Diese Kategorie soll mit dem Sachverständigenwesen zusammenhängende Artikel sammeln. Vorschläge für geeignete Oberkategorien sind willkommen.
<!–NewPP limit report
Parsed by mw1048
Cached time: 20151204013536
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.000 seconds
Real time usage: 0.001 seconds
Preprocessor visited node count: 1/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 0/2097152 bytes
Template argument size: 0/2097152 bytes
Highest expansion depth: 1/40
Expensive parser function count: 0/500
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00%0.0001 – -total
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:464855-0!*!*!*!*!*!* and timestamp 20151204013536 and revision id 26338877–>Unterkategorien
Es werden 3 von insgesamt 3 Unterkategorien in dieser Kategorie angezeigt:In Klammern die Anzahl der enthaltenen Kategorien (K), Seiten (S), Dateien (D)
O
►Organisation (Sachverständigenwesen)‎ (2 K, 16 S)P
►Person (Sachverständigenwesen)‎ (14 S)S
►Sachverständiger‎ (14 S)Seiten in der Kategorie „Sachverständigenwesen“
Es werden 18 von insgesamt 18 Seiten in dieser Kategorie angezeigt:
A
Anbauabnahme
Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem SchwerbehindertenrechtB
Befund (Sachverständiger)
BegutachtungF
FachgebietG
Gesetz über die Entschädigung von Zeugen und Sachverständigen
Grad der Schädigungsfolgen
GutachtenH
Hauptuntersuchung
Health and Safety Executive
HonorargutachtenK
KreditsachverständigerS
Sachverständigenhaftung
Schätzer
SchiedsgutachtenT
TÜVV
Verkehrsanalytisches Gutachten
Versorgungsmedizin-Verordnung

Willkommen bei WikipediaWikipedia ist ein Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten, zu dem du mit deinem Wissen beitragen kannst. Seit Mai 2001 sind 1.887.086&#160;Artikel in deutscher Sprache entstanden.&#160;Geographie &#160;&#160; &#160;Geschichte &#160;&#160; &#160;Gesellschaft &#160;&#160; &#160;Kunst und Kultur &#160;&#160; &#160;Religion &#160;&#160; &#160;Sport &#160;&#160; &#160;Technik &#160;&#160;Wissenschaft
Artikel nach Themen&#160;· Alphabetischer Index&#160;· Artikel nach Kategorien&#160;· Gesprochene Wikipedia
Kontakt&#160;· Presse&#160;· Statistik&#160;· Sprachversionen&#160;· Mitmachen&#160;· Mentorenprogramm
Wikipedia aktuell
Derzeit läuft die aktuelle Spendenkampagne. Gespendet werden kann direkt an den Betreiber, die Wikimedia Foundation, und an die als gemeinnützig anerkannten Vereine Wikimedia Deutschland, Wikimedia CH und Wikimedia Österreich.Artikel des Tages
Die AK Bibliothek Wien für Sozialwissenschaften ist eine österreichische Bibliothek. Es handelt sich um eine öffentlich zugängliche und kostenlos benutzbare wissenschaftliche Bibliothek, sie befindet sich im Erdgeschoss des Hauptgebäudes der Kammer für Arbeiter und Angestellte (AK) in Wien. Die AK Bibliothek Wien ist Österreichs bedeutendste Spezialbibliothek im Bereich der Sozialwissenschaften. Sie ist die zentrale Bibliothek der österreichischen Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung, neben ihr gibt es in Österreich sechs weitere Bibliotheken der AK-Länderkammern. Der knapp 500.000 Bände und 900 Zeitschriften umfassende Bestand konzentriert sich auf die Gebiete Politik, Zeitgeschichte, Sozialpolitik, Arbeitsmarktpolitik, Umweltpolitik, Recht, Wirtschaftswissenschaft, Bildung, Arbeiterbewegung, Frauenforschung und Frauenbewegungen, Psychologie, Sexualität, Soziologie und Philosophie. Österreichweite Verwendung bis in die 1990er fand die in den frühen 1980ern an der AK Bibliothek Wien entwickelte Bibliothekssoftware BIBOS. &#160;– Zum Artikel …
Archiv&#160;· Weitere exzellente und lesenswerte Artikel&#160;· &#160;RSS-FeedWas geschah am 20. Dezember?
1015&#160;–&#160;Der Tod von Bischof Eido I. führt mit der Erwähnung in Thietmar von Merseburgs Chronik zum ersten urkundlichen Auf­scheinen der Stadt Leipzig.
1815&#160;–&#160;Der Sinologe James Legge, der unter anderem Werke wie die Fünf Klassiker des Konfuzianismus ins Englische über­trug, wird geboren.
1910&#160;–&#160;Aus Experimenten in seinem Labor schließt Ernest Rutherford, dass sich Atome entgegen dem thomson­schen Atom­modell aus einem Atomkern und der Atomhülle zusammen­setzen (ruther­fordsches Atom­modell).
1955&#160;–&#160;Cardiff wird zur Hauptstadt von Wales.
1990&#160;–&#160;Nach der deutschen Wiedervereinigung und der Wahl am 2. Dezem­ber tritt der Bundes­tag als erstes frei gewähltes gesamt­deutsches Parlament seit 1932 zusammen.Weitere Ereignisse&#160;· &#160;RSS-FeedIn den NachrichtenHandball-WM der Frauen&#160;• Mutter Teresa&#160;• Parlamentswahl in SpanienMit der Zeche Auguste Victoria&#160;(Bild) wurde die vorletzte Zeche im Ruhrgebiet geschlossen.
Vertreter der beiden rivalisierenden Regierungen haben in der marokkanischen Stadt Skhirat ein Friedensabkommen zur Beendigung des Bürgerkriegs in Libyen unterzeichnet.
Dem saudi-arabischen Blogger Raif Badawi ist in Abwesenheit der Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments verliehen worden.Weitere aktuelle Ereignisse&#160;·&#160;WikinewsKürzlich Verstorbene
Kurt Masur (88), deutscher Dirigent (†&#160;19.&#160;Dezember)
Léon Mébiame (81), gabunischer Politiker (†&#160;18.&#160;Dezember)
Hayaishi Osamu (95), japanischer Biochemiker (†&#160;17.&#160;Dezember)
Hans-Jürgen Hinrichs (82), deutscher Handballspieler (†&#160;16.&#160;Dezember)
Ernst Lewinger (84), deutscher Grafiker und Maler (†&#160;11.&#160;Dezember)Weitere kürzlich VerstorbeneSchon gewusst?Der einst erfolgreiche Hollywoodstar Maurice Costello musste zuletzt als Statist arbeiten.
