Dienstleistungskosten (auch: Fremdleistungskosten) entstehen für die Inanspruchnahme von (Dienst-)Leistungen anderer Unternehmungen.Die in der Regel wichtigsten, sofern diese von externen Anbietern durchgeführt werden, sind:Versicherungskosten,
Transportkosten,
Kosten für Marketingmaßnahmen,
Instandhaltungskosten,
Post-, Telefon-, Faxkosten und
"öffentliche Abgaben".Die Erfassung in der Kostenrechnung ist unproblematisch, sofern die Finanzbuchhaltung die Belege liefert.Anmerkung:
Als Dienstleistungskosten erfasst werden teilweise auch Pachten und Mieten, sowie Kosten für Energie und Wasser (Betriebsstoffkosten).
<!–NewPP limit report
Parsed by mw1055
Cached time: 20151123192117
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.004 seconds
Real time usage: 0.005 seconds
Preprocessor visited node count: 1/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 0/2097152 bytes
Template argument size: 0/2097152 bytes
Highest expansion depth: 1/40
Expensive parser function count: 0/500
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00%0.0001 – -total
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:850077-0!*!0!*!*!*!* and timestamp 20151123192117 and revision id 130388157–>

Architekturzeichnung mit verschiedenen Zeichnungen zur umfassenden Darstellung eines Entwurfs
Grundriss
Perspektive: Wettbewerbszeichnung für das „Narkomtiazhprom“-Gebäude auf dem Roten Platz in Moskau
Eine Architektenzeichnung (auch Entwurfszeichnung oder Präsentationszeichnung) ist eine Form der Architekturdarstellung. Der Architekt benutzt diese Zeichnungen und Skizzen, um seine Ideen zu entwickeln, zu artikulieren und schließlich zu präsentieren.Inhaltsverzeichnis
1 Inhalte und Zweck
2 Einsatzbereich
3 Erstellung
4 Siehe auch
5 WeblinksInhalte und Zweck[Bearbeiten]
Im Gegensatz zur Bauzeichnung, die den Zweck hat, als konkrete Vorlage für den Bau eines Bauwerks zu dienen ist die Architektenzeichnung an keinerlei Regeln oder Konventionen gebunden. Vielmehr kommt es bei dieser Art der Zeichnung darauf an, die dahinterstehende Idee möglichst prägnant zu transportieren. So kann man denselben Entwurf auf vielerlei Art und Weise darstellen, keine Form der Darstellung ist dabei „richtiger“.
Der Entwurf wird klassischerweise in Grundriss, Aufriss bzw. Ansichten und Schnitten dargestellt (vgl. Dreitafelprojektion). Dazu kommen noch Perspektiven oder Isometrieen, also dreidimensionale Darstellungen und Details. Der übliche Maßstab liegt dabei zwischen 1:5000 – 1:500 für Gelände- und Lagepläne bis zu 1:100 für Grundrisse und Schnitte. Die Bemaßung spielt eine untergeordnete Rolle, da es auf die Idee ankommt, nicht auf präzise Baumaße. Auch die Analytique ist eine Darstellungsweise für Entwürfe und Bauwerke.
Ziel der Zeichnung ist neben dem Transport der Inhalte (also der Lesbarkeit oder Verständlichkeit) auch eine ästhetische Darstellung, um potentielle Bauherren, Investoren oder die Jury bei einem Wettbewerb von dem Konzept zu überzeugen. So kommt es, dass einige Zeichnungen bis ins künstlerisch-abstrakte gehen und der eigentliche Entwurf nur noch sehr schwer ablesbar ist. Die Zeichnungen von Zaha Hadid sind ein Beispiel für diese Überhöhung der Ästhetik.
Einsatzbereich[Bearbeiten]
Architektenzeichnungen kommen zum Einsatz im Studium, bei Arbeitstreffen innerhalb von Arbeitsgruppen und Büros, bei Präsentationen vor Bauherren, Investoren, Entscheidungsgremien aller Art, sie werden im Rahmen von Baugenehmigungsverfahren und bei Architektenwettbewerben eingereicht.
Erstellung[Bearbeiten]
Erste Ideen werden in der Form von Skizzen entwickelt. Ist ein gewisser Entwicklungsstand erreicht, wird die Idee in Zeichnungen oder Collagen festgehalten. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts geschah dies mit Bleistift und Tusche auf Papier. Da viele Zeichnungen freihändig gezeichnet wurden und die Linien dadurch leicht verwackeln, sprach man umgangssprachlich gelegentlich von einer Zittergrafik. Dann wurden die Zeichnungen mit bestimmten Schraffurtechniken, Farbstiften (Buntstifte, copicstifte) oder farbigen bzw. gemusterten Klebefolien weiter ausgestaltet. Auch mehrschichtige Collagentechniken mit transparenten, farbigen oder beklebten Folien kamen zum Einsatz.
Seit den 90er Jahren hat die CAD-Technik immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die meisten Architekten erstellen ihre Zeichnungen größtenteils digital am Rechner. Die digitalen Daten werden mit Hilfe von Plotter (Tintenstrahl- oder Laserverfahren) in Farbe oder monochrom gedruckt. Eine Alternative ist die Präsentation mittels Videoprojektors.
Siehe auch[Bearbeiten]Museum für ArchitekturzeichnungWeblinks[Bearbeiten]
&#160;Commons: Architekturzeichnung&#160;– Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienArchitektur- und Ingenieurzeichnungen der deutschen Renaissance, 1500 – 1650
Architekturzeichnungen bei arthistoricum.net<!–NewPP limit report
Parsed by mw1172
Cached time: 20151212173633
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.018 seconds
Real time usage: 0.024 seconds
Preprocessor visited node count: 137/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 484/2097152 bytes
Template argument size: 104/2097152 bytes
Highest expansion depth: 4/40
Expensive parser function count: 0/500
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00%4.2881 – Vorlage:Commonscat
100.00%4.2881 – -total
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:309872-0!*!0!!de!4!* and timestamp 20151212173633 and revision id 143987198–>

Architekturmuseum Schwaben in der alten Buchegger-Villa
Rückwärtige Seite und Garten
Das Architekturmuseum Schwaben in Augsburg ist seit 1995 eine Zweigstelle des Architekturmuseums der Technischen Universität München. Finanziert wird die Einrichtung durch die Arno-Buchegger-Stiftung, Augsburg. Das in der denkmalgeschützten Villa der Architektenfamilie Buchegger untergebrachte Museum dient der Erforschung, Dokumentation und Vermittlung der Architekturgeschichte Schwabens,ist aber auch ein Ausstellungs- und Veranstaltungsort für alle Bereiche der Architektur. In 17 Jahren gestaltete der Gründungsdirektor Winfried Nerdinger über 80 Ausstellungen, publizierte in Katalogen, gab eine Schriftenreihe in 10 Bänden heraus und legte ein Archiv mit Nachlässen bedeutender schwäbischer Architekten an. Gleich die erste Ausstellung stellte den seinerzeit Aufsehen erregenden Entwurf von Peter Zumthor für das Berliner Projekt „Topographie des Terrors“ in den Mittelpunkt – auch um damit eine Diskussion über die Errichtung eines Dokumentationszentrums zur Geschichte des Nationalsozialismus in Bayern anzuregen. Seit Oktober 2012 wird das Museum von Andres Lepik geleitet.
Das Architekturmuseum liegt im Augsburger Stadtteil Thelottviertel, einer der ersten so genannten Gartenstädte. Das Viertel wurde von Sebastian Buchegger entworfen.
Aufgaben des Museums[Bearbeiten]
Die Erforschung und Dokumentation der Architekturentwicklung seit 1800 in der schwäbischen Region und deren Vermittlung an eine interessierte Öffentlichkeit ist die zentrale Aufgabe des Architekturmuseums Schwaben. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschungsarbeiten werden in einer hauseigenen Schriftenreihe publiziert und in Ausstellungen präsentiert.
Der zweite Schwerpunkt der Museumsarbeit besteht in der Durchführung von Wechselausstellungen, die vielfältige Themenstellungen und Entwicklungstendenzen der Architektur einem breiten Publikum nahebringen sollen. Darüber hinaus werden Führungen, Vorträge, Architekturgespräche und andere Veranstaltungen angeboten. Das Architekturmuseum Schwaben ist für alle Freunde der Baukunst ein offenes und unabhängiges Forum, das eine objektive Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen Themenstellungen der Architektur fördern will.
Weblinks[Bearbeiten]
&#160;Commons: Architekturmuseum Schwaben (Augsburg)&#160;– Sammlung von BildernVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich LemmaWebseite des Architekturmuseums Schwaben48.360710.8825Koordinaten: 48°&#160;21′&#160;39″&#160;N, 10°&#160;52′&#160;57″&#160;O
<!–NewPP limit report
Parsed by mw1095
Cached time: 20151213141126
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.079 seconds
Real time usage: 0.101 seconds
Preprocessor visited node count: 632/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 5466/2097152 bytes
Template argument size: 1298/2097152 bytes
Highest expansion depth: 20/40
Expensive parser function count: 0/500
Lua time usage: 0.005/10.000 seconds
Lua memory usage: 509 KB/50 MB
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00% 69.5911 – -total61.08% 42.5031 – Vorlage:Coordinate55.53% 38.6431 – Vorlage:CoordinateComplex46.52% 32.3721 – Vorlage:CoordinateMain38.76% 26.9731 – Vorlage:Commonscat25.01% 17.4051 – Vorlage:CoordinateLink 8.62%5.9961 – Vorlage:Coordinate/to_DMS 6.16%4.2901 – Vorlage:CoordinateDefault 4.21%2.9291 – Vorlage:Coordinate/LatRange 3.91%2.7201 – Vorlage:Coordinate/LonRange
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:2359715-0!*!0!!de!4!* and timestamp 20151213141126 and revision id 149019459–>

Dieser Artikel beschreibt die Vermittlung von Architekturverständnis, zu pädagogischer Architektur siehe Schulgebäude.
Mit dem Begriff Architekturpädagogik werden pädagogische Konzepte bezeichnet, bei denen die Vermittlung von Architektur im Mittelpunkt steht.
Methoden und Ziele[Bearbeiten]
Das Ziel ist es, Architekturverständnis und Wahrnehmungskompetenzen zu schulen. Zielgruppen der Architekturpädagogik sind sowohl Kinder und Schüler (bei denen es vor Allem auf eine altersgerechte Vermittlung ankommt) als auch Architekturstudenten. Außerdem beschäftigt sich die Architekturpädagogik mit Konzepten der Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf Vermittlung, Verständnis und Akzeptanz von Architektur als gemeinschaftlichem baukulturellen Wert, und umfasst auch Methoden der Architekturpolitik oder Gestaltung von Architekturmuseen.
