Willkommen bei WikipediaWikipedia ist ein Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten, zu dem du mit deinem Wissen beitragen kannst. Seit Mai 2001 sind 1.887.086 Artikel in deutscher Sprache entstanden. Geographie     Geschichte     Gesellschaft     Kunst und Kultur     Religion     Sport     Technik   Wissenschaft
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Die AK Bibliothek Wien für Sozialwissenschaften ist eine österreichische Bibliothek. Es handelt sich um eine öffentlich zugängliche und kostenlos benutzbare wissenschaftliche Bibliothek, sie befindet sich im Erdgeschoss des Hauptgebäudes der Kammer für Arbeiter und Angestellte (AK) in Wien. Die AK Bibliothek Wien ist Österreichs bedeutendste Spezialbibliothek im Bereich der Sozialwissenschaften. Sie ist die zentrale Bibliothek der österreichischen Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung, neben ihr gibt es in Österreich sechs weitere Bibliotheken der AK-Länderkammern. Der knapp 500.000 Bände und 900 Zeitschriften umfassende Bestand konzentriert sich auf die Gebiete Politik, Zeitgeschichte, Sozialpolitik, Arbeitsmarktpolitik, Umweltpolitik, Recht, Wirtschaftswissenschaft, Bildung, Arbeiterbewegung, Frauenforschung und Frauenbewegungen, Psychologie, Sexualität, Soziologie und Philosophie. Österreichweite Verwendung bis in die 1990er fand die in den frühen 1980ern an der AK Bibliothek Wien entwickelte Bibliothekssoftware BIBOS.  – Zum Artikel …
Archiv · Weitere exzellente und lesenswerte Artikel ·  RSS-FeedWas geschah am 20. Dezember?
1015 – Der Tod von Bischof Eido I. führt mit der Erwähnung in Thietmar von Merseburgs Chronik zum ersten urkundlichen Auf­scheinen der Stadt Leipzig.
1815 – Der Sinologe James Legge, der unter anderem Werke wie die Fünf Klassiker des Konfuzianismus ins Englische über­trug, wird geboren.
1910 – Aus Experimenten in seinem Labor schließt Ernest Rutherford, dass sich Atome entgegen dem thomson­schen Atom­modell aus einem Atomkern und der Atomhülle zusammen­setzen (ruther­fordsches Atom­modell).
1955 – Cardiff wird zur Hauptstadt von Wales.
1990 – Nach der deutschen Wiedervereinigung und der Wahl am 2. Dezem­ber tritt der Bundes­tag als erstes frei gewähltes gesamt­deutsches Parlament seit 1932 zusammen.Weitere Ereignisse ·  RSS-FeedIn den NachrichtenHandball-WM der Frauen • Mutter Teresa • Parlamentswahl in SpanienMit der Zeche Auguste Victoria (Bild) wurde die vorletzte Zeche im Ruhrgebiet geschlossen.
Vertreter der beiden rivalisierenden Regierungen haben in der marokkanischen Stadt Skhirat ein Friedensabkommen zur Beendigung des Bürgerkriegs in Libyen unterzeichnet.
Dem saudi-arabischen Blogger Raif Badawi ist in Abwesenheit der Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments verliehen worden.Weitere aktuelle Ereignisse · WikinewsKürzlich Verstorbene
Kurt Masur (88), deutscher Dirigent († 19. Dezember)
Léon Mébiame (81), gabunischer Politiker († 18. Dezember)
Hayaishi Osamu (95), japanischer Biochemiker († 17. Dezember)
Hans-Jürgen Hinrichs (82), deutscher Handballspieler († 16. Dezember)
Ernst Lewinger (84), deutscher Grafiker und Maler († 11. Dezember)Weitere kürzlich VerstorbeneSchon gewusst?Der einst erfolgreiche Hollywoodstar Maurice Costello musste zuletzt als Statist arbeiten.
Der Ehemann von Niloufar Ardalan verhinderte deren Einsatz bei einem Spiel der iranischen Futsalnationalmannschaft.
Édith Piafs Interpretation machte aus einer von Mon légionnaire verlassenen eine begehrende Frau.
Dank Tele-Ski war Wintersport auch im heimischen Wohnzimmer möglich.Weitere neue Artikel · Frühere Schon-gewusst-ArtikelSchwesterprojekte Meta-Wiki – Koordination     Commons – Medien     Wiktionary – Wörterbuch     Wikibooks – Lehrbücher     Wikiquote – Zitate     Wikiversity – Lernplattform     Wikisource – Quellen     Wikinews – Nachrichten    Wikidata – Wissensdatenbank     Wikivoyage – Reiseführer
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Das Verfassungsprozessrecht der Bundesrepublik Deutschland umfasst als Rechtsgebiet alle gesetzlichen Bestimmungen, die den formalen Ablauf von Gerichtsverfahren bei den Verfassungsgerichten regeln.Inhaltsverzeichnis
1 Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht
2 Verfahren vor den Landesverfassungsgerichten
3 Literatur
4 WeblinksVerfahren vor dem Bundesverfassungsgericht[Bearbeiten]
Die Verfahrensarten vor dem Bundesverfassungsgericht sind im Grundgesetz (GG) und dem Bundesverfassungsgerichtsgesetz (BVerfGG) geregelt. Das häufigste Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht ist die Verfassungsbeschwerde. Sie nimmt dort etwa 96&#160;% aller anhängigen Verfahren ein und ihre Zahl stieg bis 2007 auf 6.005 pro Jahr an. Folgende Verfahren sind vor dem Bundesverfassungsgericht möglich:
Verfahrensart
Regelung im Grundgesetz
Nummer im Katalog des § 13 BVerfGG
Nähere Ausgestaltung im III. Teil des BVerfGG
Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung


§&#160;32 Abs. 1
Grundrechtsverwirkungsverfahren
Art.&#160;18 Satz 2
§&#160;13 Nr. 1
§&#160;36 ff.
Parteiverbotsverfahren
Art.&#160;21 Abs. 2 S. 2
§ 13 Nr. 2
§&#160;43 ff.
Wahlprüfungsbeschwerde
Art.&#160;41 Abs. 1 S. 1, Abs. 2
§ 13 Nr. 3
§&#160;48
Präsidentenanklage
Art.&#160;61
§ 13 Nr. 4
§&#160;49 ff.
Organstreitverfahren
Art.&#160;93 Abs. 1 Nr. 1
§ 13 Nr. 5
§&#160;63 ff.
Abstrakte Normenkontrolle
Art. 93 Abs. 1 Nr. 2
§ 13 Nr. 6
§&#160;76 ff.
Abstrakte Normenkontrolle über die Voraussetzungen des Art.&#160;72 Abs. 2 GG
Art. 93 Abs. 1 Nr. 2a
§ 13 Nr. 6a
§§ 76 Abs. 2, 77 Nr. 2, 78 f.