Der Ehemann von Niloufar Ardalan verhinderte deren Einsatz bei einem Spiel der iranischen Futsalnationalmannschaft.
Édith Piafs Interpretation machte aus einer von Mon légionnaire verlassenen eine begehrende Frau.
Dank Tele-Ski war Wintersport auch im heimischen Wohnzimmer möglich.Weitere neue Artikel&#160;· Frühere Schon-gewusst-ArtikelSchwesterprojekte&#160;Meta-Wiki&#160;–&#160;Koordination &#160;&#160; &#160;Commons&#160;–&#160;Medien &#160;&#160; &#160;Wiktionary&#160;–&#160;Wörterbuch &#160;&#160; &#160;Wikibooks&#160;–&#160;Lehrbücher &#160;&#160; &#160;Wikiquote&#160;–&#160;Zitate &#160;&#160; &#160;Wikiversity&#160;–&#160;Lernplattform &#160;&#160; &#160;Wikisource&#160;–&#160;Quellen &#160;&#160; &#160;Wikinews&#160;–&#160;Nachrichten&#160;&#160; &#160;Wikidata&#160;–&#160;Wissensdatenbank &#160;&#160; &#160;Wikivoyage&#160;–&#160;Reiseführer
<!–NewPP limit report
Parsed by mw1053
Cached time: 20151220092427
Cache expiry: 3600
Dynamic content: true
CPU time usage: 0.130 seconds
Real time usage: 0.177 seconds
Preprocessor visited node count: 653/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 9509/2097152 bytes
Template argument size: 1516/2097152 bytes
Highest expansion depth: 9/40
Expensive parser function count: 0/500
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00% 60.8491 – -total22.19% 13.5041 – Wikipedia:Hauptseite/Jahrestage/Dezember/2020.43% 12.4341 – Wikipedia:Hauptseite/Artikel_des_Tages/Sonntag16.60% 10.1035 – Vorlage:Jahrestag16.02%9.7511 – Vorlage:AdT-Vorschlag13.41%8.1571 – Vorlage:FormatZahlLokal12.99%7.9021 – Wikipedia:Hauptseite/Wikipedia_aktuell 8.50%5.1731 – Vorlage:FormatZahl 7.60%4.6221 – Wikipedia:Hauptseite/Interwikis 5.83%3.5493 – Vorlage:Bildgröße
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:pcache:idhash:5248757-0!*!0!!de!4!* and timestamp 20151220092427 and revision id 140459035–>

Abkürzung: WP:KAT
Autorenportal &gt; Richtlinien &gt; Systematik &gt; KategorienRichtlinien
Grundprinzipien
Artikel
SystematikNamens­konventionen
Begriffsklärung
Kategorien
Listen
Verlinken
Formatierung
ThemenbereicheKategorien sind in der Wikipedia ein Mittel, mit dem Seiten nach bestimmten Merkmalen eingeordnet werden können. Eine Seite kann einer oder mehreren Kategorien zugewiesen werden; die Kategorien können ihrerseits wieder anderen Kategorien zugeordnet sein (Hierarchisierung in Unter- und Oberkategorien). Sie werden stets am Ende einer Seite angezeigt.
Technische Fragen zur Kategorisierung (vor allem Wikisyntax) werden unter Hilfe:Kategorien behandelt.
Kategorien werden in der Wikipedia für verschiedene Zwecke eingesetzt, beispielsweise:Die Einordnung von Artikeln in eine inhaltliche Systematik, siehe auch WP:WikiProjekt Kategorien/Einordnung von Kategorien. Beachte hier insbesondere die Unterscheidung von Kategorietypen: Objektkategorie („ist-ein“-Einordnung), Themenkategorie („gehört-zu“-Einordnung) und Struktur- und Metakategorien.
Die Zuweisung von Artikeltypen zu Artikeln
Grundlage für statistische Auswertungen über die Zusammensetzung der Artikel
Zur Markierung von Seiten zu internen Zwecken (versteckte und Wartungskategorien)Unter WP:Namenskonventionen/Kategorien sind Übereinkünfte aufgeführt, wie Kategorien benannt werden sollen. Für Fragen der Wartung von Einzelkategorien hilft das WikiProjekt Kategorien.Inhaltsverzeichnis
1 Grundlegendes1.1 Hinweise für Autoren
1.2 Größe von Kategorien
1.3 Aufteilen von Kategorien
1.4 Namenskonventionen
1.5 Kategoriebeschreibungen
1.6 Reihenfolge von Kategorien in Artikeln
1.7 Sortierung der Artikel und Unterkategorien einer Kategorie
1.8 Schnittmengenkategorien und Software
2 Kategorisierung2.1 Personen2.1.1 Personen nach Staat
2.1.2 Personen nach Ort
2.2 Zeitliche Sachsystematik
3 Strukturübersichten und Diskussionsorte3.1 Hauptstamm der Kategorien
3.2 Nebenzweige oder Teilbäume
4 Alternativen zu Kategorien
5 Listen aller Kategorie-Artikel
6 Tools zu den Kategorien
7 Theoretischer Hintergrund
8 Meinungsbilder
9 Diskussionen
10 Siehe auchGrundlegendes
Seiten werden in der Wikipedia durch ein sehr flexibles Verfahren kategorisiert. Dieses Verfahren ist multihierarchisch und lässt mehrfache Zuordnungen zu. Dabei gibt es zwei Prinzipien der Kategorisierung:Facettenklassifikation: ein Themengebiet ist in verschiedene Bereiche eingeteilt, jeder Bereich enthält gleichberechtigte Eigenschaften (Facetten), jedem Artikel wird aus einem Bereich eine Eigenschaft zugeordnet, ein Artikel erhält so mehrere Kategorien aus unterschiedlichen Bereichen
Hierarchische Klassifikation: ein Bereich eines Themengebiets wird unterteilt in Unterbereiche, die wiederum in Unterbereiche eingeteilt werden können; die verschiedenen Eigenschaften werden untergeordnet, ein Artikel erhält so eine Kategorie, die eine Schnittmenge aus verschiedenen Bereichskategorien darstelltIn der Wikipedia werden beide Klassifizierungsarten kombiniert angewendet.