Auch die Lehre von Architekten und deren Architekturtheorie wird als Architekturpädagogik bezeichnet, und auf dieser Basis funktioniert die Architekturpädagogik an Universitäten und Fachhochschulen. In der voruniversitären Bildung wird Architekturverständnis nur im Rahmen von Kunsterziehung und Geschichts- oder Geographieunterricht behandelt, und &#160;– vorrangig anwendungsorientiert&#160;– an HTLs für Bauberufe vermittelt.
In der Praxis in Deutschland ist Architekturpädagogik als Lehrtätigkeit wenig eigenständig, und nur ein Teilbereich der Kunstpädagogik, und wird in diesem Rahmen an den Hochschulen für Kunst gelehrt.
Siehe auch[Bearbeiten]Architekturzentrum
Kirchenraumpädagogik, zur Architekturdidaktik christlicher SakralarchitekturLiteratur[Bearbeiten]Architekturvermittlung. In: Plattform Architekturpolitik und Baukultur: Österreichischer Baukulturreport 2006 Heft 3, S.&#160;38–71. Im Auftrag des Staatssekretariats für Kunst und Medien und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit, Wien 2006 (Webdokument, pdf 1,1&#160;MB)Barbara Feller: Architektur/Baukultur und Umweltgestaltung für junge Menschen – Sehen lernen. Sprechen können. Mitentscheiden. 3.4&#160;– zu Konzepten der Früh- und Jugenderziehung
Franziska Leeb: Architekturvermittlung zur Stärkung eines breiten Bewusstseins für baukulturelle Qualitäten. 3.5&#160;– zur Öffentlichkeitsarbeit<!–NewPP limit report
Parsed by mw1249
Cached time: 20151121121433
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.013 seconds
Real time usage: 0.017 seconds
Preprocessor visited node count: 63/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 664/2097152 bytes
Template argument size: 121/2097152 bytes
Highest expansion depth: 3/40
Expensive parser function count: 0/500
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00%4.3971 – Vorlage:Dieser_Artikel
100.00%4.3971 – -total47.87%2.1051 – Vorlage:Bausteindesign1
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:2171992-0!*!0!!*!4!* and timestamp 20151121121433 and revision id 109390536–>

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Architekt (Begriffsklärung) aufgeführt.
Der Architekt (griech. ἀρχιτέκτων architékton, „Oberster Handwerker, Baukünstler, Baumeister“, aus ἀρχή arché, „Anfang, Ursprung, Grundlage, das Erste“ und τέχνη techne, „Kunst, Handwerk“) befasst sich mit der technischen, wirtschaftlichen, funktionalen und gestalterischen Planung und Errichtung oder Änderung von Gebäuden und Bauwerken vorwiegend des Hochbaues. Seine Kernkompetenz ist das über das Bauen hinausgehende Schaffen von Architektur.
Architekt am Reißbrett, 1970Inhaltsverzeichnis
1 Überblick
2 Geschichte
3 Arbeitsfelder
4 Arbeitsweise4.1 Architekturbüros
4.2 Arbeit in anderen Bereichen
5 Deutschland5.1 Ausbildung
5.2 Berufsbezeichnung
5.3 Berufsverbände
5.4 Arbeitsmarkt und wirtschaftliche Situation
6 Österreich6.1 Berufsbezeichnung
6.2 Verbände
7 Schweiz7.1 Ausbildung
7.2 Berufsbezeichnung
7.3 Verbände
8 Spanien
9 Japan
10 Siehe auch
11 Literatur
12 Weblinks
13 EinzelnachweiseÜberblick[Bearbeiten]
Darstellung eines Architekten, abgezeichnet von Eugène Viollet-le-Duc
Das Berufsbild des Architekten ist nicht eindeutig definier- und abgrenzbar, länderweise verschieden und ständig in Bewegung. Die Spannweite der Tätigkeitsbereiche reicht von der „Baukunst“, die sich dem Entwurf und der Architekturtheorie widmet, über Ingenieurtätigkeiten und das technische Entwerfen von Gebäuden bis hin zur Bauleitung, bei der Bauplanung und -ausführung koordiniert werden und deren Augenmerk vor allem auf Terminen, Qualität und Baukosten liegt.
Dem Berufsfeld zwischen Baukunst aktuellen oder historischen Zuschnitts auf der einen und angewandter Technik auf der anderen Seite entsprechen auch die möglichen Ausbildungswege wie Universitäten (vor allem Technische Universitäten / Technische Hochschulen), Fachhochschulen, Kunstakademien und Berufsakademien, aber auch Colleges und technische Mittelschulen. Die Schwerpunkte der Ausbildung werden traditionell unterschiedlich gesetzt: bei Kunstakademien wird vor allem Wert auf den gestalterischen Aspekt gelegt, an Universitäten wird bei der Ausbildung ein besonderes Augenmerk auf Theorie und Wissenschaft gelegt, an Fachhochschulen wird auf wissenschaftlicher Grundlage anwendungsorientierter als an den Unis ausgebildet und an Berufsakademien wird praxisnah, aber weniger breit gefächert ausgebildet als an einer Hochschule. Die meisten Institutionen haben inzwischen ein individuelles Ausbildungsprofil mit ganz eigenen Studienschwerpunkten.
Geschichte[Bearbeiten]
Darstellung eines Architekten im Mittelalter
Der Beruf des Architekten ist traditionell generalistisch angelegt: die Baumeister vergangener Zeiten erstellten in Personalunion den Entwurf und die Statik und beaufsichtigen den Bauablauf. Je nach Epoche kamen sie aus ganz verschiedenen Klassen und Berufszweigen, zum Beispiel waren sie im Römischen Reich meistens Militäringenieure (vgl. Vitruv), im Frühmittelalter oft Kleriker, im Spätmittelalter aus dem Handwerk, in der Renaissance Künstler, Bildhauer oder Wissenschaftler.
Die aus dem Steinmetzhandwerk und der Bauhüttentradition hervorgegangenen mittelalterlichen Baumeister werden in zeitgenössischen Quellen als Werkmeister oder magister operis bezeichnet. Nach der Gesellenprüfung als Steinmetz absolvierten sie eine zusätzliche Ausbildung und waren nach der Meisterprüfung befähigt als Architekt zu arbeiten (siehe Werkmeisterbücher).
Architekt, 1893
Erst im 19. Jahrhundert, im Zuge des ökonomischen und technischen Fortschritts durch die Industrialisierung, bildete sich der Beruf des Architekten als eigene akademische Disziplin heraus. Es gab enorme Fortschritte in der Bautechnologie, neue Bauaufgaben (Geschosswohnungen, Feuerwachen, Schulen) ergaben sich. Es entstanden Architekturschulen und -akademien. Die dort im Regelfall kürzer ausgebildeten Baumeister führten weiterhin ihre auf die Umsetzung spezialisierten Bauunternehmungen, die akademischen Architekten spezialisierten sich auf den Entwurf von Gebäuden.
Zunehmend bildeten sich die Fachdisziplinen Architektur und Bauingenieurwesen heraus. Die Architekten beschäftigten sich schwerpunktmäßig mit der Gestaltung der Bauwerke des Hochbaus, die Bauingenieure erbrachten nun sämtliche Leistungen für die Bauwerke des Tief- und Ingenieurbaues und planten das Tragwerk für Hochbauten, ebenso wurden sie oft in der Bauleitung für Hochbauten tätig. Die Komplexität der Aufgaben nahm seitdem kontinuierlich weiter zu, so dass sich im 20. Jahrhundert weitere Fachdisziplinen etablierten: Städtebau, Landschaftsarchitektur, Innenarchitektur, Bauphysik etc.
Gegen Ende des 20. Jahrhunderts kamen Berufe hinzu, die viele Aufgaben des klassischen Architekten übernahmen. Baumanagement und Facilitymanagement übernahmen die Koordination der Bauausführung, große Unternehmen boten komplette Planungs- und Ausführungspakete an, so dass sich traditionelle Aufgabenfelder der Architekten verlagerten. In manchen Bereichen ist auch in Deutschland ein Rückzug der Architekten auf den Aspekt des Entwerfens zu beobachten, wie dies in den USA zum Beispiel schon weit verbreitet ist.
Der Trend zur Spezialisierung macht heute auch vor dem an sich generalistisch angelegten Architektenberuf nicht halt. Neben dem Architekten, der sich hauptsächlich mit Hochbau beschäftigt, gibt es in Deutschland noch die Berufsgruppen der Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten und Städtebauarchitekten. Weiterhin findet in den einzelnen Büros eine zunehmende Spezialisierung auf bestimmte Bauaufgaben (Verwaltungs- und Gewerbebau, Kulturbau, Wohnungsbau etc.) oder auf bestimmte Leistungsphasen der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (z.&#160;B. Entwurf, Ausführungsplanung, Ausschreibung oder Bauleitung) statt. Überdies lässt sich eine weitere Spezialisierung auf bestimmte Nischen feststellen, wie z.&#160;B. das ökologische Bauen oder die Sanierung von Altbauten beobachten.
Arbeitsfelder[Bearbeiten]
Übliche Arbeitsfelder, die von Architekten (je nach Land, Büro und Qualifikation in unterschiedlichem Maße) abgedeckt werden:Während des gesamten Bauprozesses:Projektsteuerung
Koordination der Planungsbeteiligten, Behörden und Ausführenden
Vertreter des Bauherren gegenüber Planungsbeteiligten, Behörden und Ausführenden
In der Bauplanungsphase:Grundlagenermittlung, Vorplanung
Entwurfsplanung von Gebäuden und Bauwerken vorwiegend des Hochbaues (siehe auch Wettbewerb (Architektur))
Genehmigungsplanung (in der Schweiz als Baueingabe, in Österreich als Einreichplan bezeichnet)
Ausführungsplanung; Koordination zwischen den verschiedenen Fachplanern wie z.&#160;B. Haustechnik, Tragwerksplanung oder Brandschutzgutachtern
Ausschreibung und Vergabe: Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe von Bauleistungen, Herbeiführung der erforderlichen Verträge
Während der Bauausführung:Baumanagement: Kostenkontrolle, Terminkontrolle
Bauleitung (auch Objektüberwachung oder Bauüberwachung)
Nach der Fertigstellung, in der Baunutzungsphase:Objektbetreuung und Dokumentation (HOAI)
Assetmanagement, Immobilienmanagement, Gebäude- oder Facilitymanagement
Weitere Arbeitsfelder:Aufgaben in der öffentlichen Verwaltung (Bauamt)
Forschung / Lehre: Architekturtheorie, Bauforschung, Bauökonomie
Spezialgebiete: Architekturdarstellung, Modellbau
Energieberatung: Umsetzung von Energieeinsparverordnung, EEWärmeG, Erneuerbare-Energien-Gesetz, Fördermittel durch KfW usw.Arbeitsweise[Bearbeiten]
So umfassend die Inhalte der Disziplin Architektur sind, so vielfältig und komplex ist auch die Arbeit des Architekten. Nach wie vor arbeiten die meisten freiberuflichen wie auch angestellten Architekten in kleinen, mittleren bis großen Architekturbüros für Bauentwurf, Bauplanung oder Bauleitung. Je nach Größe und Spezialisierung haben die Büros zum Teil eigene Abteilungen mit weiteren Fachplanern integriert wie etwa Labortechniker, Lichtplaner, Küchenplaner, Bauphysiker oder wie Spezialisten für Modellbau, Rendering/Visualisierung oder Public Relation. Durch den sich seit Jahren verändernden Markt sind jedoch immer mehr Architekten auch gewerblich tätig oder nehmen Funktionen als Gutachter oder Berater ein. Innenarchitekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten (Freiraumplaner) sind keine Fachplaner, sondern Fachrichtungen des Berufsbildes Architektur.