Abstrakte Normenkontrolle über das weitere Bestehen der Erforderlichkeit einer Bundesgesetzlichen Regelung
Art. 93 Abs. 1 Nr. 2
§ 13 Nr. 6b
§&#160;97
Bund-Länder-Streitigkeit
Art. 93 Abs. 1 Nr. 3
§ 13 Nr. 7
§&#160;68 ff.
Sonstige Öffentlichrechtliche Streitigkeiten zwischen dem Bund und den Ländern, zwischen verschiedenen Ländern oder innerhalb eines Landes
Art. 93 Abs. 1 Nr. 4
§ 13 Nr. 8
§&#160;71 ff.
Verfassungsbeschwerde
Art. 93 Abs. 1 Nr. 4a
§ 13 Nr. 8 a
§&#160;90 ff.
Kommunalverfassungsbeschwerde
Art. 93 Abs. 1 Nr. 4b
§ 13 Nr. 8 a
§&#160;91
Richteranklage gegen Bundes- oder Landesrichter
Art.&#160;98 Abs. 2 und Abs. 5
§ 13 Nr. 9
§&#160;58 ff.
Landesverfassungsstreitigkeiten kraft landesrechtlicher Zuweisung
Art.&#160;99
§ 13 Nr. 10
§&#160;73 ff.
Konkrete Normenkontrolle (Richtervorlage)
Art.&#160;100 Abs. 1 GG
§ 13 Nr. 11
§&#160;80 ff.
Klage über die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses

§ 13 Nr. 11a in Verbindung mit §&#160;36 (PUAG)
§&#160;80 ff.
Verfahren zur Überprüfung einer Völkerrechtsregel als Teil des Bundesrechts
Art. 100 Abs. 2
§ 13 Nr. 12
§&#160;83 ff.
Verfahren über die Auslegung des Grundgesetzes auf Vorlage eines Landesverfassungsgerichts
Art. 100 Abs. 3
§ 13 Nr. 13
§&#160;86 ff.
Verfahren über Meinungsverschiedenheiten über das Fortgelten von Recht als Bundesrecht
Art.&#160;126
§ 13 Nr. 14
§&#160;86 ff.
Verfahren vor den Landesverfassungsgerichten[Bearbeiten]
Die Verfahren vor den Landesverfassungsgerichten richten sich der jeweiligen Landesverfassung und den Landesgesetzen der einzelnen Bundesländer.
Literatur[Bearbeiten]alle Kommentare und Lehrbücher zum "Verfassungsprozessrecht", bzw. BVerfGG
Daniela Winkler: Aktuelles Verfassungsprozessrecht. Ein Rechtsprechungsbericht, ZJS 02/2011, 123 (pdf-Datei; 77&#160;kB)Weblinks[Bearbeiten]Statistik des Bundesverfassungsgerichts: Anzahl der eingegangenen Klagen nach Verfahrensarten
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Das Paragraphenzeichen
Der Paragraph oder Paragraf (griechisch: parágraphos „das Danebengeschriebene“) dient zur Einteilung in aufzählendem Schrifttum, wie bei Gesetzen, Verträgen oder Lehrbüchern. Er wird in der Regel zur besseren Bezugnahme (insbesondere bei Gesetzestexten) in Absätze, Sätze, Nummern und Buchstaben (literae) unterteilt (in Österreich Ziffern („Z“) für Nummern gebräuchlich) und ist in Gesetzeskommentaren zusätzlich mit Randnummern (Rn) bei Gerichtsentscheidungen auch mit Randziffern (Rz) versehen. Völkerrechtliche Verträge, Gesetze des öffentlichen Rechts sowie europäische Rechtsakte, Verordnungen und Richtlinien sind meist anstelle von Paragraphen durch Artikel gegliedert. In der Schweiz ist dies bei sämtlichen Bundesgesetzen der Fall, in Deutschland beim Grundgesetz sowie bei den so genannten Artikelgesetzen.Inhaltsverzeichnis
1 Paragraphenzeichen
2 Schreibweise
3 Lesebeispiele
4 Literatur
5 Weblinks
6 EinzelnachweiseParagraphenzeichen[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Paragraphenzeichen
Im deutschen Sprachraum wird als Paragraphenzeichen „§“ verwendet. Bezieht man sich auf mehr als einen Paragraphen, werden zwei Paragraphenzeichen nebeneinandergestellt: „§§“. Die Herkunft des Paragraphenzeichens ist umstritten und wird im Artikel Paragraphenzeichen diskutiert.
Schreibweise[Bearbeiten]
Die neue deutsche Rechtschreibung hat, wie bei allen zusammengesetzten Wörtern mit -graph, als neue Schreibweise zusätzlich Paragraf eingeführt; sie gilt als gleichberechtigt mit der früheren und weiterhin richtigen Schreibweise Paragraph. Der Duden empfiehlt die Schreibung mit f,[1] die sich in der Presse größtenteils durchgesetzt hat.
Lesebeispiele[Bearbeiten]§ 4 AO: Paragraph vier der Abgabenordnung
§§ 14 f. EStG: Paragraphen 14 und folgender des Einkommensteuergesetzes
§§ 33 ff. BauNVO 69: Paragraphen 33 und folgende der Baunutzungsverordnung von 1969In deutschen Bundesgesetzen wurden bei Zitaten von Gesetzesstellen, Absätzen, Sätze und Nummern, soweit sie nach dem Paragraphen stehen, immer abgekürzt (Abs., S. oder Nr.), also:§ 323 Abs. 2 Nr. 1 BGB
§ 433 Abs. 1 S. 2 BGBSeit Anfang 2009 werden diese Bezeichnungen ausgeschrieben. Ausnahmen finden sich nur noch wenigen Anlagen.
In Österreich gliedern sich – in Bundes- wie Landesgesetzen – die Paragraphen in Absätze, die Absätze in Ziffern, und/oder in Buchstaben, und allenfalls auch kleingeschriebene römische Ziffern (analog bei den Gesetzen, die sich in Artikel gliedern); in Österreich ist es überdies unüblich nach den abgekürzten Bezeichnungen Punkte zu setzen[2]:§ 79 Abs 1 Z 1 GTG
§ 16 Abs 1 lit a StVO
§ 16 Abs 1 lit a sublit ii FBG
eine Bebuchstabung kommt nur unterhalb der Absätze vor, um Verwechslung mit eingeschobenen Paragraphen zu vermeiden, die ebenfalls immer mit einem Kleinbuchstaben gebildet werden:
§ 16a ROG folgt auf § 16 ROG, danach folgt § 17 ROG: Paragraph 16-„A“ des RaumordungsgesetzesEine insbesondere in der deutschen Rechtswissenschaft ebenfalls gängige (weil kürzere) Schreibform ist folgende:§ 346 II 1 Nr. 3 BGB: Paragraph 346, Absatz 2, Satz 1, Nummer 3 des Bürgerlichen Gesetzbuches
§ 19 S. 1 KrW-/AbfG: Paragraph 19, Satz 1 des Kreislaufwirtschafts- und AbfallgesetzesIn Österreich ist eine ähnlich gekürzte Schreibweise in der Rechtswissenschaft völlig unüblich.
