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Die Bestellung ist die förmliche Übertragung einer bestimmten Funktion z. B. in Gesellschaften und Körperschaften des öffentlichen Rechts.
Obwohl sie dieser ähnelt, ist sie nicht mit einer Ernennung oder einer Berufung zu verwechseln.
Bestellung bei Gesellschaften[Bearbeiten]
Beispiele für Bestellung bei Gesellschaften:Bestellung des Vorstands eines Vereins gemäß § 27 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Bestellung des Aufsichtsrats, des Vorstands und des Abschlussprüfers gemäß § 30 Aktiengesetz (AktG)Bestellung bei Körperschaften des öffentlichen Rechts[Bearbeiten]
Die Bestellung dient als Verfahren für die Besetzung öffentlicher Ämter oder Funktionen. Somit wird oft ein Einfluss in die Selbstverwaltung von außen genommen.
Beispiele für Bestellung bei Körperschaften des öffentlichen Rechts:Bestellung des Rektors gemäß § 82 Sächsisches HSG
Bestellung zum Notar gemäß § 1 Bundesnotarordnung (BNotO)
Bestellung zum Steuerberater gemäß §§ 40 ff. Steuerberatungsgesetz (StBerG)Bestellung bei anderen Organisationen[Bearbeiten]
Auch in anderen Organisationen (z. B. zur Arbeitssicherheit in Betrieben) werden bestimmte Funktionen durch Bestellung besetzt.
Beispiele für Bestellung bei anderen Organisationen oder zu anderen Zwecken:Bestellung zum Betriebsarzt, zur Fachkraft für Arbeitssicherheit oder zum Sicherheitsbeauftragten gemäß Arbeitssicherheitsgesetz
Bestellung zum Strahlenschutzbeauftragten gemäß Strahlenschutzverordnung oder Röntgenverordnung
Bestellung zum Brandschutzbeauftragten, zum Datenschutzbeauftragten, zur Gleichstellungsbeauftragten
Bestellung eines Sachverständigen, eines Vormunds, eines Schiedsrichters im Rechtswesen
Bestellung zum Mitglied eines Gremiums, Ausschusses etc.
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Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.Dieser Artikel behandelt die Situation in Deutschland, zu Österreich siehe Wirtschaftskammer Österreich.
100 Jahre Handwerkskammern in Deutschland: Briefmarke aus dem Jahr 2000
Eine Handwerkskammer ist eine in der Rechtsform einer Körperschaft des öffentlichen Rechts organisierte Selbstverwaltungseinrichtung des gesamten Handwerks in einem Kammerbezirk. Aufgabe der Handwerkskammern ist es, die Interessen des Gesamthandwerks zu vertreten und die Belange des Handwerks im Zuge der Selbstverwaltung selbst zu regeln. Die Handwerkskammer übt die Rechtsaufsicht über die Innungen und die Kreishandwerkerschaften im Kammerbezirk aus. Zur Handwerkskammer gehören die Inhaber eines Handwerksbetriebes (unterschieden in: zulassungspflichtige Handwerke und zulassungsfreie Handwerke) und des handwerksähnlichen Gewerbes sowie die Gesellen, Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung und die Lehrlinge.
In Abgrenzung zu der Industrie- und Handelskammer (IHK) vertritt die Handwerkskammer die Interessen des Handwerks. Wie bei allen Berufskammern handelt es sich um eine Pflichtmitgliedschaft.Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Juristische Form
3 Aufgaben
4 Kritik an der Pflichtmitgliedschaft4.1 Eingeschränkte Marktwirtschaft
5 Liste der Handwerkskammern5.1 Baden-Württemberg
5.2 Bayern
5.3 Berlin
5.4 Brandenburg
5.5 Bremen
5.6 Hamburg
5.7 Hessen
5.8 Mecklenburg-Vorpommern
5.9 Niedersachsen
5.10 Nordrhein-Westfalen
5.11 Rheinland-Pfalz
5.12 Saarland
5.13 Sachsen
5.14 Sachsen-Anhalt
5.15 Schleswig-Holstein
5.16 Thüringen
6 Siehe auch
7 Weblinks
8 EinzelnachweiseGeschichte[Bearbeiten]
Die Gründung der Handwerkskammern in Deutschland geht auf das Handwerkergesetz von 1897 zurück. Das Reichsgesetz schuf die Voraussetzung für die Bildung der Kammern. Im gesamten Deutschen Reich wurden von April 1900 an insgesamt 71 Handwerkskammern gegründet.
Die Vorgeschichte zur Gründung der Handwerkskammern geht mindestens in das 19.&#160;Jahrhundert zurück. Viele meinen, die Kammern des Handwerks seien die abgeschwächte Variante des mittelalterlichen Zunftwesens. Zünfte bestimmten das Leben Ihrer Mitglieder von der Wiege bis zur Bahre. Sie waren über Jahrhunderte die Grundlage des Wirtschaftslebens. Die Zunftordnungen bildeten ein mit der politischen Ordnung verwobenes, regional unterschiedliches System der Marktabschottung, gepaart mit einem damals fehlenden Sozialsicherungssystem des Handwerks. Eine wirtschaftlich erfolgreiche Ausübung handwerklicher Tätigkeit war in den Städten ohne Zunftzugehörigkeit praktisch nicht möglich. Auswirkungen dieser Zeit finden sich heute in vielen speziellen Aspekten der Deutschen Kultur (Meister, Innung, Walz, Freimaurerei) und Alltagssprache: zünftig, Standesdenken.
Ehrentafel an einer ausgezeichneten PGH von Buttstädt
Mit den im 19. Jahrhundert einsetzenden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Veränderungen breitete sich schrittweise die Gewerbefreiheit aus. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde wieder das Standesdenken durch Arisierung und die Einführung des Großen Befähigungsnachweises (Meisterbriefs) gestärkt. Die Handwerkskammern, deren Selbstverwaltung sofort nach der Machtergreifung beseitigt wurde, wurden ab 1942 gemeinsam mit den Handelskammern zu Gauwirtschaftskammern zusammengefasst, innerhalb derer sie aufgrund der kriegswichtigeren Bedeutung der Industrie keine bedeutende Rolle spielten. Dieser Handwerksabteilung innerhalb der Gauwirtschaftskammer stand der Gauhandwerksmeister vor, der zugleich Vizepräsident der Gauwirtschaftskammer war.
In der Deutschen Demokratischen Republik waren die Handwerkskammern die juristischen Berater und politischen Förderer sowohl des privaten Handwerks als auch der Handwerksmeister, die sich in einer "Produktionsgenossenschaft des Handwerks" (PGH) zusammengeschlossen hatten.