Architekturbüros[Bearbeiten]
Architekturbüro 1967
Abgesehen von kleineren Bauvorhaben wie Einfamilien- oder Zweifamilienhäusern ist der Planungsprozess meist stark arbeitsteilig organisiert. Dies betrifft nicht nur die Arbeit innerhalb der Architekturbüros, sondern auch die Zusammenarbeit mit den externen Projektbeteiligten.
Nur noch wenige Architekten bearbeiten das komplette Leistungsspektrum der deutschen HOAI mit allen Leistungsphasen. Vielmehr befassen sich die Mitarbeiter mittlerer und größerer Büros i. d. R. schwerpunktmäßig mit Teilbereichen des Planungsprozesses, wie z.&#160;B. dem Entwurf, der Ausführungsplanung, der Ausschreibung und Vergabe von Bauaufträgen oder der Bauleitung. Auch eine Spezialisierung von Architekturbüros auf die jeweiligen Leistungsphasen 1 bis 5 (Entwurf, Genehmigung und Planung) oder die Leistungsphasen 6 bis 9 (wirtschaftliche und bauliche Umsetzung) ist inzwischen weit verbreitet.
Da bei jedem Bauvorhaben die Arbeit verschiedener Fachingenieure wie Statiker und Haustechniker, bei größeren Projekten zunehmend auch weiterer Experten wie Verkehrsplaner, Fassaden- und Landschaftsplaner oder Facilitymanager, integriert werden muss, ist beim Architekten ein hohes Maß an Kommunikations- und Koordinationsfähigkeit sowie gleichzeitig Einfühlungs- und Durchsetzungsvermögen gefordert. Da Architektur immer auch an den Aspekt der Wirtschaftlichkeit gekoppelt ist, ist auch wirtschaftliches Denken und Handeln vom Architekten gefordert. Auf dem sich verändernden und insgesamt schrumpfenden Markt sind unter hohem Wettbewerbsdruck in zunehmendem Maße Qualitäten in der Projektpräsentation gegenüber privaten und öffentlichen Bauherren erforderlich.
Je nach Arbeitsschwerpunkt des einzelnen Architekten sind verschiedene Qualifikationen gefordert. Benötigt der Entwurfsarchitekt vor allem herausragende Fähigkeiten konzeptioneller und darstellerischer Art, sind beim Ausführungsplaner ebenso gestalterische wie auch technisch-konstruktive und rechtliche Kenntnisse (Baurecht, Umweltschutz usw.) gefragt. In der Bauleitung sind vor allem organisatorische Fähigkeiten und detaillierte Kenntnisse des Bauablaufes und der Bauausführung durch Baumeister und Handwerker erforderlich.
Diese Spezialisierung ist jedoch nicht so zu verstehen, dass die an einem Bauvorhaben beteiligten Architekten isoliert voneinander arbeiten. Die verschiedenen Projektphasen sind stark miteinander verzahnt und voneinander abhängig. Ein Grundverständnis für den gesamten Planungsprozess ist daher auch für den Spezialisten unerlässlich, ebenso wie die Kooperation mit dem Bauingenieur und bei größeren Projekten mit dem Geodäten, weiteren Spezialisten und den zuständigen Ämtern.
Eines von mehreren CAD-Programmen
Die digitale Revolution der letzten Jahrzehnte hat natürlich erst recht nicht vor planenden Berufen wie dem Architekten haltgemacht. Zwar werden im Planungsprozess immer noch traditionelle Mittel wie Skizzen oder Modellbau angewandt. Die endgültige Planung und Darstellung von Projekten wird allerdings inzwischen fast ausschließlich mit Hilfe von CAD-Programmen am Computer erstellt. So ist die Beherrschung von mindestens einem CAD-Programm heute für Architekten unerlässlich. Oft werden aber auch Erfahrungen mit verschiedenen Programmen sowohl in der zwei- als auch dreidimensionalen Darstellung erwartet, die bei Entwicklungs- und Zeitreihen bisweilen sogar in die vierte Dimension geht.
Mehr Informationen zu den verfügbaren CAD-Programmen sowie spezialisierten Programmen für den Architekten findet sich in den Artikeln CAD und Liste von CAD-Programmen.
Aufgrund der mittlerweile stark schwankenden Auftragslage und des infolgedessen ungleichmäßigen Arbeitsaufkommens innerhalb der meisten Architekturbüros sind je nach Organisation flexible Arbeitszeiten unverzichtbar. Vor wichtigen Terminen, wie z.&#160;B. Abgaben von Wettbewerben, Bauanträgen oder Bauherren-Präsentationen, sind daher oft Überstunden sowie Arbeit am Wochenende unerlässlich. Bei vielen Großprojekten muss darüber hinaus der verantwortliche Architekt oder eine von ihm befugte Person ständig erreichbar sein.
Arbeit in anderen Bereichen[Bearbeiten]
Architekten sind auch außerhalb ihres klassischen Betätigungsfeldes beschäftigt. Dies können die Projektsteuerung auf Seite des Bauherren sein oder eine Tätigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Auch Tätigkeiten als Technische Sachverständige, Gutachter oder Berater (z.B. im Bereich Brandschutz oder Energie) sind üblich. Weitere interdisziplinäre Schnittstellen gibt es mit den Bereichen Produktdesign, Industrialdesign, Kunst, Film &amp; Theater, Multimedia, Werbung und Kommunikationsdesign.
Deutschland[Bearbeiten]
Ausbildung[Bearbeiten]
Studentenarbeitsplätze
Die Ausbildung zum Architekten ist in Deutschland (und Österreich/Schweiz) im Rahmen eines Architekturstudiums möglich und kann im Bundesgebiet an insgesamt 64 Hochschulen erfolgen (Stand 2015), die Zulassungsvoraussetzungen sind je nach Land und Hochschule sehr unterschiedlich.[1] Ergänzend ist auch der zweite Bildungsweg über ein oder mehrere Handwerke und Praxis z.B. im Architekturbüro möglich. Die Architektenkammer entscheidet, wer sich Architekt nennen darf, wer vorlagenberechtigt ist und damit z.B. Bauanträge einreichen darf.
Ein konsekutives Bachelor-Master-Studium dauert i.d.R. zehn Semester bzw. fünf Jahre einschließlich der Master-Arbeit. Bei einigen Hochschulen ist ein Praxissemester in den Studienablauf integriert. Die durchschnittliche Studiendauer liegt jedoch oft über der theoretischen Regelstudienzeit.
Das Bachelor-Studium an den Hochschulen dauert mindestens sechs bis acht Semester und schließt mit dem akademischen Grad „Bachelor“ ab. Der Bachelorabschluss wird in der Regel zwischen dem Ende des 5. Fachsemesters bis Ende des 7. Fachsemesters abgelegt, wobei der Durchschnitt bei 6 Semestern liegt. Zirka 6.000 Studentinnen und Studenten legten im Jahr 2010 erfolgreich die Abschlussprüfung ab.[1]
Auch müssen oft Praktika vor Aufnahme des Studiums und während des Studiums von bis zu sechs Monaten nachgewiesen werden. Architekt ist man erst dann, wenn man in der Architektenkammer eingetragen ist. Dazu muss man mindestens zwei Jahre Berufserfahrung vorweisen können. Der Bachelor-Abschluss wird jedoch teilweise von den deutschen Architektenkammern als nicht berufsqualifizierend angesehen, weshalb man trotz erfolgreichen Abschlusses nicht die Berufsbezeichnung „Architekt“ führen darf. Vorteile dieses Abschlusses sollen in dem modularen Studienaufbau und der höheren internationalen Vergleichbarkeit liegen. Als Weiterbildung für Bachelor-Absolventen ist ein Master-Studium möglich und für Absolventen eines Master-Studiums und für Diplom-Absolventen die Promotion.
Der auslaufende Diplomstudiengang mit dem Abschluss Diplom-Ingenieur (Univ., FH) bzw. Ingenieur (Fachschule-FS) dauert normalerweise als Regelstudienzeit an einer Universität neun Semester, an einer Kunstakademie zehn Semester, an einer Fachhochschule acht Semester.
Berufsbezeichnung[Bearbeiten]
In Deutschland darf sich nur Architekt nennen, wer in die Architektenliste einer Architektenkammer eingetragen ist. Dafür benötigt man regelmäßig neben dem abgeschlossenen Architekturstudium eine Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren. Details dazu regeln die Architektengesetze der jeweiligen Bundesländer und die Satzungen der Architektenkammern.
Die Berufsbezeichnung Architekt berechtigt zur Einreichung eines Bauantrages und ist somit fast zwangsläufig für die Arbeit als selbständiger Architekt (Freier Architekt) erforderlich. Die Kammern verstehen sich als Interessenvertretung aller Architekten. Das heißt aber auch umgekehrt, dass die Interessen der großen Zahl der nichtselbständigen, in Architekturbüros tätigen, die nicht in die Kammer eingetragen sind – insbesondere der Absolventen – nur sehr bedingt durch die Kammern vertreten werden.
Berufsverbände[Bearbeiten]
Im Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure sind 20.000 Architekten und Ingenieure des Bauwesens organisiert. Der Verband deutscher Architekten (VDA) ist ein weiterer Interessenverband der deutschen Architekten, Innenarchitekten und Landschaftsarchitekten. Im Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine (DAI) sind 33 lokale Architekten- und Ingenieur-Vereine mit ca. 4000 Mitgliedern organisiert.[2]
Eine Vereinigung freiberuflich tätiger Architekten in Deutschland ist der Bund Deutscher Architekten (BDA), der nach eigenen Angaben rund 5000 Mitglieder hat.[3] Die Vereinigung Angestellter Architekten e.V. (VAA) ist ein Berufsverband, der die Interessen angestellter Architekten in der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und in der Öffentlichkeit vertritt.