Kommentare werden nach Rechtsgrundlage mit Randnote bzw Randnummer „Rn.“ zitiert:§ 50 Abs. 3 BGB, Rn 5 (Palandt, 73. Aufl., Kommentar zum BGB)In Österreich hingegen mit Randzahl (Rz):Bollenberger in KBB4 § 864 ABGB Rz 5 (2014)Im Deutschen eher unüblich sind folgende Schreibweisen:§ 25.2 StGB, § 70 1 1 GTGLiteratur[Bearbeiten]Manfred Harder: Der Paragraph. In: Klaus Slapnicar (Hrsg.): Tradition und Fortentwicklung im Recht. Festschrift zum 90. Geburtstag von Ulrich von Lübtow. Schäuble, Rheinfelden u. a. 1991, ISBN 3-87718-933-4, S. 9–13 (Recht, Wirtschaft, Gesellschaft. Recht 33).
Christian Ahcin, Claudia Carl: Der Paragraph – ein obskures Subjekt des Rechts. Zur Geschichte eines Zeichens. In: Juristenzeitung 1991, S. 915–917.
Stephan Keiler/Christoph Bezemek, leg cit3 – Leitfaden für juristisches Zitieren (2014) ISBN 978-3-7046-6258-3.Weblinks[Bearbeiten]
&#160;Wiktionary: Paragraph&#160;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
&#160;Wiktionary: Gummiparagraph&#160;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Einzelnachweise[Bearbeiten]↑ Duden: Die deutsche Rechtschreibung, Bibliographisches Institut (Dudenverlag), Mannheim, 25. Aufl. 2009 ISBN 978-3-411-04015-5.
↑ siehe Keiler/Bezemek, leg cit3 – Leitfaden für juristisches Zitieren (2014) Rz 3.
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Abkürzung: WP:!Diese interne Seite beschreibt die Möglichkeiten, sich bei Wikipedia zu beteiligen. Für die gleichnamige Vorlage siehe Vorlage:Beteiligen.
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Mitmachen bei WikipediaDie Wikipedia ist ein offenes Projekt, in dem jeder mitarbeiten darf – also sei mutig und hilf mit, sie zu erweitern und zu verbessern! Diese Seite gibt einen ersten Überblick, wie neue Benutzer Wikipedia weiter verbessern und erweitern können. Je nach Kenntnissen, Fähigkeiten, Möglichkeiten und Zeit kann man sich auf vielfältige Weise beteiligen:Artikel erweitern
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Grafiken
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Recherche
Vielleicht magst Du ja auch anderen Wikipedianern bei der Recherche helfen. Du kannst in der Wikipedia:Bibliothek beispielsweise deine Bücher auflisten. Die Wikipedia:Bibliotheksrecherche hilft Benutzern dabei, in Büchern aus Bibliotheken zu recherchieren, zu denen sie keinen Zugang haben. Vielleicht hast du ja Zugriff auf Werke, die dort gewünscht werden, und kannst helfen.
Anderen Leuten helfen
In der Wikipedia:Auskunft kannst du bei der Beantwortung von Wissensfragen aus vollkommen unterschiedlichen Bereichen helfen.Siehe auchHilfe:&#160;
FAQ · Hilfe (Übersicht) · Handbuch · Eine Frage stellen · Index · Glossar · Werkstätten
Dateien und Artikel:&#160;
Neue Dateien · Artikel: neu · lang · verwaist · verbesserungsbedürftig · potenziell vandaliert · ungesichtet
Löschen:&#160;
Regeln · Löschkandidaten · Urheberrechtsverletzung · Schnelllöschung
Nützlich:&#160;
Letzte Änderungen · Neuautoren-/IP-Kontrolle · Neuanmeldungslogbuch · Sperrlogbuch · Löschlogbuch · Sichten · Weitere Helferlein
Schwesterprojekte:&#160;
Commons · Wikibooks · Wikidata · Wikinews · Wikiquote · Wikisource · Wikiversity · Wikivoyage · Wiktionary · Meta-Wiki
Aktuelles:&#160;Adminkandidaten:
Keimzelle (bis 21. Dezember)
Meinungsbilder:
Entzug der Adminrechte durch Bürokraten (bis 20. Dezember) • Schiedsgericht als „Begnadigungsinstanz“ (bis 24. Dezember)
Umfragen:
Kein Wille zur enzyklopädischen Mitarbeit als Sperrgrund (bis 12. Januar)
Sonstiges:
AdminCon 2016: Angebote für Vorträge (bis Ende Januar 2016)
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Eine Dienstleistung (Synonym: Service) im Sinne der Volkswirtschaftslehre ist ein ökonomisches Gut, bei dem im Unterschied zur Ware nicht die materielle Produktion oder der materielle Wert eines Endproduktes im Vordergrund steht, sondern eine von einer natürlichen Person oder einer juristischen Person zu einem Zeitpunkt oder in einem Zeitrahmen erbrachte Leistung zur Deckung eines Bedarfs. Der Erbringer einer solchen Leistung wird als Dienstleister bezeichnet.
Im weitesten Sinne zählen zu den Dienstleistungen auch z.&#160;B. unentgeltlich im Haushalt geleistete, oder solche, die man für sich selbst erbringt. Volkswirtschaftlich erfasst und als Teil des Bruttoinlandsprodukts ausgewiesen werden jedoch nur Dienstleistungen, die sich über Marktpreise bewerten lassen.
In der Drei-Sektoren-Hypothese wird die Volkswirtschaft eingeteilt in den Primärsektor der Rohstoffproduktion, den Sekundärsektor des verarbeitenden Gewerbes und den Tertiärsektor der Dienstleistungen.Inhaltsverzeichnis
1 Dienstleistung und Sachleistung
2 Vertragsrechtliches
3 Arten von Dienstleistungen3.1 Personenbezogene Dienstleistungen
3.2 Sachbezogene Dienstleistungen
3.3 Originäre Dienstleistungen
3.4 Produktbegleitende / industrienahe Dienstleistungen3.4.1 Pre-Sales-Services
3.4.2 After-Sales-Services
4 Prozessmodell
5 Siehe auch
6 Literatur
7 Weblinks
8 EinzelnachweiseDienstleistung und Sachleistung[Bearbeiten]
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht unterscheidet man sie von der Sachleistung. Die Dienstleistung ist nicht lagerbar, selten übertragbar (Immaterialität) und benötigt einen externen Faktor (Integration des externen Faktors – Kunde). Ihre Erzeugung und der Verbrauch fallen meist zeitlich zusammen (Uno-actu-Prinzip).
