste der gerichtlich beeideten und zertifizierten Sachverständigen und Dolmetscher in Österreich
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Ingenieur (französisch [ɛ̃.ʒe.njœʁ], deutsch [ˈɪn.ʒɛˌnjøɐ]; Abkürzung Ing.) ist die Berufs- bzw. Standesbezeichnung für Fachleute bzw. Experten auf dem Gebiet der Technik. Die Ausbildung zum Ingenieur und die Berufsausübung sind in den Ländern Europas teilweise sehr unterschiedlich geregelt.
In der Bundesrepublik Deutschland, Österreich und der Schweiz werden Ingenieure an Universitäten und Fachhochschulen (Hochschulen für angewandte Wissenschaften) ausgebildet; allein in der Bundesrepublik auch über ein duales Studium an einer Berufsakademie und allein in Österreich auch im Fachschulbereich an Höheren Technischen Lehranstalten (HTL).
Die Abschlussgrade für Ingenieure nach dem europäischen Bologna-Prozess sind der „Bachelor” und der „Master” (Bachelor/ Master of Science, Abk.: B.Sc./ M.Sc. und der Bachelor/Master of Engineering, Abk.: B.Eng./ M.Eng.), die den bisherigen Grad Diplom-Ingenieur/ -in ersetzen.Inhaltsverzeichnis
1 Etymologie
2 Geschichtliche Entwicklung2.1 Ingenieurausbildung ab dem 18. Jahrhundert
2.2 Zulassung von Frauen zum Ingenieurstudium, erste Diplome und Promotionen
2.3 Ingenieurausbildung ab den 1970er Jahren in der BRD
3 Berufsbild
4 Der Ingenieur im Bild der Öffentlichkeit4.1 Das Ingenieurlied
4.2 Ingenieur und Patent
5 Internationale Situation5.1 Deutschland5.1.1 Berufsbezeichnungen und akademische Grade
5.1.2 Bologna-Prozess
5.1.3 Kammern und Berufsverbände
5.1.4 In der DDR erworbene Ingenieur-Grade5.1.4.1 Ausbildung an Ingenieurschulen (Fachschulen)
5.1.4.2 Ausbildung an Ingenieurhochschulen (IHS)
5.1.4.3 Ausbildung an Technischen Hochschulen, Technischen Universitäten und Universitäten
5.2 Österreich5.2.1 Ingenieursausbildung im Rahmen des Schulsystems
5.2.2 Universitäten und Fachhochschulen
5.2.3 Ziviltechniker und Ingenieurbüros
5.3 Schweiz
5.4 Frankreich
5.5 Italien
5.6 Finnland
5.7 Tschechien und Slowakei
5.8 Andere osteuropäische Staaten
5.9 Englischsprachige Staaten
6 Fachrichtungen
7 Siehe auch
8 Literatur
9 Weblinks
10 Anmerkungen und EinzelnachweiseEtymologie[Bearbeiten]
Das lateinische Wort ingenium heißt „sinnreiche Erfindung“ oder „Scharfsinn“. Das davon abstammende italienische Wort ingegnere (d.&#160;h. „Zeugmeister“, „Kriegsbaumeister“) wurde im Mittelalter nur im Zusammenhang mit Kriegstechnik und im Deutschen als ebenso einschränkendes Lehnwort Ingenieur gebraucht. Erst im 17. Jahrhundert bedeutete das französische Wort ingénieur „Fachmann auf technischem Gebiet mit theoretischer Ausbildung“. Es kam im 18. Jahrhundert von dort erneut als Lehnwort Ingenieur ins Deutsche, jetzt aber in der allgemeineren französischen Bedeutung und verdrängte im Laufe des 19. Jahrhunderts auch die im Berg- und Wasserbau übliche Bezeichnung Kunstmeister.[1][2]
Geschichtliche Entwicklung[Bearbeiten]
Den mittellateinischen Titel ingeniarius, der auf die Wartung und den Einsatz militärischer Instrumente (Rüstungen, Waffen, Geschütze) bezogen war, trug auch Leonardo da Vinci in der damaligen italienischen Form ingegnier. Unter Sebastien le Pestre de Vauban, dem Festungsbaumeister von Ludwig&#160;XIV., bildete sich die über das Militärische hinausgehende, bis heute übliche Bedeutung für Ingenieur heraus.
Seit dem Dreißigjährigen Krieg wurde in vielen Heeren Europas eine Gruppe technischer Fachleute rekrutiert und als mehr oder weniger eigenständige permanente Formation in die Hierarchie der Armee integriert. Es wurden Artillerie- und Ingenieurkorps gebildet.[3] Später wurde das Arbeitsgebiet dieser Ingenieure von der Militärtechnik auf das staatliche Zivilbauwesen und den Bergbau erweitert. Die absolutistischen Staaten organisierten eine technische Bürokratie sowohl im militärischen als auch im zivilen Staatsdienst. Die Verknüpfung beider Dienste zeigte sich im Fortifikationswesen. Der Festungsbaumeister war Techniker im Krieg und im Frieden. Er hatte befestigte Orte zu erbauen. Im Krieg gab er Hilfestellung bei deren Verteidigung und bei der Eroberung fremder Festungen.
Ingenieurausbildung ab dem 18. Jahrhundert[Bearbeiten]
Im deutschsprachigen Raum kommt besonders der Entwicklung in Sachsen eine Pionierrolle zu. August Christoph Graf von Wackerbarth, seit 1702 Chef der Ingenieuroffiziere, löste diese 1712 aus dem Artilleriecorps heraus und formierte so das erste Ingenieurkorps in Deutschland. Die Ingenieuroffiziere wirkten in Friedenszeiten im Wasserbau einschließlich Melioration, im Wege- und Brückenbau, in der Geodäsie und Kartographie. Auch waren sie bei der großen Landesvermessung 1780 und in vielen Bereichen der Infrastruktur- und Regionalentwicklung beteiligt. Die Befehlshaber des Ingenieurkorps standen bis 1745 zugleich an der Spitze des zivilen Oberbauamtes. Im Dezember 1743 nahm die Ingenieurakademie zu Dresden, deren Konzeption Jean de Bodt erarbeitet hatte, in der Neustädter Kaserne den Lehrbetrieb auf – mit Fächern wie Mathematik, Festungsbau, Geodäsie, Geographie, Zivilbaukunst, Mechanik und Maschinenkunde. Die hier erfolgte frühe Formation eines in der militärischen Organisation eigenständigen Ingenieurkorps und die Etablierung einer auch wissenschaftliche Inhalte vermittelnden technischen Fachschule waren wesentliche Beiträge sowohl zur Entwicklung des Ingenieurberufs mit gefestigtem Berufsbild als auch der Ingenieurwissenschaften.[3]
In Frankreich gab es 1720 die Gründung des ersten militärischen Ingenieurkorps für Straßen- und Brückenbau. Die wissenschaftliche Ausbildung der Ingenieure begann an der 1747 in Paris eröffneten zivilen Ingenieurschule, der die École polytechnique 1794 und die Schule für Straßen- und Brückenbau 1795 (École Nationale des Ponts et Chaussées) folgten.
Im Jahr 1736 wurde in Wien in der heutigen Stiftskaserne die erste Ingenieurschule gegründet. Seit dieser Zeit entstanden auch in zahlreichen anderen Ländern Ingenieurschulen und später auch Technische Hochschulen, die im Laufe des 19. und 20.&#160;Jahrhunderts Universitäten gleichgestellt wurden (heute Technische Universitäten). Anlässlich der Hundertjahrfeier der Königlich Technischen Hochschule Charlottenburg am 19. Oktober 1899 wurde auf „Allerhöchsten Erlaß“ (Kabinettsorder) von Wilhelm II., des Königs von Preußen, an den Technischen Hochschulen Preußens der akademische Grad Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.) zusammen mit dem Doktor der Ingenieurwissenschaften (Dr.-Ing.) eingeführt.
In den Folgejahren wurde auch in anderen Bundesstaaten des Deutschen Kaiserreiches der Dipl.-Ing. und Dr.-Ing. an den Technischen Hochschulen eingeführt:im Großherzogtum Hessen-Darmstadt am 25. November 1899,
im Großherzogtum Baden am 10. Februar 1900,
im Königreich Sachsen am 12. Februar 1900,
im Königreich Württemberg per Verordnung vom 22. Februar 1900
im Königreich Bayern am 10. Januar 1901.Zulassung von Frauen zum Ingenieurstudium, erste Diplome und Promotionen[Bearbeiten]
Die erste diplomierte Ingenieurin in einem europäischen Staat war Cécile Butticaz, die 1907 an der Ingenieurschule Lausanne ihr Diplom als Elektroingenieurin erwarb, ab 1909 ein Ingenieurbüro leitete, am zweiten Simplonstollen mitarbeitete und 1929 an der Universität Genf in Physik promovierte.
In den verschiedenen Staaten des Deutschen Reiches wurden Frauen zwischen 1900 und 1909 zum Studium an den Technischen Hochschulen und damit zum Studium der Ingenieurwissenschaften zugelassen.[4][5][6] Hierin ausgezeichnet haben sich in den ersten Jahren die folgenden Hochschulen: die Technische Hochschule Berlin-Charlottenburg, die spätere TU Berlin; die Technische Hochschule Darmstadt, die heutige Technische Universität Darmstadt; die TH München, heute Technische Universität München sowie die Technische Hochschule Aachen, die heute unter dem Namen RWTH Aachen bekannt ist.
Die erste Diplomingenieurin an einer deutschen Hochschule war Elisabeth von Knobelsdorff, die 1911 an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg in Architektur ihren Abschluss machte.[7] Im Fach Maschinenbau folgte Elisa Leonida Zamfirescu, Chemieingenieurin, Erfinderin und Befürworterin der internationalen Abrüstung, die 1912 ihren Abschluss machte, ein Stellenangebot von BASF ablehnte und anschließend in Bukarest als Erforscherin der rumänischen Bodenschätze tätig war. 1913 legte Jovanka Bončić-Katerinić an der Technischen Hochschule Darmstadt ihre Diplomprüfung ab und ließ sich in Belgrad als Architektin nieder.[8] 1924 schlossen Ilse Ter Meer und Wilhelmine Vogler ihr Maschinenbaustudium an der TH München ab. Ihnen folgte unter anderen die Flugzeugkonstrukteurin Ilse Essers, die 1926 ihr Ingenieurdiplom in Aachen machte. Essers entdeckte den Massenausgleich an beweglichen Flügelklappen und Flügelrudern zur Verhinderung von angefachten Flügelschwingungen und wurde 1929 als erste Frau in der Fakultät Maschinenwesen an der TH Berlin promoviert. Sie schaffte mit ihren Erkenntnissen und Erfindungen wesentliche Grundlagen im Bereich der Luftfahrttechnik, der Baukonstruktion und dem Maschinenbau. An der Technischen Hochschule Darmstadt promovierte mit Kira Stein erst 1983 eine Frau im Fachbereich Maschinenbau.
Ingenieurausbildung ab den 1970er Jahren in der BRD[Bearbeiten]
In den 1970er Jahren wurde in der Bundesrepublik Deutschland damit begonnen, die Ingenieurausbildung auf ein höheres Maß wissenschaftlicher Ausbildung umzustellen. Äußeres Zeichen dafür war die Auflösung der bisherigen höheren Fachschulen (Ingenieurschulen und -akademien) und die Einrichtung von Fachhochschulen. In der Deutschen Demokratischen Republik schuf man aus ähnlichen Gründen ab 1969 die Ingenieurhochschulen, die nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik ebenfalls zu Fachhochschulen wurden.
Berufsbild[Bearbeiten]
Ingenieure sind „die geistigen Eltern Technischer Systeme“, mit deren Hilfe naturwissenschaftliche Erkenntnisse zum praktischen Nutzen der Menschheit angewendet werden. Vorwiegend werden physikalische Erkenntnisse ausgewertet, andere stammen aus der Chemie und der Biologie (einschließlich Medizin). Ein einzelnes System (Gerät, Maschine, Bauwerk, Transportmittel, Kommunikationsmittel und viele andere) kann auf Erkenntnissen aller drei Naturwissenschaften beruhen. Sicher ist, dass es sich selten auf nur einen Zweig einer der drei – vorwiegend der Physik – stützt. Das hat zur Folge, dass sich der einzelne Ingenieur ein breites naturwissenschaftliches Wissen anzueignen hat. Bei der Schaffung komplexer Systeme ist hingegen die Beteiligung mehrerer Fach-Ingenieure und mitunter auch Naturwissenschaftler nötig. Die Fach-Ingenieure bevorzugen ihre oft zwischen den Disziplinen nicht gleiche Fachsprache. Die nötige gemeinschaftliche Arbeit nötigt aber dem einzelnen Ingenieur, sich allen Beteiligten – im Idealfall der Allgemeinheit – auch sprachlich gut verständlich zu machen. Die Technische Zeichnung wird im Allgemeinen problemlos von allen Beteiligten verstanden.
In der Regel werden bei der Schaffung von Systemen (Produkten) – auch bei Einführung komplett neuer technischer Anwendungen – traditionell vorhandene Methoden und Mittel zur Herstellung verwendet. Der Ingenieur muss die bekannten Herstellungsmethoden, Werkzeuge und Werkstoffe und die für Teilfunktionen vorhandenen Standardbauelemente beherrschen. Die entsprechende Unterrichtung wird durch Industrie-Praktika unterstützt, in denen Lernen mit der Hand und vor Ort stattfindet. Wer vor dem Studium ein technisches Handwerk erlernte, hat diese Erfahrung intensiver gemacht.
Die theoretische Unterrichtung der Naturwissenschaften ist auf die Ingenieure zugeschnitten. Zum Beispiel werden Mechanik, Optik und Elektrizitätslehre nicht allgemein sondern als Technische Mechanik, Technische Optik und Elektrotechnik gelehrt. Der Ingenieur gebraucht ebenso wie der Naturwissenschaftler die Mathematik zur Beschreibung und zur quantitativen Bewertung seiner Objekte, und eignet sie sich im Vergleich mit dem Rechnen des Alltags als sogenannte höhere Mathematik an. Der Universitätsabsolvent wird theoretisch umfangreicher als der Fachhochschul-Ingenieur ausgebildet, was ihn zum Entwicklungsingenieur prädestiniert. Ein Fachhochschulabsolvent hat oft vor seinem Studium ein Handwerk gelernt, was in einer Tätigkeit als Fertigungsingenieur von Vorteil sein kann.