Arbeitsmarkt und wirtschaftliche Situation[Bearbeiten]Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Laut Bundesarchitektenkammer gab es 2014 rund 126.000 eingetragene Architekten, davon 31&#160;% weiblich und 107.000 im Hochbau tätig. Die Architektenschaft arbeitet je zu ca. 48&#160;% als Freischaffend oder Angestellt bzw. Beamtlich, ca. 3&#160;% ist Baugewerblich tätig.[4][1] Der Berufsstand befindet sich seit Mitte der 1990er Jahre jedoch in einer schweren Krise, in der sich die wirtschaftliche Situation der Architekten in Deutschland verschlechtert. Häufig wird der Beruf des Architekten dem sog. Akademischen Prekariat zugeordnet, also einer Gruppe, die trotz Studium weit unterdurchschnittliche Einkommen erzielt.
Als sehr kapitalintensive, auf Investitionen der freien Wirtschaft und der öffentlichen Hand angewiesene Branche wurde die Bauwirtschaft in besonders starkem Maße von der Wirtschaftskrise der späten 1990er und frühen 2000er Jahre und der prekären Finanzlage der öffentlichen Kassen getroffen. Infolgedessen hatte die Mehrheit der deutschen Architekturbüros mit erheblichem Auftragsmangel zu kämpfen. Zahlreiche Büros haben diese Krise nicht überstanden.
Das Berufsbild des Architekten ist seit Jahren Veränderungen unterworfen. Viele einst klassische Betätigungsfelder – von der konzeptionellen Entwicklung von Großprojekten über die Ausführungsplanung bis zur Bauleitung – werden inzwischen von Projektentwicklern, Baukonzernen oder anderen Konkurrenten angeboten. Infolgedessen hat sich das Betätigungsfeld solcher Architekturbüros, die nicht in der Lage sind, auf diese Entwicklung in angemessener Weise zu reagieren, in den letzten Jahren mehr und mehr eingeengt.
Ähnlich Ärzten und Rechtsanwälten haben selbständige Architekten eine Honorarordnung (HOAI), die durch die Kopplung an die Baukosten dynamisiert ist. Viele Büros engagieren je nach Auftragslage Architekten kurzfristig. Dauerhafte Arbeitsverhältnisse bestehen nur zum Teil.Teile dieses Artikels scheinen seit 2009 nicht mehr aktuell zu sein.
Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.
Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/2009
Das Statistische Bundesamt nannte 2008 aus Finanzamtsdaten ein durchschnittliches jährliches Bruttoeinkommen für Architekten von 54.529 Euro, die Bundesarchitektenkammer 2011 von 45.000 Euro. Es ist jedoch zu beachten, dass in dieser Statistik nur in der Kammer offiziell als Architekten eingetragene Berufstätige erfasst sind. [5] Die Mehrheit der in der Branche Tätigen verdient deutlich weniger, die Spanne ist sehr groß.
Österreich[Bearbeiten]
Berufsbezeichnung[Bearbeiten]
Die Berufsbezeichnungen Architekt und Ziviltechniker sind in Österreich geschützt und dürfen gemäß Ziviltechnikergesetz 1993 von Personen, denen eine entsprechende Befugnis nicht verliehen wurde, nicht geführt werden.
Verbände[Bearbeiten]
In Österreich gehören die Architekten gemeinsam mit den Ingenieurkonsulenten zur Gruppe der Ziviltechniker.
Schweiz[Bearbeiten]
Ausbildung[Bearbeiten]
In der Schweiz wird Architektur an verschiedenen Hochschulen im Rahmen eines Architekturstudiums gelehrt.
Berufsbezeichnung[Bearbeiten]
Die Berufsbezeichnung Architekt ist in der Schweiz keineswegs geschützt, daher gibt es zahlreiche Praktiker, die sich so bezeichnen. So sind auch die Anforderungen an die Berufsausübung nicht einheitlich geregelt. Einzig in Kantonen der französischsprachigen Schweiz, im Tessin und in Luzern schreiben die kantonalen Baugesetze die qualitativen Mindestanforderungen an Architekten und Bauingenieure vor. Die akademischen Grade aus dem Erwerb von Hochschuldiplomen sind jedoch gesetzlich geschützt.
Verbände[Bearbeiten]
In der Schweiz ist die Architekturszene in drei Verbände gefasst. Der Bund Schweizer Architekten (BSA), der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) und Swiss Engineering STV (ehemals Schweizerischer Technischer Verband) als größter Berufsverband aller Ingenieure und Architekten. Speziell in der Schweiz gibt es auch den Beruf des Hochbauzeichners, welcher eine unterstützende Funktion in einem Architekturbüro übernimmt.
Siehe auch: Liste von Schweizer Architekten
Spanien[Bearbeiten]
In Spanien ist die Berufsbezeichnung Architekt (Arquitecto) wie in Deutschland geschützt und setzt ein Studium der Architektur, sowie die Zugehörigkeit zu einer spanischen Architektenkammer voraus. Neben dem mit dem deutschen Architekt vergleichbaren Arquitecto existiert in Spanien noch eine weitere Berufsgruppe, die entscheidende Aufgaben bei der Gebäudeplanung und -erstellung übernimmt, die der sogenannten Aparejadores oder Arquitectos técnicos. Anders als bei der Arquitectura, welche u. a. auch die entwurflichen, baukünstlerischen und -geschichtlichen Aspekte betrachtet und lehrt, konzentriert sich die vierjährige akademische Arquitectura técnica, auf die technisch-konstruktiven Probleme des Bauens. Der Aparejador ist allerdings kein Arquitecto, sondern ein Ingeniero civil und somit dem Bauingenieur oder anglo-amerikanischen Civil engineer gleichzusetzen. Sein Leistungsbild umfasst vorwiegend die Bereiche der Bauleitung und -überwachung, Ausschreibung, Vergabe und Abstimmung mit den Behörden.
Japan[Bearbeiten]
Die japanische Entsprechung des allgemeinen Begriffs Architekt ist kenchikuka (jap. 建築家), der aus kenchiku ‚Gebäude errichten‘ und ka hier etwa ‚Berufsausübender‘ zusammengesetzt ist.[6] Dieser ist allerdings nicht rechtlich geschützt.
Bauplanung und Bauausführung darf in Japan jedoch nur von staatlich zertifizierten Architekten durchgeführt werden, die als kenchikushi (建築士) bezeichnet werden, wobei shi für ‚Gelehrter‘ steht. Deren rechtlichen Anforderungen sind im Kenchikushi-hō (建築士法, „Architektengesetz“) von 1950 festgelegt. Dieses kennt drei Klassen von Architekten: Architekten 1. Klasse (一級建築士, ikkyū kenchikushi) die jede Art von Gebäuden planen und errichten dürfen, Architekten 2. Klasse (二級建築士, nikyū kenchikushi) für eine begrenzte Art von Gebäuden kleineren Ausmaßes und Holzbau-Architekten (木造建築士, mokuzō kenchikushi) für kleinere Holzgebäude. So dürfen zum Beispiel öffentliche Gebäude wie Schulen, Krankenhäuser, Theater usw. mit einer Grundfläche von mehr als 500&#160;m² oder einer Höhe von mehr als 13&#160;m nur von Architekten 1. Klasse errichtet werden. Diese erhalten ihre Lizenz vom Bauministerium, die beiden anderen Architektenklassen von ihrer jeweiligen Präfektur.[7][8] 1995 gab es 264.398 Architekten 1. Klasse, 566.791 Architekten 2. Klasse und 11.386 Holzbau-Architekten.[8]
Siehe auch[Bearbeiten]
&#160;Portal: Architektur und Bauwesen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Architektur und Bauwesen
Literatur[Bearbeiten]Günther Binding: Meister der Baukunst. Geschichte des Architekten- und Ingenieurberufes. Primus Verlag, Darmstadt 2004, ISBN 3-89678-497-8.
Kerstin Dörhöfer: Pionierinnen in der Architektur: Eine Baugeschichte der Moderne. Wasmuth, Tübingen 2004, ISBN 3-8030-0639-2.
Werner Durth: Deutsche Architekten. dtv, München 1992, ISBN 3-7828-1141-0.
Mathias Eisenmenger: Der Architekt: Das zukünftige Berufsbild unter Berücksichtigung seiner Verantwortung als Baumeister. kassel university press, Kassel 2007, ISBN 978-3-89958-252-9.
Robert Hodonyi: Von Baustelle zu Baustelle. Ein Streifzug durch die Geschichte des Architektenmotivs in der Literatur. In: Weimarer Beiträge. Zeitschrift für Literaturwissenschaft, Ästhetik und Kulturwissenschaften. 54, H. 4, 2008, S. 589–608.
Ralph Johannes (Hrsg.): Entwerfen. Architektenausbildung in Europa von Vitruv bis Mitte des 20. Jahrhunderts: Geschichte – Theorie – Praxis. Junius Verlag, Hamburg 2009, ISBN 978-3-88506-441-1.
Isabel Kuhl, Kristina Lowis, Sabine Thiel-Siling: 50 Architekten die man kennen sollte. Prestel Verlag, München 2008, ISBN 978-3-7913-4044-9.
Ulrich Pfammatter: Die Erfindung des modernen Architekten: Ursprung und Entwicklung seiner wissenschaftlich-industriellen Ausbildung. Birkhäuser, Basel u. a. 1997, ISBN 3-7643-5473-9.
Hanno Wolfensberger: Architektendämmerung&#160;: 10 Abgesänge auf einen Berufsstand. Campus, Frankfurt am Main/ New York 1993, ISBN 3-593-34922-1.
Tanja Kullack: Architektur – eine weibliche Profession. Jovis Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86859-114-9.
Ingrid von Kruse: Eminent Architects. Jovis Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86859-111-8.
Ulrike Eichhorn: Achitektinnen. Ihr Beruf. Ihr Leben. Edition Eichhorn, Berlin 2013, ISBN 978-3-8442-6702-0.Weblinks[Bearbeiten]
&#160;Commons: Architects&#160;– Sammlung von BildernVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma
&#160;&#160;Wikiquote: Architektur&#160;– Zitate
&#160;Wikisource: Architektur&#160;– Quellen und Volltexte
&#160;Wiktionary: Architekt&#160;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, ÜbersetzungenInterviews mit interdisziplinär tätigen ArchitektenEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ a b c Ulrike Eichhorn: Architektinnen. Ihr Beruf. Ihr Leben. Edition Eichhorn, Berlin 2013, ISBN 978-3-8442-6702-0.
↑ dai.org
↑ bda-bund.de
↑ Statistik der Bundesarchitektenkammer – https://www.bak.de/architekten/wirtschaft-arbeitsmarkt/architektenbefragungen/
↑ Bundesarchitektenkammer: Wirtschaft/Arbeitsmarkt; Statistik.