Juristische Form[Bearbeiten]
Die Handwerkskammer ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts, die durch das zuständige Wirtschaftsministerium des Landes errichtet wird. Dieses führt auch die Staatsaufsicht über die Handwerkskammer. Organe der Handwerkskammer sind die gewählte "Vollversammlung", die Ausschüsse, der Vorstand und der Präsident; Vorstand und Präsident werden aus der Mitte der Vollversammlung heraus gewählt. Die Vollversammlung besteht zu einem Drittel aus Gesellen und Arbeitnehmern mit abgeschlossener Berufsausbildung, die zu einem Drittel die Mitglieder des Vorstands stellen. Dem Präsidenten stehen je ein Vizepräsident der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite aus der Mitte des Vorstands als Vertreter zur Seite. Die Satzung der Handwerkskammer wird durch die Vollversammlung erlassen oder geändert und durch das jeweilige Wirtschaftsministerium genehmigt. Der Präsident und der Hauptgeschäftsführer vertreten die Kammer gerichtlich und außergerichtlich in der Öffentlichkeit.
Aufgaben[Bearbeiten]
Die Handwerkskammern haben nach der Handwerksordnung (HwO) die folgenden Aufgaben:die Interessen des Handwerks zu fördern und für einen gerechten Ausgleich der Interessen der einzelnen Handwerke und ihrer Organisationen zu sorgen,
die Behörden in der Förderung des Handwerks durch Anregungen, Vorschläge und durch Erstellung von Gutachten zu unterstützen,
regelmäßig Berichte über die Verhältnisse des Handwerks zu erstatten,
die Handwerksrolle zu führen,
die Berufsausbildung zu regeln, dazu gehört:eine Lehrlingsrolle zu führen,
Prüfungsvorschriften zu erlassen und Prüfungsausschüsse hierfür zu errichten,
Gesellenprüfungsordnungen für die einzelnen Handwerke zu erlassen,
Meisterprüfungsordnungen für die einzelnen Handwerke zu erlassen und die Geschäfte des Meisterprüfungsausschusses zu führen.
die technische und betriebswirtschaftliche Fortbildung der Meister und Gesellen zur Erhaltung und Steigerung der Leistungsfähigkeit des Handwerks in Zusammenarbeit mit den Innungsverbänden zu fördern, die erforderlichen Einrichtungen hierfür zu schaffen oder zu unterstützen und zu diesem Zweck eine Gewerbeförderungsstelle zu unterhalten,
Sachverständige[1] zur Erstattung von Gutachten über Waren, Leistungen und Preise von Handwerkern zu bestellen und zu vereidigen,
die wirtschaftlichen Interessen des Handwerks und die ihnen dienenden Einrichtungen, insbesondere das Genossenschaftswesen zu fördern,
Schlichtungsstellen einzurichten.Ferner unterstützen die Handwerkskammern ihre Mitglieder sowohl durch eine Rechtsberatung als auch unternehmensberatend.
Kritik an der Pflichtmitgliedschaft[Bearbeiten]
Eine ganze Reihe von Unternehmern lehnt die Pflichtmitgliedschaft ab. Als deren Sprachrohr sieht sich der Bundesverband für freie Kammern e.V. Der Verband definiert sich über die Ablehnung der öffentlich-rechtlichen Kammerstrukturen und greift das Unbehagen auf, unfreiwillig einer Kammer angehören zu müssen. Seine Repräsentanten kritisieren Aufgabenüberschreitungen der Kammern sowie die Verschwendung von Mitgliedsbeiträgen u.a. in Pensionen und überdimensionierten Gebäuden. Die Kritik wendet sich ferner gegen die Ergebnisse der Meinungsbildung in den Kammern.
In den Handwerkskammern ist zunehmend ein Mangel an gesellschaftlichem Engagement zu registrieren. Bei Wahlbeteiligungen von regelmäßig deutlich unter 20&#160;% werden die Wahlen zur Vollversammlung in vielen Handwerkskammerbezirken als "Friedenswahlen" durchgeführt. Dabei werden Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt, die ohne tatsächliche Wahl als gewählt gelten, weil ihre Zahl ebenso groß oder sogar geringer ist als die Zahl der zu vergebenen Mandate.
Wieweit die Stützung und Förderung der Mitgliedsbetriebe für den einzelnen Betrieb positiv spürbar ist, wird immer wieder in Frage gestellt. Dies liegt auch daran, dass zahlreiche Betriebe kein Interesse daran haben oder zeigen, die für sie im Mitgliedsbeitrag der Kammern enthaltenen Angebote in Anspruch zu nehmen.
Eingeschränkte Marktwirtschaft[Bearbeiten]
Aus der Verschärfung der Reichshandwerksordnung in der Zeit des Nationalsozialismus wird gefolgert, es handele sich um einen Ausdruck typisch staatsdeutschen Regulierungswillens als Ausdruck mangelnden Vertrauens in die selbstregulierenden Kräfte der Arbeits- und Marktsysteme.
Gegen diese Auffassung mag zum Beispiel sprechen, dass eine Vielzahl von Berufen (z.B. Ärzte, Apotheker, Rechtsanwälte etc.) in Kammern organisiert sind. Wieweit dies allerdings dem Schutz von Interessensgruppen entspringt, bedarf dringend einer Überprüfung. Die Kammern sind ursprünglich Ausdruck des Willens dieser Berufsgruppen, sich selbst organisieren zu wollen. Würden die Kammern abgeschafft werden, so würden die ordnungspolitischen Aufgaben der Kammern, wie etwa die Begleitung der Ausbildung, unmittelbar vom Staat durchgeführt werden.
Das Handwerk (insbesondere auch die Arbeitnehmer, die zu einem Drittel in den Gremien der Kammern sitzen) hätte damit eine wichtige Einflussmöglichkeit verloren. Allerdings lässt sich nicht verleugnen, dass bei einer Beibehaltung der bisherigen Regelungen mit Benachteiligungen des deutschen Handwerks bei den Harmonisierungsbestrebungen innerhalb der europäischen Union zu rechnen ist.
Auch werden immer wieder Stimmen laut, die einen Rückzug des Staates auf eine einschreitende Kraft zum Schutz vor Missbrauch, sozialer Benachteiligung, Gefährdung von Leben und Gesundheit etc. fordern. In diesem Zusammenhang wird häufig eine Abschaffung des Meisterbriefes gefordert. So wurde zu Beginn des Jahres 2004 die Zahl der Berufe, in denen der Meisterbrief Voraussetzung für die Selbständigkeit ist, auf 41 reduziert. Hintergrund hierfür war neben dem Wunsch nach Deregulierung insbesondere auch die Einführung der so genannten Ich-AG, die durch die Abschaffung des Meisterbriefes als Voraussetzung der Selbstständigkeit mehr Betätigungsfelder erhielt.