Die traditionelle Tätigkeit des Ingenieurs in einem industriellen Unternehmen zum Beispiel des Maschinenbaus ist der Entwurf beziehungsweise die Konstruktion des Produkts. Fast ebenso lange gibt es den Entwicklungsingenieur (vorwiegend theoretische Vorarbeit zur Konstruktion). Parallel zum Übergang zur immer intensiveren automatischen Fertigung erhöhte sich die Zahl der Fertigungsingenieure. Ein Ausrüstungsingenieur arbeitet an der Schnittstelle zwischen den Bereichen der Produktionstechnik, der Instandhaltung und der Prozesstechnik. Die vermehrte industrielle Arbeitsteilung führte zu Verkaufs- und Einkaufsingenieuren als Kontaktpersonen zwischen den verkaufenden Zulieferfirmen und den Endproduktherstellern. Verkaufs- oder Marketingingenieure werden auch beschäftigt, um den Markt für das Endprodukt zu bearbeiten.
Von Ingenieuren selbst dargestellte Berufsbilder stammen zum Beispiel von Max von Eyth (Hinter Pflug und Schraubstock, 19. Jahrhundert) und Heinz Hossdorf (Das Erlebnis Ingenieur zu sein, 2002[9]).
Der Ingenieur im Bild der Öffentlichkeit[Bearbeiten]
Das Ingenieurlied[Bearbeiten]
Die ersten beiden Zeilen des Ingenieurliedes[10] lauten.Dem Ingenieur ist nichts zu schwere –
Er lacht und spricht: Wenn dieses nicht, so geht doch das!Es wurde 1871 von Heinrich Seidel verfasst, der selbst Ingenieur war und darin seinen Beruf als Lebensmotto darstellte.
Die Technik und die Ingenieure als deren Gestalter seien Garanten für Fortschritt und Frieden. Globales Handeln wurde den Ingenieuren von Seidel schon in der industriellen Gründerzeit bestätigt.
Die letzte Strophe lautet:Die Ingenieure sollen leben!
In ihnen kreist der wahre Geist der allerneusten Zeit!
Dem Fortschritt ist ihr Herz ergeben,
Dem Frieden ist hienieden ihre Kraft und Zeit geweiht!
Der Arbeit Segen fort und fort,
Ihn breitet aus von Ort zu Ort,
Von Land zu Land, von Meer zu Meer –
Der Ingenieur.Das Ingenieurlied ist somit auch ein Beleg für die Euphorie, Wissenschaft und Technik würden die Menschheit in eine Wunderwelt führen,[11] und für die daraus resultierende hohe gesellschaftliche Anerkennung des Ingenieurberufs.
Die Euphorie hinsichtlich des technischen Fortschritts nahm erstmals nach dem Ersten Weltkrieg ab, in dem Teile der Welt auch mit Hilfe technischer Mittel zu Menschenschlachthäusern wurden.[11] Seit etwa einem halben Jahrhundert besteht einerseits großes Misstrauen gegenüber technischen Neuerungen und andererseits selbstverständliche Aneignung der immer zahlreicheren nützlichen und faszinierenden Produkte, die von Ingenieuren geschaffen werden. Die zunehmende allgemeine Ignoranz in technischen Dingen[11] wirkt sich auch auf den Ingenieur im Bild der Öffentlichkeit aus, in deren Augen der immer schon die wirtschaftliche Entwicklung prägende Investor in den Vordergrund gerückt ist.
Daniel Düsentrieb
In der deutschen Übersetzung hat Daniel Düsentrieb die erste Zeile des Ingenieurlieds in folgender abgewandelter, etwas schnöder Form zum Motto:Dem Ingeniör ist nichts zu schwör.Der amerikanische Autor Carl Barks und die Übersetzerin Erika Fuchs drücken in dieser Comic-Geschichte ihr eigenes zwiespältiges Verhältnis zum Ingenieur aus. Barks wäre gern Erfinder gewesen, Fuchs war mit einem Ingenieur verheiratet, von dem zwar die Abwandlung zu Ingeniör/schwör stammt, der das Ingenieurslied aber in seiner originalen Aussage beherzigte. Die Comic-Figur Daniel Düsentrieb trifft insgesamt das zwiespältige Verhalten der Allgemeinheit zum Ingenieur. Er arbeitet hart und ist zufrieden, auch wenn nicht alle seine genialen Entwürfe gelingen oder die gelungenen angemessen gewürdigt beziehungsweise entlohnt werden. Dem Ingeniör ist nichts zu schwör wurde zum – hintersinnig mit etwas Spott besetzten – geflügelten Wort. Eine ähnliche Redewendung lautet:Wo man ihm ein Rätsel schenkt, steht der Ingenieur und denkt.Ingenieur und Patent[Bearbeiten]
Als Erfinder wird in Patentschriften häufig ein Ingenieur genannt. Ein einzelner Ingenieur kann sich mit guten oder vielen Erfindungen einen Namen machen. Er ist aber nicht zwangsläufig auch der Inhaber, der den gelegentlichen Erfolg eines erteilten Patents erntet. Das mit einem Patent geschützte Recht gehört dem Arbeitgeber, der seinem angestellten Erfinder nur eine Vergütung zu zahlen hat. Selbständige Ingenieure, die berühmt wegen ihrer vielen Patente sind, leisten sich deren Anmelde- und laufenden Kosten bei den Patentämtern mehrerer Länder meistens nur, weil sie durch wirtschaftlichen Erfolg auf Grund einer einzigen oder weniger Erfindungen dazu in der Lage sind. Beispiele für selbständige und wirtschaftlich erfolgreiche Erfinder sind Thomas Alva Edison und Artur Fischer.
Internationale Situation[Bearbeiten]
Deutschland[Bearbeiten]
Sozialversicherungspflichtig
beschäftigte Ingenieure
in Deutschland[12]
Jahr
Anzahl
1999
637.935
2001
657.491
2003
647.051
2005
639.119
2007
654.358
Der Grad Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.) wird durch ein in der Regel fünf Jahre dauerndes Studium an einer Technischen Universität (früher Technische Hochschule) oder Universität erworben. Das vierjährige Studium an einer Fachhochschule führt zum Diplom-Ingenieur&#160;(FH).[13] Die vor der Gründung der Fachhochschulen existierenden Ingenieurschulen führten nach minimal drei Jahren zum Ingenieur (grad). Auf Grund des Bologna-Prozesses haben inzwischen viele Hochschulen auch ihre Ingenieurstudiengänge auf den Abschluss Bachelor oder Master umgestellt. Die entsprechenden akademischen Grade lauten Bachelor of Engineering (B.Eng.) oder Bachelor of Science (B.Sc.) bzw. Master of Engineering (M.Eng.) oder Master of Science (M.Sc.).
Eine Sonderform stellt der Europa Ingenieur (EUR ING) dar. Es handelt sich um einen Qualitätsstandard, um die unterschiedlichen Ingenieurausbildungen in Europa vergleichbar zu machen. Die Bezeichnung EUR ING wird von der Ingenieur-Vereinigung FEANI (Föderation Europäischer Nationaler Ingenieurverbände) in Brüssel verliehen. Es handelt sich um keinen Hochschulgrad, sondern um einen Ausweis für Qualifikationen. Dieser steht somit auf der Visitenkarte als private Ergänzung unter dem Namen. Die Registratur hinterlegt z.&#160;B. auch Absolventen von Fachschulen mit Weiterbildungen die zur Berufstätigkeit (z.&#160;B. in der Detailkonstruktion) erforderlichen Zertifikate.
Eine weitere Sonderform ist der Schiffsingenieur. Die in der internationalen Seefahrt für den Betrieb eines Schiffes verantwortliche Person kann nach der Schiffsmechanikerlehre nach erfolgreichem Besuch einer zweijährigen Fachschule auch ohne Studium Schiffsingenieur werden. Die Berufsbezeichnung „Schiffsingenieur“ wurde bereits nach § 3 Ziffer 5 vom 7. Januar 1909 (RGBl. S.210) bekanntgegeben. Mit dem Ministerial-Erlass vom 17. Dezember 2010 wurde die Befähigung zum Schiffsingenieur eingeführt.
Auch im Bergbau ist für Steiger eine Fortbildung zum Ingenieur ohne Studium über einen Kurs möglich: Die Absolventen des Betriebsführerlehrganges einer deutschen Bergschule dürfen nach §1 der Ingenieurgesetzes aller Bundesländer die Berufsbezeichnung Ingenieur führen.
In der Schweißtechnik wird ein Kurs zur Schweißaufsicht angeboten. Das International Institute of Welding verleiht den erfolgreichen Absolventen ein weltweit gültiges Diploma International Welding Engineer.[14] Zur Prüfung / Zulassungsarbeit werden neben Ingenieuren aller Fachrichtungen auch Schweißtechniker, Obersteiger und Kapitäne in Ihrer Funktion als Hafenmeister zugelassen.
Berufsbezeichnungen und akademische Grade[Bearbeiten]
Die Berufsbezeichnung „Ingenieur“ ist in der Bundesrepublik Deutschland seit Anfang der 1970er Jahre durch die Ingenieurgesetze der Bundesländer geschützt und wird seither nur an Absolventen entsprechender Bildungseinrichtungen verliehen. Zuvor durften (und dürfen weiterhin) auch Personen ohne eine Ingenieurausbildung, aber mit langjähriger einschlägiger Berufspraxis die Standesbezeichnung „Ingenieur“ führen.
Absolventen früherer Ingenieurschulen dürfen nach landesrechtlicher Regelung die vormals verliehene staatliche Bezeichnung „Ingenieur“ oder „Ingenieur (grad.)“ (graduierter Ingenieur) führen und im Rahmen der Nachdiplomierung beim für die zu Grunde liegende Ausbildung zuständigen Kultusminister unter bestimmten Voraussetzungen die staatliche Bezeichnung „Dipl.-Ing. (FH)“ führen. Der Akademische Grad „Dipl.-Ing. (FH)“ wird seit 1987 von den Fachhochschulen verliehen, zuvor „Dipl.-Ing.“. Die an Berufsakademien erworbene staatliche nicht-akademische Abschlussbezeichnung erhält den Klammerzusatz (BA): „Diplom-Ingenieur (BA)“.
Das Studium an Technischen Universitäten (früher Technische Hochschulen) wird traditionell immer mit dem akademischen Grad „Dipl.-Ing.“ – in neuerer Zeit mit dem Klammerzusatz (TU), (TH) – oder als „Dipl.-Ing. (Univ.)“ (verliehen u.&#160;a. durch die Technische Universität München) geschrieben zur Unterscheidung vom Dipl.-Ing. (FH).
Nach einer Promotion in den Ingenieurwissenschaften an einer Universität wird der akademische Grad eines „Doktors der Ingenieurwissenschaften” („Doktor-Ingenieur“, „Dr.-Ing.“) verliehen, möglich sind aber auch der „Dr. techn.“ bzw. der „Dr. mont.“ für technische bzw. Montanwissenschaften.
Bologna-Prozess[Bearbeiten]
Auf Grund des Bologna-Prozesses haben inzwischen (2010) fast alle Fachhochschulen und die meisten Universitäten auch ihre Ingenieurstudiengänge auf den Abschluss Bachelor oder Master umgestellt. Studenten, die sich zuvor auf einen Diplom-Studiengang eingeschrieben haben, können auch noch ihr Studium mit Diplom abschließen. In den Bachelor und Master-Studiengängen lauten die entsprechenden akademischen Grade Bachelor of Engineering (B.Eng.) oder Bachelor of Science (B.Sc.) bzw. Master of Engineering (M.Eng.) oder Master of Science (M.Sc.) ohne Unterschied darauf, an welcher Hochschule das Studium absolviert wurde.
Im Freistaat Sachsen erlaubt das Landeshochschulgesetz (Stand 2014) explizit den Abschluss Diplom und es werden weiterhin grundständige Studiengänge mit dem Abschluss Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.) angeboten.
Die Technische Universität München verleiht neben den Bachelor- und Mastergraden auch weiterhin den akademischen Diplomgrad als „Dipl.-Ing. Univ. (TUM)“,[15] was einer Annäherung an die Handhabe amerikanischer Eliteuniversitäten zur Abgrenzung von Abschlüssen an anderen Universitäten entspricht.
Kammern und Berufsverbände[Bearbeiten]
Die berufsständischen Angelegenheiten der Ingenieure in Deutschland werden in Selbstverwaltung von den Ingenieurkammern wahrgenommen. Diese haben öffentlich-rechtlichen Status und sind – da das Ingenieurrecht in Deutschland grundsätzlich Ländersache ist – auf Ebene der Bundesländer organisiert. Ein „Beratender Ingenieur“ muss bestimmte gesetzlich festgeschriebene Vorgaben erfüllen und sich in die „Liste der Beratenden Ingenieure“ der Ingenieurkammer seines jeweiligen Bundeslandes eintragen. Die Berufsbezeichnung Beratender Ingenieur für einen freiberuflich tätigen Ingenieur ist landesrechtlich geschützt (Kammerberuf).
Berufsverbände und Ingenieurvereinigungen wie beispielsweise der Akkreditierungsverbund für Studiengänge des Bauwesens (ASBau) stehen der Umstellung auf die neuen Abschlüsse kritisch gegenüber und zweifeln an, dass das Bachelor-Studium eine ausreichend berufsbefähigende Ausbildung leistet. Sie sehen in den neuen Abschlüssen den Versuch, einen großen Teil der Ausbildung in das Berufsleben zu verlagern.
Als Ingenieurverein hat sich in Deutschland der bereits 1856 gegründete VDI (Verein Deutscher Ingenieure) etabliert. Mit derzeit rund 154.000 Mitgliedern (Stand Februar 2014)[16] gehört er zu den größten technisch orientierten Vereinen und Verbänden weltweit.
Speziell die Interessen von Frauen im Ingenieursberuf vertritt der deutsche ingenieurinnenbund e.&#160;V. (dib). Mit der Organisation Ingenieure ohne Grenzen gibt es zudem einen Verein, der das weltweite Engagement von Ingenieuren für humanitäre Projekte fördert.
In der DDR erworbene Ingenieur-Grade[Bearbeiten]
Die Ingenieure in der DDR wurden auf drei Niveaustufen ausgebildet:Ingenieurschulen (Fachschulen),
Ingenieurhochschulen (IHS) und
Technischen Hochschulen, Technischen Universitäten und Universitäten.Ausbildung an Ingenieurschulen (Fachschulen)[Bearbeiten]
Ingenieururkunde, Nov. 1990
Bescheinigung einer „Nachdiplomierung“
Als Zugangsvoraussetzung galt der Abschluss der 10. Klasse sowie eine Berufsausbildung. Eine Hochschulzugangsberechtigung in Form eines Abiturs o.&#160;ä. war nicht notwendig. Die Regelstudienzeit im Präsenzstudium betrug sechs Semester. Das letzte (sechste) Semester verbrachte der Student im Betrieb zur Einarbeitung auf seine zukünftige Stelle. Das Studium endete mit dem staatlichen Titel Ingenieur (Abk.: „Ing.“). Der Abschluss galt gleichzeitig als fachgebundene Hochschulreife. Häufig wurden Facharbeiter mit guten und sehr guten Leistungen vom Betrieb zum Fachschulstudium delegiert. Auch gab es spezielle Sonderstudienformen für Frauen (Frauensonderstudium), um die Frauenrate in den technischen Berufen anzuheben.