↑ 建築家. In: 世界大百科事典 第2版 bei kotobank.jp. Hitachi Solutions, abgerufen am 12.&#160;April 2012 (japanisch).&#160;
↑ 建築士. In: 主要な資格がわかる事典 bei kotobank.jp. Kodansha, abgerufen am 12.&#160;April 2012 (japanisch).&#160;
↑ a b &#160;Peter Fenn, Michael O’Shea, Edward Davies (Hrsg.): Dispute Resolution and Conflict Management in Construction: An International Review. Routledge, London 1998, ISBN 0-419-23700-3, S.&#160;339 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!
Normdaten&#160;(Sachbegriff): GND: 4002844-6 (AKS)
<!–NewPP limit report
Parsed by mw1065
Cached time: 20151219034233
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.274 seconds
Real time usage: 0.328 seconds
Preprocessor visited node count: 2142/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 14373/2097152 bytes
Template argument size: 3742/2097152 bytes
Highest expansion depth: 16/40
Expensive parser function count: 2/500
Lua time usage: 0.045/10.000 seconds
Lua memory usage: 1.41 MB/50 MB
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00%232.9001 – -total25.94% 60.4102 – Vorlage:Internetquelle23.90% 55.6705 – Vorlage:FormatDate20.70% 48.1991 – Vorlage:Literatur15.89% 37.0041 – Vorlage:Veraltet 8.67% 20.2011 – Vorlage:COinS 6.41% 14.9265 – Vorlage:Str_left 4.91% 11.4395 – Vorlage:Str_left/Call 4.70% 10.9551 – Vorlage:Google_Buch 4.23%9.8621 – Vorlage:Commonscat
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:8506-0!*!0!!de!4!* and timestamp 20151219034233 and revision id 148695773–>

Das Architekturrendering oder auch Architekturillustration ist im heutigen Planungs- und Marketingprozess von Architektur, Standorten und Immobilienmarketing nicht wegzudenken und beinhaltet die detailgetreue 3D Visualisierung über eine softwarebasierte fotorealistische Simulation von Geometrie, Materialeigenschaften und Belichtungen innerhalb einer Szene. In der Praxis können mit dem Architekturrendering Innen-, Außen-Ansichten von Gebäuden, Vogelperspektiven auf Objekte, Animationen und auch 360°-Panoramen, erzeugt werden, die realitätstreu ein Projekt illustrieren, wo Grundrisse und Ansichten zu abstrakt und unverständlich wirken.Inhaltsverzeichnis
1 Darstellungsformen1.1 Animation
1.2 Virtuelle Rundgänge
2 Werkzeuge
3 Einsatzbereiche
4 Aufwand
5 Siehe auch
6 Branchenvereinigungen
7 WeblinksDarstellungsformen[Bearbeiten]
Wie auch die professionelle Architekturfotografie fängt die fotorealistische Visualisierung durch das Zusammenspiel von Licht und Schatten die Atmosphäre des Gebäudes ein und erfolgt nach physikalisch korrekten Parametern, maßstabsgetreuen Modellen und detailgenauer Übernahme von Plandaten. Das Architektur-Rendering bietet heute neben der detailgetreuen Abbildung von Gebäuden die technische Grundlage Animation und 360°-Panoramen. Die Darstellungsart kann von abstrakt, stilisiert bis hin zu fotorealistisch reichen.
Animation[Bearbeiten]
Komplexe Infrastrukturprojekte oder schwierig zu kommunizierende Verkehrs- oder Projektabläufe lassen sich mit Hilfe von Architekturanimationen gezielt und einfach verständlich erörtern. Die filmische Umsetzung als Architekturanimation spielt auch eine bedeutende Rolle bei der exklusiven Präsentation von Architekturprojekten. Hier finden die Kurzfilme eine breite Verwendung, die die Vorzüge eines Projektes gezielt vermitteln – Emotionen, Raumgefühl und Licht werden erlebbar gemacht.
Virtuelle Rundgänge[Bearbeiten]
Realitätsnahe 360°-Panoramen werden vor allem für die Online-Vermarktung und für Multimedia-Exposés genutzt, da sie eine interaktive Begehung vor Fertigstellung ermöglichen. Die virtuelle Musterwohnung bietet einen Internet basierten 360°-VR Wohnungsrundgang an. Über Hotspots miteinander verknüpft, entstehen aus den Panorama Ansichten eine virtuelle Onlinebegehung. Um ein Panoramabild zu erstellen, werden unterschiedliche Perspektiven oder Ansichten eines Raums in Hochauflösung gerendert, die anschließend über die 3D-Grafiksoftware miteinander verknüpft werden. Zwar existieren auch eine Reihe von Online-Applikationen, die jedoch einer Bearbeitung über ein professionelles Bildsynthese-Programm qualitativ nicht entsprechen können.
Werkzeuge[Bearbeiten]
Ausgangsbasis für maßstabgerechte Visualisierungen sind CAD-Daten, Grundrisspläne und/ oder Schnitte von Fassaden, die über spezielle 3D-Grafiksoftware wie zum Beispiel mit dem Programm Revit modelliert und anschließend durch einen spezialisierten Architekturillustrator bearbeitet werden. Auf der Grundlage von Skizzen, Plänen oder bereits vorhandenen 3D Modellen entstehen qualitativ hochwertige 3D Visualisierungen. Dies können Innen- oder Außenperspektiven sein, Fotomontagen oder Animationen, Tag- oder Nachtperspektiven. Der Berechnung des Lichtes und der Lichtquellen und Materialeigenschaften, die sich auf Objekte und deren Materialeigenschaften unmittelbar auswirken, und die Berechnung der Lichtverteilung innerhalb einer Szene, die sich durch die indirekte Beleuchtung zwischen Körpern äußert, fällt ein besonderer Stellenwert zu. Software-Produkte des Branchenführers Autodesk, die über integrierte Material- und Objektdatenbanken und u.a. gängige Belichtungsmethoden, wie Ray Tracing und Radiosity verfügen, ermöglichen dabei eine detailgetreue und realistische Integration von vorhandenen Materialstudien, Fotos oder auch Licht- und Sonnenstand.
Einsatzbereiche[Bearbeiten]
Wo Grundrisse und Ansichten zu abstrakt und unverständlich wirken, schaffen 3D Visualisierungen ein realitätsnahes Bild. Die Einsatzbereiche des Renderings bei den Architektur-Visualisierungen erstrecken sich auf verschiedene Projekttypen und Anwendungen. Der Einsatz von Visualisierungen findet u.a als Simulations-Instrument von geplanten Hoch- und Tiefbauten und bietet in der Qualitätssicherung aufwandgünstige Methoden, Problemstellungen frühzeitig zu erkennen und Maßstäbe und Wirkungen eines geplanten Projektes zu erfassen. Es dient nicht zuletzt involvierten Planern, Fachstellen und Behörden zur Kommunikation und Kontrolle. Im Weiteren ermöglichen die Visualisierungen die Orientierung der Öffentlichkeit über öffentliche Bauprojekte. Im Verkauf oder der Vermietung bzw. Sanierung oder Umnutzung einer Liegenschaft oder für Architektur-Wettbewerbe werden auf diese Darstellungsformen zurückgegriffen. Die Einsatz Bereiche des Architektur-Renderings liegen in den folgenden Gebieten:Wohnungsbau
Büro-/Gewerbebau
Öffentlicher Bau
Wettbewerbe
Straßenbau
Bahnbau
Flugzeugbau
Tragwerke/BrückenBei der 3D-Visualisierung werden aus den vorhandenen 3D-Daten für eine jeweils einzustellende Blickrichtung und Beleuchtung optisch korrekte Bilder erzeugt (siehe Bildsynthese). Solche Bilder oder eine komplette Abfolge (also ein Video) werden in allen Kommunikationskanälen eingesetzt – im Exposé, in der Internet-Präsenz, in Pressemitteilungen, in der Außenwerbung wie etwa auf dem Bauschild Verwendung seine Verwendung findet. Auch für Bauanträge oder im Dialog mit Bauämtern haben Architekturvisualisierungen durch die detailgetreue und maßstabsgerechte Umsetzung ins 3D einen hohen Nutzen.
Aufwand[Bearbeiten]
Da jedes Projekt ist einzigartig, was Umfang, Anzahl und Art der zu erstellenden 3D Visualisierungen, Komplexität der Architektur und Qualität des bereitgestellten Materials angeht reicht der Zeitaufwand von nur wenigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen. Bei mittelgroßen Bauprojekten, benötigt die Modellierung erfahrungsgemäß bis zu 3 Tagen, während das eigentliche Rendering, inklusive der Rendering Zeit, zur Umrechnung der Materialdaten in Hochauflösung je nach Größe eines Bildes bis zu drei Tage. Im Bereich der Innenvisualisierungen, liegen die Zeiten oft deutlich niedriger, wobei man im Schnitt von 3 Tagen ausgehen kann.
Siehe auch[Bearbeiten]Portal:Architektur und Bauwesen, Architektur
Entwerfen, Planung
Architekturdarstellung
Architekturillustrator
ArchitekturanimationBranchenvereinigungen[Bearbeiten]The American Society of Architectural Illustrators (ASAI)
New York Society of Renderers
The Society of Architectural Illustration (SAI)Weblinks[Bearbeiten]Diskussionsforum für Architekturdarstellung bei tektorum.de — Diskussionen zu Plangrafik, CAAD, 3D Visualisierung, Bildbearbeitung, Handzeichnung und Modellbau
Preisträger des Hugh Ferriss Memorial Prize, der American Society of Architectural Illustrators
Showcase professioneller Architekturrenderings
Beispiele von interaktiven 3D Panoramen<!–NewPP limit report
Parsed by mw1085
Cached time: 20151216075125
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.013 seconds
Real time usage: 0.017 seconds
Preprocessor visited node count: 105/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 0/2097152 bytes
Template argument size: 0/2097152 bytes
Highest expansion depth: 2/40
Expensive parser function count: 0/500
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00%0.0001 – -total
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:8096153-0!*!0!!de!*!* and timestamp 20151216075125 and revision id 148066658–>

Das Architekturforum Aedes in Berlin ist Deutschlands erste private Architekturgalerie, die international in der Kommunikation von Architekturkultur, Stadtgestalt und themenverwandter Inhalte tätig ist.Inhaltsverzeichnis
1 Zielsetzung
2 Geschichte
3 Ausstellungen
4 Weblinks
5 EinzelnachweiseZielsetzung[Bearbeiten]
Aedes – was sowohl lästig (griech.) wie auch Haus oder Tempel (lat.) bedeuten kann – sieht seine Aufgabe darin, Baukultur und Architektur in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken sowie architektonische Visionen, nachhaltige urbane Konzepte, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur darzustellen und zu vermitteln. In mehr als 350 Ausstellungen und begleitenden Katalogen hat der Verlag Aedes namhafte Architekten und heutige Pritzker-Preisträger wie Zaha Hadid, Thom Mayne, Daniel Libeskind, Frank Gehry oder Rem Koolhaas und ihre Arbeiten vorgestellt, lange bevor sie Weltruhm erlangten. Neben 10-16 Ausstellungen pro Jahr unterstützen begleitende Symposien, Vortragsreihen und Diskussionsabende den Dialog nach außen – sowohl mit dem Fachpublikum als auch mit interessierten Laien.