Prinzipiell kann jeder Autor jede Kategorie definieren, in der Hierarchiestruktur umhängen etc. Damit diese wünschenswerte Freiheit jedoch nicht dazu führt, dass das Kategoriensystem durch Verwucherung unbrauchbar wird, gilt für die deutschsprachige Wikipedia folgendes Verfahren:Die Grobstruktur der Kategorisierung in einzelne Hauptkategorien, Hauptabteilungen und Artikeltypen wird durch interessierte Nutzer im Konsens festgelegt. Sichergestellt werden soll, dass statistische Grobanalysen der Wikipedia jederzeit möglich sind. Dazu muss die Anzahl der obersten Kategorien relativ begrenzt sein. Weiterhin soll das Anlegen nicht funktionierender Hierarchiestrukturen so schwer wie möglich gemacht werden.
Änderungen an dieser Grobstruktur können nur mit neuer Konsensfindung und unter sorgfältiger Abwägung bezüglich der ‚Folgekosten‘ geschehen. Neue Hauptkategorien dürfen nicht ‚einfach so‘ angelegt werden oder müssen gegebenenfalls gelöscht werden, falls sich Widerspruch erhebt.
Unterhalb der Hauptkategorien liegen die Bäume der Fachkategorien, deren Strukturen meist von Fachbereichen in den Portalen und WikiProjekten festgelegt werden.Hinweise für Autoren
Im Allgemeinen sollte eine Seite nicht gleichzeitig in einer Kategorie und einer ihrer Unterkategorien eingeordnet werden.
Autoren, die Seiten klassifizieren möchten, sollten bitte Folgendes beachten:Artikel, die keine Wikipedia:Begriffsklärung sind, werden einer oder mehreren Unterkategorien von Kategorie:!Hauptkategorie als inhaltliche Kategorien zugeordnet.
Portalseiten können ebenfalls inhaltlich kategorisiert werden, sofern es einen direkten Zusammenhang zwischen der Seite und dem Thema der Kategorie gibt. Besser ist jedoch, Portalseiten mittels Vorlage in der Beschreibungsseite einzubinden.
Bilder und andere Dateien werden nur in Unterkategorien von Kategorie:Datei: kategorisiert (Wikipedia:WikiProjekt Dateikategorisierung).
Vorlagen werden nur unterhalb des Kategoriebaums Kategorie:Vorlage: kategorisiert (Hilfe:Vorlagen#Kategorisierung).
Grundsätzlich soll eine Seite nicht gleichzeitig in einer Kategorie und einer ihrer Ober- oder Unterkategorien eingeordnet werden. Ausnahmen hierzu werden in den Beschreibungsseiten der betroffenen Kategorien beschrieben.
Ist man mit der Unterkategorisierung eines Fachbereichs nicht vertraut, empfiehlt es sich, die Seite nur der passenden Oberkategorie zuzuordnen und dem Fachbereich die Detailarbeit zu überlassen.
Neue Kategorien sollten mit den jeweiligen Fachbereichen, sofern vorhanden, abgestimmt werden. Eine Übersicht über die bestehenden Fachbereiche und erarbeiteten Systematiken findet sich hier unter Nebenzweige oder Teilbäume. Gibt es keinen passenden Ansprechpartner für eine neue Kategorie, gibt es auch die Möglichkeit, den Vorschlag auf der aktuellen Tagesseite des WikiProjekts Kategorien zur Diskussion zu stellen.Technische Hinweise zur Zuordnung von Seiten zu Kategorien finden sich unter Hilfe:Kategorien.
Größe von Kategorien
Die Kategorien sollen den Artikelbestand gliedern und dadurch die Wikipedia übersichtlicher machen. Da in Kategorien pro Seite je maximal 200 Unterkategorien und Artikel angezeigt werden, sind Kategorien mit wesentlich mehr Einträgen unübersichtlich und sollten eventuell weiter aufgeteilt werden. Andererseits können zu feine Kategorien mit nur wenigen Einträgen auch das Ziel der Übersichtlichkeit verfehlen. Die Mindestanzahl der Artikel in einer Kategorie hängt vom Zweck der Kategorie ab; eine allgemeingültige Mindestanzahl von Artikeln kann wegen der vielfältigen Kategorisierungsweisen in den verschiedenen Fachbereichen nicht angegeben werden. In jedem Fall als groß genug gilt eine Kategorie mit mindestens 10 Artikeln.
Wenn eine sinnvolle Navigation zwischen Artikeln nur innerhalb einer einzelnen Kategorie möglich ist, ist eine größere Artikelanzahl zu empfehlen. Hat sich dagegen eine geschlossene Systematik etabliert, die eine übergreifende Navigation in mehreren gleichartigen Kategorien ermöglicht, können selbst kleinste Kategorien für mehr Übersicht sorgen. Hier ist vor allem darauf zu achten, dass die Systematik als Ganzes genügend Artikel aufweist. Wichtig: Änderungen an diesen Systematiken sollen zunächst in Fachbereichen/Projekten diskutiert werden. Wünschenswert ist eine Dokumentation des vom Fachbereich/Projekt betreuten Teil des Kategoriensystems an einer für die Allgemeinheit zugänglichen Stelle.
Aufteilen von Kategorien
Sobald es sinnvoll erscheint, eine Kategorie feiner aufzuteilen, sollte sich der entsprechende Fachbereich überlegen, wie dies geschehen soll. Die wichtigste Frage ist, nach welchem Merkmal? Häufig bietet es sich an, eine Systematik über viele ähnlich gelagerte Kategorien hinweg anzulegen, die jedoch nicht in allen diesen Kategorien dann auch tatsächlich realisiert werden muss – wenn etwa die Unterkategorien zu klein würden. Am einfachsten ist es, Schnittmengenkategorien wie unten beschrieben zu bilden, die aber nicht immer einen Nutzen bieten. Oder man kann inhaltliche Merkmale für die Aufteilung innerhalb nur einer Kategorie finden. Die Kategorie:Mathematiker ist beispielsweise über Schnittmengenkategorien zunächst nach dem Merkmal der Wirkungszeit aufgeteilt – Schnittmengenbildung mit den Kategorien Kategorie:Person (20. Jahrhundert) nach Tätigkeit, Kategorie:Person (19. Jahrhundert) nach Tätigkeit usw., die auch bei anderen Personengruppen so Anwendung finden –, die dabei sich ergebende Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert) dann spezifisch weiter nach Arbeitsgebieten.