Mit dem Beitritt der DDR wurden die in der DDR erworbenen oder staatlich anerkannten schulischen, beruflichen und akademischen Abschlüsse beziehungsweise Befähigungsnachweise neu eingeordnet. Laut Art.&#160;37, Abs. 1 des Einigungsvertrags haben die Fach- und Ingenieurschulabschlüsse, dessen Ausbildungsniveau zwischen der Facharbeiter- und Hochschulbildung lag, keine Entsprechung im westdeutschen Bildungssystem. Manche Abschlüsse sind gleichwertig dem westdeutscher Ingenieurschulen und Ingenieurakademien bis Anfang der 1970er Jahre. Eine Gleichstellung zu westdeutschen Fachhochschulabschlüssen war nicht möglich. Die Gleichwertigkeit zu Fachhochschulabschlüssen konnte nur nach dem Erwerb zusätzlicher Qualifikationen (Aufbaustudium an einer FH) festgestellt werden.
Auf Drängen der neuen Länder wurde auch eine Regelung zum Erwerb des FH-Diploms aufgrund von Berufserfahrung und ohne Besuch des Aufbaustudienganges vereinbart. Mit dieser Nachdiplomierung wird einigen Absolventen das Recht eingeräumt, nach Nachweis einer einschlägigen dreijährigen Berufstätigkeit den Titel Dipl.-Ing. (FH) zu tragen. Da dieser Titel vom Kultusministerium verliehen wird und nicht von einer Hochschule, handelt es sich hierbei um eine staatliche Bezeichnung und nicht um einen akademischen Grad. Dies ist vergleichbar mit der staatlichen Abschlussbezeichnung Dipl.-Ing. (BA) an einer Berufsakademie.
Die ursprüngliche Stichtagsregelung wurde zwischenzeitlich durch ein Gerichtsurteil für ungültig erklärt.[17] Für die Nachdiplomierung muss beim Kultusministerium ein kostenpflichtiger Antrag gestellt werden.
Einige Jahrgänge mussten ein zusätzliches Aufbaustudium an einer Fachhochschule über drei Semester mit einer Diplomarbeit zur Erlangung eines Dipl.-Ing. (FH) absolvieren.
Nach der Wende wurden die meisten Ingenieurschulen geschlossen bzw. in Fachschulen zur Ausbildung zum Staatlich geprüfter Techniker umgewandelt. Einige wurden zu Fachbereichen von Fachhochschulen ausgebaut.
Ausbildung an Ingenieurhochschulen (IHS)[Bearbeiten]
Ab 1969 wurden im Rahmen der 3. Hochschulreform der DDR die Ingenieurhochschulen eingeführt. Als Zugangsvoraussetzung galt die Berufsausbildung mit Abitur (BmA) oder das Abitur der EOS mit einem Vorpraktikum. Auch bot man für Interessenten ohne Abitur einjährige Vorkurse zur Erlangung des Teilabiturs direkt an den IHSen an. Die Regelstudienzeit betrug anfangs 3,5 Jahre und wurde später auf vier Jahre erhöht. Ein Semester war das große Industriepraktikum. Das Studium endete mit dem Hochschulgrad Hochschulingenieur (Abk.: „HS-Ing.“).
Die Ingenieurhochschule war von ihrer Aufgabenstellung und vom akademischen Niveau das ostdeutsche Pendant zu den westdeutschen Fachhochschulen. Die Ingenieurhochschule sollte die Ingenieurfachschule ablösen. Aufgrund von Abiturientenmangel scheiterte dieses Vorhaben. Wegen der Verwechslungsgefahr zum Ing. wurde auch der Hochschulgrad HS.-Ing. ab 1977 nicht mehr vergeben. Die verbliebenen Ingenieurhochschulen wurden zu Technischen Hochschulen umgewandelt oder solchen angegliedert, oder sie wurden Ingenieurhochschulen mit Promotionsrecht und dem Abschluss Diplomingenieur.
Mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurden (gemäß Einigungsvertrag) die Abschlüsse der Ingenieurhochschulen als gleichwertig bzw. niveaugleich westdeutscher FH-Abschlüsse eingestuft. Die Absolventen konnten sich ohne Auflagen und Einschränkungen zum akademischen Grad Diplom-Ingenieur (FH) umdiplomieren lassen. Nach der Wende wurden sämtliche Ingenieurhochschulen zu Fachhochschulen.
Ausbildung an Technischen Hochschulen, Technischen Universitäten und Universitäten[Bearbeiten]
Zugangsvoraussetzung für das Ingenieurstudium an einer TH/TU oder Uni war das Abitur. Die Regelstudienzeit betrug fünf Jahre, später wurde sie per Ministerbeschluss einheitlich auf vier Jahre begrenzt. Der Abschluss war der akademische Grad Diplomingenieur.
Mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurden (gemäß Einigungsvertrag) die Abschlüsse an traditionellen Technischen Hochschulen und Universitäten als gleichwertig bzw. niveaugleich den Abschlüssen der westdeutschen Technischen Hochschulen und Universitäten eingestuft. Abschlüsse, die an Technischen Hochschulen abgelegt wurden, die aus Ingenieurhochschulen hervorgingen, unterzog man einer Inhaltsprüfung. Bei mindestens neunsemestriger Studiendauer wurden sie wie TH- bzw. TU-Abschlüsse gewertet. Bei 8-semestriger Studiendauer wurden sie als gleichwertig dem westdeutschen FH-Abschluss eingestuft. Die meisten dieser vormals in Technische Hochschulen umgewandelten Ingenieurhochschulen wurden nach der Wende zu Fachhochschulen. Nur einige wenige erlangten den Status einer Technischen Universität (TU).
Österreich[Bearbeiten]
Die technische Ausbildung, die Führung der Standesbezeichnung Ingenieur und der akademischen Ingenieurgrade, sowie die auf ziviltechnischer und gewerberechtlicher Basis beruhende Berufsbezeichnung Ingenieur sind in Österreich bundeseinheitlich geregelt.
Ingenieursausbildung im Rahmen des Schulsystems[Bearbeiten]
Im Rahmen des Schulsystems erfolgt die Ingenieursausbildung an den Höheren Technischen Lehranstalten (HTL) und den Höheren Land- und Forstwirtschaftlichen Lehranstalten (HLFL). Die Ausbildung dauert fünf Jahre (9. bis 13. Schulstufe) und schließt mit der Reife- und Diplomprüfung ab.
Die Voraussetzungen um die Standesbezeichnung Ingenieur (Ing.) führen zu dürfen, sind im Ingenieurgesetz 2006[18] geregelt. Neben der Reife- und Diplomprüfung an einer der oben genannten Ausbildungseinrichtungen muss der Nachweis der Absolvierung einer mindestens dreijährigen fachbezogenen Praxis, welche gehobene Kenntnisse auf jenen Fachgebieten voraussetzt, in denen Reife- und Diplomprüfungen abgelegt werden können, erbracht werden (§ 2 Z 1 lit. b IngG 2006). Mit diesen Nachweisen kann der Antrag beim Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft gestellt werden. Die Bearbeitungsdauer beträgt in der Regel ca. zwei Monate. Nach erfolgreicher Prüfung wird mit einer Urkunde „Das Recht zur Führung der Standesbezeichnung ‚Ingenieur‘ (‚Ing.‘)“ verliehen.
Ohne Reife- und Diplomprüfung, jedoch mit nachgewiesenen gleichwertigen Fachkenntnissen, kann das Recht zur Führung der Standesbezeichnung auch nach sechs Jahren Praxis verliehen werden. Es ist hierzu eine kommissionelle Ingenieurprüfung abzulegen. Die Gleichwertigkeit der Kenntnisse als Prüfungsvoraussetzung wird vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend nach Maßgabe der Dinge streng geprüft.
Darüber hinaus wurde im Jahr 1994[19] auch die Möglichkeit geschaffen, für eine Übergangszeit die Bezeichnung Diplom-HTL-Ingenieur (Dipl.-HTL-Ing.) bzw. Diplom-HLFL-Ingenieur (Dipl.-HLFL-Ing.) zu erwerben. Hierfür mussten nach der Reife- und Diplomprüfung einer österreichischen Höheren Technischen Lehranstalt oder einer Höheren Land- und Forstwirtschaftlichen Lehranstalt eine sechsjährige fachliche Praxis absolviert, eine schriftliche Arbeit abgefasst, sowie eine kommissionelle Prüfung vor Sachverständigen abgelegt werden. Diese Möglichkeit der Nachqualifizierung für HTL-Ingenieure war als Übergangsphase nach Einführung der Fachhochschulen gedacht. Bereits das im Jahr 1994 erlassene Gesetz[19] sah das Außerkrafttreten der Bestimmungen mit 31. Dezember 2006 vor, für anhängige Verfahren gab es eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2008.
Universitäten und Fachhochschulen[Bearbeiten]
Die Ingenieursausbildung an Universitäten (meist Technischen Universitäten) bzw. Fachhochschulen erfolgte bis zur Umsetzung des Bologna-Prozesses durch Diplomstudien, wobei deren Mindeststudiendauer an den Universitäten üblicherweise zehn Semester und an Fachhochschulen acht Semester betrug. Den Absolventen von technischen Diplomstudien an Universitäten wurde der akademische Grad Diplom-Ingenieur (Abk.: Dipl.-Ing. oder DI – ohne Abkürzungspunkte) mit 300&#160;ECTS-Leistungspunkten und den Absolventen von technischen Diplomstudien an Fachhochschulen der akademische Grad Diplom-Ingenieur (FH) (Abk.: Dipl.-Ing.&#160;(FH) oder DI&#160;(FH)) mit 240&#160;ECTS-Leistungspunkten verliehen.
Mit der Umsetzung des Bologna-Prozesses erfolgt die Ingenieursausbildung sowohl an Universitäten (meist Technischen Universitäten) als auch an Fachhochschulen durch Bachelor- und Masterstudien, wobei für die Aufnahme eines Masterstudiums ein bereits abgeschlossenes Bachelor- oder Diplomstudium erforderlich sind. Die Studiendauer von technischen Bachelorstudien beträgt meist sechs Semester und jene der daran anschließenden Masterstudien üblicherweise vier Semester. Den Absolventen von Bachelorstudien wird der akademische Grad Bachelor of Science (Abk.: B.Sc. oder BSc) mit 180&#160;ECTS-Leistungspunkten und den Absolventen von Masterstudien der akademische Grad Diplom-Ingenieur (Abk.: Dipl.-Ing. oder DI) bzw. Master of Science (Abk.: M.Sc. oder MSc) mit 120&#160;ECTS-Leistungspunkten (d.&#160;h. in Summe ebenfalls 300&#160;ECTS-Leistungspunkten) verliehen.
Absolventen von Master-Studiengängen sind für ein anschließendes Doktoratsstudium zugelassen, wobei sich die Mindeststudiendauer des Doktoratsstudiums um bis zu zwei Semester verlängern kann, falls die Mindeststudiendauer des absolvierten Masterstudiums weniger als vier Semester beträgt.
Das Doktoratsstudium der technischen Wissenschaften, welches nur an Universitäten absolviert werden kann, weist eine Regelstudiendauer von sechs Semester mit insgesamt 180&#160;ECTS-Leistungspunkten auf. Den Absolventen dieses Studiums wird der akademische Grad Doktor der Technischen Wissenschaften (Dr.&#160;techn.) verliehen.
Ziviltechniker und Ingenieurbüros[Bearbeiten]
Der Zugang und die Ausübung des Berufs des Ziviltechnikers (Architekten und Ingenieurkonsulenten) wird durch das Ziviltechnikergesetz reglementiert, die Vertretung der Ingenieurkonsulenten erfolgt durch die Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten.
Der reglementierte Beruf Beratender Ingenieur bzw. die Zugangsvoraussetzung zum Betreiben eines Ingenieurbüros wird geregelt in der Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend über das BGBL.&#160;II 89/2003 („Zugangsvoraussetzungs-Verordnung für reglementierte Gewerbe Ingenieurbüros (Beratende Ingenieure)“).
Die Berufsvoraussetzung ist gegeben für Personen, dieeine technische Hochschule oder Fachhochschule und eine mindestens dreijährige fachliche Tätigkeit im betreffenden Fachgebiet, oder
eine dem Fachgebiet entsprechende HTL (Höhere Technische Lehranstalt bzw. entsprechende Sonderform HFL) und eine mindestens sechsjährige fachliche Tätigkeit im betreffenden Fachgebiet, und
eine Befähigungsprüfung gemäß Gewerbeordnung 1994, BGBL. Nr. 111/2002, nachweisen.[20]Personen die für das reglementierte Gewerbe Ingenieurbüro/beratende Ingenieure in Österreich zugelassen sind, dürfen dieses auch in den anderen EU-Ländern ausüben (EU-Diplomanerkennungsrichtline für reglementierte Berufe).
Als Ingenieurvereine haben sich in Österreich der VÖI (Verband Österreichischer Ingenieure) und ÖIAV (Österreichischer Ingenieur- und Architekten-Verein) seit vielen Jahren erfolgreich etabliert. Das österreichische Ingenieurregister wird vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend geführt.
Die berufsständischen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen der Ziviltechniker in Österreich werden in Selbstverwaltung von den Ingenieurkammern wahrgenommen. Diese sind die gesetzliche Interessensvertretung des Berufsstandes und haben daher öffentlich-rechtlichen Status. Sie sind in vier Länderkammern organisiert, deren bundesweite Dachorganisation die Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten ist. Innerhalb der Kammern sind neben den Ingenieurkonsulenten auch die Architekten vertreten, jedoch in getrennten Sektionen organisiert.
Schweiz[Bearbeiten]
In der Schweiz können Ingenieurwissenschaften an den beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen (in Zürich und Lausanne, Titel Bachelor/Master of Science ETH) und an den Fachhochschulen (Titel Bachelor/Master of Science FH) studiert werden.
Als Ingenieurvereine haben sich in der Schweiz einerseits der 1837 gegründete „Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein“ und andererseits „Swiss Engineering“ (ehemals Schweizerischer Technischer Verband, STV) sowie die Schweizerische Vereinigung Beratender Ingenieurunternehmungen „Schweizerische Vereinigung Beratender Ingenieurunternehmungen (usic)“ etabliert. Ingenieurkammern wie in Deutschland und Österreich gibt es in der Schweiz nicht.