Geschichte[Bearbeiten]
Gegründet wurde Aedes 1980 in der Grolmanstrasse in Berlin von Kristin Feireiss und Helga Retzer, damalige Leiterin des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und Freundin des englischen Künstlers Eduardo Paolozzi. "In memoriam Kongresshalle Berlin" war der Titel der Eröffnungsausstellung in Charlottenburg, die dem Vorbild der 1975 gegründete „Spaced Gallery“ der New Yorker Architektin und Autorin Judith Newman York folgt.
Am 3. Juni 1989 zog die damalige Galerie Aedes in die Stadtbahnbögen am Savignyplatz.
Die zweite viel beachtete Ausstellung im Rahmen Berlins als Kulturstadt Europas 1988 war "Berlin – Denkmal oder Denkmodell", die kurz vor dem Fall der Mauer die Risiken und Chancen einer geteilten Stadt thematisierte. Beteiligt an dieser "offenen Gestaltungskonzeption" der ehemaligen Hauptstadt, die als Wanderausstellung im Rahmen Berlins als Kulturstadt Europas in Kiew, Wien und Paris gezeigt wurde, waren bedeutende deutsche und ausländische Künstler und Architekten wie Daniel Libeskind, Gottfried Böhm, Coop Himmelb(l)au, Rob Krier, Zaha Hadid, Otto Steidle, Franco Stella, Peter Cook, Gustav Peichl, Axel Schultes, Claus Bury und Lebbeus Woods.
Ab 1995 hatte Aedes eine zweite Dependance im Osten, die Kristin Feireiss gemeinsam mit Hans-Jürgen Commerell 1995 unter dem Namen Aedes East in den Hackeschen Höfen in Berlin-Mitte eröffnete, ab 1996 unter Mitwirkung der Kulturwissenschaftlerin Ulla Giesler.
Die Arbeit des Architekturforums wurde mehrfach mit Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. 2001 wurde Kristin Feireiss für ihr Engagement bei der Vermittlung von Architektur und die Verstärkung bilateraler Beziehungen mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.
Seit Juni 2006 befindet sich das Architekturforum Aedes am Pfefferberg im Prenzlauer Berg.
Ausstellungen[Bearbeiten]
Das Architekturforum hat bis heute mehr als 350 Ausstellungen gezeigt. Darunter auch:ArchiAid: Rethinking-Reconstruction zum Wiederaufbau nach dem Tsunami 2011.[1]Weblinks[Bearbeiten]Homepage des ArchitekturforumsEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ Das Beste ist Helfen an Ort und Stelle in FAZ vom 3. Dezember 2013, Seite 32<!–NewPP limit report
Parsed by mw1184
Cached time: 20151210011824
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.013 seconds
Real time usage: 0.015 seconds
Preprocessor visited node count: 107/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 0/2097152 bytes
Template argument size: 0/2097152 bytes
Highest expansion depth: 3/40
Expensive parser function count: 0/500
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00%0.0001 – -total
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:4560517-0!*!0!!de!*!* and timestamp 20151210011824 and revision id 146136633–>

Die Architekturpsychologie versucht die Wirkung der gebauten Umwelt (Innenräume, Gebäude, Freiräume, Plätze etc.) auf den Menschen, sein Befinden und Verhalten zu erforschen und darüber hinaus Rückschlüsse für die Planung und Gestaltung von Umwelten zu formulieren.Inhaltsverzeichnis
1 Hauptthemen und fachliche Abgrenzung
2 Praxisrelevanz
3 Interdisziplinarität
4 Geschichte
5 Literatur (Auswahl)
6 Weblinks
7 EinzelnachweiseHauptthemen und fachliche Abgrenzung[Bearbeiten]
Die Architekturpsychologie beschäftigt sich zum einen mit den Wechselwirkungen zwischen dem Menschen und seiner gebauten Umwelt. Sie wird deshalb häufig auch als ein Teilgebiet der Umweltpsychologie (auch: ökologische Psychologie) betrachtet. Jedoch legt die Architekturpsychologie den Schwerpunkt auf die Wirkung von Gebäuden, von Innen- und Außenräumen auf den Menschen in kognitiver, emotionaler und sozialer Hinsicht.
Die Kriterien der Architekturpsychologie überlagern sich über weite Strecken mit jenen der Wohnpsychologie. Während letztere das Hauptaugenmerk auf den menschengerechten Lebensraum und die menschlichen Wohnbedürfnisse legt, erfasst erstere auch weitere Themenfelder, wie beispielsweise: Bürogebäude und Arbeitsräume, Kindergärten und Schulen, Kranken- und Heilanstalten, Museen und Ausstellungsräume, Geschäftsräume und vieles andere mehr.
Praxisrelevanz[Bearbeiten]
Gleichwie ihre Schwesterdisziplin Wohnpsychologie kennzeichnet sich auch die Architekturpsychologie durch eine starke praktische Orientierung und liefert wertvolle wissenschaftliche Grundlagen für Architektur bzw. Innenarchitektur: beginnend bei der Gestaltung von Innenräumen samt Möblierung und Farbgebung, der Konzeption von Gebäuden samt Fassaden und Außenbereichen bis hin zur Planung von städtischen Räumen, Plätzen etc.
Interdisziplinarität[Bearbeiten]
Ein weiteres wesentliches Merkmal bildet der hohe Grad an Interdisziplinarität – nicht nur innerhalb der psychologischen Fächer (z.B. Sozialpsychologie, Entwicklungspsychologie, Wahrnehmungspsychologie, Farbpsychologie, Kognitionspsychologie etc.), sondern auch darüber hinaus mit technischen, planenden Fachgebieten (Architektur, Innenraumgestaltung, Städtebau etc.). Architekturpsychologie bildet deshalb ein wichtiges Bindeglied zwischen der Wissenschaft vom Menschen (Psychologie, Physiologie etc.) und den technischen Wissenschaften.
Geschichte[Bearbeiten]
Ähnlich der Umweltpsychologie weist die Architekturpsychologie eine relativ junge Geschichte auf und entwickelte sich erst nach und nach in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als ein Pionier auf diesem Gebiet kann neben anderen zumindest für den deutschsprachigen Raum Eduard Geisler genannt werden, der sich in seiner Publikation "Psychologie für Architekten"[1] darum bemüht, psychologische Themen für Planer/innen aufzubereiten. Aus der jüngeren Vergangenheit sind es vor allem Antje Flade mit "Architektur – psychologisch betrachtet"[2] und Peter G. Richter et al. mit "Architekturpsychologie"[3], die diesem Fach grundlegende Impulse geben. Als eine der wichtigsten gegenwärtigen Spezialistinnen ist Rotraut Walden zu nennen, die sich in ihren Forschungsarbeiten und Publikationen mit besonderen architekturpsychologischen Aufgaben wie Schulen, Bürogebäuden[4] oder Kindertagesstätten[5] auseinandersetzt. Besonderes Augenmerk auf die Umwelten von Kindern legt wiederum Andrea Petmecky in "Architektur von Entwicklungsumwelten"[6]. Während Paul Klaus-Dieter Bär in seiner "Architektur-Psychologie"[7] verstärkt die praktische Anwendung bei Beratung und Planung ins Zentrum rückt.
Literatur (Auswahl)[Bearbeiten]Paul Klaus-Dieter Bär Architektur-Psychologie. Psychosoziale Aspekte des Wohnens Psychosozial-Verlag, Giessen 2008, ISBN 9783898067560
Antje Flade Architektur – psychologisch betrachtet Verlag Hans Huber, Bern 2008, ISBN 9783456846125
Eduard Geisler Psychologie für Architekten Deutsche Verlags-Anstalt, Darmstadt 1978
Jürgen Hellbrück, Manfred Fischer Umweltpsychologie Hogrefe Verlag für Psychologie, Göttingen, Bern, 1999, ISBN 3801706214
Lenelies Kruse / Carl F. Graumann / Ernst D. Lantermann (Hg.) Ökologische Psychologie Psychologie Verlags Union, Weinheim 1996, ISBN 3801706214
E.D. Lantermann und V. Linneweber (Hg.) Umweltpsychologie Band 1: Grundlagen, Paradigmen und Methoden der Umweltpsychologie. Hogrefe Verlag für Psychologie, Göttingen Bern Toronto Seattle 2008, ISBN 9783801705954
E.D. Lantermann, V. Linneweber und E. Kals (Hg.), Umweltpsychologie Band 2: Spezifische Umwelten und umweltbezogenes Handeln. Hogrefe Verlag für Psychologie, Göttingen Bern Toronto Seattle 2010, ISBN 9783801705961
Andrea Petmecky, Architektur von Entwicklungsumwelten: Umweltaneignung und Wahrnehmung im Kindergarten Tectum Verlag, Marburg 2008, ISBN 9783828896369
Peter G. Richter (Hg.) Architekturpsychologie Pabst Science Publishers, Lengenrich Berlin 2004, ISBN 3899671198
Rotraut Walden, Simone Kosica (Hg.) Architekturpsychologie für Kindertagesstätten Pabst Science Publishers, Lengerich 2011, ISBN 9783899676433
Rotraut Walden Architekturpsychologie: Schule, Hochschule und Bürogebäude der Zukunft Pabst Science Publishers, Lengerich 2008, ISBN 9783899674262
David V. Canter (Hrsg.) Architekturpsychologie – Theorie, Laboruntersuchungen, Feldarbeit – 9 Forschungsberichte Bertelsmann, 1973Weblinks[Bearbeiten]Riklef Rambow, Artikel: Zur Rolle der Psychologie für Architektur und Stadtplanung – didaktische und konzeptionelle Überlegungen
Peter G. Richter, Architekturpsychologie an der TU Dresden
Rainer Maderthaner, Architekturpsychologie an Universität Wien/TU Wien
Rotraut Walden, u.a. Architekturpsychologin an der Universität Koblenz, Institut für Psychologie
IWAP Institut für Wohn- und Architekturpsychologie, Information zu ArchitekturpsychologieEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ Eduard Geisler, Psychologie für Architekten, Deutsche Verlags-Anstalt, Darmstadt 1978
↑ Antje Flade, Architektur – psychologisch betrachtet, Verlag Hans Huber, Bern 2008
↑ Peter G. Richter (Hg.) Architekturpsychologie, Pabst Science Publishers, Lengenrich Berlin 2004
↑ Rotraud Walden, Architekturpsychologie: Schule, Hochschule und Bürogebäude der Zukunft, Pabst Science Publishers, Lengerich 2008
↑ Rotraud Walden, Simone Kosica (Hg.) Architekturpsychologie für Kindertagesstätten, Pabst Science Publishers, Lengerich 2011
↑ Andrea Petmecky, Architektur von Entwicklungsumwelten: Umweltaneignung und Wahrnehmung im Kindergarten, Tectum Verlag, Marburg 2008
↑ Paul Klaus-Dieter Bär, Architektur-Psychologie, Psychosoziale Aspekte des Wohnens, Psychosozial-Verlag, Giessen 2008<!–NewPP limit report
Parsed by mw1165
Cached time: 20151210030733
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.037 seconds
Real time usage: 0.037 seconds
Preprocessor visited node count: 207/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 0/2097152 bytes
Template argument size: 0/2097152 bytes
Highest expansion depth: 3/40
Expensive parser function count: 0/500
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00%0.0001 – -total
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:7435160-0!*!0!!de!*!* and timestamp 20151210030733 and revision id 140907941–>

Architektur wird in folgenden Zusammenhängen gebraucht:Architektur: „Baukunst“ im Allgemeinen – planvolles Entwerfen und Gestalten von „Bauwerken“, deren Struktur und Gestalt, siehe dort auch zur Etymologie des Begriffes
Architektur (Informatik): Aufbau, Funktion und Management von Systemen der Informationstechnologie (in verschiedenen Zusammenhängen)dazu vermutlich (3. März 2012) redundanter (sich überschneidender) Artikel: Informationsarchitektur: Konzeption und Definition der Struktur von Informationssystemen
Unternehmensarchitektur: Management/Darstellung der Zusammenhänge zwischen der geschäftlichen Tätigkeit eines Unternehmens und seiner InformationstechnologieSiehe auch:
&#160;Wiktionary: Architektur&#160;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, ÜbersetzungenDiese Seite ist eine Begriffsklärung zur Unterscheidung mehrerer mit demselben Wort bezeichneter Begriffe.