Dienstleistungen sind in ihrem Ergebnis zwar vorwiegend immateriell, können jedoch materielle Bestandteile enthalten, beispielsweise ein Trägermedium, auf dem das Ergebnis der Dienstleistung übergeben wird. Die Güte der Dienstleistung bezeichnet man als Service-Qualität oder Dienstleistungsqualität. Durch den Immaterialitätsgrad kann es dabei zu Problemen bei der Messung der Dienstleistungsqualität kommen. Zusätzlich zum Leistungsergebnis einer Dienstleistung erlangt insbesondere der Leistungserstellungsprozess (Integration des externen Faktors) sowie das Leistungspotenzial (z.&#160;B. Erscheinungsbild und Kompetenz eines Unternehmensberaters) an Bedeutung. Alle drei sogenannten „Leistungsdimensionen“ werden in die Bewertung der Dienstleistungsqualität mit einbezogen.[1]
Dienstleistungen unterscheiden sich in standardisierte und individuelle. Letztere wird hingegen für ein konkretes Individuum erstellt. Merkmal von standardisierten Dienstleistungen ist, dass sie für einen fiktiven Durchschnittskunden erbracht werden. Der Grad der Beteiligung (Integrationsgrad) des Kunden ist bei individuellen Dienstleistungen höher.
Die Abgrenzung zwischen Dienst- und Sachleistung ist letztlich fließend. So erlangen Dienstleistungskomponenten im Business-to-Business-Marketing, beispielsweise im Maschinen- und Anlagenbau, verstärkt an Bedeutung (z.&#160;B. Beratung, Teleservice). Auch in der Konsumgüterindustrie tragen Dienstleistungskomponenten zur verstärkten Differenzierung und so zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen bei (z.&#160;B. Absatzfinanzierung von Hi-Fi-Elektronik oder Pkws). Nicht zuletzt können derartige Dienstleistungskomponenten kaufentscheidend sein und somit zum Hauptbestandteil des Produkts avancieren.
Daher wird zunehmend der Versuch aufgegeben, Dienstleistungen von Sachleistungen abzugrenzen.[2] Sämtliche Absatzobjekte werden hier als Leistungsbündel aufgefasst, deren Leistungsergebnis einerseits eher materiell oder immateriell, der Leistungserstellungsprozess eher autonom oder integrativ ausgeprägt ist. Ein derartiges Verständnis erlaubt eine differenzierte Konzeption des absatzpolitischen Instrumentariums.[3]
Vertragsrechtliches[Bearbeiten]
Der individualrechtliche Austauschvertrag zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer über die unabhängige oder abhängige Leistung eines Dienstes gegen ein Entgelt wird allgemein Dienstvertrag genannt.[4]
Rechtlich kann der Vertrag mit einem Dienstleister in Form eines Werkvertrag oder eines Dienstvertrages im engeren Sinne abgefasst sein. Bei einem Werkvertrag verpflichtet sich der Dienstleister zur Erfüllung mit einem konkreten Erfolg (z.&#160;B. Autowerkstatt schuldet Reparatur, Fehlerbeseitigung).[5] Durch einen Dienstvertrag wird der Dienstleister lediglich zu einem oder mehreren Diensten verpflichtet (z.&#160;B. Arzt schuldet eine Heilbehandlung in bestem Bemühen, aber keinen Heilerfolg).[5] Es gibt auch Mischformen (Gerätehersteller verpflichtet sich zu regelmäßiger vorbeugender Wartung und allfälliger Reparatur: leistungs- und erfolgsorientiert). Bei diesen Formen liegt ein Zielschuldverhältnis vor. Daneben gibt es auch Formen mit einem Dauerschuldverhältnis, die bei Einzelpersonen auch schon in den Bereich der Dienstverhältnisse (als Form der Arbeitnehmerschaft) führen können.[6]Siehe hierzu Dienstvertrag und Vertragsrecht zu einzelnen Rechtsordnungen.Arten von Dienstleistungen[Bearbeiten]
Personenbezogene Dienstleistungen[Bearbeiten]
Personenbezogene Dienstleistungen sind Dienstleistungen, die an oder mit der Person vollzogen werden, z.&#160;B. die Leistungen eines Arztes, eines Heilerziehungspflegers oder eines Lehrers. Diese Dienstleistungen kommen nur unter Beteiligung des Kunden zu Stande. Die Beteiligung des Kunden kann eher passiv sein, wie beim Rettungsdienst, oder eher aktiv sein, wie bei der Aneignung von Wissen in einer Lernsituation. Personenbezogene Dienstleistungen weisen folgende Merkmale auf:Die Ziele werden zwischen dem Dienstleister und dem Kunden mehr oder weniger ausgehandelt – beide sind am Ergebnis, d.&#160;h. dem immateriellen Produkt beteiligt. Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen geht z.&#160;B. davon aus, dass nur bei gemeinsamen Zielen auch ein zufriedenstellendes Ergebnis möglich ist.
Die Prozesse oder Maßnahmen werden ebenfalls zwischen dem Kunden und dem Dienstleister ausgehandelt – der Kunde muss am Prozess mitwirken, wenn das Ziel erreicht werden soll. Mediziner und Sozialarbeiter/-pädagogen sprechen von der Compliance des Patienten oder Klienten. Die Maßnahmen können zwar detailliert geplant werden, jedoch ist die Maßnahmendurchführung häufig von der Disposition des Kunden abhängig.
Grundlage für Durchführung von Maßnahmendurchführung und Zielerreichung sind die sozialen Beziehungen zwischen dem Dienstleister und seinem Kunden. Die sozialen Rollen und der soziale Status von Kunde und Dienstleister müssen geklärt sein.David A. Garvin fasst diese Phänomene personenbezogener Dienstleistungen (PBD) folgendermaßen zusammen:PBD sind immateriell
PBD folgen dem Uno-actu-PrinzipZusammenfallen von Konsum und Produktion
Dienstleistungsproduzent ist Teil der Dienstleistung, genauso wie Dienstleistungskonsument
PBDs sind heterogen
PBDs sind nicht lager- und nicht transportfähig
Standardisierung von PBDs ist schwierig bis unmöglichFür die Organisationen und Berufe, die personenbezogene Dienstleistungen erbringen, hat dies Konsequenzen für ihre Managementsysteme:Der Bedarf und die Probleme des Kunden müssen personenbezogen erhoben werden. Da der Kunde an der Dienstleistung mitwirken soll, müssen auch seine Ressourcen, d.&#160;h. seine Fähigkeiten, Handlungsmöglichkeiten und der Grad seiner Bereitschaft der Mitwirkung erhoben werden.