Befürworter der Meisterqualifikation wenden ein, dass diese nicht nur den Wissensstand in den jeweiligen Berufen sichern soll (Obwohl es keine Verpflichtung zur Weiterbildung gibt). Zugleich soll sie die Betroffenen auf die Selbständigkeit vorbereiten, die mit erheblichen Risiken bis hin zur persönlichen Insolvenz verbunden ist. Letztlich soll sie auch den Kunden schützen, der aufgrund fehlender Fachkenntnis in vielen Handwerksbereichen nur eingeschränkt beurteilen kann, ob die geleisteten Arbeiten dem jeweiligen Standard entsprechen. Die Stichhaltigkeit dieser Einwände ist – nicht zuletzt wegen immer wiederkehrender Fehlleistungen des Bauhandwerks – umstritten. Dennoch darf nicht verkannt werden, dass durch die Meisterqualifikation, die ja eine entsprechende Gesellenausbildung voraussetzt, Wissen vermittelt wird, das in anderen Staaten bereits verloren gegangen ist. In diesem Zusammenhang sei nur beispielhaft das Bäckerhandwerk und das Fleischerhandwerk genannt.
Liste der Handwerkskammern[Bearbeiten]
Die folgende Liste nennt alle 53 Handwerkskammern mit ihrem offiziellen Namen, sortiert nach Bundesländern.
Auf den Namen folgt gegebenenfalls die Stadt, in der die Kammer ihren Sitz hat und anschließend der Umfang des Kammerbezirks, beispielsweise Regierungsbezirke oder Landkreise und kreisfreie Städte.
Baden-Württemberg[Bearbeiten]Handwerkskammer Freiburg in Freiburg im Breisgau
Kammerbezirk: Freiburg im Breisgau sowie die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach und Ortenaukreis
Handwerkskammer Heilbronn-Franken in Heilbronn
Kammerbezirk: Heilbronn sowie die Landkreise Heilbronn, Hohenlohekreis, Main-Tauber-Kreis und Schwäbisch Hall
Handwerkskammer Karlsruhe in Karlsruhe
Kammerbezirk: Baden-Baden, Karlsruhe und Pforzheim sowie die Landkreise Calw, Enzkreis, Karlsruhe und Rastatt
Handwerkskammer Konstanz in Konstanz
Kammerbezirk: Landkreise Konstanz, Rottweil, Schwarzwald-Baar-Kreis, Tuttlingen und Waldshut
Handwerkskammer Mannheim-Rhein-Neckar-Odenwald in Mannheim
Kammerbezirk: Heidelberg und Mannheim sowie Neckar-Odenwald-Kreis und Rhein-Neckar-Kreis
Handwerkskammer Ulm in Ulm
Kammerbezirk: Ulm sowie die Landkreise Alb-Donau-Kreis, Biberach, Bodenseekreis, Heidenheim, Ostalbkreis und Ravensburg
Handwerkskammer Region Stuttgart in Stuttgart
Kammerbezirk: Region Stuttgart, bestehend aus Stadtkreis Stuttgart sowie den Landkreisen Ludwigsburg, Böblingen, Esslingen, Rems-Murr und Göppingen
Handwerkskammer Reutlingen in Reutlingen
Kammerbezirk: Landkreise Freudenstadt, Reutlingen, Sigmaringen, Tübingen und ZollernalbkreisBayern[Bearbeiten]Handwerkskammer für Schwaben in Augsburg
Kammerbezirk: Regierungsbezirk Schwaben
Handwerkskammer für Oberfranken in Bayreuth
Kammerbezirk: Regierungsbezirk Oberfranken
Handwerkskammer für München und Oberbayern in München
Kammerbezirk: Regierungsbezirk Oberbayern
Handwerkskammer für Mittelfranken in Nürnberg
Kammerbezirk: Regierungsbezirk Mittelfranken
Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Passau und Regensburg
Kammerbezirk: Regierungsbezirke Niederbayern und Oberpfalz
Handwerkskammer für Unterfranken in Würzburg
Kammerbezirk: Regierungsbezirk UnterfrankenBerlin[Bearbeiten]Handwerkskammer BerlinBrandenburg[Bearbeiten]Handwerkskammer Cottbus in Cottbus
Kammerbezirk: Cottbus sowie die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße
Handwerkskammer Frankfurt (Oder) in Frankfurt (Oder)
Kammerbezirk: Frankfurt (Oder) sowie die Landkreise Barnim, Märkisch Oderland, Oder-Spree und Uckermark
Handwerkskammer Potsdam in Potsdam
Kammerbezirk: Brandenburg an der Havel und Potsdam sowie die Landkreise Havelland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam-Mittelmark, Prignitz und Teltow-FlämingBremen[Bearbeiten]Handwerkskammer Bremen in BremenHamburg[Bearbeiten]Handwerkskammer HamburgHessen[Bearbeiten]Handwerkskammer Kassel in Kassel
Kammerbezirk: Regierungsbezirk Kassel sowie der Landkreis Marburg-Biedenkopf
Handwerkskammer Wiesbaden in Wiesbaden
Kammerbezirk: Wiesbaden sowie die Landkreise Gießen, Lahn-Dill-Kreis, Landkreis Limburg-Weilburg, Main-Kinzig-Kreis, Rheingau-Taunus-Kreis, Vogelsbergkreis und Wetteraukreis
Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main in Darmstadt und Frankfurt am Main
Kammerbezirk: Darmstadt, Frankfurt am Main und Offenbach am Main sowie die Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis, Offenbach und OdenwaldkreisMecklenburg-Vorpommern[Bearbeiten]Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern in Neubrandenburg und Rostock
Kammerbezirk: Rostock, die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen sowie den Altkreis Bad Doberan (jetzt Teil des Landkreises Rostock)
Handwerkskammer Schwerin in Schwerin
Kammerbezirk: Schwerin, die Landkreise Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg sowie den Altkreis Güstrow (jetzt Teil des Landkreises Rostock)Niedersachsen[Bearbeiten]Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade
Kammerbezirk: Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie die Landkreise Celle, Cuxhaven, Gifhorn, Harburg, Heidekreis, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Stade, Uelzen und Verden, Helmstedt, Goslar, Peine und Wolfenbüttel
Handwerkskammer Hannover in Hannover
Kammerbezirk: Region Hannover sowie die Landkreise Diepholz, Hameln-Pyrmont, Nienburg/Weser und Schaumburg
Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen in Hildesheim
Kammerbezirk: Landkreise Hildesheim, Göttingen, Northeim, Osterode am Harz und Holzminden
Handwerkskammer Oldenburg in Oldenburg
Kammerbezirk: Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven sowie die Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Friesland, Oldenburg, Vechta und Wesermarsch
Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim in Osnabrück
Kammerbezirk: Osnabrück sowie die Landkreise Emsland, Grafschaft Bentheim und Osnabrück
Handwerkskammer für Ostfriesland in Aurich
Kammerbezirk: Emden sowie die Landkreise Aurich, Leer und WittmundNordrhein-Westfalen[Bearbeiten]Handwerkskammer Aachen in Aachen
Kammerbezirk: Städteregion Aachen sowie die Landkreise Düren, Euskirchen und Heinsberg
Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld in Bielefeld
Kammerbezirk: Bielefeld sowie Landkreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn
Handwerkskammer Dortmund in Dortmund
Kammerbezirk: Bochum, Dortmund, Hagen, Hamm und Herne sowie Ennepe-Ruhr-Kreis, Kreis Soest und Kreis Unna
Handwerkskammer Düsseldorf in Düsseldorf
Kammerbezirk: Düsseldorf, Duisburg, Essen, Krefeld, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie die Kreise Kleve, Mettmann, Rhein-Kreis Neuss, Viersen und Wesel
Handwerkskammer zu Köln in Köln
Kammerbezirk: Bonn, Köln und Leverkusen sowie Rhein-Sieg-Kreis, Oberbergischer Kreis, Rhein-Erft-Kreis und Rheinisch-Bergischer Kreis
Handwerkskammer Münster in Münster
Kammerbezirk: Regierungsbezirk Münster
Handwerkskammer Südwestfalen in Arnsberg
Kammerbezirk: Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis, Kreis Olpe, Kreis Siegen-WittgensteinRheinland-Pfalz[Bearbeiten]Handwerkskammer der Pfalz in Kaiserslautern
Kammerbezirk: Frankenthal (Pfalz), Kaiserslautern, Landau in der Pfalz, Ludwigshafen am Rhein, Neustadt an der Weinstraße, Zweibrücken sowie die Landkreise Donnersbergkreis, Germersheim, Kaiserslautern, Kusel, Rhein-Pfalz-Kreis, Südliche Weinstraße und Südwestpfalz
Handwerkskammer Koblenz in Koblenz
Kammerbezirk: Koblenz sowie die Landkreise Ahrweiler, Altenkirchen, Bad Kreuznach, Birkenfeld, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Hunsrück-Kreis, Rhein-Lahn-Kreis und Westerwaldkreis
Handwerkskammer Rheinhessen in Mainz
Kammerbezirk: Mainz und Worms sowie Landkreis Alzey-Worms und Landkreis Mainz-Bingen
Handwerkskammer Trier in Trier
Kammerbezirk: Trier sowie die Landkreise Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Vulkaneifel und Trier-SaarburgSaarland[Bearbeiten]Handwerkskammer des Saarlandes in SaarbrückenSachsen[Bearbeiten]Handwerkskammer Chemnitz in Chemnitz
Kammerbezirk: Ehemaliger Direktionsbezirk Chemnitz
Handwerkskammer Dresden in Dresden
Kammerbezirk: Ehemaliger Direktionsbezirk Dresden
Handwerkskammer zu Leipzig in Leipzig
Kammerbezirk: Ehemaliger Direktionsbezirk LeipzigSachsen-Anhalt[Bearbeiten]Handwerkskammer Halle (Saale) in Halle (Saale)
Kammerbezirk: Ehemalige Regierungsbezirke Dessau und Halle (Saale)
Handwerkskammer Magdeburg in Magdeburg
Kammerbezirk: Ehemaliger Regierungsbezirk MagdeburgSchleswig-Holstein[Bearbeiten]Handwerkskammer Flensburg in Flensburg
Kammerbezirk: Flensburg sowie die Kreise Dithmarschen, Nordfriesland, Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg
Handwerkskammer Lübeck in Lübeck
Kammerbezirk: Kiel, Lübeck und Neumünster sowie die Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Pinneberg, Plön, Segeberg, Steinburg und StormarnThüringen[Bearbeiten]Handwerkskammer Erfurt in Erfurt
Kammerbezirk: Erfurt und Weimar sowie die Landkreise Eichsfeld, Gotha, Ilm-Kreis, Kyffhäuserkreis, Nordhausen, Sömmerda, Unstrut-Hainich-Kreis und Weimarer Land
Handwerkskammer für Ostthüringen in Gera
Kammerbezirk: Gera und Jena sowie die Landkreise Altenburger Land, Greiz, Saale-Holzland-Kreis, Saale-Orla-Kreis und Saalfeld-Rudolstadt
Handwerkskammer Südthüringen in Suhl
Kammerbezirk: Suhl sowie die Landkreise Hildburghausen, Schmalkalden-Meiningen, Sonneberg und WartburgkreisSiehe auch[Bearbeiten]Industrie- und Handelskammer
Ingenieurkammer
Handwerksordnung
Innung
Zentralverband des Deutschen HandwerksWeblinks[Bearbeiten]
&#160;Commons: Handwerkskammern&#160;– Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma
&#160;Wikisource: Handwerkergesetz (1897)&#160;– Quellen und VolltexteKarte (interaktiv) des HWK-Dachverbands mit allen Handwerkskammern in DeutschlandEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ http://www.hwk-duesseldorf.de/service/sachverstaendige.html (Memento vom 18. August 2011 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehltNormdaten&#160;(Sachbegriff): GND: 4159069-7 (AKS)
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Politische Ebenen sind in den meisten Staaten horizontale Gliederungen, zwischen denen die politischen Kompetenzen aufgeteilt sind.Inhaltsverzeichnis
1 Ebenen1.1 Obere Ebene
1.2 Mittlere Ebene
1.3 Untere Ebene
1.4 höhere Ebenen
2 Siehe auchEbenen[Bearbeiten]
Die Art und Weise der Kompetenzaufteilung ist zwischen Zentralstaaten und föderalen Bundesstaaten unterschiedlich ausgestaltet. Im Allgemeinen werden drei Ebenen unterschieden.
Obere Ebene[Bearbeiten]
Beispielsweise die Bundesebene, oft auch schlicht nur Bund genannt. In weniger föderalen Staaten ist sie die eigentliche Regierungsebene.