<!–NewPP limit report
Parsed by mw1216
Cached time: 20151122145054
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.014 seconds
Real time usage: 0.016 seconds
Preprocessor visited node count: 32/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 1150/2097152 bytes
Template argument size: 44/2097152 bytes
Highest expansion depth: 4/40
Expensive parser function count: 0/500
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00%8.8771 – -total53.76%4.7721 – Vorlage:Begriffsklärung42.11%3.7381 – Vorlage:Wiktionary25.93%2.3021 – Vorlage:Bausteindesign2
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:718601-0!*!0!*!*!4!* and timestamp 20151122145054 and revision id 131764385–>

Das Sydney Opera House zählt zu den weltbekannten Architekturikonen.
Architekturikone ist ein Begriff aus der Architekturkritik und bezeichnet Bauwerke, die wegweisend sind beziehungsweise waren oder aufgrund ihrer Gestaltung Einzigartigkeit beanspruchen.Inhaltsverzeichnis
1 Beispiele
2 Definition
3 Kritik
4 Liste (Auswahl)
5 Literatur
6 Weblinks
7 EinzelnachweiseBeispiele[Bearbeiten]
Seagram Building in New York City
Ein Beispiel dafür ist das Seagram Building in New York, das zur Ikone des modernen Hochhauses und in den nachfolgenden Jahrzehnten weltweit zum meist imitierten Beispiel seiner Gattung wurde. Der Bau des Sydney Opera House wiederum war Teil eines Umdenkens in der Architektur der 1950er Jahre.„Als Ikonen eines Ortes oder einer Zeit errichtet man heute eher Bauwerke wie das Opernhaus in Sydney oder das Guggenheim-Museum in Bilbao. Sie haben jedoch eine ähnliche Funktion wie einst die Kolossalstatuen und prägen international das Bild der jeweiligen Stadt.“[1]Definition[Bearbeiten]
Diese herausragenden Bauwerke, Gebäude und Ensembles erfüllen mehrere der folgenden Kriterien:allgemeine Anerkennung
Popularität
Originalität
Symbolwert
Bedeutung für die Entwicklung der Architektur
Repräsentativ für einen ArchitekturstilSabine Thiel-Siling schreibt in ihrem Vorwort zu Architekturikonen des 20. Jahrhunderts:„Die Bauwerke sind jeweils spektakulär für ihre Zeit und ihr Umfeld, sei es durch ihre konstruktiven Errungenschaften oder innovative Materialverwendung, durch ihre Formensprache oder weil sie erstmals einen völlig neuen Gebäudetyp verkörperten.“[2]Manche Bauten haben sich zu Pilgerstätten von Architektur-Enthusiasten entwickelt oder sind gar zu Wahrzeichen von Städten, ja sogar Ländern geworden. Doch oft wurden sie auch von Laien missverstanden, selbst wenn sie Vorbild für ganze Architektengenerationen wurden.
Tom Wright, der Architekt des Burj al Arab, sagte zum gleichen Thema:„Woran erkennt man, dass ein Gebäude zum Symbol geworden ist? Wenn man es in fünf Sekunden zeichnen kann, und jeder weiß was es ist.“[3]Kritik[Bearbeiten]
Farnsworth House
Oft planen die Architekten, um ein abstraktes Ziel zu erreichen, an den Bedürfnissen ihrer Auftraggeber vorbei. Die Chicagoer Ärztin Edith Farnsworth, die Ludwig Mies van der Rohe im Jahr 1945 den Auftrag erteilte, ein Wochenendhaus zu entwerfen, in das sie sich zur Erholung zurückziehen konnte, war nicht angetan vom Purismus ihres Hauses, das sie viel Geld kostete und äußerte sich dem Architekten gegenüber folgendermaßen:„Ich wollte etwas „Bedeutungsvolles“ haben, und alles was ich bekam, war diese glatte, oberflächliche Sophisterei.“[4]Und gerade dieses Haus wurde zu einem Wallfahrtsort für Architekturtouristen. Menschen von denen LeBlanc schreibt:„Der Architekturtourist ist ein beherzter Mensch, der ohne weiteres eine ganze Reise plant, um ein bestimmtes Bauwerk zu sehen; der einen halben Tag sucht, um es zu finden; der stundenlang an der Türschwelle herumlungert, in der Hoffnung, hineinzukommen. Doch seine Hartnäckigkeit lohnt sich, denn um ein Gebäude voll und ganz zu verstehen, muss man es selbst sehen.“[4]Dass man ein Gebäude selbst sehen muss, das greift auch Jürgen Tietz auf, der sich in der Neuen Zürcher Zeitung kritisch mit dem Drang nach immer neuen architektonischen Symbolen auseinandersetzt, der durch den so genannten „Bilbao-Effekt“ von Frank O. Gehrys Guggenheim-Museum im baskischen Bilbao ausgelöst wurde. Zuerst erfasste diese Modewelle die Metropolen bevor sie auch die kleineren Städte erreichte, denn je unverwechselbarer ein Gebäude ist, desto besser ist es zu vermarkten. Bekannte Gebäude sorgen dafür, dass einzelne Orte sofort erkennbar sind: So steht der Eiffelturm für Paris und die Akropolis für Athen.
In den Zeiten der Globalisierung werden Architekturikonen zu Markenzeichen im Wettstreit der Metropolen.„Zugleich droht die wachsende Inflation auf dem Catwalk der Architekturbilder zur allgemeinen Verwirrung beizutragen. Stand dieses Haus in Hamburg, Tokio oder Paris? War es das Museum in Bern, Manchester oder Seoul? Hiess der Architekt Eisenman, Koolhaas oder Piano?“[5]Das Dilemma dieser auf Bildwirkung hin ausgerichteten Architektur ist es, dass sie auf den raschen Blick vertrauen muss. Tietz nennt es „ein möglichst leicht konsumierbares architektonisches Fast Food“. Dabei wird oft vergessen, dass, was die Qualität von Architektur ausmacht, nur vor Ort erfahrbar ist.„Doch auch der Baukasten der Moderne generiert laufend neue Bilder für die weltweite Vermarktung im Architekturzirkus: ökologisch ambitioniert bei Foster, elegant expressiv bei Gehry, zackig dekonstruiert bei Libeskind.“[5]Durch diese am Computer entworfenen, gebauten Marketingstrategien droht aber, laut Tietz, die Architektur zum Klischee zu erstarren, die voll Potemkinscher Dörfer ist.
Liste (Auswahl)[Bearbeiten]
Diese Liste kann niemals vollständig werden, sie soll aber eine Übersicht über die Vielfältigkeit des Bauens geben.