Frankreich[Bearbeiten]
In Frankreich erfolgt das Ingenieurstudium an „Écoles d’Ingénieurs“ (Ingenieurhochschulen), auch „Grande école“ genannt, und an den Universitäten. Der Titel und Beruf Ingénieur ist in Frankreich geschützt.
Die „Grandes écoles“ gelten als Ausbildungsstätten der Führungselite von Staat und Wirtschaft. Die Ausbildung an den Ingenieurhochschulen ist durch Projekte und Praktika während des fünfjährigen Studiums stärker an den Erfordernissen des Arbeitsmarkts orientiert. Es gibt ungefähr 240 Ingenieurhochschulen, an denen jährlich rund 26 000 Studenten ein Diplom erhalten. Eine solche „Grande École“ hat daher die Größe eines mittelgroßen deutschen Gymnasiums. Um ein Ingenieurdiplom erteilen zu dürfen, muss die Schule vom Hochschulminister dazu berechtigt werden. Die an den „Grandes Écoles“ ausgebildeten Ingenieure tragen den Titel „ingénieur diplômé“ gefolgt von dem Namen ihrer Ingenieurhochschule. Das Studium an den „Grandes Écoles“ entspricht keinem deutschen System. Um in Frankreich eine solche Grande École besuchen zu dürfen, ist zuvor ein zweijähriges Studium in einer „Classe Préparatoire“ notwendig, in denen, speziell für die ingenieurwissenschaftliche Zukunft des Studenten, höchste Mathematik sowie Mechanik und Systemtheorie auf sehr theoretischem Niveau vermittelt werden. Anders als in Deutschland werden die ECTS an den Hochschulen den tatsächlichen Vorlesungszeiten angepasst. Durch Anwesenheitspflicht und Hausaufgaben haben die „Grandes Écoles“ einen schulähnlichen Charakter.
1992 wurden die IUP (Institut Universitaire Professionnalisé = Praxisorientiertes Universitäts-Institut) an Universitäten eröffnet. Dort bekamen die Absolventen nach vier Jahren Studium mit der Maîtrise IUP einen Titel als ingénieur-maître. Seit der Umsetzung des Bologna-Prozess wird dieser Titel nicht mehr verliehen. Andererseits gab es schon damals auf dem Arbeitsmarkt Ingenieure, die ein DESS nach fünf Jahren Studium an einer Universität erworben hatten. Heute ist in Frankreich jeder Master-Absolvent eines entsprechenden Studiengangs Ingenieur.
Anders als in Deutschland sind die einzelnen „Grandes Écoles“ bereits sehr spezialisiert. So wählt ein Student in Frankreich nach der „Classe Préparatoire“ nicht einen speziellen Studiengang, sondern die Hochschule, welche sich auf ein Gebiet spezialisiert hat. Daneben gibt es allgemeine Ingenieurschulen, die großflächige Themen abdecken.
In den Unternehmen werden sowohl Ingenieure von Universitäten als auch ingénieurs diplômés d’École am selben Posten Ingénieur genannt, die Lohnskala ist allerdings unterschiedlich: ein ingénieur diplômé verdient in der Regel mehr.
Italien[Bearbeiten]
In Italien ist der Titel ingegnere gesetzlich geschützt und an ein Hochschulstudium sowie eine Staatsprüfung gebunden.
Finnland[Bearbeiten]
In Finnland erfolgt das Ingenieurstudium an Technischen Universitäten, an technischen Fakultäten anderer Universitäten und an Fachhochschulen. An Universitäten legen die Studenten zuerst das Examen tekniikan kandidaatti mit 180 Leistungspunkten nach etwa sechs Semestern ab und setzen ihre Studien danach bis zum Examen diplomi-insinööri (Diplomingenieur) fort. Die Gesamtdauer des Studiums ist 300 Leistungspunkte, das heißt zehn Semester. Im internationalen Vergleich werden tekniikan kandidaatti und diplomi-insinööri als Bachelor of Science (Eng.) und Master of Science (Eng.) übersetzt. Die Absolventen können direkt promovieren.
An den Fachhochschulen heißt der Abschluss insinööri (AMK) (Ingenieur (FH)) mit 240 Leistungspunkten. Als Abschluss ist insinööri (AMK) mit tekniikan kandidaatti vergleichbar, wird jedoch als Bachelor of Engineering übersetzt. Nach drei Jahren Berufserfahrung können die Fachhochschulingenieure ihre Studien an Fachhochschulen fortsetzen. Dann können sie den Abschluss insinööri (ylempi AMK) (Ingenieur (höhere FH)) mit 120 Leistungspunkten ablegen. Gesetzlich ist insinööri (ylempi AMK) mit diplomi-insinööri vergleichbar und wird als Master of Engineering gewertet. Die FH-Ingenieure haben auch die Möglichkeit an den Universitäten zu studieren. Dort ist es ihnen möglich mit Studien von 180 Leistungspunkten das Diplomingenieurexamen abzulegen.
Vor Einführung des finnischen Fachhochschulsystems in den 1990er Jahren wurden Ingenieure auch in technische Lehranstalten (teknillinen oppilaitos) ausgebildet. Das Ingenieursstudium in einer solchen technischen Lehranstalt dauerte vier Jahre und schloss mit dem Abschluss insinööri (Ingenieur) ab. Die Abschlüsse insinööri und insinööri (AMK) sind gesetzlich fast gleichgestellt.
Tschechien und Slowakei[Bearbeiten]
In Tschechien und der Slowakei ist Ingenieur keine Berufs- oder Standesbezeichnung für technische Fachleute. Dort ist der Ingenieur (Ing.) ein akademischer Grad der Master-Ebene und zwar nicht nur in technischen Studiengängen, sondern auch – anders als allgemein international üblich – in Studien der Wirtschafts-, Agrar-, Forst- und Militärwissenschaften. Der tschechische und slowakische akademische Grad Ing. entspricht daher nicht nur dem deutschen Diplom-Ingenieur, sondern je nach Studienrichtung auch anderen Diplomgraden deutscher Universitäten (Diplom-Kaufmann, Diplom-Volkswirt, Diplom-Agraringenieur u.&#160;a.) bzw. Mastergraden (M.A., M.Sc., M.Eng.).
Andere osteuropäische Staaten[Bearbeiten]
In einigen Staaten Osteuropas wie z.&#160;B. Bulgarien, Ungarn und Polen wird gemäß dem Bologna-Prozess inzwischen der Bachelor bzw. Master verliehen. Hier verwendet man mittlerweile auch den internationalen Bachelor of Engineering (B.&#160;Eng.) bzw. Master of Engineering (M.&#160;Eng.).
Englischsprachige Staaten[Bearbeiten]
Die Bezeichnung Engineer ist auch in den meisten englischsprachigen Staaten kein geschützter Begriff und wird für verschiedenste Berufsbezeichnungen verwandt. Nur Titel wie Professional Engineer (P. E. oder Pr. Eng.), Chartered Engineer (CEng) in UK, Irland, Indien, Registered Engineer (R. Eng.), civil engineer (Bauingenieur) oder mechanical engineer (Maschinenbauingenieur) sind teilweise (z.&#160;B. in Kanada und einigen Bundesstaaten der USA) gesetzlich geschützt.
Fachrichtungen[Bearbeiten]
Sehr bekannte ingenieurwissenschaftliche Fachrichtungen sind beispielsweise:Bauingenieurwesen,
Elektrotechnik,
Informatik,
Maschinenbau,
Verfahrenstechnik,
Wirtschaftsingenieurwesen.Weitere Fachrichtungen finden sich in der Liste der ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen.
Siehe auch[Bearbeiten]Deutscher Ingenieurinnenbund
EngineerING Card – freiwilliger Berufsausweis für Ingenieure
Föderation Europäischer Nationaler Ingenieurverbände
Liste von Ingenieuren
Liste von Ingenieurinnen
Verein Deutscher Ingenieure
Liste von Denkmälern von Mathematikern, Naturwissenschaftlern, Medizinern und Technikern
Zentralverband der IngenieurvereineLiteratur[Bearbeiten]
Neueste zuoberst&#160;Tanja Paulitz: Mann und Maschine. Eine genealogische Wissenssoziologie des Ingenieurs und der modernen Technikwissenschaften, 1850–1930. Transcript-Verlag, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-8376-1804-4 (Inhaltsverzeichnis).
&#160;Walter Kaiser, Wolfgang König: Geschichte des Ingenieurs. Ein Beruf in sechs Jahrtausenden. Carl Hanser Verlag, München u.&#160;a. 2006, ISBN 3-446-40484-8.Weblinks[Bearbeiten]
&#160;Wiktionary: Ingenieur&#160;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
&#160;Commons: Ingenieure&#160;– Sammlung von BildernLiteratur zum Thema Ingenieur im Katalog der Deutschen NationalbibliothekAnmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]↑ Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Berlin 1948 und 2002.
↑ Günther Drosdowski: Das Herkunftswörterbuch: Etymologie der deutschen Sprache. Duden Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1989, ISBN 3-411-20907-0.
↑ a b Ingenieurkammer Sachsen: Ingenieurleistungen in Sachsen, 1998, S.&#160;9ff., ISBN 3-00-002735-1.
↑ Duden, Barbara/Ebert, Hans: Die Anfänge des Frauenstudiums an der TH Berlin. In: Rürup, Reinhard (Hrsg.): Wissenschaft und Gesellschaft : Beiträge zur Geschichte der Technischen Universität Berlin, 1879–1979. Bd. 1. Berlin: Springer, 1979, S.&#160;403–418.
↑ Fellmeth, Ulrich (Hrsg.): Margarete von Wrangell und andere Pionierinnen. Die ersten Frauen an den Hochschulen in Baden und Württemberg; Begleitbuch zur Ausstellung; eine Ausstellung der Landeskonferenz der Frauenbeauftragten an wissenschaftlichen Hochschulen Baden-Württembergs und der Universität Hohenheim. Hohenheimer Themen, 7, Sonderband. St. Katharinen: Scripta Mercaturae-Verl, 1998.
↑ Viefhaus, Marianne: Frauen an der Technischen Hochschule Darmstadt. In: Emig, Brigitte (Hrsg.): Frauen in der Wissenschaft. Dokumentation der Ringvorlesung vom Wintersemester 1985/86 an der Technischen Hochschule Darmstadt. THD-Schriftenreihe Wissenschaft und Technik 38. Darmstadt: Präsident der Technischen Hochschule, 1988, S.&#160;35–61.
↑ Peters, Dietlinde: Frauen an der Technischen Universität Berlin. In: Schwarz, Karl (Hrsg.): 1799–1999, von der Bauakademie zur Technischen Universität Berlin : Geschichte und Zukunft. Berlin: Ernst &amp; Sohn, 2000, S.&#160;518–530
↑ Reclams Universum Jahrbuch 1913, S.&#160;380.
↑ Heinz Hossdorf: Das Erlebnis Ingenieur zu sein, Birkhäuser Verlag, Basel 2002, ISBN 3-7643-6050-X, ISBN 978-3-7643-6050-4
↑ Text des Ingenieurliedes auf hor.de
↑ a b c Georg Ruppelt: Die Inscheniers können doch alles. Mit Stichworten daraus in: b-i-t-online.de, April 2005 (nur mit Anmeldung).
↑ Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBerufe im Spiegel der Statistik 1999–2007. Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, archiviert vom Original am 2.&#160;Februar 2008, abgerufen am 14. April 2009.&#160;
↑ Der Klammerzusatz (FH) ist zwingend. Beim an einer (Technischen) Universität erworbenen Diplom-Ingenieur wird gelegentlich zur Unterscheidung der freiwillige Klammerzusatz (TU) beziehungsweise (TH) verwendet.
↑ &#160;DVS – Deutscher Verband für Schweißen (Authorised National Body International Institute of Welding) und verwandte Verfahren e.V., Aachener Straße 172, 40223 Düsseldorf (Hrsg.): Richtlinie 1170.
↑ Ordnung über das Führen des Zusatzes „(TUM)“ zum akademischen Grad „Diplom-Ingenieur“ bzw. „Diplom-Ingenieur Univ.“ der Technischen Universität München vom 7. August 2014
↑ www.vdi.de, abgerufen am 18. Februar 2015
↑ Az: 2 A 278/09 des SächsOVG vom 11. Januar 2011.
↑ Ingenieurgesetz 2006
↑ a b Bundesgesetz, mit dem das Ingenieurgesetz 1990 geändert wird, BGBl. Nr. 521/1994
↑ www.ingenieurbueros.atNormdaten&#160;(Sachbegriff): GND: 4026955-3 (AKS)
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Prozess heißt das streitige Verfahren vor einem Gericht, das durch eine Klage (im Falle des Strafprozesses durch eine Anklage) eingeleitet wird und darauf zielt, die Rechtslage durch eine verbindliche Entscheidung (ein Gerichtsurteil oder einen Gerichtsbeschluss) zu klären.
Im Strafprozess wird unter Prozess ein rechtlich geordneter, von Lage zu Lage sich entwickelnder Vorgang zur Gewinnung einer richterlichen Entscheidung über ein materielles Rechtsverhältnis verstanden.[1]
Der Begriff „streitiges“ Verfahren bezieht sich auf die Abgrenzung zu „nichtstreitigen“ Verfahren, die ebenfalls von Gerichten durchgeführt werden; zu den letzteren zählen z.&#160;B. Verfahren, die die Eintragung von grundstücksbezogenen Rechten in das Grundbuch betreffen. Sie zählen zum Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit, für den ein eigenes Verfahrensrecht gilt. Das deutsche Recht kennt kein einheitliches Prozessrecht. „Gerichtsverfahren“ ist also ein weiter gefasster, allgemeinerer Begriff als „Prozess“.
Die verschiedenen Gerichtszweige haben jeweils ihre eigenen Prozessordnungen.Inhaltsverzeichnis
1Differenzierung
2 Siehe auch
3 Literatur
4 Einzelnachweise Differenzierung[Bearbeiten]
Als Aktivprozess bezeichnet man ein Gerichtsverfahren aus der Perspektive des Klägers. Dieser hat den Prozess initiiert. Dagegen führt der Beklagte einen Passivprozess – er hat den Prozess nicht angestrebt, sondern „erleidet” ihn.
Siehe auch[Bearbeiten]Hauptverhandlung – nach deutschem Strafprozessrecht der Kernbestandteil jedes Strafverfahrens
Rubrum
Aktivlegitimation
PassivlegitimationLiteratur[Bearbeiten]&#160;Erich Theodor Garlichs: Passivprozesse des Testamentsvollstreckers. Hartung-Gorre, Konstanz 1996.