Namenskonventionen
Für das Anlegen der Kategorien gelten die allgemeinen Namenskonventionen analog. Auf weitere Einzelheiten wird in den speziellen Namenskonventionen für Kategorien eingegangen.
Kategoriebeschreibungen
Für jede Kategorie wird eine Seite angelegt, die wie jede andere Seite der Wikipedia bearbeitet werden kann. Sie sollte den Zweck der Kategorie beschreiben und sie inhaltlich von benachbarten und ähnlichen Kategorien abgrenzen. Aus Kategoriename und -beschreibung sollte möglichst klar hervorgehen, was in die Kategorie einzuordnen ist und was nicht. Falls die Kategorie Teil einer Hierarchie ist, für die bestimmte Regeln oder Konventionen gelten, sollten diese nochmals kurz wiedergegeben werden (Beispiel: Kategorie:Isländischer Musiker).
Besonders wichtig ist die Kategoriebeschreibung, wenn eine Kategorie nach aller Erfahrung häufig falsch verwendet wird. Zu lange Beschreibungen (Beispiel: alte Fassung der Kategorie:Taiwan) sind zu meiden, und ganz besonders, dass der untere Abschnitt mit der Liste der Teilkategorien und Seiten beim Laden zunächst unsichtbar bleibt.
Erfahrungsgemäß ignorieren viele Benutzer Beschreibungsseiten. Seiten werden von Benutzern auch nach Kriterien wieihrem allgemeinen und vagen Verständnis des Kategoriennamens
dem Vorbild bereits kategorisierter ähnlicher Seiten
allgemeinen Konventionen bei der Einordnung von Seitenin Kategorien eingeordnet. Umso wichtiger ist es, einen treffenden Kategorienamen zu prägen. Gelingt dies, dann wird die aussagekräftig benannte Themenkategorie meist auch korrekt verwendet. In ihrer Beschreibung genügt dann meist schon ein Verweis auf einen Hauptartikel zum Thema, dessen Lemma im Idealfall auch noch den Kategoriennamen trägt; allenfalls muss man noch Hinweise auf verwandte Kategorien geben.
Wenn eine Kategoriebeschreibung unzureichend ist und du sie nicht selbst verbessern kannst, kannst du den Wartungsbaustein {{Kategoriebeschreibung überarbeiten}} einfügen.
Reihenfolge von Kategorien in Artikeln
Es wird empfohlen, die Kategorien vom Besonderen hin zum Allgemeinen anzuordnen, vgl. etwa Wikipedia:Formatvorlage Biografie.
Sortierung der Artikel und Unterkategorien einer Kategorie
Wo eine Seite in einer Kategorie aufgelistet wird, lässt sich bei der Zuweisung der Kategorie festlegen. Siehe dazu Hilfe:Kategorien#Sortierung der Seiten in einer Kategorie.
Schnittmengenkategorien und Software
Schnittmengenkategorien fassen die gemeinsamen Artikel von zwei Kategorien zusammen. Beispielsweise enthält Kategorie:Ska-Musiker die Artikel, die zur Schnittmenge von Kategorie:Musiker und Kategorie:Ska gehören. Dies erlaubt das schnellere Auffinden von Ska-Musikern, die sonst sowohl zur Kategorie Musiker und zur Kategorie Ska gehören würden, dort aber jeweils untergingen und schwer auffindbar wären. Schnittmengenkategorien sind also dann sinnvoll, wenn die Überkategorien zu unübersichtlich werden. Außerdem erleichtern sie die Wartung, da die Einordnung eines gemeinsamen Artikels nicht in einem der beiden Themengebiete vergessen werden kann.
Zum Erstellen solcher Kategorien bietet sich die Verwendung von CatScan an, mit dem automatisch die Schnittmenge zweier Kategorien angezeigt werden kann. Damit wird das vollständige Auffinden aller in die Schnittmengenkategorie einzufügenden Artikel erleichtert. Die Möglichkeit zeigt auch, dass das Anlegen von Schnittmengenkategorien Nachteile birgt: Während eine Datenbankabfrage per Software automatisch die Schnittmenge liefert, müssen angelegte Kategorien gepflegt werden. Leider ist die Leistungsfähigkeit der Wikimedia Labs, auf dem CatScan läuft, nicht ausreichend, um die Schnittmengenanzeige auch den lesenden Benutzern zur Verfügung zu stellen.
Kategorisierung
Personen
Personen nach Staat
In die jeweiligen Unterkategorien nach Staat sollen Personen nur einsortiert werden, die für diesen Staat eine relevante Bedeutung (z.&#160;B. durch Wirkung oder Ehrung) erlangt haben. Die Aufteilung erfolgt gemäß der Liste der Staaten der Erde. Vergleiche auch Kategorie:Person nach Staatsangehörigkeit.
Personen nach Ort
In die jeweiligen Unterkategorien nach Ort sollen Personenartikel möglichst nur einsortiert werden, wenn ein Ort von herausragender Bedeutung für die Biographie der Person ist. Diese Verbindung ist im Artikel zu belegen, zum Beispiel anhandihrer Haupt-Wirkungsorte
von Ehrenbürgerschaftenoder mindestens zwei der folgenden Kriterien:Geburtsort
Längster Lebensort
Letzter LebensortZeitliche Sachsystematik
Die Kategorie Zeitliche Sachsystematik ordnet Wikipedia-Sachthemen nach Zeitrechnung.
Strukturübersichten und Diskussionsorte
Hauptstamm der Kategorien
Wer eine Übersicht über alle Kategorien von Anfang an erhalten möchte, sollte dies über den Hauptstamm tun.
Nebenzweige oder Teilbäume
Die einzelnen Fachbereiche, wie Redaktionen, Projekte und Portale, verfügen häufig über eine eigene Anlaufstelle für Diskussionen und Fragen. Eine Übersicht befindet sich unter: Wikipedia:WikiProjekt Kategorien/Fachbereiche. Siehe auch Wikipedia:Themenbereiche.