Bild
Name / Jahr
Architekt
Ort
AnmerkungenPantheon
119/125Rom, Italien
Das unter Kaiser Hadrian fertiggestellte Pantheon besaß für mehr als 1700 Jahre die größte Kuppel der Welt, gemessen am Innendurchmesser, und gilt allgemein als am besten erhaltenes Bauwerk der römischen Antike.Hagia Sophia
537Istanbul, Türkei
Die als Kuppelbasilika errichtet Hagia Sophia setzte im 6. Jahrhundert neue architektonische Akzente. Die bauhistorische Bedeutung der Kuppel liegt nicht in ihrer Größe, sondern darin, dass sie erstmals auf nur vier Pfeilern ruht und so gleichsam über dem darunterliegenden Raum schwebt.Kathedrale von Chartres
1260Chartres, Frankreich
In der Kathedrale von Chartres laufen viele kunst- und kulturhistorische Strömungen zusammen. Es gab zu Beginn der klassischen Phase der gotischen Architektur zwei grundlegend verschiedene Ansätze, von denen sich nur einer durchgesetzt hat und der wesentlich bekannter geworden ist.La Rotonda
1571
Andrea Palladio
Vicenza, Italien
Ideales Renaissance-Gebäude, dessen Ästhetik den antiken Vorbildern gleichzukommen suchte. Thomas Jefferson reichte anonym beim Wettbewerb um die Gestaltung der Präsidentenresidenz in Washington D.C. einen Plan ein, der eine Variation der Villa Rotonda war. Dieser Entwurf wurde zwar nicht angenommen, doch griff er Elemente für sein eigenes Wohnhaus in Monticello auf.Crystal Palace
1851
Joseph Paxton
London, Großbritannien
Vorgefertigtes Gebäude, das auf seriell gefertigten, modularen Bauteilen beruht. Die Konstruktion bei repräsentativer Architektur so bewusst zur Schau zu stellen war ein Novum.Sagrada Família
1882
Antoni Gaudí
Barcelona, Spanien
Die Sagrada Família ist ein ungewöhnliches Werk der Sakralarchitektur, das gotische Motive mit modernen Mitteln neu interpretiert.Eiffelturm
1889
Gustave Eiffel
Paris, Frankreich
Die Stahlfachwerkkonstruktion war seit ihrer Errichtung 41 Jahre lang höchstes Bauwerk der Erde und löste eine weltweite Turmbauwelle aus. Die architektonisch herausragende Stellung begründet sich zum einen durch viele Bauwerke, die dem Konstruktionsprinzip folgten, das Aussehen teilweise sogar kopierten, zum anderen ist der Turm völlig ohne historisches Vorbild entstanden.Rietveld-Schröder-Haus
1924
Gerrit Rietveld
Utrecht, Niederlande
Das Gebäude zählt zu den wichtigsten Bauwerken der De Stijl-Bewegung.Chilehaus
1924
Fritz Höger
Hamburg, Deutschland
Das Chilehaus war beispielgebend für den Backsteinexpressionismus der 1920er Jahre. Mit seiner an einen Schiffsbug erinnernden Spitze wurde es zu einer Ikone des Expressionismus in der Architektur.Einsteinturm
1924
Erich Mendelsohn
Potsdam, Deutschland
Das Observatorium im „Wissenschaftspark Albert Einstein“ auf dem Telegrafenberg in Potsdam ist ein für seine Entstehungszeit revolutionäres Bauwerk.Hufeisensiedlung
1925 – 1930
Bruno Taut
Berlin, Deutschland
Die Hufeisensiedlung, zu der auch das Ferienhaus "Tautes Heim" gehört, gilt international als Schlüsselwerk des reformorientierten städtischen Wohnungsbaus.Bauhaus Dessau
1926
Walter Gropius
Dessau, Deutschland
Das Besondere ist neben der damals neuartigen funktionalen Trennung durch einzelne, zu einem Organismus gefügten Einzelbaukörpern die völlig in Glas aufgelöste Wand des Werkstättentraktes.Barcelona-Pavillon
1929
Ludwig Mies van der Rohe
Barcelona, Spanien
Das Gebäude, das stilbildend für die moderne Architektur wurde, verwirklichte zwei Entwurfsprinzipien van der Rohes: der „freie Grundriss“ und der „fließende Raum“.Villa Tugendhat
1930
Ludwig Mies van der Rohe
Brünn, Tschechien
Konstruktion und Wand wurden strikt voneinander getrennt und sollten einen „frei“ einteilbaren Grundriss ermöglichen.Fallingwater
1937
Frank Lloyd Wright
bei Pittsburgh, USA
Der Bauherr wünschte sich ein Gebäude mit Ausblick auf den Wasserfall. Nach einer genauen Vermessung des Bauplatzes, die auch alle Bäume und zutage tretenden Felsen einbezog, schlug Wright jedoch vor, das Gebäude über dem Wasserfall zu errichten.Villa Malaparte
1940
Adalberto Libera
Capri, Italien
Der Schriftsteller Curzio Malaparte ließ die Villa auf einem vorspringenden Felsen über dem Meer erbauen. Malaparte wollte eine „casa come me“, ein „Haus wie ich“, bauen: „triste, dura, severa“ – „traurig, hart und streng“.Glass House
1949
Philip Johnson
New Canaan, USA
Das Glass House zeichnet sich durch eine radikale Reduzierung der Außenwände aus.Farnsworth House
1951
Ludwig Mies van der Rohe
Plano (Illinois), USA
Die Außenwände sind vollkommen aus Glas und ermöglichen in jeder Situation einen direkten Bezug zur Natur, als Sichtschutz sind lediglich leichte Vorhänge vorgesehen.Notre Dame du Haut
1955
Le Corbusier
Ronchamp, Frankreich
Auf Grund der organischen Bauform ist die Kirche auch ein Pilgerort für Architekten und Kunstinteressierte.Solomon R. Guggenheim Museum
1959
Frank Lloyd Wright
New York City, USA
Wright schuf eine sich windende Rampe und einen Aufzug, der die Besucher zum höchsten Punkt der Rampe transportiert, sodass sie an den Kunstwerken vorbei nach unten laufen können.Berliner Philharmonie
1963
Hans Scharoun
Berlin, Deutschland
Durch die Architektur wird die Trennung zwischen Künstler und Publikum weitgehend aufgehoben, die Künstler sitzen „inmitten“ der Zuhörer.Montreal Biosphère
1967
Richard Buckminster Fuller
Montreal, Kanada
Der US-amerikanische Pavillon bei der Expo 67 in Montreal besteht aus Stahl und Acryl und war Vorbild für zahlreiche Nachfolgebauten.Kathedrale von Brasília
1970
Oscar Niemeyer
Brasília, Brasilien
Kathedrale und Parlamentsgebäude prägen die neu erbaute brasilianische Hauptstadt.Finlandia-Halle
1971
Alvar Aalto
Helsinki, Finnland
Der Baustil ist funktionell ausgerichtet und bietet einen lebhaften Kontrast zur oft schwermütig wirkenden Landschaft.Olympiastadion München
1972
Günter Behnisch
München, Deutschland
Die Architektengruppe Olympiapark entwarf ein Stadion, das in die Landschaft eingebettet ist. Das Olympiastadion wurde zum Symbol einer neuen Leichtigkeit der
westdeutschen Nachkriegsarchitektur.
Sydney Opera House
1973
Jørn Utzon
Sydney, Australien
Das Opernhaus von Sydney ist eine beliebte Touristenattraktion, Wahrzeichen von Sydney und Australien. Auch Dänemark sieht das Opernhaus heute als Bestandteil seines kulturellen Erbes an.Centre Georges Pompidou
1977
Renzo Piano, Richard Rogers und Gianfranco Franchini
Paris, Frankreich
Das Tragwerk und Rohre für Gebäudetechnik und Erschließung wurden sichtbar an den Gebäudeaußenseiten angeordnet. Bedeutender Schritt nach Modernismus und Postmoderne.Glaspyramide im Innenhof des Louvre
1989
Ieoh Ming Pei
Paris, Frankreich
Die Pyramide besteht aus 602 rhombenförmigen und 69 dreieckigen Glassegmenten. Als Vorbild für die Proportionen diente die große Pyramide von Gizeh.Feuerwehrhaus des Vitra-Werks
1993
Zaha Hadid
Weil am Rhein, Deutschland
Der Baukörper setzt sich aus klar zugeschnittenen Zacken und Kanten in Scheibenbauweise zusammen.Oriental Pearl Tower
1995
Jia Huancheng
Shanghai, China
Seine einzigartige Konstruktion aus elf verschieden großen Kugeln auf unterschiedlichen Höhen, die von Säulen getragen werden, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Shanghai geworden.Therme Vals
1996
Peter Zumthor
Vals, Schweiz
Das Bad erinnert an einen Steinbruch, aus dem Quader herausgeschnitten wurden. Die verbleibenden Blöcke und die dazwischenliegenden Hohlräume bilden das gesamte Gebäude.Museu de Arte Contemporânea de Niterói
1996
Oscar Niemeyer
Niterói, Brasilien
Das Museu de Arte Contemporânea de Niterói (MAC) hat einen Durchmesser von 50 m und erinnert mit seiner Form an den Fuß eines Atompilzes oder an ein UFO.Guggenheim-Museum Bilbao
1997
Frank Gehry
Bilbao, Spanien
Das sehr skurrile Gebäude ist für seinen dekonstruktivistischen Baustil berühmt. Der Museums-Bau steht aber auch für wirtschaftlichen Erfolg, siehe Bilbao-Effekt.Burj al Arab
1999
Tom Wright
Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
Der Bauherr wünschte sich ein Wahrzeichen für Dubai, was der Architekt mithilfe einer einprägsamen Form umsetzte. Innerhalb kürzester Zeit wurde das Luxushotel in Form eines Jachtsegels zum Identifikationsmerkmal Dubais.Nationalstadion Peking
2008
Herzog &amp; de Meuron
Peking, China
Aufgrund seiner Form hat das Stadion den Spitznamen „Vogelnest“. Der Architekt Jacques Herzog hofft, dass „dieses Bauwerk für Peking das wird, was der Eiffelturm für Paris ist“.Burj Khalifa
2010
Adrian Smith
Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
Der Burj Khalifa ist seit 2008 das höchste Bauwerk der Welt. Die Investoren hielten die Höhe bis zur Eröffnung am 4. Januar 2010 geheim. Mit dem Burj Khalifa gehen die verschiedenen Kategorien der Rekorde des höchsten Bauwerks zum ersten Mal seit Errichtung des Empire State Building 1931 wieder an ein einziges Gebäude.Metropol Parasol
2011
Jürgen Mayer H.
Sevilla, Spanien
Das neue Wahrzeichen von Sevilla hat eine Länge von 150 Metern, eine Breite von 70 Metern und eine Höhe von 26 Metern und gilt als größte Holzkonstruktion der Welt.
Literatur[Bearbeiten]Charles Jencks: The Iconic Building: The Power of Enigm. Rizzoli, 2005, ISBN 0-8478-2756-9.
Isabel Kuhl: 50 Bauwerke, die man kennen sollte. München 2007, Prestel Verlag, ISBN 3-7913-3837-4.
Jonathan Lee: 50 große Abenteuer. Besondere Orte und die Menschen, die sie geschaffen haben. München 2006, Prestel Verlag, ISBN 3-7913-3530-8.
Andres Lepik: Wolkenkratzer. München 2005, Prestel Verlag, ISBN 3-7913-3454-9.
Neil Parkyn: Siebzig Wunderwerke der Architektur. München 2006, Frederking &amp; Thaler Verlag, ISBN 3-89405-536-7.
Sabine Thiel-Siling (Hg.): Architektur! Das 20. Jahrhundert. München 1998, Prestel Verlag, ISBN 3-7913-2013-0.Weblinks[Bearbeiten]Gebaute Zeichen – Welche Bedeutung haben Architektur-Ikonen? (Neue Zürcher Zeitung vom 30. Januar 2006)
calitreview.com (Interview mit Charles Jencks, englisch)Einzelnachweise[Bearbeiten]↑ Lepik: „Wolkenkratzer“
↑ Thiel-Siling: Architektur!
↑ Lee: 50 große Abenteuer
↑ a b LeBlanc: Moderne Architektur in Amerika
↑ a b Gebaute Zeichen – Welche Bedeutung haben Architektur-Ikonen? Artikel der Neuen Zürcher Zeitung vom 30. Januar 2006<!–NewPP limit report
Parsed by mw1239
Cached time: 20151216075510
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.111 seconds
Real time usage: 0.171 seconds
Preprocessor visited node count: 789/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 4809/2097152 bytes
Template argument size: 1799/2097152 bytes
Highest expansion depth: 4/40
Expensive parser function count: 0/500
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00% 14.1001 – -total96.12% 13.5537 – Vorlage:Zitat
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:2921455-0!*!0!!de!4!* and timestamp 20151216075510 and revision id 149105739–>