&#160;Stephan Meder, Christoph Sorge: Prozeß. In: Gert Ueding (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Bd.&#160;10 (2011), WBG, Darmstadt 1992ff., Sp.&#160;975–993.
Uwe Schultz (Hrsg.): Grosse Prozesse. Recht und Gerechtigkeit in der Geschichte. Verlag C. H. Beck, München 1996, ISBN 3-406-40522-3.Einzelnachweise[Bearbeiten]↑ Meyer-Goßner StPO Einl Rn. 2
Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!
Normdaten&#160;(Sachbegriff): GND: 4047577-3 (AKS) &#160;|&#160;| Anmerkung: GND: „Ohne HZ nur für das Gerichtsverfahren“.
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Kategoriesystem Recht&#160;:: Oberkategorie&#160;:: Portal&#160;:: Häufig gestellte Fragen&#160;:: Fragen zu Kategorien
Erläuterung
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Verweis(e)Kategorie:Rechtsgeschichte (Deutschland)
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VerfahrensvoraussetzungA
A limine
Abänderungsverbot
Abladung
Ablehnungsgesuch
Ad litem
Aestimatio (Recht)
Akteneinsicht
Aktenlage
Amtsbetrieb
Anhörungsrüge
Anschlussberufung
Anschlussrevision
Antragsrecht
Auflage (Justiz)
Augenschein
Augenzeugenbericht
Aussagedelikt
AussageverweigerungsrechtB
Befangenheit
Befund (Sachverständiger)
Befundtatsache
Beiladung
Beisitzer
Beistand (Recht)
Belastungseifer
Beratungshilfe
Berichterstattervermerk
Berufung (Recht)
Beschluss (Gericht)
Beschwer
Beschwerde (deutsches Recht)
Besonderer Vertreter
Beteiligter
Beweisantrag
Beweislast
Beweismittel
Beweisvereitelung
Bewirkungshandlung
Bund Deutscher Schiedsmänner und SchiedsfrauenD
Dilatorisch
Dringlichkeit in einstweiligen VerfügungsverfahrenE
Effektiver Rechtsschutz
Einlassung
Einspruch
E-Justice (Deutschland)
Elektronisches Gerichtspostfach
Entscheidung (Gericht)
Entscheidungserheblichkeit
Entscheidungsgründe
Erfahrungssatz
Ergänzungsrichter
Ersuchter RichterF
Formelles RechtG
Gebührenstreitwert
Gerichtstag
Gograf
GüterichterH
Handakte
HonorargutachtenI
Im Namen des Volkes
Indiz
Indizienbeweis
Inzidentkontrolle
Iudex a quo
Iudex ad quemJ
JustizverwaltungsaktK
Klageänderung
Klageart
Kognitionspflicht
KostenaufhebungL
Ladung (Recht)
Ladungsfähige Anschrift
Leitsatz
Leitsatzkartei
LokalterminM
Mandat (Recht)
Materielles Recht
Medizinischer Sachverständiger
Meistbegünstigungsprinzip (Verfahrensrecht)
Mittelbarer Beweis
MündlichkeitsgrundsatzN
Neutralität des Gerichts
NichtzulassungsbeschwerdeO
Obiter dictum
Observanz (Recht)
Offenkundige Tatsache
Öffentlichkeitsgrundsatz
Ordnungsmittel
OrientierungssatzP
Pactum de non petendo
Parteigutachten
Popularklage
Postulationsfähigkeit
Prisengerichtsordnung
Prozessabwesenheit (Deutschland)
Prozessfähigkeit (Recht)
ProzessmaximeQ
Quod non legiturR
Rechtliches Gehör
Rechtsantragstelle
Rechtsbehelfsbelehrung
Rechtsbeschwerde
Rechtsgespräch
Rechtskraft (Deutschland)
Rechtskraftzeugnis
Rechtsmittel
Rechtsmittelverzicht
Rechtsschutz
Rechtsschutz bei überlangen Gerichtsverfahren und strafrechtlichen Ermittlungsverfahren
Rechtsschutzbedürfnis
Rechtsschutzgleichheit
Rechtszugvoraussetzung
Revision (Recht)
Richterliche Selbstbeschränkung
Rubrum
Ruhen des VerfahrensS
Sachverständiger
Schiedsrichter (Rechtswesen)
Schriftsatz (Recht)
Selbständiges Beweisverfahren
Simultanzulassung
Singularzulassung
Sistierung (Prozessrecht)
Sofortige Beschwerde
Sozialgerichtsgesetz
Spruchreife
Sprungrevision
Stattgabe
Statthaftigkeit
SLAPP
Strengbeweis
SuperrevisionT
Tenor (Urteil)
TrennbarkeitsformelU
Unbestimmter Rechtsbegriff
Uneidliche Vernehmung
Unmittelbarkeitsprinzip
Untätigkeitsbeschwerde
Unterlassungsklage
Unzulässigkeit
Urkundenübersetzer
Urteil (Deutschland)
Urteil (Recht)V
Verbandsklage
Verfahrensrecht
Verfügung
Verhandlungsfähigkeit (Deutschland)
Verkehrsanwalt
Vernehmung
Versagungsgegenklage
Verweisung (Recht)
Von Amts wegen
Vorführung (Gericht)
Vorläufiger RechtsschutzW
Wiedereinsetzung in den vorigen StandZ
Zeugnisverweigerungsrecht
Zuführung (Recht)
Zugänglichmachungsverordnung
Zulässigkeit
Zusammenhangszuständigkeit
Zusatztatsache
Zustellung (Deutschland)
Zustellungsbevollmächtigter
Zwangsmittel

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100 Jahre Handwerkskammern in Deutschland: Briefmarke aus dem Jahr 2000
Eine Handwerkskammer ist eine in der Rechtsform einer Körperschaft des öffentlichen Rechts organisierte Selbstverwaltungseinrichtung des gesamten Handwerks in einem Kammerbezirk. Aufgabe der Handwerkskammern ist es, die Interessen des Gesamthandwerks zu vertreten und die Belange des Handwerks im Zuge der Selbstverwaltung selbst zu regeln. Die Handwerkskammer übt die Rechtsaufsicht über die Innungen und die Kreishandwerkerschaften im Kammerbezirk aus. Zur Handwerkskammer gehören die Inhaber eines Handwerksbetriebes (unterschieden in: zulassungspflichtige Handwerke und zulassungsfreie Handwerke) und des handwerksähnlichen Gewerbes sowie die Gesellen, Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung und die Lehrlinge.
In Abgrenzung zu der Industrie- und Handelskammer (IHK) vertritt die Handwerkskammer die Interessen des Handwerks. Wie bei allen Berufskammern handelt es sich um eine Pflichtmitgliedschaft.Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Juristische Form
3 Aufgaben
4 Kritik an der Pflichtmitgliedschaft4.1 Eingeschränkte Marktwirtschaft
5 Liste der Handwerkskammern5.1 Baden-Württemberg
5.2 Bayern
5.3 Berlin
5.4 Brandenburg
5.5 Bremen
5.6 Hamburg
5.7 Hessen
5.8 Mecklenburg-Vorpommern
5.9 Niedersachsen
5.10 Nordrhein-Westfalen
5.11 Rheinland-Pfalz
5.12 Saarland
5.13 Sachsen
5.14 Sachsen-Anhalt
5.15 Schleswig-Holstein
5.16 Thüringen
6 Siehe auch
7 Weblinks
8 EinzelnachweiseGeschichte[Bearbeiten]
Die Gründung der Handwerkskammern in Deutschland geht auf das Handwerkergesetz von 1897 zurück. Das Reichsgesetz schuf die Voraussetzung für die Bildung der Kammern. Im gesamten Deutschen Reich wurden von April 1900 an insgesamt 71 Handwerkskammern gegründet.
Die Vorgeschichte zur Gründung der Handwerkskammern geht mindestens in das 19.&#160;Jahrhundert zurück. Viele meinen, die Kammern des Handwerks seien die abgeschwächte Variante des mittelalterlichen Zunftwesens. Zünfte bestimmten das Leben Ihrer Mitglieder von der Wiege bis zur Bahre. Sie waren über Jahrhunderte die Grundlage des Wirtschaftslebens. Die Zunftordnungen bildeten ein mit der politischen Ordnung verwobenes, regional unterschiedliches System der Marktabschottung, gepaart mit einem damals fehlenden Sozialsicherungssystem des Handwerks. Eine wirtschaftlich erfolgreiche Ausübung handwerklicher Tätigkeit war in den Städten ohne Zunftzugehörigkeit praktisch nicht möglich. Auswirkungen dieser Zeit finden sich heute in vielen speziellen Aspekten der Deutschen Kultur (Meister, Innung, Walz, Freimaurerei) und Alltagssprache: zünftig, Standesdenken.
Ehrentafel an einer ausgezeichneten PGH von Buttstädt
Mit den im 19. Jahrhundert einsetzenden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Veränderungen breitete sich schrittweise die Gewerbefreiheit aus. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde wieder das Standesdenken durch Arisierung und die Einführung des Großen Befähigungsnachweises (Meisterbriefs) gestärkt. Die Handwerkskammern, deren Selbstverwaltung sofort nach der Machtergreifung beseitigt wurde, wurden ab 1942 gemeinsam mit den Handelskammern zu Gauwirtschaftskammern zusammengefasst, innerhalb derer sie aufgrund der kriegswichtigeren Bedeutung der Industrie keine bedeutende Rolle spielten. Dieser Handwerksabteilung innerhalb der Gauwirtschaftskammer stand der Gauhandwerksmeister vor, der zugleich Vizepräsident der Gauwirtschaftskammer war.
In der Deutschen Demokratischen Republik waren die Handwerkskammern die juristischen Berater und politischen Förderer sowohl des privaten Handwerks als auch der Handwerksmeister, die sich in einer "Produktionsgenossenschaft des Handwerks" (PGH) zusammengeschlossen hatten.
Juristische Form[Bearbeiten]
Die Handwerkskammer ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts, die durch das zuständige Wirtschaftsministerium des Landes errichtet wird. Dieses führt auch die Staatsaufsicht über die Handwerkskammer. Organe der Handwerkskammer sind die gewählte "Vollversammlung", die Ausschüsse, der Vorstand und der Präsident; Vorstand und Präsident werden aus der Mitte der Vollversammlung heraus gewählt. Die Vollversammlung besteht zu einem Drittel aus Gesellen und Arbeitnehmern mit abgeschlossener Berufsausbildung, die zu einem Drittel die Mitglieder des Vorstands stellen. Dem Präsidenten stehen je ein Vizepräsident der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite aus der Mitte des Vorstands als Vertreter zur Seite. Die Satzung der Handwerkskammer wird durch die Vollversammlung erlassen oder geändert und durch das jeweilige Wirtschaftsministerium genehmigt. Der Präsident und der Hauptgeschäftsführer vertreten die Kammer gerichtlich und außergerichtlich in der Öffentlichkeit.
Aufgaben[Bearbeiten]
Die Handwerkskammern haben nach der Handwerksordnung (HwO) die folgenden Aufgaben:die Interessen des Handwerks zu fördern und für einen gerechten Ausgleich der Interessen der einzelnen Handwerke und ihrer Organisationen zu sorgen,
die Behörden in der Förderung des Handwerks durch Anregungen, Vorschläge und durch Erstellung von Gutachten zu unterstützen,
regelmäßig Berichte über die Verhältnisse des Handwerks zu erstatten,
die Handwerksrolle zu führen,
die Berufsausbildung zu regeln, dazu gehört:eine Lehrlingsrolle zu führen,
Prüfungsvorschriften zu erlassen und Prüfungsausschüsse hierfür zu errichten,
Gesellenprüfungsordnungen für die einzelnen Handwerke zu erlassen,
Meisterprüfungsordnungen für die einzelnen Handwerke zu erlassen und die Geschäfte des Meisterprüfungsausschusses zu führen.
die technische und betriebswirtschaftliche Fortbildung der Meister und Gesellen zur Erhaltung und Steigerung der Leistungsfähigkeit des Handwerks in Zusammenarbeit mit den Innungsverbänden zu fördern, die erforderlichen Einrichtungen hierfür zu schaffen oder zu unterstützen und zu diesem Zweck eine Gewerbeförderungsstelle zu unterhalten,
Sachverständige[1] zur Erstattung von Gutachten über Waren, Leistungen und Preise von Handwerkern zu bestellen und zu vereidigen,
die wirtschaftlichen Interessen des Handwerks und die ihnen dienenden Einrichtungen, insbesondere das Genossenschaftswesen zu fördern,
Schlichtungsstellen einzurichten.Ferner unterstützen die Handwerkskammern ihre Mitglieder sowohl durch eine Rechtsberatung als auch unternehmensberatend.
Kritik an der Pflichtmitgliedschaft[Bearbeiten]
Eine ganze Reihe von Unternehmern lehnt die Pflichtmitgliedschaft ab. Als deren Sprachrohr sieht sich der Bundesverband für freie Kammern e.V. Der Verband definiert sich über die Ablehnung der öffentlich-rechtlichen Kammerstrukturen und greift das Unbehagen auf, unfreiwillig einer Kammer angehören zu müssen. Seine Repräsentanten kritisieren Aufgabenüberschreitungen der Kammern sowie die Verschwendung von Mitgliedsbeiträgen u.a. in Pensionen und überdimensionierten Gebäuden. Die Kritik wendet sich ferner gegen die Ergebnisse der Meinungsbildung in den Kammern.
In den Handwerkskammern ist zunehmend ein Mangel an gesellschaftlichem Engagement zu registrieren. Bei Wahlbeteiligungen von regelmäßig deutlich unter 20&#160;% werden die Wahlen zur Vollversammlung in vielen Handwerkskammerbezirken als "Friedenswahlen" durchgeführt. Dabei werden Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt, die ohne tatsächliche Wahl als gewählt gelten, weil ihre Zahl ebenso groß oder sogar geringer ist als die Zahl der zu vergebenen Mandate.
Wieweit die Stützung und Förderung der Mitgliedsbetriebe für den einzelnen Betrieb positiv spürbar ist, wird immer wieder in Frage gestellt. Dies liegt auch daran, dass zahlreiche Betriebe kein Interesse daran haben oder zeigen, die für sie im Mitgliedsbeitrag der Kammern enthaltenen Angebote in Anspruch zu nehmen.
Eingeschränkte Marktwirtschaft[Bearbeiten]
Aus der Verschärfung der Reichshandwerksordnung in der Zeit des Nationalsozialismus wird gefolgert, es handele sich um einen Ausdruck typisch staatsdeutschen Regulierungswillens als Ausdruck mangelnden Vertrauens in die selbstregulierenden Kräfte der Arbeits- und Marktsysteme.
