Architektur wird in folgenden Zusammenhängen gebraucht:Architektur: „Baukunst“ im Allgemeinen – planvolles Entwerfen und Gestalten von „Bauwerken“, deren Struktur und Gestalt, siehe dort auch zur Etymologie des Begriffes
Architektur (Informatik): Aufbau, Funktion und Management von Systemen der Informationstechnologie (in verschiedenen Zusammenhängen)dazu vermutlich (3. März 2012) redundanter (sich überschneidender) Artikel: Informationsarchitektur: Konzeption und Definition der Struktur von Informationssystemen
Unternehmensarchitektur: Management/Darstellung der Zusammenhänge zwischen der geschäftlichen Tätigkeit eines Unternehmens und seiner InformationstechnologieSiehe auch:
 Wiktionary: Architektur – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, ÜbersetzungenDiese Seite ist eine Begriffsklärung zur Unterscheidung mehrerer mit demselben Wort bezeichneter Begriffe.
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Dieser Artikel befasst sich mit dem Studium der Architektur, also mit dem wissenschaftlich ausgerichteten Erlernen und Erforschen des planvollen Entwerfens und Gestaltens von Bauwerken.Inhaltsverzeichnis
1 Inhalte
2 Form der Lehre
3 Deutschland3.1 Zugangsvoraussetzungen
3.2 Studiendauer
3.3 Studienrichtungen
3.4 Abschluss
3.5 Lehre
4 Liechtenstein
5 Österreich
6 Schweiz
7 Weblinks
8 EinzelnachweiseInhalte[Bearbeiten]
Die Inhalte des Architekturstudiums ändern sich wie die Aufgaben des Architekten ständig. Das abwechslungsreiche und weit gestreute Studium ist je nach Hochschule unterschiedlich; von der Ausbildung zum Generalisten bis zur Konzentration auf einzelne Bereiche. Die Studienfächer sind oder können sein: Entwerfen, Darstellungstechnik, Gebäudekunde, Geschichte der Architektur bzw. Bau- und Kunstgeschichte, Architekturinformatik, Architekturtheorie, Baukonstruktion, Baumanagement, Bauchemie oder Baustoffkunde, Bauphysik, Haustechnik, Tragwerkslehre oder Baustatik im Bereich Betonbau, Holzbau, Stahlbau, (ggfls. Grundbau) sowie Städtebau und Bauleitplanung, Baurecht (bzw. Bau- und Planungsrecht), Freiraum- und Landschaftsplanung ggfls. auch Innenraumplanung.
Je nach Fachbereich und individuellen Interessen gibt es verschiedene Vertiefungsrichtungen. Das Architekturstudium vermittelt den Studenten grundlegende Kenntnisse und das nötige Wissen, um später als Architekt arbeiten zu können. Wichtig neben der reinen Wissensvermittlung ist jedoch auch das Training der individuellen Fähigkeiten, Strategien und Arbeitstechniken.
Nach seiner Ausbildung ist der Absolvent in Deutschland noch nicht Architekt im Sinne des Architektenrechts. Erst eine mehrjährige praktische Tätigkeit berechtigt ihn zur Eintragung in die Architektenlisten der Architektenkammern in den Ländern. Grundvoraussetzung zur Aufnahme in eine Kammer ist in den meisten Ländern der Abschluss eines mindestens achtsemestrigen Architekturstudiums, sowie zwei Jahre Berufserfahrung. Bei der optionalen Vertiefung Städtebau trägt man auch als Mitglied einer Architektenkammer nicht die Berufsbezeichnung "ArchitektIn", sondern "StadtplanerIn".
Form der Lehre[Bearbeiten]
Die Form der Lehre ist von Fach zu Fach und von Professor zu Professor sehr unterschiedlich. In den Fächern, in denen es um Wissensvermittlung geht, findet die Lehre vornehmlich in Vorlesungen und Übungsseminaren statt. In den Fächern zur Steigerung der kreativen und individuellen Fähigkeiten der Studenten und der Entwicklung einer eigenen Haltung zum Entwerfen und zur Baukonstruktion werden im Rahmen individueller Aufgabenstellungen und Projekte mit viel Eigeninitiative Kenntnisse von den Studenten selbst erarbeitet. Dies hat zur Folge, dass viele Modulprüfungen innerhalb des Studiums nicht in form von Klausuren, sondern in form von Abgabeleistungen (vor allem Entwürfe und Werkpläne) absolviert werden.