Alternativen zu Kategorien
Neben Kategorien existieren in Wikipedia verschiedene andere Mechanismen, die die Navigation und Strukturierung der Artikel erleichtern. Dies sind unter anderemListen
Tabellen
Navigationsleisten
Normale Links zwischen Artikeln
Die Funktion Links auf diese Seite (Hilfe:Spezialseiten)
Verschiedene Namensräume für normale Artikel, Wikipedia, Bilder, Vorlagen, …
Bewertungsbausteine und andere Vorlagen
Typ-Angaben bei der Georeferenzierung von ArtikelnVor der Verwendung einer Kategorie sollte deshalb im Einzelfall überlegt werden, ob andere Mechanismen wie zum Beispiel normale Links nicht aus verschiedenen Gründen vorzuziehen sind.
Die Kategorien können eine Übersicht bieten über die Lemmata, die bereits als Artikel fertig gestellt sind. Sie bieten auch keine zusätzlichen Informationen, wie es zum Beispiel in biographischen Listen mit Angaben zu Lebensdaten und Herkunft möglich ist. Mit Hilfe von Listen kann –&#160;bei gewissenhafter Sammlung und sinnvoller Anordnung&#160;– festgestellt werden, welche Lemmata noch fehlen (rote Links).
Listen aller Kategorie-ArtikelSpezial:Kategorien – einfache Auflistung aller erstellten Kategorien
Spezial:Kategorienbaum – aktuelle dynamische Abbildung der Kategorienstruktur
Neue Kategorien
Spezial:Nicht kategorisierte Seiten – Artikel ohne KategorienTools zu den KategorienLabs/Tools zu Kategoriencatanalyzer: Kategoriebäume und vieles Andere
categorycount: Artikel in einer Kategorie
relatedchanges: Änderungen an Seiten einer Kategorie
Bildung von Schnittmengen (CatScan)
Kategorien-Einträge nach Alter, d.&#160;h. Liste der neuesten Mitglieder einer Kategorie
Benutzer:MerlBot/InAction zeigt den kompletten Kategoriebaum (?) einer Kategorie. Kann auch zur Auswertung neuer Kategorien in einer Kategorie verwendet werden.
Hilfe:Kategoriebaum – mehrere Werkzeuge zur Anzeige von KategoriebäumenTheoretischer Hintergrund
Das Kategoriensystem der Wikipedia ist ein Thesaurus, der teilweise nach Art einer Klassifikation aufgebaut ist und teilweise Qualifikatoren benutzt. Die Hierarchische Recherche ist auf den Kategorie-Seiten möglich (erfordert JavaScript; eine Visualisierung ist mit vcat/render „Catgraph“ möglich). Ein informationswissenschaftlicher Vergleich von Klassifikation, Social Tagging und dem Kategoriensystem der Wikipedia findet sich in dem Paper Collaborative thesaurus tagging the Wikipedia way.
Meinungsbilder
Nr.
Meinungsbild
Ende am
Ergebnis
Status
1
Wikipedia:Meinungsbilder/Personen-Städte-Kategorien
Juni 2005
Das Ergebnis wird ab 27. Juni 2005 wie folgt umgesetzt:Die den Stadt-Kategorien (Kategorie:Mainzer etc.) zugeordneten Personen werden in die Stadtartikel eingearbeitet. Als Formatvorlage wird die im Eintrag Erlangen verwendete Form benutzt.
Die Kategorien werden geleert und per SLA mit Bezug auf dieses Meinungsbild gelöscht.
Ausgenommen sind „volle“ Kategorien, bei denen der Stadteintrag gesprengt würde. Sie werden zunächst gesammelt, um dann zu entscheiden ob es eine Persönlichkeiten-der-Stadt-Kategorie oder eine Liste geben soll (siehe oben, kein eindeutiges Votum).
Die Regionen-Kategorien werden geleert und per SLA mit Bezug auf dieses Meinungsbild gelöscht.- 09:37, 21. Jun 2005 He3nry (nachgetragen)überholt durch Nr. 3
2
Wikipedia:Meinungsbilder/Kategorien, die Personen nach politischer Ausrichtung zusammenfassen
September 2005
Eine sehr deutliche Mehrheit hat sich grundsätzlich gegen solche Kategorien ausgesprochen. Schade; aber dann sei es eben so. Ich werde in den nächsten Tagen entsprechende Löschanträge stellen (für Kategorie:Anarchist, Kategorie:Kommunist, Kategorie:Marxist, Kategorie:Rechtsextremist – fehlt noch etwas?), um diese Willensäusserung der Wikipedia-Gemeinschaft umzusetzen. Gestumblindi 01:13, 23. Sep 2005 (CEST)3
Wikipedia:Meinungsbilder/Kategorien für Personen (Ort)
September 2005
Von 50 Teilnehmern an der Abstimmung haben 27 (54&#160;%) für und 22 (44&#160;%) gegen den Vorschlag gestimmt (1 Enthaltung). Der Antrag wird von der Mehrheit der teilnehmenden Wikipedianer unterstützt. Sobald die von Arcy angesprochene Softwarelösung in der WP verfügbar ist kann jedoch auf eine Kategorisierung gemäß diesem MB verzichtet werden. –SteveK 10:07, 26. Sep 2005 (CEST). Die Wertung des Meinungsbildes als angenommen wird von einigen jedoch anzweifelt, siehe
Ergebnis Diskussion.
De facto sind inzwischen Personenkategorien auf Basis von Gemeinden weitgehend etabliert. –Benutzer:Matthiasb 14:19, 12. Aug. 2014 (CEST)Siehe Kategorie:Person nach Ort
4
Wikipedia:Meinungsbilder/Kategorisierung der Benutzer-aus-Vorlagen
September 2005
Wegen geringer Beteiligung in Diskussionsphase abgebrochen. — Timo Müller Diskussion 14:19, 8. Sep 2005 (CEST)5
Kategorien:Mann/Frau
Ende Januar 2006
Keine förmliche Abstimmung, Kategorien bleiben erhalten. –Gestumblindi 22:43, 23. Okt. 2006 (CEST)
siehe Kategorie:Mann, Kategorie:Frau
6
Kategorisierung von Bands
Feb 2006
22 Pro für Löschung der Kategorie:Bands nach Jahrzehnt, Befürworter verschiedener Zeitkategorien max. 8 Stimmen. Fazit: Bands sollen nur nach Herkunftsland und Musikstil kategorisiert werden.