Das zukünftige Ergebnis, d.&#160;h. das Ziel der Dienstleistung muss so weit wie möglich mit dem Kunden ausgehandelt und transparent gemacht werden. Dieses Ziel ist der Qualitätsmaßstab für den Kunden und den Dienstleister. Ein Ziel ist z.&#160;B. ein bestimmter Rehabilitations- oder Behandlungserfolg, das Erreichen eines Schulabschlusses oder ein bestimmtes Verhalten. Motivierende Gesprächsführung kann dafür ein Konzept sein.
Auch die dazugehörigen Maßnahmen müssen mit dem Kunden geplant werden und ihm so weit wie möglich transparent oder plausibel sein, damit er motiviert und in der Lage ist mitzuwirken.
Die geplanten Maßnahmen müssen durchgeführt werden. Dabei kommt dem Dienstleister als Controller und Motivator eine besondere Rolle zu, da gerade im Bereich des Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen die Dispositionen der Kunden mitunter fragil sind. Vom Kunden wird häufig verlangt, dass er für die Dienstleistung bezahlt und auch noch für den Erfolg der Dienstleistung arbeitet oder gar leidet.
Ziele und Maßnahmen müssen ausgewertet werden. Das bedeutet:Der Grad der Zielerreichung, d.&#160;h. der Grad des Erfolgs muss mit dem Kunden festgestellt werden.
Die Sinnhaftigkeit der Zielerreichung und der Maßnahmen muss mit dem Kunden analysiert werden. Die zentrale Frage kann dabei lauten: „Den Plan haben wir erfüllt. War er auch gut?“
Nach der Auswertung oder Zwischenauswertung können neue Ziele und Maßnahmen mit dem Kunden festgelegt werden.Die Schwierigkeit für personenbezogene Dienstleister, wie z.&#160;B. Ärzte, Berater, Therapeuten oder Sozialarbeiter, besteht mitunter darin, dass sie keinen oder wenig Einblick oder Einfluss darauf haben, was der Kunde tatsächlich tut oder die Ziele und Maßnahmen nicht ausgewertet werden können, weil der Kunde nicht mehr mit dem Dienstleister zusammenkommt. Personenbezogene Dienstleister haben oft mit unvollständigen Dienstleistungsprozessen zu tun.
Sachbezogene Dienstleistungen[Bearbeiten]
Dienstleistungen, wie z.&#160;B. Speditionen, Banken oder Versicherungen, des Weiteren könnte man sie in folgende unterteilen:
Originäre Dienstleistungen[Bearbeiten]
Hierbei handelt es sich um Dienstleistungen von Unternehmungen, die ausschließlich solche erbringen und keine materiellen Güter herstellen. Zu solchen Dienstleistungsunternehmen gehören z.&#160;B. Wäschereien und Abschleppdienste.
Ein Sonderfall sind die wissensintensiven Dienstleistungen, die von Freiberuflern erbracht werden. Für diese Dienstleistungsunternehmen geltenden Besonderheiten; siehe dazu Professional Service Firm.
Produktbegleitende / industrienahe Dienstleistungen[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Produktbegleitende Dienstleistung
Unternehmen, die neben den Dienstleistungen auch materielle Güter herstellen, wie Fahrzeughersteller, oder Produzenten von Investitionsgütern bieten sie an. Man spricht auch von hybriden Produkten. Industrielle Dienstleistungen werden zusätzlich zum physischen Produkt angeboten, das heißt, sie werden im Zusammenhang mit dem selbsterstellten physischen Produkt vermarktet. Daher werden industrielle Dienstleistungen als sekundäre Dienstleistungen bezeichnet, da sie einen Zusatznutzen für den Kunden darstellen. Es handelt sich um Dienstleistungen, die in direkter oder indirekter Verbindung mit den Sachgütern für andere Unternehmen erstellt werden. Deshalb entsteht eine wirtschaftliche Abhängigkeit einer Dienstleistung von einem Sachgut.
Pre-Sales-Services[Bearbeiten]
Dienstleistungen vor dem Kauf, zum Beispiel eine ausführliche Beratung, das Ausarbeiten individueller Vorschläge, Planungsleistungen wie die Anpassung einer Einbauküche an die räumlichen Gegebenheiten. Gerade im Bereich Dienstleistungen ist es sehr wichtig, die individuellen Bedürfnisse des Kunden herauszufinden und in das Produkt mit einzuarbeiten. Zudem kommt es darauf an, den Nutzen der Dienstleistung für den Kunden herauszustellen. Denn nur, wenn ihm das klar ist, wird der Kunde sie in Anspruch nehmen.
After-Sales-Services[Bearbeiten]
Dienstleistungen nach dem Kauf, etwa Ersatzteilversorgung, Wartung und Instandhaltung, Modernisierung (Retrofit), Teleservice.
Der Verkäufer ist bestrebt, seinen Kunden nach dem Verkauf einer Ware weiter zu betreuen, um eventuell zusätzliche Geschäfte tätigen zu können. Ein Hilfsmittel hierzu ist das Customer-Relationship-Management. Die professionelle Abwicklung des Kundendiensts, der Gewährleistungsarbeiten (Beschwerdemanagement), aber auch die weitere Betreuung des Kunden durch den Verkäufer (Vertriebsmitarbeiter) sind typische Aufgaben des After-Sales-Managements.
Im Bereich der Investitionsgüter (B2B-Marketing) wird ein geregelter After-Sales-Service vom Kunden erwartet. Häufig entwickelt sich erst durch intensive Nachbetreuung eine längerfristige Geschäftsbeziehung. Intensive Nachbetreuung soll die Kundenzufriedenheit, auch die Kundenbindung verbessern.
Prozessmodell[Bearbeiten]
Jede Dienstleistung ist Bestandteil eines Geschäftsprozesses, der i.&#160;d.&#160;R. aus mehreren Phasen besteht. In diesen Phasen treten charakteristische Akteure auf, die sich durch spezifische Aufgaben (Rollen) voneinander unterscheiden:
In der Anbahnungsphaseder Dienstleistungsanbieter, der die (Erbringung der) Dienstleistung anbietet, und
der Dienstleistungsnachfrager, der die (Erbringung der) Dienstleistung nachfragt.In der Vereinbarungsphase (auch: Vertragsphase)der Dienstleistungslieferant (Auftragnehmer), der den Auftrag zur Erbringung der Dienstleistung erhält, und
der Dienstleistungskunde (Auftraggeber), der die Erbringung der Dienstleistung beauftragt.In der Leistungsphase (auch: Durchführungs- oder operative Phase)der Dienstleistungserbringer, der die Dienstleistung persönlich erbringt, und
der Dienstleistungskonsument, der die Dienstleistung (bzw. deren Ergebnis) persönlich in Anspruch nimmt bzw. von der erbrachten Dienstleistung persönlich profitiert. Je nachdem, ob der Konsument im Dienstleistungsvertrag als Begünstigter vorgesehen ist oder nicht, erfolgt der Konsum (d.&#160;h. die Inanspruchnahme) der Dienstleistung berechtigterweise oder unberechtigterweise.