Mittlere Ebene[Bearbeiten]
Die Regionalebene, die beispielsweise in Deutschland und Österreich durch die Länder repräsentiert wird: Land in der Bundesrepublik Deutschland, Bundesland in der Republik Österreich. In der Schweiz sind es die Kantone, in Frankreich insbesondere die Départements und in den USA die Bundesstaaten. Dementsprechend wird sie häufig auch Landes- oder Länderebene, oder spezieller Kantonsebene genannt. In Deutschland findet sich jedoch als Untergliederung und Bestandteil einiger Flächenstaaten die so genannte Bezirksebene.
Untere Ebene[Bearbeiten]
Die Kommunalebene, sie umfasst allgemein die Gemeinden sowie die übergeordneten Strukturen unterhalb der Landesebene, beispielsweise gehören in Deutschland die Landkreise dazu oder in Bayern die zwar mit den Regierungsbezirken flächengleichen, aber von ihnen zu unterscheidenden Bezirke. Umgangssprachlich wird bei den Landkreisen von einer besonderen Kreisebene gesprochen. Auch in anderen Staaten finden sich neben den unteren Kommunen noch zusammenfassende Schichten in dieser unteren Ebene.
höhere Ebenen[Bearbeiten]
In neuerer Zeit gewinnt eine vierte, noch höher stehende Staatenbund- oder Konföderationsebene an Bedeutung. In Europa gehören hierzu insbesondere die Europäische Union (EU) und der Europarat, ferner aber auch die Europäische Freihandelszone (EFTA). Besonders in Bezug auf die EU spricht man deshalb auch von einer Europaebene. International ist der Begriff Local administrative unit – eingedeutscht LAU-Ebene (lokale administrative Einheit) – verbreitet, der die nationalen Sitten der politischen Ebenen vergleichbar macht.
Siehe auch[Bearbeiten]Politisches System
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Amtlich anerkannter Sachverständiger oder Prüfer (für den Kraftfahrzeugverkehr) (aaSoP) bezeichnet Personen, die für das Kraftfahrzeugwesen mit der Prüfung und Überwachung betraut sind.
In der Hauptsache sind sie mit der Durchführung von Haupt- und Abgasuntersuchungen sowie mit Änderungsabnahmen und Fahrerlaubnisprüfungen (Fahrerlaubnisprüfer) befasst.
Arbeitgeber sind die Technischen Prüfstellen.
Die Tätigkeit der aaSoP regelt das Kraftfahrsachverständigengesetz (KfSachVG), die der Prüfingenieure (tätig für amtlich anerkannte Überwachungsorganisationen) ist dagegen in der Anlage VIIIb der StVZO genannt. Beide Berufsgruppen haben einen gewissen gemeinsamen Tätigkeitsschwerpunkt, die Kompetenzen der aaP, aaSmT und aaS (siehe unten) weichen jedoch deutlich ab.
Man unterteilt die aaSoP in amtlich anerkannte Prüfer mit Teilbefugnis (aaPmT), amtlich anerkannte Prüfer (aaP), amtlich anerkannte Sachverständige mit Teilbefugnis (aaSmT) und amtlich anerkannte Sachverständige (aaS). Neben den Befugnissen unterscheiden sich die verschiedenen Tätigkeiten auch anhand der Voraussetzungen für ihre Ausübung.Inhaltsverzeichnis
1 Voraussetzungen für aaSoP allgemein1.1 Tätigkeitsspezifische Voraussetzungen
2 Befugnisse von Prüfern
3 Befugnisse von Sachverständigen
4 Tätigkeitsstätten
5 OrganisationVoraussetzungen für aaSoP allgemein[Bearbeiten]Mindestalter von 23 Jahren (§2 KfSachVG Stand:10. Juli 2011)
mindestens 18-monatige Tätigkeit als Meister (aaP/aaPmT) oder Ingenieur (aaS/aaSmT)
nachgewiesene Zuverlässigkeit (polizeiliches Führungszeugnis)
geistig und körperlich geeignet
Angehöriger einer Technischen Prüfstelle (TP) / beim Prüfingenieur: Angehöriger einer Überwachungsorganisation (ÜO)
mindestens 6-monatige Ausbildung
Inhaber aller Fahrerlaubnisklassen mit Ausnahme von D und DE, es sei denn, es sollen Fahrerlaubnisprüfungen in diesen Klassen durchgeführt werdenTätigkeitsspezifische Voraussetzungen[Bearbeiten]amtl. anerkannter Prüfer mit Teilbefugnis (aaPmT) später amtl. anerkannter Prüfer (aaP)&#160;: Meisterbrief im Bereich Kfz-Mechanik, Kfz-Elektrik bzw. -Mechatronik
Prüfingenieur (PI) und amtl. anerkannter Sachverständiger mit Teilbefugnis (aaSmT): Dipl.-Ing. (FH)/(BA) Maschinenbau, Fahrzeugbau oder Elektrotechnik (bzw. deren verwandte Fachgebiete) oder Abschluss an einer Ingenieurschule
amtl. anerkannter Sachverständiger (aaS): Dipl.-Ing. (TU/TH/Uni) Maschinenbau, Fahrzeugbau oder Elektrotechnik (bzw. deren verwandte Fachgebiete)Befugnisse von Prüfern[Bearbeiten]
aaPmT:Hauptuntersuchungen nach §&#160;29 StVZO
Sicherheitsprüfungen nach § 29 StVZO
Untersuchungen an Fahrzeugen zur gewerblichen Personenbeförderung nach BOKraft
Untersuchungen an Gefahrguttransportern nach Gefahrgutverordnung Straße
Außerordentliche Prüfungen nach § 17 StVZO und § 5 FZVaaP: gleiche Befugnisse wie aaPmT, jedoch zusätzlichÄnderungsabnahmen nach §&#160;19&#160;(3) StVZO
Gutachten zur Erlangung des Oldtimerstatus nach §&#160;23 StVZO (Oldtimergutachten für H-Kennzeichen)
Fahrerlaubnisprüfungen nach FeVBefugnisse von Sachverständigen[Bearbeiten]
aaSmT: gleiche Befugnisse wie aaP, jedoch zusätzlichGutachten zur Erteilung von Einzelbetriebserlaubnissen nach §&#160;21 StVZO für bereits im Verkehr befindliche Fahrzeuge
Begutachtung von Fahrzeugen nach §&#160;19&#160;(2) StVZO
Erstausstellung ADR-Zulassungsbescheinigung an Gefahrguttransportern nach Gefahrgutverordnung StraßeaaS: gleiche Befugnisse wie aaSmT, jedoch zusätzlichGutachten zur Erteilung von Allgemeinen Betriebserlaubnissen nach §&#160;20 StVZO für alle Kraftfahrzeuge
Gutachten zur Erteilung von Einzelbetriebserlaubnissen nach §&#160;21 StVZO für alle Kraftfahrzeuge
Gutachten zur Erteilung von Einzelbetriebserlaubnissen nach §13 EG-FGV für alle betreffenden Kraftfahrzeuge
Gutachten zur Erteilung von Allgemeinen Betriebserlaubnissen nach §&#160;22 StVZO für Fahrzeugteile
Gutachten zur Erteilung von Einzel- und Allgemeinen Bauartgenehmigungen nach §&#160;22a StVZO für Fahrzeugteile
FahrlehrerprüfungTätigkeitsstätten[Bearbeiten]
Die unter den allgemeinen Voraussetzungen genannten Technischen Prüfstellen (TP) werden ausschließlich von TÜV (alte Bundesländer) und DEKRA (neue Bundesländer) betrieben. Diese beiden Organisationen sind zusätzlich bundesweit wie auch GTÜ, KÜS u.&#160;a. als amtlich anerkannte Überwachungsorganisation (aaÜO) tätig (vgl. dazu Prüfingenieur). Außerdem sind Prüfer bei der Bundeswehr in der Instandsetzung tätig (Instandsetzungsfeldwebel) und prüfen Fahrzeuge der Bundeswehr (ausgenommen Bw-Fuhrpark-Fahrzeuge). Die Ausbildung ist wegen des militärspezifischen Teils länger.