Dabei sind die Grundleistungen bei einer Entwurfsaufgabe, die bis zur Abgabe des Entwurfs gefordert werden, meist Grundrisse, Schnitte und Ansichten, sowie ein Entwurfsmodell. Oftmals ist die Präsentation und Erläuterung des Entwurfs im Plenum dabei Teil der Aufgabenstellung.
Es gibt Lehrende, die den Studenten in Form einer „Meisterklasse“ ihr Architekturkonzept, ihre Techniken „beibringen“. Die Studenten profitieren dabei unmittelbar von der Erfahrung des Lehrenden. Viele Professoren aus dem Bereich Entwurf bringen als Architekten ihre Erfahrungen ein oder leiten oft noch neben der Lehre ein Architekturbüro.
Deutschland[Bearbeiten]
Die Ausbildung zum Beruf des Architekten kann an insgesamt 64 Hochschulen erfolgen. Von einer Gesamtstudentenschaft von ca. 2.5 Millionen, fast 31.000 eingeschriebene haben im Jahr 2011 eine Architekturfachrichtung studiert. [1]
Zugangsvoraussetzungen[Bearbeiten]
Die Zugangsvoraussetzungen (Abitur, Fachhochschulreife, Praktikum, Berufsausbildung im Baubereich) sind unterschiedlich. Da sie sich öfter ändern ist es sinnvoll, sie direkt von der jeweiligen Hochschule zu erfragen. Einige Hochschulen führen ein eigenes Auswahlverfahren zur Studieneignung durch, in dem die künstlerische Eignung der Studienbewerber geprüft wird (Vorlage von Zeichnungen, Gespräche etc.). In Deutschland wird an 21 Hochschulen nur der Abiturnachweis gefordert, an 11 Hochschulen wird eine Eignungsprüfung verlangt und an 32 Hochschulen ist ein Praktikum erforderlich.[1][2]
Studiendauer[Bearbeiten]
Die Studiendauer ist je nach Hochschule und angestrebten Abschluss unterschiedlich. Ein Studium mit dem Abschluss Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing) dauert normalerweise als Regelstudienzeit an einer Universität zehn Semester und an einer Fachhochschule acht Semester. Ein konsekutives Bachelor-Master-Studium dauert 10 Semester einschließlich der Masterthesis, wobei an den meisten Hochschulen der Bachelor mit sechs und der Master mit vier Semestern ausgelegt ist. Bei einigen Hochschulen ist ein Praxissemester in den Studienablauf integriert. Die durchschnittliche Studiendauer liegt – vor allem an den Universitäten – jedoch oft über der theoretischen Regelstudienzeit.
Studienrichtungen[Bearbeiten]
Grundsätzlich sind in Deutschland drei verschiedene Studienrichtungen zu unterscheiden, auf die man sich bereits durch die Wahl der Hochschule festlegt: Architektur (Hochbau), Innenarchitektur und Landschaftsarchitektur. Beim „klassischen“ Architekturstudium (Hochbau) gibt es dann meist verschiedene Vertiefungsrichtungen, die man nach dem Grundstudium wählt, z. B. Städtebau, Baudenkmalpflege, Baumanagement, Landbau.
Abschluss[Bearbeiten]
Im Jahr 2010 haben ca. 6.000 Studentinnen und Studenten die Abschlussprüfung erfolgreich abgelegt.[1] Je nach Hochschule ist der Abschluss verschieden. Bisher war es vor allem der Diplom-Ingenieur / die Diplom-Ingenieurin Architektur (Dipl.-Ing.). Die Berufsbezeichnung „Architekt“ ist in Deutschland geschützt und darf nur von Mitgliedern der Architektenkammern getragen werden. Nur mit dieser Berufsbezeichnung ist man in Deutschland uneingeschränkt bauvorlageberechtigt (große Bauvorlageberechtigung).
Im Zuge des Bologna-Prozesses werden die Diplomstudiengänge auslaufen und auf gestufte Studiengänge umgestellt. Daher ist es bereits an zahlreichen Hochschulen nur noch möglich, einen Abschluss als Bachelor und Master zu erwerben. Dabei werden in der Regel die Abschlüsse Bachelor of Arts (B.A.), Bachelor of Science (B.Sc.) oder Bachelor of Engineering (B.Eng.) sowie Master of Arts (M.A.), Master of Science (M.Sc.) oder Master of Engineering (M.Eng.) vergeben. Ein Absolvent eines Architekturstudiums kann beispielsweise die Bezeichnung "B.Sc. of Architecture" tragen.