Ebenfalls auf der operativen Ebene ist der Begriff des externen Faktors angesiedelt. Er bezeichnet eine Person oder Sache, die kein Eigentum des Dienstleisters ist (daher „extern“) und an der die Dienstleistung vollzogen wird. – Oft sind für ein Gelingen der Dienstleistung auch Unterstützungsleistungen (Beistellungen) des Auftraggebers erforderlich (z.&#160;B. Räumlichkeiten, Arbeitsmittel, Informationen, persönliche Mitwirkung).
Hinzu kommen Personen bzw. Organisationseinheiten, die an der Erbringung der Dienstleistung nur mittelbar beteiligt sind, und zwar durch dispositive Aufgaben (z.&#160;B. Planung, Steuerung und Koordination der Leistungserbringung).In der Gegenleistungsphaseder Empfänger der zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer vereinbarten Gegenleistung (i.&#160;d.&#160;R. Entgelt) und
der Erbringer der Gegenleistung.In der Realität werden die Rollen des Dienstleistungsanbieters, -lieferanten und -erbringers sowie des Gegenleistungsempfängers oft von verschiedenen Personen bzw. Organisationseinheiten wahrgenommen, in einfachen Fällen aber auch von ein und derselben Person (z.&#160;B. Taxifahrer). Gleiches gilt für die Rollen des Dienstleistungsnachfragers, -kunden und -konsumenten sowie des Gegenleistungserbringers. Ebenso können die Rollen des externen Faktors und des Dienstleistungskonsumenten in einer Person zusammenfallen.
Siehe auch[Bearbeiten]Commodity-Dienstleistung
Dienstleistungsberuf
Dienstleistungsbilanz
Dienstleistungserbringungsart
Dienstleistungsfreiheit
Dienstleistungsgenossenschaft
Dienstleistungsgesellschaft
Dienstleistungskonzession
Dienstleistungskosten
Dienstleistungsmarke
Dienstleistungsmarketing
Dienstleistungsscheck
Haushaltsnahe DienstleistungLiteratur[Bearbeiten]&#160;Manfred Bruhn, Bernd Stauss: Dienstleistungsmarken. Gabler, Wiesbaden 2008, ISBN 3-8349-0609-3.
&#160;Rudolph Bauer: Personenbezogene Soziale Dienstleistungen. Begriff, Qualität und Zukunft. Westdeutscher, Wiesbaden 2001, ISBN 3-531-13599-6.
&#160;Rudolf Maleri, Ursula Frietzsche: Grundlagen der Dienstleistungsproduktion. Springer, Berlin/Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-74058-2.
&#160;Magnus Richter, Rainer Souren: Zur Problematik einer betriebswirtschaftlichen Definition des Dienstleistungsbegriffs. Technische Universität Ilmenau, Ilmenau 2008, ISBN 978-3-940882-09-7.
&#160;Hans R. G Rück: Dienstleistungen in der ökonomischen Theorie. Deutscher Universitäts-Verlag, Wiesbaden 2000, ISBN 3-8244-7104-3.Weblinks[Bearbeiten]
&#160;Wiktionary: Dienstleistung&#160;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, ÜbersetzungenDaten und Aufsätze zum Thema Dienstleistungen beim Statistischen Bundesamt
Falsche Kategorien oder verkehrte Welt? – Eine Kritik des Dienstleistungsbegriffs und der Außenhandelskategorien am Beispiel der GlobalisierungsdiskussionEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ Avedis Donabedian: The Definition of Quality and Approaches to Its Assessment. Explorations in Quality Assessment and Monitoring. Volume I, Ann Arbor, 1980.
↑ Christian Homburg; Harley Krohmer: Marketingmanagement. Strategie – Instrumente – Umsetzung – Unternehmensführung. Wiesbaden 2003, S. 809 ff.
↑ Werner-Hans Engelhardt; Michael Kleinaltenkamp; Martin Reckenfelderbäumer: Leistungsbündel als Absatzobjekte. Ein Ansatz zur Überwindung der Dichotomie von Sach- und Dienstleistungen. Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung (zfbf), 45. Jg., Nr. 5, 1993, S. 395–426.
↑ Gerold Neusser: Dienstvertrag. In: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte (HRG), 2. Auflage, Band I, Sp. 1056–1058.
↑ a b Juristisches Basiswissen: Werkvertrag. jura-basic.de, abgerufen am 14.&#160;November 2012.
↑ Vergl etwa Unterschied Dienstvertrag – freier Dienstvertrag/Werkvertrag. Bundesministerium für Finanzen.Normdaten&#160;(Sachbegriff): GND: 4012178-1 (AKS)
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Bei der Architektursoziologie handelt es sich um eine spezielle Soziologie, deren Gegenstand die gesellschaftliche Bedeutung der Architektur ist.Inhaltsverzeichnis
1 Gegenstände und Aspekte der Architektursoziologie
2 Kultursoziologie
3 Klassiker der Architektursoziologie
4 Artefaktsoziologie
5 Raum- und Stadtsoziologie
6 Berufssoziologie, Intellektuellensoziologie, Soziologie der Utopie
7 Wirtschafts- und politische Soziologie
8 Aktuelle Tendenzen und Theorieansätze
9 Forscher
10 Literatur
11 WeblinksGegenstände und Aspekte der Architektursoziologie[Bearbeiten]
Die Architektur (und generell die gebaute Umwelt) ist in Bezug auf jede Gesellschaft bedeutsam: sie ist omnipräsent, unentrinnbar, zumeist auf Expressivität und damit auf gesellschaftliche Kommunikation angelegt. Zugleich schafft sie je konkrete, materielle Räume, in denen die sozialen Interaktionen ablaufen, umgibt unseren Körper permanent, evoziert und lenkt seine Bewegungen und Blicke. Architektur wird nicht nur visuell, sondern auch körperlich wahrgenommen; sie hat nicht nur eine Expressivität und Affektivität, sondern ist auch unser alltägliches Lebensmilieu. Sie prägt unsere Raumvorstellungen, hält Generationen und ganze verschwundene Gesellschaften präsent und macht die Subsysteme der Gesellschaft sichtbar. Als Kunst hat sie oft eine besondere Affektivität, eine Faszinationskraft.