Kategorie:Musikgruppe weiter ohne Zeitsystematik
7
Unterbringung und Kategorisierung von Albenartikeln
25. März 2006
Kategorisierung über das Genre, Albenartikel als Unterseiten der Interpreten. Genaue Auswertung –Gestumblindi 23:15, 23. Okt. 2006 (CEST)8
Kategorienname mit Geografiebezug
22. April 2006
Antrag zur Vereinheitlichung von Kategorien-Lemmata wurde abgelehnt (22 Pro, 23 Contra + 4 Ablehnungen des MB, 2 Enthaltungen) –Gestumblindi 23:34, 23. Okt. 2006 (CEST)9
Kategorie Linksextremismus
12. Mai 2006
Soll es die Kategorie Linksextremismus geben? (25 Pro, 11 Kontra, 48 Ablehnungen des MB) Fazit: Mehrheitliche Ablehnung des Meinungsbildes –Jodec 23:21, 20. Mai 2006 (CEST)
Kategorie:Linksextremismus, Lemma gesperrt durch Benutzer:Head am 7. Februar 2007
10
Kategorienwartung
27. August 2006
eine klare Mehrheit konnte weder für den Status quo noch für das WikiProjekt gefunden werden. Ein Kompromiss, der auch die Abstimmkommentare berücksichtigt, wurde erarbeitet. — sebmol&#160;?&#160;! 12:17, 27. Aug 2006 (CEST) –Gestumblindi 02:42, 24. Okt. 2006 (CEST)
siehe Wikipedia:WikiProjekt Kategorien
11
Entfernen der Geburtsjahr- bzw. Sterbejahr-Kategorien
25. September 2006
eine deutliche Mehrheit sprach sich für den Status quo aus. — sebmol ? ! 22:21, 25. Sep 2006 (CEST) –Gestumblindi 02:47, 24. Okt. 2006 (CEST)
gibt es noch
12
Einordnung der Wissenschaftskategorien
16. Oktober 2006
Bei relativ geringer Beteiligung hat sich die Mehrheit für eine Einordnung unter der Kategorie:Wissenschaft ausgesprochen. Eine ausführlichere Zusammenfassung gibt es hier. –Gratisaktie 11:39, 17. Okt. 2006 (CEST) –Gestumblindi 02:57, 24. Okt. 2006 (CEST)
LA gegen das Meinungsbild scheiterte
13
Gefahr von übler Nachrede oder Beleidigung bei Kategorien
20. Dezember 2006
Ohne Ergebnis beendet. (35 Ablehnungen des MBs bei weniger als 10 abstimmenden Pro-/Contra-Stimmern) –nodutschke 12:20, 21. Dez. 2006 (CET)14
Bilder in Kategorien
21. Januar 2007
Gegen Bilder in Kategorien sprach sich eine Mehrheit von 64&#160;% Prozent aus–NearEMPTiness 16:35, 19. Dez. 2010 (CET)15
Kategorisierung per Vorlage
28. April 2007
Meinungsbild mit 12:60 Stimmen abgelehnt. – SDB 21:56, 28. Jul. 2010 (CEST)16
Inselkategorien
10. Juni 2007
Die Mehrheit stimmte für die Pro-Variante 1 (Kategorisierung von Inseln grundsätzlich nach Staat und nach Kontinent, bei strikter Trennung der Kategoriebäume). Einzelheiten zur Stimmverteilung finden sich hier. –Zollwurf 17:04, 11. Jun. 2007 (CEST)
Kategorie:Insel
17
Bildkategorisierung
12. Oktober 2008
Das MB wurde mit 154 Prostimmen und einer Gegenstimme angenommen. 2 Stimmen enthielten sich und eine lehnte das Meinungsbild ab. – SDB 21:56, 28. Jul. 2010 (CEST)
Kategorie:Datei:Wikipedia:Meinungsbilder/Kategorien Rechtsextremismus und Linksextremismus (letzte Änderung: 13. Mai 2006, nicht gelaufen!)
Wikipedia:Meinungsbilder/Archiv/Richtlinien für Kategorien, bei denen Falscheinordnungen zu Ehrverletzungen führen können (letzte Änderung: 15. Dezember 2009, nicht gelaufen!)DiskussionenWikipedia Diskussion:Kategorien
Wikipedia:WikiProjekt Kategorien
Wikipedia:Kategorien/Zukunftswerkstatt
Wikipedia Diskussion:Namenskonventionen/Kategorien
Wikipedia:Weiterleitung#KategorisierungSiehe auchAlle Seiten im Kategorie-Namensraum<!–NewPP limit report
Parsed by mw1057
Cached time: 20151212102005
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.126 seconds
Real time usage: 0.171 seconds
Preprocessor visited node count: 825/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 3831/2097152 bytes
Template argument size: 744/2097152 bytes
Highest expansion depth: 9/40
Expensive parser function count: 1/500
Lua time usage: 0.013/10.000 seconds
Lua memory usage: 833 KB/50 MB
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00% 63.3851 – -total53.09% 33.6491 – Vorlage:Shortcut15.60%9.8891 – Vorlage:Index-Mitmachen12.86%8.1521 – Vorlage:Hilfeseite-Projektseite 9.53%6.0431 – Vorlage:Hilfeseite-Projektseite/core 8.99%5.7011 – Vorlage:Wikipedia-Konventionen 8.34%5.2891 – Vorlage:Vorlage 4.49%2.8453 – Vorlage:Hilfe/style 4.22%2.6721 – Vorlage:Subpage
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:pcache:idhash:224676-0!*!0!!de!4!* and timestamp 20151212102005 and revision id 147736424–>

Sachverhalt ist ein interdisziplinärer Begriff, unter dem die Gesamtheit aller Aussagen zu einem abgegrenzten Themenbereich verstanden wird.Inhaltsverzeichnis
1 Allgemeines
2 Aussagenlogik
3 Rechtswissenschaft
4 Sonstiges
5 Literatur
6 Weblinks
7 EinzelnachweiseAllgemeines[Bearbeiten]
Entgegen der Bedeutung in der Umgangssprache sind Sachverhalte nicht mit Tatsachen gleichzusetzen. Ein Sachverhalt ist in der Wissenschaftstheorie lediglich der Gegenstand einer Aussage.[1] Ein Sachverhalt ist solange fiktiv, bis er einer Überprüfung unterzogen und verifiziert wurde. Dann wandelt er sich zur wahren Aussage, zur Tatsache.[1] Wurde er hingegen für falsch eingestuft („falsifiziert“), handelt es sich um eine „negative Tatsache“, die keinen Sachverhalt darstellt.