Der Bachelor-Abschluss wird jedoch teilweise von den deutschen Architektenkammern als nicht berufsqualifizierend angesehen, weshalb man trotz erfolgreichen Abschlusses nicht die Berufsbezeichnung „Architekt“ führen darf. Vorteile dieses Abschlusses sollen in dem modularen Studienaufbau und der höheren internationalen Vergleichbarkeit liegen.
Lehre[Bearbeiten]
Im Studiengang Architektur sind 1.004 Professoren und Professorinnen tätig, davon sind 16,8&#160;% Frauen (169 stand Wintersemester 2012/2013). [1][2][3][4]
Liechtenstein[Bearbeiten]
Die Architektenausbildung an der Universität Liechtenstein im Fürstentum Liechtenstein erfolgt nach dem international etablierten Bachelor-, Master- und Doktoratssystem. Lehrende und Studierende aus über 20 Nationen sind vertreten. Das Masterstudium mit den Vertiefungsrichtungen „Sustainable Design“, „Design Theory“ und „Urbanscape“ erfolgt ausschließlich auf Englisch. Weiterhin werden u.a. Weiterbildungskurse für Architekten angeboten, für Baumanagement, Bauökonomie, Energie und Ökologie, Immobilienbewertung und Schadenfreies Planen.
Österreich[Bearbeiten]
Universitäten mit Architekturausbildung:Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz: Architektur und Urbanistik, Holzbaulehrgang (Master)
Technische Universität Graz: Architektur
Universität Innsbruck: Architektur
Technische Universität Wien: Architektur und Raumplanung
Universität für angewandte Kunst Wien: Architektur
Akademie der bildenden Künste Wien: ArchitekturHochschulen mit Architekturausbildung:Fachhochschule Joanneum in Graz: Architektur und Projektmanagement (Master), Bauplanung und Bauwirtschaft (Bachelor)
Fachhochschule Kärnten: Architektur(Bachelor), Architektur – Objektentwicklung (Master)
FH Campus Wien: Green Building (Bachelor) – Green Building (Master, ab 2016/2017)Schweiz[Bearbeiten]
Universitäten und Hochschulen mit Architekturausbildung::Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETHZ); Aufsicht und Ausbildungsregelung durch den Bund
Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne, EPFL); Aufsicht wie in Zürich
Universität der italienischen Schweiz (Università della Svizzera italiana, USI) – kantonale Uni, interkantonale Koordination
Kantonale Fachhochschulen (FH) unterstehen der Aufsicht und Ausbildungsregelung durch den Bund, zumeist Bachelor- und MasterausbildungHochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) in Basel im Verbund der Fachhochschule Nordwestschweiz bietet die Fachrichtung Innenarchitektur und Szenografie an.
Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau in Burgdorf und Biel
Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur in Chur
Hochschule Luzern – Technik &amp; Architektur
Hochschule für Technik der Fachhochschule Nordwestschweiz im Verbund der Fachhochschule Nordwestschweiz, Standorte in Brugg, Windisch in Aargau und Muttenz
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur im Verbund der Zürcher Fachhochschule
Hochschule für Technik Zürich (HSZ-T) im Verbund der Zürcher FachhochschuleSiehe auch Schweizer Universitäten und Fachhochschulen
Weblinks[Bearbeiten]
Allgemein:CHE-Hochschulranking auf Zeit-Online
Hochschulranking, auf DetailXDeutschland:www.archinoah.de – archinoah.de, ein Internetportal und Forum für Architektur
www.tektorum.de – tektorum.de – Forum für Studenten der Architektur, Innenarchitektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung und des Bauingenieurswesens.
www.architektur-studieren.info Informationen für Studieninteressierte, Erstsemester im Architekturstudium und ArchitekturstudentenWebseiten der Universitäten/ Hochschulen:www.ufg.ac.at – Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung LinzEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ a b c d Ulrike Eichhorn:&#160;Architektinnen. Ihr Beruf. Ihr Leben.&#160;Edition Eichhorn, Berlin 2013.&#160;ISBN 978-3-8442-6702-0
↑ a b Faculty of Architecture and Landscape Sciences – http://www.uni-hannover.de/en/fakultaeten/fk-arlan/
↑ HafenCity Universität Hamburg – https://www.hcu-hamburg.de/en/bachelor/architecture/professoren/
↑ Technische Universität Hamburg-Harburg – http://www.tuhh.de/tuhh/studium/studienangebot/masterstudiengaenge/bauingenieurwesen.html<!–NewPP limit report
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