In all dem ist sie soziologisch höchst relevant; und all dies gilt für vor- und nichtmoderne (nahezu) ebenso wie für moderne Gesellschaften. Die Architektursoziologie dreht sich um diese gebaute Gestalt der Gesellschaft, um die Architektur in städtebaulichen Dimensionen bis hin zur Innenarchitektur, in historischer oder zeitgenössischer Perspektive.
In einem zweiten Sinn wäre die Architektursoziologie eine Architektensoziologie: ihr geht es eher um den Beruf und das besondere Wissen des Architekten, um Architekturpolitik und Bauwirtschaft.
Die Architektur ist ein komplexer Gegenstand. Entsprechend gibt es verschiedene Aspekte oder verschiedene Subdisziplinen, die sich für die Architektur interessieren; und verschiedene Denkansätze, von denen aus man die Architektur einer Gesellschaft beobachten kann.
Kultursoziologie[Bearbeiten]
In der Architektursoziologie als Kultursoziologie kommt primär die Phänomenalität des Gebauten in den Blick: oder, mit Simmel gesprochen, die "Haut" der Gesellschaft.
In der Moderne unterscheidet sich die gebaute Gestalt hinsichtlich der sozialen Sphären (Wohnarchitektur; Konsumarchitektur, Mobilitätsarchitektur, politische und religiöse Architektur). Es gibt viele verschiedene Bautypen (Fabriken, Gefängnisse, Theater- und Kinobauten etc.), die je Gegenstände einer architektursoziologischen Beobachtung werden können – z.B. in Hinsicht auf die gesellschaftsdiagnostische Frage, inwiefern eine bestimmte Architektur je einen Aspekt der Struktur dieser Gesellschaft – oder die gesamte Gesellschaftsstruktur wie in der Analyse der höfischen Gesellschaft von Norbert Elias – 'ausdrückt', betont oder überhaupt erst präsent und wirkmächtig macht. Die Analyse der je konkreten Architektur hätte dabei an allen Aspekten anzusetzen: nicht nur am Grundriss, sondern auch an der Formensprache, der Dimension, den Materialien, der Bauweise, der Ausstattung und ebenso an den begleitenden Diskursen.
Klassiker der Architektursoziologie[Bearbeiten]
Solche architektursoziologischen Analysen der gebauten Gestalt der Gesellschaft finden sich – allerdings stets implizit, nicht als solche ausgewiesen – schon bei den Klassikern der Soziologie: unter anderem bei Marcel Mauss (die doppelte Architektur der Eskimos), Walter Benjamin (Passagen als Geburtsstätten der Konsumgesellschaft), Norbert Elias (höfische Wohnstrukturen als Anzeiger der höfischen Gesellschaftsstruktur), Michel Foucault (Gefängnisse und andere Architekturen als Geburtsstätten der Disziplinargesellschaft) sowie bei Ernst Bloch, Siegfried Kracauer, Pierre Bourdieu, Maurice Halbwachs, oder Karel Teige.
Artefaktsoziologie[Bearbeiten]
Von der Techniksoziologie her gibt es Ansätze zu einer Soziologie der Artefakte, die allerdings zunächst bezogen ist auf technische Dinge, während die Architektur keineswegs in der Technik aufgeht. Die Perspektive einer Architektursoziologie als Artefaktsoziologie wäre die Frage nach der 'Interaktion' zwischen Architektur und Akteur, also die Frage, inwiefern eine ganz konkrete Architektur je bestimmte Handlungsweisen, Bewegungsweisen, Wahrnehmungsweisen nahelegt und ermöglicht, und andere verunmöglicht. Man hätte dann weniger die visuelle Gestalt, als die Konditionierung des Körpers im Blick.
Raum- und Stadtsoziologie[Bearbeiten]
Der Begriff sozialer Raum wird bei Pierre Bourdieu und anderen Soziologen in einem abstrakteren Sinne gebraucht, wie auch in der Raumsoziologie, die von Georg Simmel begründet wurde. Unter anderem Michel Foucault (andere Räume, Heterotopien), Dieter Läpple, Martina Löw und Markus Schroer haben das Thema der Raumsoziologie aufgegriffen (siehe dort).
Von Georg Simmel aus entfaltet sich auch die Stadtsoziologie, aus dessen Frage nach der spezifischen Lebensweise und Mentalität der Großstädter (Die Großstädte und das Geistesleben, 1903). Die Stadtsoziologie befasst sich seither vor allem mit städtischen Sozialstrukturen (im Gegensatz zur Gemeinde auf dem Land), mit Segregationsprozessen, Verstädterung und Schrumpfung von Städten. Dabei steht die Architektur bislang eher nicht im Vordergrund; vielmehr geht es um soziale Interaktionen in der Stadt. Jüngst entfaltet sich aber gegenüber dieser (das Großstadtleben generell analysierenden) Forschungsrichtung eine Beobachtung der „Differenz der Städte“ (Martina Löw, Helmuth Berking), die auch an deren Architektur anknüpfen wird.
Berufssoziologie, Intellektuellensoziologie, Soziologie der Utopie[Bearbeiten]
Es geht hier auch um eine Wissens- und eine Intellektuellensoziologie der Architekten. Beim beruflichen Aspekt geht es um die Soziologie des Architekten (Professionssoziologie) als einer kreativen, akademisch institutionalisierten Disziplin (v.a. Florent Champy, Oliver Schmidtke) sowie um Fragen des Status des Architekten in der Gesellschaft. Ein weiterer Aspekt des komplexen Gegenstandes Architektur ist die Intellektuellensoziologie der Architekten: die Frage, in welcher Rolle sie sich selbst in der Gesellschaft engagieren, und dies vor dem Hintergrund eines veritablen sozialtechnischen Anspruchs, den sie spätestens im 20. Jahrhundert formulieren. Es ging aus der Sicht der Avantgarde um nichts Geringeres als um die Alternative von „Baukunst oder Revolution“ (Le Corbusier, Vers une architecture, 1923): um die Ordnung der Gesellschaft. In Analogie zur wissenssoziologischen Frage nach dem sozialen Standort eines Denkens (Karl Mannheim) und den frei schwebenden Intellektuellen wäre auch für die Architekten die Standortverbundenheit herauszuarbeiten. Ebenso wären architektonische Utopien zu befragen: auf die historische Einbettung, die Kritik an der Gesellschaft, auf die Lösungsvorschläge, auf die Wirkmächtigkeit.
Wirtschafts- und politische Soziologie[Bearbeiten]
Die Soziologie hat sich ebenso für Fragen der Baupolitik und der Bauwirtschaft zu interessieren: ist doch der Bausektor von den investierten Mitteln her (neben dem Krieg) nicht nur, aber auch ein Gebiet der „unproduktiven Verausgabung“ (Georges Bataille): staatliche Bauvorhaben sagen als Gesellschaftsprojekte über diese selbst etwas aus.