Gegen diese Auffassung mag zum Beispiel sprechen, dass eine Vielzahl von Berufen (z.B. Ärzte, Apotheker, Rechtsanwälte etc.) in Kammern organisiert sind. Wieweit dies allerdings dem Schutz von Interessensgruppen entspringt, bedarf dringend einer Überprüfung. Die Kammern sind ursprünglich Ausdruck des Willens dieser Berufsgruppen, sich selbst organisieren zu wollen. Würden die Kammern abgeschafft werden, so würden die ordnungspolitischen Aufgaben der Kammern, wie etwa die Begleitung der Ausbildung, unmittelbar vom Staat durchgeführt werden.
Das Handwerk (insbesondere auch die Arbeitnehmer, die zu einem Drittel in den Gremien der Kammern sitzen) hätte damit eine wichtige Einflussmöglichkeit verloren. Allerdings lässt sich nicht verleugnen, dass bei einer Beibehaltung der bisherigen Regelungen mit Benachteiligungen des deutschen Handwerks bei den Harmonisierungsbestrebungen innerhalb der europäischen Union zu rechnen ist.
Auch werden immer wieder Stimmen laut, die einen Rückzug des Staates auf eine einschreitende Kraft zum Schutz vor Missbrauch, sozialer Benachteiligung, Gefährdung von Leben und Gesundheit etc. fordern. In diesem Zusammenhang wird häufig eine Abschaffung des Meisterbriefes gefordert. So wurde zu Beginn des Jahres 2004 die Zahl der Berufe, in denen der Meisterbrief Voraussetzung für die Selbständigkeit ist, auf 41 reduziert. Hintergrund hierfür war neben dem Wunsch nach Deregulierung insbesondere auch die Einführung der so genannten Ich-AG, die durch die Abschaffung des Meisterbriefes als Voraussetzung der Selbstständigkeit mehr Betätigungsfelder erhielt.
Befürworter der Meisterqualifikation wenden ein, dass diese nicht nur den Wissensstand in den jeweiligen Berufen sichern soll (Obwohl es keine Verpflichtung zur Weiterbildung gibt). Zugleich soll sie die Betroffenen auf die Selbständigkeit vorbereiten, die mit erheblichen Risiken bis hin zur persönlichen Insolvenz verbunden ist. Letztlich soll sie auch den Kunden schützen, der aufgrund fehlender Fachkenntnis in vielen Handwerksbereichen nur eingeschränkt beurteilen kann, ob die geleisteten Arbeiten dem jeweiligen Standard entsprechen. Die Stichhaltigkeit dieser Einwände ist – nicht zuletzt wegen immer wiederkehrender Fehlleistungen des Bauhandwerks – umstritten. Dennoch darf nicht verkannt werden, dass durch die Meisterqualifikation, die ja eine entsprechende Gesellenausbildung voraussetzt, Wissen vermittelt wird, das in anderen Staaten bereits verloren gegangen ist. In diesem Zusammenhang sei nur beispielhaft das Bäckerhandwerk und das Fleischerhandwerk genannt.
Liste der Handwerkskammern[Bearbeiten]
Die folgende Liste nennt alle 53 Handwerkskammern mit ihrem offiziellen Namen, sortiert nach Bundesländern.
Auf den Namen folgt gegebenenfalls die Stadt, in der die Kammer ihren Sitz hat und anschließend der Umfang des Kammerbezirks, beispielsweise Regierungsbezirke oder Landkreise und kreisfreie Städte.
Baden-Württemberg[Bearbeiten]Handwerkskammer Freiburg in Freiburg im Breisgau
Kammerbezirk: Freiburg im Breisgau sowie die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach und Ortenaukreis
Handwerkskammer Heilbronn-Franken in Heilbronn
Kammerbezirk: Heilbronn sowie die Landkreise Heilbronn, Hohenlohekreis, Main-Tauber-Kreis und Schwäbisch Hall
Handwerkskammer Karlsruhe in Karlsruhe
Kammerbezirk: Baden-Baden, Karlsruhe und Pforzheim sowie die Landkreise Calw, Enzkreis, Karlsruhe und Rastatt
Handwerkskammer Konstanz in Konstanz
Kammerbezirk: Landkreise Konstanz, Rottweil, Schwarzwald-Baar-Kreis, Tuttlingen und Waldshut
Handwerkskammer Mannheim-Rhein-Neckar-Odenwald in Mannheim
Kammerbezirk: Heidelberg und Mannheim sowie Neckar-Odenwald-Kreis und Rhein-Neckar-Kreis
Handwerkskammer Ulm in Ulm
Kammerbezirk: Ulm sowie die Landkreise Alb-Donau-Kreis, Biberach, Bodenseekreis, Heidenheim, Ostalbkreis und Ravensburg
Handwerkskammer Region Stuttgart in Stuttgart
Kammerbezirk: Region Stuttgart, bestehend aus Stadtkreis Stuttgart sowie den Landkreisen Ludwigsburg, Böblingen, Esslingen, Rems-Murr und Göppingen
Handwerkskammer Reutlingen in Reutlingen
Kammerbezirk: Landkreise Freudenstadt, Reutlingen, Sigmaringen, Tübingen und ZollernalbkreisBayern[Bearbeiten]Handwerkskammer für Schwaben in Augsburg
Kammerbezirk: Regierungsbezirk Schwaben
Handwerkskammer für Oberfranken in Bayreuth
Kammerbezirk: Regierungsbezirk Oberfranken
Handwerkskammer für München und Oberbayern in München
Kammerbezirk: Regierungsbezirk Oberbayern
Handwerkskammer für Mittelfranken in Nürnberg
Kammerbezirk: Regierungsbezirk Mittelfranken
Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Passau und Regensburg
Kammerbezirk: Regierungsbezirke Niederbayern und Oberpfalz
Handwerkskammer für Unterfranken in Würzburg
Kammerbezirk: Regierungsbezirk UnterfrankenBerlin[Bearbeiten]Handwerkskammer BerlinBrandenburg[Bearbeiten]Handwerkskammer Cottbus in Cottbus
Kammerbezirk: Cottbus sowie die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße
Handwerkskammer Frankfurt (Oder) in Frankfurt (Oder)
Kammerbezirk: Frankfurt (Oder) sowie die Landkreise Barnim, Märkisch Oderland, Oder-Spree und Uckermark
Handwerkskammer Potsdam in Potsdam
Kammerbezirk: Brandenburg an der Havel und Potsdam sowie die Landkreise Havelland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam-Mittelmark, Prignitz und Teltow-FlämingBremen[Bearbeiten]Handwerkskammer Bremen in BremenHamburg[Bearbeiten]Handwerkskammer HamburgHessen[Bearbeiten]Handwerkskammer Kassel in Kassel
Kammerbezirk: Regierungsbezirk Kassel sowie der Landkreis Marburg-Biedenkopf
Handwerkskammer Wiesbaden in Wiesbaden
Kammerbezirk: Wiesbaden sowie die Landkreise Gießen, Lahn-Dill-Kreis, Landkreis Limburg-Weilburg, Main-Kinzig-Kreis, Rheingau-Taunus-Kreis, Vogelsbergkreis und Wetteraukreis
Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main in Darmstadt und Frankfurt am Main
Kammerbezirk: Darmstadt, Frankfurt am Main und Offenbach am Main sowie die Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis, Offenbach und OdenwaldkreisMecklenburg-Vorpommern[Bearbeiten]Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern in Neubrandenburg und Rostock
Kammerbezirk: Rostock, die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen sowie den Altkreis Bad Doberan (jetzt Teil des Landkreises Rostock)
Handwerkskammer Schwerin in Schwerin
Kammerbezirk: Schwerin, die Landkreise Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg sowie den Altkreis Güstrow (jetzt Teil des Landkreises Rostock)Niedersachsen[Bearbeiten]Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade
Kammerbezirk: Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie die Landkreise Celle, Cuxhaven, Gifhorn, Harburg, Heidekreis, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Stade, Uelzen und Verden, Helmstedt, Goslar, Peine und Wolfenbüttel
Handwerkskammer Hannover in Hannover
Kammerbezirk: Region Hannover sowie die Landkreise Diepholz, Hameln-Pyrmont, Nienburg/Weser und Schaumburg
Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen in Hildesheim
Kammerbezirk: Landkreise Hildesheim, Göttingen, Northeim, Osterode am Harz und Holzminden
Handwerkskammer Oldenburg in Oldenburg
Kammerbezirk: Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven sowie die Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Friesland, Oldenburg, Vechta und Wesermarsch
Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim in Osnabrück
Kammerbezirk: Osnabrück sowie die Landkreise Emsland, Grafschaft Bentheim und Osnabrück
Handwerkskammer für Ostfriesland in Aurich
Kammerbezirk: Emden sowie die Landkreise Aurich, Leer und WittmundNordrhein-Westfalen[Bearbeiten]Handwerkskammer Aachen in Aachen
Kammerbezirk: Städteregion Aachen sowie die Landkreise Düren, Euskirchen und Heinsberg
Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld in Bielefeld
Kammerbezirk: Bielefeld sowie Landkreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn
Handwerkskammer Dortmund in Dortmund
Kammerbezirk: Bochum, Dortmund, Hagen, Hamm und Herne sowie Ennepe-Ruhr-Kreis, Kreis Soest und Kreis Unna
Handwerkskammer Düsseldorf in Düsseldorf
Kammerbezirk: Düsseldorf, Duisburg, Essen, Krefeld, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie die Kreise Kleve, Mettmann, Rhein-Kreis Neuss, Viersen und Wesel
Handwerkskammer zu Köln in Köln
Kammerbezirk: Bonn, Köln und Leverkusen sowie Rhein-Sieg-Kreis, Oberbergischer Kreis, Rhein-Erft-Kreis und Rheinisch-Bergischer Kreis
Handwerkskammer Münster in Münster
Kammerbezirk: Regierungsbezirk Münster
Handwerkskammer Südwestfalen in Arnsberg
Kammerbezirk: Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis, Kreis Olpe, Kreis Siegen-WittgensteinRheinland-Pfalz[Bearbeiten]Handwerkskammer der Pfalz in Kaiserslautern
Kammerbezirk: Frankenthal (Pfalz), Kaiserslautern, Landau in der Pfalz, Ludwigshafen am Rhein, Neustadt an der Weinstraße, Zweibrücken sowie die Landkreise Donnersbergkreis, Germersheim, Kaiserslautern, Kusel, Rhein-Pfalz-Kreis, Südliche Weinstraße und Südwestpfalz
Handwerkskammer Koblenz in Koblenz
Kammerbezirk: Koblenz sowie die Landkreise Ahrweiler, Altenkirchen, Bad Kreuznach, Birkenfeld, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Hunsrück-Kreis, Rhein-Lahn-Kreis und Westerwaldkreis
Handwerkskammer Rheinhessen in Mainz
Kammerbezirk: Mainz und Worms sowie Landkreis Alzey-Worms und Landkreis Mainz-Bingen
Handwerkskammer Trier in Trier
Kammerbezirk: Trier sowie die Landkreise Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Vulkaneifel und Trier-SaarburgSaarland[Bearbeiten]Handwerkskammer des Saarlandes in SaarbrückenSachsen[Bearbeiten]Handwerkskammer Chemnitz in Chemnitz
Kammerbezirk: Ehemaliger Direktionsbezirk Chemnitz
Handwerkskammer Dresden in Dresden
Kammerbezirk: Ehemaliger Direktionsbezirk Dresden
Handwerkskammer zu Leipzig in Leipzig
Kammerbezirk: Ehemaliger Direktionsbezirk LeipzigSachsen-Anhalt[Bearbeiten]Handwerkskammer Halle (Saale) in Halle (Saale)
Kammerbezirk: Ehemalige Regierungsbezirke Dessau und Halle (Saale)
Handwerkskammer Magdeburg in Magdeburg
Kammerbezirk: Ehemaliger Regierungsbezirk MagdeburgSchleswig-Holstein[Bearbeiten]Handwerkskammer Flensburg in Flensburg
Kammerbezirk: Flensburg sowie die Kreise Dithmarschen, Nordfriesland, Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg
Handwerkskammer Lübeck in Lübeck
Kammerbezirk: Kiel, Lübeck und Neumünster sowie die Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Pinneberg, Plön, Segeberg, Steinburg und StormarnThüringen[Bearbeiten]Handwerkskammer Erfurt in Erfurt
Kammerbezirk: Erfurt und Weimar sowie die Landkreise Eichsfeld, Gotha, Ilm-Kreis, Kyffhäuserkreis, Nordhausen, Sömmerda, Unstrut-Hainich-Kreis und Weimarer Land
Handwerkskammer für Ostthüringen in Gera
Kammerbezirk: Gera und Jena sowie die Landkreise Altenburger Land, Greiz, Saale-Holzland-Kreis, Saale-Orla-Kreis und Saalfeld-Rudolstadt
Handwerkskammer Südthüringen in Suhl
Kammerbezirk: Suhl sowie die Landkreise Hildburghausen, Schmalkalden-Meiningen, Sonneberg und WartburgkreisSiehe auch[Bearbeiten]Industrie- und Handelskammer
Ingenieurkammer
Handwerksordnung
Innung
Zentralverband des Deutschen HandwerksWeblinks[Bearbeiten]
&#160;Commons: Handwerkskammern&#160;– Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma
&#160;Wikisource: Handwerkergesetz (1897)&#160;– Quellen und VolltexteKarte (interaktiv) des HWK-Dachverbands mit allen Handwerkskammern in DeutschlandEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ http://www.hwk-duesseldorf.de/service/sachverstaendige.html (Memento vom 18. August 2011 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehltNormdaten&#160;(Sachbegriff): GND: 4159069-7 (AKS)
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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Gericht (Begriffsklärung) aufgeführt.
Richter, Ankläger und Prozessbeteiligte sitzen zu Gericht (Old Bailey in London, 19. Jahrhundert).
Ein Gericht (abgeleitet von „richten“ / „Recht“; vom Gotischen: raíhts, althochdeutsch, mittelhochdeutsch: reht) ist ein Organ der Rechtsprechung (Judikative).Inhaltsverzeichnis
1 Begriff
2 Deutschland
3 Schweiz
4 Österreich4.1 Historisch
5 Vereinigte Staaten
6 Zitate
7 Siehe auch
8 Einzelnachweise
9 WeblinksBegriff[Bearbeiten]
Recht sprechende Behörden gibt es seit den Anfängen menschlicher Zivilisation. Ursprünglich war die Rechtsprechung in vielen Fällen Aufgabe des Monarchen selbst oder seiner Beauftragten. Im Laufe der Aufklärung setzte sich mit dem Konzept der Gewaltentrennung in Europa und den europäisch beeinflussten Staaten die Überzeugung durch, dass die Rechtsprechung von der Regierungsgewalt unabhängig zu sein hat.