Organisation[Bearbeiten]
Es gibt verschiedene Verbände, in denen KFZ-Sachverständige organisiert sind. Sie vertreten die Interessen ihrer Mitglieder und bieten Fortbildungsveranstaltungen, Serviceleistungen und Zertifizierungen an.Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen e.V. (BVSK)
Bundesverband Deutscher Sachverständiger und Fachgutachter (BDSF)
Bundesverband Freier Sachverständiger e.V. (BVFS)
Verband freier Kraftfahrzeug-Sachverständiger (VFK)
Verband der unabhängigen Kfz-Sachverständigen e.V. (VKS)<!–NewPP limit report
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Ein Experte (vom frz. expert, „sachkundig, erfahren“, zu lat. expertus „erfahren, kundig, erprobt“[1]), auch Fachmann/Fachfrau (Plural Fachleute), Fach- oder Sachkundiger oder Spezialist, ist eine Person, die über überdurchschnittlich umfangreiches Wissen auf einem Fachgebiet oder mehreren bestimmten Sacherschließungen oder über spezielle Fähigkeiten verfügt. Neben dem theoretischen Wissen kann eine kompetente Anwendung desselben, also praktisches Handlungswissen, für einen Experten kennzeichnend sein.Inhaltsverzeichnis
1 Rechtlicher Kontext: Fach- und Sachkundiger, Befähigte Person
2 Sozialer Kontext
3 Expertenwissen
4 Vom Laien zum Experten4.1 Intermediate Effect
5 Literatur
6 Weblinks
7 EinzelnachweiseRechtlicher Kontext: Fach- und Sachkundiger, Befähigte Person[Bearbeiten]
Die Bezeichnung Experte ist rechtlich nicht geschützt. Es gibt keine öffentliche Anerkennung eines Experten und daher auch keine Erlaubnisprüfungen, die zum Führen eines Titels Experte befähigen. Im Gegensatz zum öffentlich bestellten Sachverständigen kann eine objektive Qualität der so bezeichneten oder selbst ernannten Experten aus der Bezeichnung nicht abgeleitet werden. Als Experten werden beispielsweise häufig Forscher, Wissenschaftler oder Sachverständige bezeichnet.
Im rechtlichen Bereich werden die Begriffe Sach- bzw. Fachkundiger verwendet, im Patentrecht definiert der Durchschnittsfachmann (engl.: Person having ordinary skill in the art) die Schwelle zur erfinderischen Tätigkeit und die erforderliche Offenbarung zur Nacharbeitbarkeit.
Sozialer Kontext[Bearbeiten]
In der Politik werden häufig die Mitglieder der Fachausschüsse in der Tagespresse als Experten bezeichnet, ohne dass ihnen irgendeine zugehörige fachliche Ausbildung eigen wäre. Die Benennung von Experten ist Bestandteil der sozialen Mobilisierung in der Politik, insbesondere der Emanzipation des einzelnen Politikers gegenüber den Interessengruppen, die seiner Partei nahestehen, und gegenüber den politischen Gegnern, die gegensätzliche Positionen vertreten.
In öffentlichen Medien sind Bezeichnungen wie ARD-Dopingexperte[2] oder ZDF-Wetterexperte[3] ohne besondere Legitimation üblich.
Expertenwissen[Bearbeiten]
In der Kognitionswissenschaft und Psychologie bezeichnet Expertenwissen oder Expertise eine außergewöhnliche Problemlösefähigkeit oder Leistung (Performance) in einem bestimmten Bereich, die auf umfassende Erfahrung zurückgeht.
Schlüsseleigenschaften von Experten sind (nach Chi, Glaser und Farr 1988):Sie erkennen große Bedeutungszusammenhänge.
Sie arbeiten schneller und machen weniger Fehler.
Sie haben ein besseres Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis.
Sie achten mehr auf Strukturen als auf oberflächliche Eigenschaften.
Sie verwenden viel Zeit auf qualitative Analysen.
Sie können ihre eigenen Fähigkeiten und Leistungen richtig beurteilen.
All das gilt nur in ihrem jeweiligen Fachgebiet.Expertenwissen eignet sich die Person in der Regel durch eine Ausbildung oder ein Studium an, es kann jedoch auch durch Forschung oder autodidaktisch erworben werden. Eine Bescheinigung, dass eine Person über das Fachwissen verfügt, erfolgt in der Regel durch Übergabe einer Urkunde, das durch eine staatliche bzw. staatlich anerkannte oder allgemein anerkannte Prüfung bestätigt wird. Da das Fachwissen auch öffentlich in Büchern, Internet und sonstige Quellen zu bekommen ist, kann sich dies eine Person im Eigenstudium aneignen, wird aber nicht zugleich als Fachmann oder Fachfrau anerkannt (siehe auch Befähigungsnachweis).
Die Expertiseforschung untersucht die Art und den Erwerb problemrelevanten, bereichsspezifischen Wissens. Hierzu wird meistens das Problemlöseverhalten von Experten und Novizen verglichen. Novizen sind im Gegensatz zu Experten Personen, denen die entsprechende Übung im betreffenden Inhaltsbereich fehlt. Untersuchte Wissensgebiete sind unter anderem Computerprogrammierung, Physik, Musik, Sport und Medizin.