Aktuelle Tendenzen und Theorieansätze[Bearbeiten]
Aktuell ist eine explizite Neubegründung der Architektursoziologie, auch mit einem stärkeren soziologietheoretischen, forschungsleitenden Interesse, zu beobachten. Aus verschiedenen Theorieansätzen und Interessenschwerpunkten heraus (der multiparadigmatischen Wissenschaft Soziologie entsprechend) werden so verschiedene Sichtweisen auf die Relation von Architektur und Gesellschaft ermöglicht. Es sind mindestens zu nennen: die Gender Studies, der zivilisationstheoretische Ansatz von Norbert Elias, der dispositivtheoretische Ansatz von Michel Foucault, der Ansatz der Kritischen Theorie und des historischen Materialismus, der symbolische Ansatz von Pierre Bourdieu, der Ansatz der Cultural Studies, die Soziale Morphologie (Émile Durkheim, Marcel Mauss, Maurice Halbwachs) oder die Entfaltung der französischen 'Lebenssoziologie' (Deleuze, Castoriadis) für die Architektursoziologie. Eine mögliche Sichtweise ist auch die Philosophische Anthropologie mit ihrer Berücksichtigung des Körpers; eine wieder andere die Systemtheorie im Blick auf die Kommunikationsmedien der Gesellschaft; oder der Ansatz an der symbolischen Interaktion zwischen den sozial handelnden Menschen mittels der Gestaltung von Räumen.
Forscher[Bearbeiten]In Deutschland sind aus einer eher stadtsoziologischen Richtung u.a. Gerhard Grohs, Harald Bodenschatz, Herbert Schubert, Uwe-Jens Walther und Bernhard Schäfers zu nennen; einen Beitrag aus stadtsoziologischer Perspektive lieferte auch Christine Hannemann mit ihrer Arbeit "Die Platte" zum industrialisierten Wohnungsbau in der DDR.
aus einer eher kultursoziologischen und gesellschaftstheoretischen Richtung forschen u. a. Walter Prigge, Michael Makropoulos, Joachim Fischer, Heike Delitz sowie Thomas Gieryn, Paul Jones und Richard Sennett im angloamerikanischen Raum.
Davon unterschieden ist der Beitrag der Gender Studies, u. a. von Kerstin Dörhöfer, Ulla Terlinden, Susanne Frank, Katharina Weresch, Barbara Zibell.
Die systemtheoretische Untersuchung des Architektursystems verfolgt Dirk Baecker.
Ein Einstieg in die sich gerade erst etablierende Disziplin schlug auch der Berliner Architekturkritiker und Theologe Dieter Hoffmann-Axthelm vor.
aus raumsoziologischer Perspektive kommen zu architektursoziologischen Analysen Martina Löw, Silke Steets, Markus Schroer.
Zur Soziologie der Landschaftsarchitektur sind Ulf Jacob und Stefan Kauffmann zu nennen.Literatur[Bearbeiten]Dirk Baecker: Die Dekonstruktion der Schachtel. Innen und außen in der Architektur. In: Niklas Luhmann, Frederick Bunsen, Ders.: Unbeobachtbare Welt. Über Kunst und Architektur. Bielefeld 1990, 67–104.
Florent Champy: Sociologie de l'architecture. Paris 2001.
Heike Delitz: Architektur als Medium des Sozialen. Ein Vorschlag zur Neubegründung der Architektursoziologie. In: Sociologia Internationalis Bd. 43, 1–2/2005, 1–25.
Heike Delitz: Die Architektur der Gesellschaft. Architektur und Architekturtheorie im Blick der Soziologie. In: Wolkenkuckucksheim – Cloud-Cuckoo-Land – Vozdushnyi zamok. Internationale ZS für Theorie und Wissenschaft der Architektur, 10. Jg. H. 1 (Sept. 2006): From Outer Space: Architekturtheorie außerhalb der Disziplin.
Heike Delitz: Architektursoziologie. Reihe Einsichten. Themen der Soziologie. Bielefeld 2009.
Heike Delitz: Gebaute Gesellschaft. Architektur als Medium des Sozialen. Frankfurt/M. 2010.
Joachim Fischer: Die Bedeutung der Philosophischen Anthropologie für die Architektursoziologie. In: K.-S. Rehberg (Hg.): Soziale Ungleichheit – Kulturelle Unterschiede. Verhandlungen des 32. Kongresses der DGS in München 2004. Frankfurt/New York 2006, CD-Rom, 3417–3429.
Joachim Fischer, Joachim Fischer (Hg.): Die Architektur der Gesellschaft. Theorien für die Architektursoziologie. Bielefeld 2009, ISBN 978-3-8376-1137-3.
Joachim Fischer, Michael Makropoulos (Hg.): Potsdamer Platz. Soziologische Theorien zu einem Ort der Moderne. München 2004.
Peter Gleichmann: Soziologie als Synthese. Zivilisationstheoretische Schriften über Architektur, Wissen und Gewalt. Hg. v. H.-P. Waldhoff, Wiesbaden 2006.
Thomas Gieryn: What Buildings do. In: Theory and Society, Jg. 31 (2002), 35–74.
Martin Ludwig Hofmann: Architektur und Disziplin. Über die Formbarkeit menschlicher Existenz in der Moderne. Frankfurt am Main 2000.
Dieter Hoffmann-Axthelm: Die dritte Stadt. Frankfurt 1993, ISBN 3-518-11796-3.
Paul Jones: Sociology of Architecture. Constructing Identities. Liverpool 2009.
Kollektiv: Themenheft Architektur der Gesellschaft. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 25/2009 (15. Juni).
Bernhard Schäfers: Architektursoziologie. 2. durchg. Aufl., Wiesbaden (VS) 2006, ISBN 978-3-531-15030-7.
Oliver Schmidtke: Architektur als professionalisierte Praxis. Soziologische Fallrekonstruktionen zur Professionalisierungsbedürftigkeit der Architektur. Weilerswist 2006.
Herbert Schubert: Empirische Architektursoziologie. In: Die alte Stadt 1/2005, 1-27.
Richard Sennett: Fleisch und Stein. Der Körper und die Stadt in der westlichen Zivilisation. Frankfurt/M. 1997.
Hans Peter Thurn, Architektursoziologie. Zur Situation einer interdisziplinären Forschungsrichtung in der BRD. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 1972, Jg. 24, S. 301-341.Weblinks[Bearbeiten]www.architektur-soziologie Arbeitsgemeinschaft Architektursoziologie in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
archinoah.de Studienarbeiten der Architektursoziologie<!–NewPP limit report
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