Für den Begriff des Gerichts in modernen Rechtsstaaten ist die Garantie der richterlichen Unabhängigkeit daher zentral. Das schweizerische Bundesgericht hat beispielsweise festgehalten, dass als Gericht im Sinne der Europäischen Menschenrechtskonvention eine Behörde gilt, die nach Gesetz und Recht in einem justizförmigen, fairen Verfahren begründete und bindende Entscheidungen über Streitfragen trifft. Sie braucht nicht in die ordentliche Gerichtsstruktur eingegliedert zu sein, muss jedoch organisatorisch und personell, nach der Art ihrer Ernennung, der Amtsdauer, dem Schutz vor äußeren Beeinflussungen und nach ihrem äußeren Erscheinungsbild sowohl gegenüber anderen Behörden als auch gegenüber den Parteien unabhängig und unparteiisch sein. Nebst den Merkmalen der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit gehört zu seinem Wesen, dass ein Gericht die rechtserheblichen Tatsachen selber erhebt, die Rechtssätze auf diesen in einem rechtsstaatlichen Verfahren ermittelten Sachverhalt anwendet und für die Parteien bindende Entscheidungen in der Sache fällt. Es muss über umfassende Kognition in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht verfügen.[1]
Deutschland[Bearbeiten]
Amtsgericht Fürstenfeldbruck
moderner Gerichtssaal im Justizzentrum Aachen
Gerichte in der Bundesrepublik Deutschland sind je nach Gerichtsträger die Bundesgerichte und die Gerichte der Länder. Die Gerichte verwalten sich in ihrer Unabhängigkeit nach dem Prinzip der Gewaltenteilung selbst und sind formell darin nicht Bestandteil der Exekutive.
Der Aufbau der Gerichtsbarkeiten[2] wird durch (verschiedene) Gerichtsverfassungen geregelt. Gerichtsbarkeiten in Deutschland sind die Verfassungsgerichtsbarkeiten (des Bundes und der einzelnen Länder), die Ordentliche Gerichtsbarkeit (für Zivilrecht und für Strafrecht) und die Fachgerichtsbarkeiten, zu denen Arbeitsgerichtsbarkeit, Finanzgerichtsbarkeit, Sozialgerichtsbarkeit und Verwaltungsgerichtsbarkeit gehören. Um die Einheitlichkeit der Rechtsprechung zu wahren, besteht ein Gemeinsamer Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes, der angerufen werden kann, falls ein oberstes Bundesgericht die Absicht hat, von der Entscheidung eines anderen obersten Bundesgerichts abzuweichen.
Dienstgerichtsbarkeit und Ehrengerichtsbarkeit sind Teil der Verwaltungsgerichtsbarkeit.
Besonderheiten ergeben sich im Militärwesen. So können im Verteidigungsfall Wehrstrafgerichte als Bundesgerichte errichtet werden Art.&#160;96 Abs.&#160;2 Grundgesetz, die Recht nach dem Wehrstrafgesetz sprechen. Historisch bestanden sogenannte Standgerichte als Ausnahmegerichte, die gemäß Grundgesetz in der Bundesrepublik Deutschland nach Art.&#160;101 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 Grundgesetz unzulässig sind.
Spricht man vom Gerichtsaufbau, bezeichnet der Begriff Gericht eine Behörde (so z.&#160;B. Amtsgericht). Das Gericht kann aber auch als Spruchkörper verstanden werden (z.&#160;B. Einzelrichter, Schwurgericht, Schöffengericht usw.); jedes Gericht ist dann mit mindestens einem Richter besetzt. Behördenleiter sind Gerichtspräsidenten oder aufsichtführende Richter, die einem Präsidium vorstehen (§&#160;21a GVG).
Die Beteiligung von Laien als ehrenamtliche Richter ist im Strafverfahren vorgesehen (dann "Schöffen" genannt), in der Handelsgerichtsbarkeit (dann "Handelsrichter" genannt), sowie in der Arbeits-, Sozial- und Verwaltungsgerichtsbarkeit. Schöffen wirken am Amtsgericht im Schöffengericht, am Landgericht im Schwurgericht und in anderen Strafkammern mit. Eine Besonderheit sind die sogenannten Beamtenbeisitzer in Disziplinarsachen bei Verwaltungsgerichten. Dies sind i.w.S. Schöffen, gehören jedoch einer bestimmten Berufsgruppe an: der Beamtenschaft.
Welches Gericht tätig wird, bestimmt sich nach der Zuständigkeit.
Welcher Spruchkörper (Einzelrichter, Kammer, Senat) zuständig ist, bestimmt sich nach dem anwendbaren Verfahrensgesetz (z.&#160;B. GVG, ZPO) und nach dem Geschäftsverteilungsplan, der von den Gerichten in eigener Verantwortung erstellt wird.
Der Ablauf einer Gerichtsverhandlung ist in verschiedenen Rechtsquellen normiert.
Keine Gerichte im Sinne des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) sind die sogenannten Seeamtsverhandlungen („Seegerichte“); sie sind behördliche Sachverständigenverfahren der Seeämter.Aufbau von Gerichten und deren AufgabenGerichtsart
Zuständig für
Gerichtsbezeichnungen
Arbeitsgerichtsbarkeit
Streitverfahren aus Arbeits- und Tarifverträgen
Arbeitsgericht (bis 1927 Gewerbegericht)
Landesarbeitsgericht
Bundesarbeitsgericht
Finanzgerichtsbarkeit
Streitverfahren wegen Steuern und Zöllen
Finanzgericht
Bundesfinanzhof
Ordentliche Gerichtsbarkeit
Zivil- und Strafprozess, freiwillige Gerichtsbarkeit
Amtsgericht
Landgericht
Oberlandesgericht
BundesgerichtshofSozialgerichtsbarkeit
Streitverfahren mit Sozialversicherungsträgern und in verschiedenen anderen sozialrechtlichen Fragen
Sozialgericht
Landessozialgericht
Bundessozialgericht
Verfassungsgerichtsbarkeit
Streitverfahren in Verbindung mit dem Grundgesetz bzw. den Landesverfassungen
Bundesverfassungsgericht
Verfassungsgerichte der Länder
Verwaltungsgerichtsbarkeit
Streitverfahren mit der öffentlichen Verwaltung
(Ausnahmen siehe Sozial- und Finanzgerichtsbarkeit)
Verwaltungsgericht
Oberverwaltungsgericht (in einigen Ländern: Verwaltungsgerichtshof)
Bundesverwaltungsgericht
Siehe auch: Liste deutscher Gerichte, Liste historischer deutscher Gerichte, Neutralität des Gerichts
Schweiz[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Rechtssystem der Schweiz
In der Schweiz ist die Rechtspflege in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und die Organisation der Zivil- und Strafgerichte teilweise kantonal geregelt. Das kantonale Recht bestimmt namentlich, welches kantonale Zivil- und Strafgericht die von der Verfahrensgesetzgebung des Bundes vorgesehenen Funktionen der ersten und zweiten Instanz wahrnimmt. In der Regel bestehen regionale Gerichte als erste Instanz (Bezirks-, Regionalgerichte) und gesamtkantonale Kantons- bzw. Obergerichte als zweite Instanz. Auf Bundesebene bestehen ein erstinstanzliches Patent-, Verwaltungs- und Bundesstrafgericht sowie das Schweizerische Bundesgericht als letztes Berufungsgericht in allen Rechtsgebieten.
Österreich[Bearbeiten]
Siehe: Gerichtsorganisation in Österreich
Historisch[Bearbeiten]
Buchtitel
Gerichtsordnung zur Zeit Karls V.
Ein Gericht war in der Grafschaft Tirol seit dem Spätmittelalter eine territoriale Einheit für Justiz und Verwaltung, vergleichbar den heutigen Bezirkshauptmannschaften und Bezirksgerichten.
Siehe auch: Oberes Gericht
Vereinigte Staaten[Bearbeiten]
Die Gerichtsorganisation in den USA ist durch ihren stark föderativen Charakter gekennzeichnet. Sowohl der Bund als auch die einzelnen Bundesstaaten unterhalten eigene Gerichtsorganisationen und Instanzenzüge, die nicht voneinander abhängig sind. Die Bundesgerichte folgen den Vorgaben der Verfassung der Vereinigten Staaten und sind ausschließlich für Fälle nach Bundesrecht zuständig. Die Gerichte der Bundesstaaten basieren auf der jeweilig geltenden Verfassung und sind nur für die Rechtsbereiche zuständig, die in die Rechtssetzungskompetenz des Bundesstaates fallen.
Zitate[Bearbeiten]„Wo Gericht, da ist auch Ungerechtigkeit.“ (Aus: Krieg und Frieden von Leo Tolstoi, Übersetzung: Werner Bergengruen)
Juristenweisheit: Coram iudice et in alto mari sumus in manu Dei. („Vor dem Richter und auf hoher See sind wir in Gottes Hand.“)
Andere Version: Coram iudice et in alto mari in manu Dei solius sumus. („Vor dem Richter und auf hoher See sind wir allein in Gottes Hand.“)Siehe auch[Bearbeiten]Berggericht, Schiedsgericht, Sportgericht, Militärgericht
Dienstgerichtshof für Richter
Gerichtsorganisation in Liechtenstein
Internationaler Gerichtshof
Jüngstes Gericht (Religion)
TierprozessEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ Zur Publikation vorgesehenes Urteil 5C_2/2012 der II. zivilrechtlichen Abteilung vom 17. Dezember 2012, E. 4.2, mit weiteren Nachweisen
↑ Schaubild Übersicht über den Gerichtsaufbau in der Bundesrepublik Deutschland (PDF)Weblinks[Bearbeiten]
&#160;&#160;Wikiquote: Gericht&#160;– Zitate
&#160;Wiktionary: Gericht&#160;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, ÜbersetzungenBitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!
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Dieser Artikel behandelt den beruflichen Abschluss Meister, für weitere Bedeutungen siehe Meister (Begriffsklärung).In diesem Artikel&#160;fehlen folgende wichtige Informationen: Geschichte des Meisters.
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Meister (v. lat.: „Magister“ für „Lehrer“, engl. „Master“ bzw. „Master craftsman“, auch: „Foreman craftsman“ Abk. Mstr., me.[1]) ist ein höherer Berufsabschluss in handwerklichen, künstlerischen, technisch-gewerblichen, landwirtschaftlichen und weiteren Berufen.Inhaltsverzeichnis
1 Deutschland1.1 Abschlüsse auf Meisterebene1.1.1 Handwerksmeister
1.1.2 Industriemeister
1.1.3 Fachmeister
1.1.4 Landwirtschaftsmeister
1.1.5 Hauswirtschaftsmeister
1.1.6 Fachwirt/Fachkaufmann und weitere Abschlüsse
1.2 Rechtlich geschützte Bezeichnung und Abgrenzung
1.3 Europäischer Qualifikationsrahmen
1.4 Förderung der Aufstiegsfortbildung zum Meister
2 Österreich
3 Schweiz3.1 Unterschiede zu Deutschland
4 Belgien
5 Siehe auch
6 Einzelnachweise
7 WeblinksDeutschland[Bearbeiten]
Der Meister ist in Deutschland eine sogenannte Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung oder dem Berufsbildungsgesetz, die in der Regel auf eine abgeschlossene Berufsausbildung aufbaut und zu einem öffentlich-rechtlich anerkannten Abschluss führt. Die Prüfungen finden bei den jeweiligen berufsständischen Körperschaften statt. Bildungsträger und Meisterschulen bieten Vorbereitungslehrgänge auf die Abschlussprüfungen an; für die Zulassung zu den Prüfungen ist die Teilnahme an einem Lehrgang allerdings nicht in allen Fällen verpflichtend.
Abschlüsse auf Meisterebene[Bearbeiten]
Handwerksmeister[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Handwerksmeister
Der Abschluss zum Handwerksmeister soll in erster Linie dazu befähigen, ein Handwerk selbständig auszuüben, somit einen eigenen Betrieb zu führen, und Auszubildende einzustellen und auszubilden.[2] Die Prüfung wird durch Meisterprüfungsausschüsse abgenommen, die als staatliche Prüfungsbehörden für die einzelnen Handwerksberufe am Sitz der Handwerkskammern (HWK) für ihren Bezirk eingerichtet sind.
Industriemeister[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Industriemeister
Der Aufgabenschwerpunkt der Industriemeister liegt in der fachlichen, organisatorischen und personellen Führung von Arbeitsgruppen oder Abteilungen in (Industrie-)Betrieben. Als Führungskraft nimmt der Industriemeister dabei eine Stellung zwischen Facharbeitern und Technikern ein. Die Prüfung wird durch den Meisterprüfungsausschuss der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) abgenommen.[3]
Fachmeister[Bearbeiten]
Im Bereich der Industrie- und Handelskammern gibt es neben den klassischen Industriemeistern auch die Fachmeister, die nicht mit der industriellen Fertigung beschäftigt sind, beispielsweise Küchenmeister oder Hotelmeister. Sie legen in anderen Gewerken ebenfalls eine Meisterprüfung vor einer IHK ab.[4]
Landwirtschaftsmeister[Bearbeiten]
Der Landwirtschaftsmeister übernimmt Fach- und Führungsaufgaben in der Agrarwirtschaft. Er ist beispielsweise für die Planung und Durchführung der pflanzlichen und tierischen Produktion sowie für den Einsatz der entsprechenden Maschinen und Betriebsmittel zuständig. Die Prüfung wird bei der zuständigen Landwirtschaftskammer oder dem zuständigen Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung abgelegt.[5]
Hauswirtschaftsmeister[Bearbeiten]
Meister der Hauswirtschaft übernehmen Fach- und Führungsaufgaben in hauswirtschaftlichen Betrieben. Sie kümmern sich um die hauswirtschaftliche Versorgung und die Betreuung von Personen. Die Prüfung wird durch Prüfungsausschüsse abgenommen, die von der jeweils zuständigen Stelle der Bundesländer bestimmt werden.[6]
Fachwirt/Fachkaufmann und weitere Abschlüsse[Bearbeiten]
Auch für kaufmännische Berufe gibt es einen „Kaufmannsmeister“, also eine Qualifikation auf Meisterebene: Den branchenbezogenen Geprüften Fachwirt und den funktionsbezogenen Geprüften Fachkaufmann. Darüber hinaus besteht im Rahmen der IHK-Weiterbildungsstruktur mit den Operativen Professionals eine Fortbildungsmöglichkeit für IT-Berufe und mit dem Geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogen eine Höherqualifikation im Ausbildungsbereich.[7] Die Prüfung wird vor einem Ausschuss der zuständigen Industrie- und Handelskammer abgelegt.