Großen Einfluss hat die Expertiseforschung auf die Entwicklung so genannter Expertensysteme in der Informatik (Künstliche Intelligenz).
Ein gesellschaftliches System, in dem Experten die Entscheidungsbefugnis haben, nennt man spaßhaft auch „Expertokratie“.
Vom Laien zum Experten[Bearbeiten]
Glaser (1996) unterscheidet drei Stadien auf dem Weg vom Laien zum Experten[4]Unterstützung von Außen (external support): Eltern, Lehrer, Trainer usw. stellen Lernumgebung, didaktische Methoden und Inhalte.
Übergangsphase (transitional stage): Äußere Hilfe wird immer seltener benötigt; die Kriterien für Expertentum werden entdeckt.
Selbstständig organisiertes Lernen (self-regulatory stage): Der angehende Experte ist auf keine äußere Hilfe mehr angewiesen.Ebenfalls drei Stufen unterscheiden Schumacher und Czerwinski (1992):[5]„Vortheoretische Stufe“: Beim ersten Kontakt mit einem neuen Stoffgebiet versucht man, anhand eigener oberflächlicher Arbeitsmethodik und der vordergründigen Eigenschaften des Themas im Gedächtnis Vergleichbares zu finden, um die neuen Informationen sinnvoll einordnen zu können.
„Empirische Stufe“: Bei der Auseinandersetzung mit dem neuen Stoff wird versucht, durch Analogiebildung, Induktion, Abstraktion usw. ein erstes Verständnis für (tiefere) strukturelle Eigenschaften und Kausalzusammenhänge zu gewinnen.
„Expertenstufe“: Abstraktionen über mehrere Fachgebiete hinweg werden erschlossen und erlauben dadurch den Lerntransfer des neuen Wissens.Intermediate Effect[Bearbeiten]
Lesgold (1984) fand bei einer Untersuchung an Röntgenärzten mit unterschiedlichem Ausbildungsstand einen „intermediate effect“: Anfänger beurteilten die Röntgenbilder häufiger korrekter als Ärzte mit etwas Erfahrung.[6] Fortgeschrittene haben mehr Detailwissen als Anfänger, dieses Wissen ist aber noch nicht ausreichend organisiert. Sie beginnen, die Regeln zu erkennen, aber nicht deren Ausnahmen. Eltern von Teenagern ist der intermediate effect ebenfalls wohlbekannt. Auch beim Spracherwerb von Kindern gibt es eine Phase der „Überregulierung“: zunächst ahmen sie nur nach und liegen damit häufig richtig, dann entdecken sie syntaktische Regeln und können diese nun falsch anwenden.
Literatur[Bearbeiten]M.T.H. Chi, R. Glaser &amp; M.J. Farr (Hrsg.): The nature of expertise. Lawrence Erlbaum Associates, Hillsdale, NJ 1988
K. Anders Ericsson, Neil Charness, Paul Feltovich &amp; Robert R. Hoffman (Eds.): Cambridge handbook on expertise and expert performance. Cambridge University Press, Cambridge, UK 2006. ISBN 0-521-60081-2
Harald A. Mieg: The social psychology of expertise. Lawrence Erlbaum Associates, Mahwah, NJ 2001. ISBN 0-8058-3750-7
Müsseler, J. &amp; Prinz, W. (2002). Allgemeine Psychologie. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag. ISBN 3-8274-1128-9
Anderson, J. R. (2001). Kognitive Psychologie. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag. ISBN 3-8274-1024-X
Grob, Heinz Lothar, Holling, Heinz, Bensberg, Frank: Personalisierung von EUS für Entscheidungsprozesse von Experten, Arbeitsbericht Computergestütztes Controlling, Münster 2008 (PDF (Memento vom 30. Mai 2009 im Internet Archive)).
Hagemann, N., Tietjens, M. &amp; Strauß, B. (Hrsg.). (2007). Psychologie der sportlichen Höchstleistung: Grundlagen und Anwendungen der Expertiseforschung im Sport. Göttingen: Hogrefe. ISBN 3-8017-2033-0Weblinks[Bearbeiten]
&#160;Wiktionary: Experte&#160;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
&#160;&#160;Wikiquote: Fachmann&#160;– Zitate
Einzelnachweise[Bearbeiten]↑ Artikel Experte in: Deutsches Fremdwörterbuch, 2. Auflage, Band 5 (Eau de Cologne – Futurismus). De Gruyter, Berlin und New York 2004, S. 503-506.
↑ Der Experte in einem Interview mit der die tageszeitung
↑ Video Tiersch: Frühling ist nicht in Sicht&#160;in der ZDFmediathek, abgerufen am 26.&#160;Januar 2014&#160;(offline)
↑ R. Glaser: Changing the agency for learning: Acquiring expert performance, in K. A. Ericsson (Ed.) The road to excellence. Mahwah, New Jersey 1996
↑ R. M. Schumacher &amp; M. P. Czerwinski: Mental models and the acquisition of expert knowledge, in R. R. Hoffman (Ed.) The psychology of expertise. Springer-Verlag New York 1992
↑ A. M. Lesgold et al. Expertise in a complex skill, in: M.T.H. Chi et al. (Eds.): The nature of expertise. Hillsdale, New Jersey 1988<!–NewPP limit report
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Dienstleistungsberufe nennt man solche Berufe, in denen Dienstleistungen für andere Menschen erbracht werden. Allen diesen Berufen ist gemeinsam, dass dort keine Waren produziert werden, sondern andere Menschen beraten, gepflegt, betreut, unterrichtet oder unterhalten werden, kurzum: Berufe, in denen der Mensch im Mittelpunkt steht.
Beispiele für Dienstleistungsberufe sind Altenpfleger, Medizinischer Fachangestellter, Assistent, Besuchsdienst, Callcenteragent, Diakonisse, Diätassistent, Erzieher, Fachinformatiker, Fahrdienst für Behinderte, Friseur, Heilerziehungspfleger, Kaufleute, Koch, Krankengymnast, Krankenschwester, Kundenberater, Laborant, Lehrer, Masseur und medizinischer Bademeister, Pfarrer, Prostituierte, Seelsorger, Sozialarbeiter und Verkäufer.