Hier enden die Gemeinsamkeiten. Denn Sachverhalte sind Forschungsgegenstand insbesondere in der Aussagenlogik, Wissenschaftstheorie und Rechtswissenschaft. Da diese Disziplinen jeweils unterschiedliche Erkenntnisobjekte aufweisen, müssen die Definitionen des Sachverhalts-Begriffs notwendig unterschiedlich ausfallen. Der Begriff „Arbeit“ hat schließlich in der Physik einen anderen Inhalt als in der Volkswirtschaftslehre. Physikalische Arbeit ist vereinfacht definiert Kraft x Weg (Treppensteigen ist in diesem Sinne Arbeit, beim Treppenabsteigen erhält man aus der Natur die Arbeit). Arbeit ist in der Volkswirtschaftslehre hingegen ein Produktionsfaktor, der alle planmäßigen menschlichen Tätigkeiten zur Einkommenserzielung umfasst.
Für den Duden ist Sachverhalt „die Gesamtheit aller in einem bestimmten Zusammenhang bedeutsamen Umstände oder Tatsachen“, mithin sind für den Duden die Tatsachen ein Teil des Sachverhalts. Philosophie, Wissenschaftstheorie und Recht haben jedoch gemeinsam, dass sie Sachverhalt und Tatsache als zwei voneinander zu trennende Begriffe auffassen. Tatsachen sind nur wahre Sachverhalte. Wenn ein Sachverhalt besteht, nennt ihn Ludwig Wittgenstein eine (einfache) Tatsache. Für den Philosophen Edmund Husserl ist Sachverhalt „der Zusammenhang der Sachen.“[2] Für Bertrand Russell kann der Sachverhalt eine Tatsache sein, eine Tatsache aber niemals ein Sachverhalt; ein Sachverhalt kann bestehen oder nicht bestehen, eine Tatsache ist ein bestehender Sachverhalt. Sachverhalt ist die deutsche Übersetzung des lateinischen „status rerum“.[3] Er bezeichnet jedoch nicht die Sachen selbst, sondern die Stellung derselben zueinander, etwa was sie verbindet oder trennt.[4]
Aussagenlogik[Bearbeiten]
Die Aussagenlogik hat eher mit Sachverhalten zu tun als mit Tatsachen. Sie ist eine Theorie über die Existenz von Sachverhalten. Werden Aussagen miteinander verknüpft, ergibt sich die Aussage über einen Sachverhalt. Eine Aussage ist ein atomares sprachliches Gebilde, das einen Sachverhalt intendiert und dadurch die Eigenschaft erhält, wahr oder falsch zu sein. Demnach ist eine Aussage nur dann wahr, wenn sie mit dem intendierten Sachverhalt übereinstimmt. Das Bestehen oder Nichtbestehen einer Tatsache ist abhängig vom Bestehen oder Nichtbestehen eines Sachverhalts.[5] In der Philosophie ist ein Sachverhalt der Gegenstand einer Aussage, die beschreibt, wie etwas beschaffen ist.[6] Eine Bedingung formuliert einen Sachverhalt, der in bestimmter Weise Voraussetzung für einen anderen Sachverhalt ist.[7] Ohne den Begriff des Sachverhalts lässt sich keine Aussagenlogik betreiben.[8]
Die Grenzen sinnvoll formulierter Sachverhalte zeigte Ludwig Wittgenstein 1922 im Tractatus Logico-Philosophicus auf. Sie liegen dort, wo Unklarheit darüber besteht, unter welchen Bedingungen man einen Sachverhalt als Tatsache einstufen wird. Der Bereich der Sachverhalte ist damit nicht durch die Naturgesetze bestimmt. Dass der Kölner Dom 37 km hoch ist, formuliert einen Sachverhalt (auch wenn es nach den Naturgesetzen unmöglich sein sollte, ein Bauwerk dieser Höhe zu errichten). Die Formulierung kann als sinnvoll eingestuft werden, da wir eine Vorstellung davon haben, was der Fall sein müsste, wenn sie wahr wäre (dann müssten die Türme in die Stratosphäre reichen …); wir können nach den bestehenden Vereinbarungen darüber, was mit Sätzen wie „… ist 37 km hoch“ notiert ist, entscheiden, ob dies der Fall ist oder nicht, indem wir die Turmhöhen durch eine Messung feststellen. Nach Wittgenstein ist diese Angleichung an die Realität (Korrespondenztheorie) notwendig, um eine Tatsache festzustellen. Nach der Messung steht der Sachverhalt nun als eine Tatsache fest, und zwar dass der Dom 157,38 m hoch war (zum Zeitpunkt der Messung).
Wittgensteins Analyse des Sprachgebrauchs erlaubte einige logische Feststellungen: Die Menge der Sachverhalte ist größer als die der Tatsachen, sie bindet sich nicht an Naturgesetze und auch nicht an vorherige Beobachtungen. Wohl aber impliziert ein Sachverhalt eine theoretische Überprüfbarkeit der mit ihm getroffenen Aussage. Im selben Moment ließen sich die Grenzen sinnvoller Aussagen von Sachverhalten definieren: Aussagen, bei denen unklar ist, was der Fall sein soll, wenn sie wahr sind, sind unverständlich formuliert und insofern sinnlos. Aussagen zu Kausalität und ethische Leitsätze haben ebenso wenig abbildenden Charakter. Als Realität abbildende Aussagen sind sie streng genommen sinnlos.