Rechtlich geschützte Bezeichnung und Abgrenzung[Bearbeiten]
Im Handwerksbereich darf die Ausbildungsbezeichnung Meister – in Verbindung mit einem Handwerk – nur führen, wer die Meisterprüfung in dem entsprechenden Handwerk bestanden hat.[8] Die in der Industrie verwendeten Bezeichnungen, zum Beispiel Werkmeister, beziehen sich auf die Inhaber gehobener Positionen mit abgeschlossener Fachausbildung, genießen als solche jedoch keinen gesetzlichen Schutz. Die Ausbildungsbezeichnung Industriemeister dagegen ist geschützt.
Über die Meister in den oben genannten Abschlüssen hinaus sind Wortzusammensetzungen mit Meister die Bezeichnung für einige Berufe und berufliche Funktionen, zum Beispiel Baumeister, Tonmeister, Schnittmeister oder Bademeister. Diese Bezeichnungen sind jedoch keine Abschlüsse von Aufstiegsfortbildungen, sondern sollen zum einen die leitende Funktion (Tonmeister, Schnittmeister) darstellen, zum anderen ist sie die Abschlussbezeichnung einer Berufsausbildung (Bademeister).
Auch Amtsbezeichnungen von Beamten enthalten das Wort Meister (zum Beispiel Polizeiobermeister oder den Bürgermeister einer Gemeinde).
Bei der Bundeswehr werden oder wurden Soldaten, die nach Ausbildung, Prüfung und Ernennung bestimmte Aufgaben wahrnehmen, als …meister bezeichnet (beispielsweise Luftrettungsmeister, Sonarmeister, Sanitätsmeister, Lademeister, Schirrmeister).
Europäischer Qualifikationsrahmen[Bearbeiten]
In Deutschland einigten sich Bund und Länder sowie weitere Partner im Februar 2012 darauf, an Handwerks-, Industrie- und Handelskammern erworbene Meisterbriefe im Rahmen der Erstellung des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) auf die Stufe&#160;6 von 8 einzuordnen. Damit steht ein Meisterabschluss mit dem Bachelor (B.Eng., B.Sc.) auf der gleichen Stufe,[9] ebenso der Techniker.[10] Meister und Bachelor wurden dem Niveau 6 des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) zugeordnet, weil es sich um gleichwertige, nicht aber gleichartige Qualifikationen handele. Beide Qualifikationen wurden in unterschiedlichen Bildungsbereichen erworben und unterscheiden sich sowohl hinsichtlich ihrer Kompetenz- als auch Aufgabenprofile; der DQR beseitigt diese Unterschiede nicht, vielmehr bleiben alle bisherigen Abschluss- und Qualifizierungsarten erhalten. Ebenso wird das bestehende System der nationalen Zugangsberechtigungen vom DQR nicht berührt. Insofern berechtigt ein Meisterbrief wie bisher zum direkten Zugang zum Bachelor-, nicht jedoch zum Masterstudium.[11] Auch berühren die Zuordnungen zu den Niveaus des DQR nicht bestehende tarif- oder besoldungsrechtliche Regelungen.[12]
Zu diesem Sachverhalt veröffentlichte der VDI ein Positionspapier,[13] welches herausstellt, dass die Meister- und Techniker-Abschlüsse dem gleichen Kompetenzniveau zum Bachelor entsprächen, jedoch nicht gleichartig seien.
Förderung der Aufstiegsfortbildung zum Meister[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz
Fachkräfte mit einer nach der dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) anerkannten, abgeschlossenen Erstausbildung oder einem vergleichbaren Berufsabschluss können für die Fortbildung zum Meister eine Ausbildungsförderung nach dem Aufstiegsausbildungsförderungsgesetz (sogenanntes Meister-BaFöG) erhalten. Voraussetzung ist, dass sie an einer Fortbildung teilnehmen, die gezielt auf eine entsprechende öffentlich-rechtliche Prüfungen vorbereitet. Der Abschluss der Fortbildung muss über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen- und Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachschulabschlusses liegen, was bei der Meisterprüfung der Fall ist. Akademische Abschlüsse, die über dem Meister liegen (zum Beispiel Fachhochschul- oder Universitätsabschlüsse), werden auf diesem Wege nicht gefördert, hier kommen Maßnahmen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz in Betracht.
Die Förderung umfasst sowohl Teilzeit- als auch Vollzeitmaßnahmen. Der Maßnahmebeitrag setzt sich einem Beitrag zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (maximal 10.226 Euro) und zu den Kosten des Prüfungsstückes (maximal 1534 Euro) zusammen und wird einkommens- und vermögensunabhängig gewährt. Bei Vollzeitmaßnahmen kann, in Abhängigkeit von Einkommen und Vermögen, ein Beitrag zum Lebensunterhalt gewährt werden. 30,5&#160;% der Fördersumme wird als Zuschuss vergeben, 69,5&#160;% als Darlehen. Der Zuschuss zum Prüfungsstück wird ausschließlich als Darlehen vergeben. Sei dem 1. Juli 2009 können zusätzlich 25&#160;% des Darlehens auf Antrag in einen Zuschuss umgewandelt werden, der nicht zurückgezahlt werden muss. Eine weitere Umwandlung ist auf Antrag möglich, wenn der Geförderte einen Betrieb gründet oder übernimmt und mindestens einen dauerhaft sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten oder Auszubildenden einstellt. In diesem Fall können 33&#160;% des Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen werden. Die Mindestdarlehnssumme beträgt aber 33&#160;% des ursprünglichen Darlehens, auch wenn mehrere Erlassgründe zusammenfallen.
Österreich[Bearbeiten]
In Österreich wird unterschieden zwischen dem gewerblichen Meister und dem Werkmeister. Der Werkmeister entspricht dem deutschen Industriemeister. Der gewerbliche Meister ist mit dem deutschen Handwerksmeister vergleichbar. Im Gegensatz zum Werkmeister verfügt der Meister im Handwerk aber auch über die notwendige kaufmännische Ausbildung zur selbständigen Unternehmensführung.
Schweiz[Bearbeiten]
Die Meisterausbildung wurde in der Schweiz in die höhere Berufsbildung aufgenommen und findet sich darin als Berufsprüfung und höhere Fachprüfung wieder.
Der Abschluss der höheren Fachprüfung bzw. das verliehene eidgenössische Diplom gilt als äquivalent zum deutschen Meisterbrief.
Unterschiede zu Deutschland[Bearbeiten]
In der Schweiz wird oft noch eine ein- oder mehrjährige berufliche Praxis nach der Lehre gefordert. In vielen Berufen ist die Ausbildung gestuft, die Zulassung zur Höheren Fachprüfung setzt das Bestehen einer oder mehrerer (zum Beispiel zwei im Elektrohandwerk) Berufsprüfungen voraus.
Der Besuch einer Meisterschule ist nicht zwingend notwendig, der Besuch von Vorbereitungskursen aber immer empfohlen bzw. in manchen Verordnungen vorgeschrieben.
Die Abschlussurkunde ist ein eidgenössisches Diplom und nicht wie in Deutschland der Meisterbrief.
Die Berufsbezeichnung kann (beispielsweise Bootbaumeister)[14], muss aber nicht (beispielsweise Eidgenössisch diplomierter Elektroinstallateur) den Begriff Meister enthalten.
Die Bezeichnung eidgenössisches Diplom stellt insbesondere in Deutschland ein Problem dar, weil in Deutschland das Diplom für akademische Abschlüsse reserviert ist.
Belgien[Bearbeiten]
Die deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens kennt ebenfalls die Meisterausbildung.[15]
Die Aufsichtsbehörde ist das Institut für Aus- und Weiterbildung (IAWM).
Siehe auch[Bearbeiten]Bachelor Professional
Bundesinstitut für Berufsbildung
Deutscher Industrie- und Handelskammertag
Zentralverband des Deutschen HandwerksEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ Deutsche Handwerks-Zeitung vom 4. März 2002 (abgerufen am 19. Juli 2010) Die Abkürzung me. ist eine von der Handwerkskammer Wiesbaden eingetragene Marke und nicht allgemein verbreitet.
↑ Strukturierte Weiterbildung im Handwerk (PDF; 196&#160;kB)
↑ Industriemeister/in – allgemein im Berufenet der Bundesagentur für Arbeit
↑ IHK-Fachmeister
↑ Landwirtschaftsmeister/in im Berufenet der Bundesagentur für Arbeit
↑ Meister/in – Hauswirtschaft im Berufenet der Bundesagentur für Arbeit
↑ Die Struktur der IHK-Aufstiegsfortbildung
↑ § 51 und § 51d Handwerksordnung
↑ Annual Report 2008, eureta.org (pdf; 539&#160;kB)
↑ http://www.morgenpost.de/politik/inland/article1896527/Bachelor-und-Handwerks-Meister-nun-gleichwertig.html
↑ http://www.deutscherqualifikationsrahmen.de/de/faq/#meisterbachelor
↑ http://www.deutscherqualifikationsrahmen.de/de/faq/#meisterbachelor
↑ VDI zum Deutschen Qualifikationsrahmen April 2012, vdi.de (pdf; 50&#160;kB)
↑ http://www.bbt.admin.ch/bvz/hbb/index.html?detail=1&amp;typ=hfp&amp;lang=de&amp;item=71
↑ http://www.iawm.be/de/ausbildung/meisterkurse.htmlWeblinks[Bearbeiten]
&#160;Wikisource: Erste generelle Regelung zum Erwerb des Meistertitels in der Gewerbeordnung des Deutschen Reichs (1897)&#160;– Quellen und Volltexte
&#160;&#160;Wikiquote: Meister&#160;– ZitateDer Meister im DDR-Wirtschaftssystem (PDF; 135&#160;kB)<!–NewPP limit report
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Basisdaten
Titel:
Bundesabgabenordnung
Abkürzung:
BAO
Geltungsbereich:
Österreich
Rechtsmaterie:
Steuerrecht
Fundstelle:
BGBl. Nr. 194/1961
Datum des Gesetzes:
28. Juni 1961
Letzte Änderung:
BGBl. I Nr. 118/2015
Bitte beachte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung!
Die Bundesabgabenordnung (BAO) ist das elementare Gesetz des österreichischen Steuerrechts. Als so genanntes allgemeines Steuerrecht bzw. Verfahrensrecht regelt die Vorschrift, wie die Besteuerungsgrundlagen ermittelt werden, Steuern festgesetzt, erhoben und vollstreckt werden. Daneben sind in der Bundesabgabenordnung Vorschriften über außergerichtliche Rechtsbehelfe sowie zum steuerlichen Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht enthalten.
Siehe auch[Bearbeiten]Abgabenverwaltungsorganisationsgesetz
AbgabenordnungWeiterführende Literatur[Bearbeiten]Michael Kotschnigg&#160;: Beweisrecht der BAO. Spezialkommentar. Wien: Facultas.WUV 2011
Christoph Ritz: Bundesabgabenordnung – Kommentar. 5. Aufl. Linde Verlag, Wien 2013 ISBN 978-3-7073-2297-2Weblinks[Bearbeiten]Gesetzestext BAO
Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!
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Kürzlich beendet:
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beendet
Weitere Nachrichten&#160;|&#160;AusruferHeute im Review
Die Quartärforschung betreibt systematisch Untersuchungen zum erdgeschichtlichen Zeitabschnitt des Quartärs bzw. der jüngsten geologischen Periode. Diese Periode ist gekennzeichnet durch eine Serie von Vergletscherungen bzw. Eiszeiten, die sich abwechseln mit relativ warmen, interglazialen Zeitabschnitten, wie dem gegenwärtigen Holozän. Die Erforschung des Quartärs hatte ihren Ursprung im späten 18. Jahrhundert, wobei sie sich erst im 19. Jahrhundert zusammen mit der Paläontologie etablierte. Wie in vielen anderen Wissenschaftszweigen kämpften auch die frühen Pioniere der Quartärforschung mit der Überwindung festgefahrener Ideen und Vorstellungen früherer Gelehrter. Die moderne Quartärforschung ist stark interdisziplinär geprägt und integriert Informationen aus verschiedenen Wissenschaften (u. a. Klimatologie, Geologie, Ozeanographie, aber auch aus der Archäologie oder Anthropologie). Die Anwendung all dieser Ansätze zur Erklärung der quartären geologischen Archive hat seit Beginn des 20. Jahrhunderts maßgeblich dazu beigetragen, wie die jüngere Erdgeschichte heute interpretiert wird.
Zum Review
Wie funktioniert das Review?Artikelwahlen
&#160;Auszeichnungskandidatur: Liste der mehrfachen Braceletgewinner (Disk) · Liste der Mitglieder in der Pro Football Hall of Fame (Disk) · Liste der Musiktitel, die von der Band Die Toten Hosen gecovert wurden (Disk) · Massaker von Katyn (Disk) · U. V. Swaminatha Iyer (Disk) · Die Tat (Schweizer Zeitung) (Disk) · Tscherkessen (Disk) · Übergabe der Stadt Braunschweig (Disk)
&#160;Kandidat Lesenswert: Aktiver Galaxienkern (Disk) · Calcidius (Disk) · Ernst Oppler (Disk) · Sport (Genre) (Disk)
&#160;Abwahl Lesenswert: Aston Martin (Disk)Zu den Auszeichnungskandidaten&#160;&#160;&#160;&#160;Zu den Lesenswert-KandidatenTipp des TagesLiteraturhinweise sollen auf wesentliche Werke hinweisen. Der oder die Verfasser erscheinen in normaler Schrift und werden vom Titel durch einen Doppelpunkt getrennt. Die Titelangabe erfolgt kursiv und mit einem Punkt. Die weiteren Angaben wie Verlag, Ort und Jahr erscheinen wieder in normaler Schrift:Autor: Titel. Verlag, Ort Jahr, ISBN xx-xxx-xxxx.Auch die Formatierung der Angabe von Auflagen, Zeitschriftenartikeln, Herausgebern, Untertiteln usw. sollte regelgerecht erfolgen.
Mehr dazu: Wikipedia:Literatur
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Wikipedia-Sprechstunde in der Bücherhalle Hamburg
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WP:15-Nordhessenstammtisch in Kassel
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17.01.
WLM-Netzwerk-Treffen mit Erfahrungsaustausch
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Kombistammtisch Sauerland/Bergisches Land an der bergisch-märkischen Grenze in Kierspe
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