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Architekturkritik ist ein Teilaspekt der Kunstkritik und beschäftigt sich mit der Beurteilung von Architektur. Besonders die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Architektur ist ein Wesensmerkmal der Architekturkritik.Inhaltsverzeichnis
1 Inhalte
2 Kriterien
3 Geschichte
4 Bekannte Architekturkritiker
5 Auszeichnungen
6 Siehe auch
7 Literatur
8 EinzelnachweiseInhalte[Bearbeiten]
Ein Ziel der Architekturkritik ist, die Ursachen der Fehlleistungen von Architektur aufzuzeigen.[1]
Architekturkritik ist eine Methode der Auseinandersetzung. Unter dem Aspekt von "Unterscheiden und Infragestellen" wird die gebaute Umwelt beurteilt.
Philosophisch gesehen erfolgt die Kritik&#160;:
1. subjektiv, nach persönlichem Geschmack und Empfinden und wird
2. objektiv begründet durch Anwendung gesicherter, messbarer Prinzipien um den Wert (oder Unwert) einer Bauform zu erkennen.
Ziel ist es also, aufgrund dieser beiden Möglichkeiten eine argumentative Position zu finden. Die zeitgenössische Architekturkritik ist meist dogmatisch und belehrend, da der Kritiker durch seine Stellungnahme immer Partei ergreift -bedingt durch seine ästhetischen Auffassungen aus der Kulturepoche der er entstammt. Der Architekturkritiker exponiert sich, indem er zwischen Bauwerk und Betrachter steht und glaubt es -stets von seinem Standpunkt getragen- ," es besser zu wissen" als andere. Die Kritik ist auch Kritik an der Person des Architekten (in seiner Rolle als "Baukünstler"), wenn er mit seinem Werk schockiert und provoziert oder ermüdet und langweilt.
Kriterien[Bearbeiten]
Die Kriterien der Architekturkritik werden von der Architekturtheorie formuliert. Nach Vitruv sind die drei Hauptanforderungen an die Architektur: Firmitas (Festigkeit), Utilitas (Nützlichkeit) und Venustas (Schönheit). Dabei muss allen drei Kategorien gleichermaßen und gleichwertig Rechnung getragen werden.[2]Siehe auch: Abschnitt Wichtige Themen des Lemmas ArchitekturGeschichte[Bearbeiten]
Historische Repräsentationsarchitektur, wie zum Beispiel der Parthenon oder gotische Kathedralen, wurde von Baumeistern und anonymen Handwerkern geschaffen.
Mit dem Humanismus taucht eine neue Konzeption der Architektur als "Freie Kunst" auf und bildet einen neuen Typus: Der Architekt als Künstler, der mit seinem Bauentwurf ästhetischer Mittler für die Wünsche seiner Bauherrschaft wird. Geschichtlich gesehen vertraten Architekt und Bauherr dieselben Wertvorstellungen und damit die Grundlagen der gesamten Repräsentations-Architektur. Wer durch Geburt und (oder) Vermögen privilegiert war, vergrößerte sein Ansehen durch das des Architekten. Umgekehrt bedeutete es – da die Anerkennung eines Kunstwerkes allein von den Herrschenden abhing – für den Architekten gesellschaftlichen Aufstieg, Erfolg und weitere Aufträge. Dieser Kontext bildete die Basis für das Mäzenatentum. Kritik war hier völlig überflüssig, denn man war entweder "i n" oder "o u t".
Im 19. Jahrhundert wandelte sich die Architektur durch den technischen Fortschritt und die Ingenieurwissenschaften: die Spaltung von Entwurf und Bautechnik. Die meisten Architekten schufen weiter Szenarien für den großbürgerlichen Zeitgeschmack, unfähig zur Synthese, setzten sie alles daran, die neuen Eisenkonstruktionen hinter monumentalen Fassaden zu verbergen und reduzierten sich so auf die angreifbare Funktion eines "Stylisten". Die Theorie des "Schönen" wurde auf ein System von Regeln reduziert und wer dem nicht entsprach, war kritisierbar.
Bekannte Architekturkritiker[Bearbeiten]
Siehe auch: Comité Internacional de Críticos de ArquitecturaDieter Bartetzko, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Wolfgang Bachmann, Baumeister (Zeitschrift)
Ulrich Conrads, Bauwelt (Zeitschrift)
Ingeborg Flagge, der architekt
Gerhard Matzig, Süddeutsche Zeitung
Roman Hollenstein, Neue Zürcher Zeitung
Hanno Rauterberg, Die ZeitAuszeichnungen[Bearbeiten]BDA-Preis für ArchitekturkritikSiehe auch[Bearbeiten]
&#160;Portal: Architektur und Bauwesen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Architektur und BauwesenArchitekturtheorie, Architekturgeschichte
Liste von Architekturzeitschriften
Themenheft der Internet-Architekturzeitschrift Wolkenkuckucksheim: Eine Kritik der Architekturkritik (auch als Buch im Waxmann Verlag erschienen: ISBN 3830913044)
Themenheft der Architekturzeitschrift Archithese zum Thema ArchitekturkritikLiteratur[Bearbeiten]Adolf Behne: Architekturkritik in der Zeit und über die Zeit hinaus: Texte 1913–1946. (Herausgegeben von Haila Ochs.) Birkhäuser, Basel, Boston, Berlin 1994.
Ulrich Conrads: Umwelt Stadt. Argumente und Lehrbeispiele für eine humane Architektur. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1974, ISBN 3-499-16885-5
Ulrich Conrads, Eduard Führ, Christian Gänshirt (Hrsg.): Zur Sprache bringen. Kritik der Architekturkritik. Münster: Waxmann, 2003 (ISBN 3-8309-1304-4)
Ingeborg Flagge (Hg.): Streiten für die menschliche Stadt. Texte zur Architekturkritik. Hamburg: Junius, 1997, ISBN 3-88506-276-3
Georg Franck, Dorothea Franck: Architektonische Qualität. Hanser-Verlag, München 2008
Klaus Jan Philipp: Vom Dilettantismus zur Zensur. Zur Geschichte der Architekturkritik. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt, 1996, ISBN 3-421-03121-5
Fred F. Stuber: Zur Problematik der Architekturkritik. Theoretische Diplomarbeit. Erster Teil.;Versuch einer umfassenden Publikation eines Bauwerkes. Theoretische Diplomarbeit. Zweiter Teil. Hochschule für Gestaltung, Ulm 1967.
Jürgen Tietz: Was ist gute Architektur? 21 Antworten. Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt, 2006, ISBN 3421034664.Einzelnachweise[Bearbeiten]↑ Günther Binding: Bilderwörterbuch der Architektur. Kröner, 1999, ISBN 3-5201-9403-1.
↑ Vitruv: Zehn Bücher über Architektur. Übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Dr. Curt Fensterbusch. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1964, ISBN 3-534-01121-X, S. 45.<!–NewPP limit report
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