Rechtswissenschaft[Bearbeiten]
Sachverhalt im Recht ist der zweckhafte Sinnzusammenhang von rechtserheblichem menschlichen Verhalten, von Rechtsverhältnissen, Rechtstatsachen oder von Daten und Fakten der kulturell-sozialen Wirklichkeit im Hinblick auf rechtlich geregeltes menschliches Verhalten. Während der Tatbestand meist generell-abstrakt ist, ist der Sachverhalt individuell-konkret.[9]
Zu den wichtigsten Maximen der Rechtsprechung gehört die Sachverhaltsaufklärung. Gerichten obliegt die Pflicht, den ihnen zur Entscheidung unterbreiteten Sachverhalt auszuschöpfen und sämtlichen Unklarheiten, Zweifeln oder Widersprüchen von Amts wegen nachzugehen.[10] Nach der Aufklärung des Sachverhalts hat das Gericht in freier Beweiswürdigung gemäß §&#160;286 Abs. 1 ZPO zu entscheiden, ob eine tatsächliche Behauptung für wahr oder nicht wahr zu erachten ist. Der Sachverhalt wird im Wege der Beweiswürdigung vom Gericht festgestellt und sodann im Rahmen der Subsumtion einer Rechtsnorm unterworfen.[11] Hilfsmittel zur Erfassung des Sachverhalts sind Zeittafeln (Daten im zeitlichen Ablauf) und Skizzen des Ablaufgeschehens oder des Beziehungsgeflechts von Personen/Unternehmen.[11]
Die Streitparteien neigen dazu, den Sachverhalt (Geschehnisablauf) – möglicherweise begünstigt durch Wahrnehmungsmängel − für sich günstig zu präsentieren, so dass dasselbe Geschehnis dem Gericht unterschiedlich nuanciert wiedergegeben wird. Rechtsanwälten, Steuerberatern oder Notaren obliegt nach ständiger Rechtsprechung des BGH eine Pflicht zur umfassenden Aufklärung des Sachverhalts. Der Notar hat nach §&#160;17 BeurkG den Willen der Beteiligten zu erforschen und den Sachverhalt zu klären. Art.&#160;103 Abs. 1 GG verpflichtet das Gericht, den Vortrag der Parteien zur Kenntnis zu nehmen und bei seiner Entscheidung in Erwägung zu ziehen.[12] Vom Gericht festgestellte Sachverhalte sind stets bewiesen; was im Gerichtsverfahren nicht bewiesen werden kann, wird nicht in den Sachverhalt aufgenommen und gilt als nicht geschehen. Der in der Niederschrift beurkundete Sachverhalt bildet nach dem Gesetz − ohne Rücksicht auf die wirklichen Vorkommnisse − in der Hauptverhandlung die Grundlage des Verfahrens, insbesondere für das Revisionsverfahren.[13] Die richterliche Überzeugungsbildung strebt nach der absoluten Wahrheit, die jedoch wegen der erkennbaren Unvollkommenheit der menschlichen Erkenntnis nie erreicht werden könne.[14] Der einem Urteil zugrundeliegende Sachverhalt ist ein verfahrensinternes Konstrukt, denn ein Verfahren produziert seine eigene Wahrheit selbst.[15]
Sonstiges[Bearbeiten]
Bei der Erarbeitung eines Sachverhalts, etwa anhand von aktenkundigen Zeugenaussagen oder Polizeiberichten dürfen keine wesentlichen Umstände weggelassen oder hinzugefügt werden. Der Fehler von Jurastudenten, in einer Sachverhaltsdarstellung Aussagen zu machen, die sich nicht aus mitgeteilten Tatsachen ergeben, sondern aus eigener Interpretation, heißt unter Prüfern „Sachverhaltsquetsche“. Der zu bearbeitende Sachverhalt versteht sich als konkreter Lebenssachverhalt, also die sprachlich umgesetzte Wiedergabe eines – wenn auch kleinen – Ausschnitts aus der gesellschaftlichen Lebenswirklichkeit.[16]
Die grundlegende Frage­stellung zu einem Sachverhalt bezeichnet man als Kardinalfrage.
Literatur[Bearbeiten]David Malet Armstrong: A World of States of Affairs, Cambridge University Press, Cambridge 1997 (deutsch: Sachverhalte, Sachverhalte, Berlin 2004, ISBN 3-936532-33-8)
Barry Smith: Sachverhalt (PDF; 10,2&#160;MB), Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 8, J. Ritter, K. Gründer (Hrsg.), Stuttgart und Basel, ISBN 3-796506-92-5Weblinks[Bearbeiten]Mark Textor:&#160;States of Affairs. In: Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy
Kevin Mulligan und Fabrice Correia:&#160;Facts. In: Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of PhilosophyEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ a b Gerold Wünsch: Einführung in die Philosophie der Chemie. Königshausen &amp; Neumann, 2000, ISBN 978-3-826-01843-5, S.&#160;28 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
↑ Edmund Husserl, Logische Untersuchungen, Erster Teil, 1900, S. 228
↑ Jacob und Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch, 1893, Sp. 1609
↑ Rolf-Albert Dietrich: Sprache und Wirklichkeit in Wittgensteins Tractatus. Walter de Gruyter, 1973, ISBN 978-3-111-35528-3, S.&#160;22 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
↑ Ralf Goeres: Die Entwicklung der Philosophie Ludwig Wittgensteins. Königshausen &amp; Neumann, 2000, ISBN 978-3-826-01819-0, S.&#160;358 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
↑ Helmut Seiffert: Einführung in die Wissenschaftstheorie: Bd. Wörterbuch der wissenschaftstheoretischen Terminologie. C.H.Beck, 1997, ISBN 978-3-406-42200-3, S.&#160;155 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
↑ Helmut Seiffert: Einführung in die Wissenschaftstheorie: Bd. Wörterbuch der wissenschaftstheoretischen Terminologie. C.H.Beck, 1997, ISBN 978-3-406-42200-3, S.&#160;37 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
↑ Reinhardt Grossmann: Die Existenz der Welt. Walter de Gruyter, 2004, ISBN 978-3-110-32410-5, S.&#160;96 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
↑ Günther Winkler: Raum und Recht. Springer Vienna, 1999, ISBN 978-3-709-16807-3, S.&#160;140ff (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
↑ BGH, Urteil vom 30. November 2010, Az: VI ZR 25/09
↑ a b Thomas Zerres: Bürgerliches Recht. Springer, 2005, ISBN 978-3-540-22687-1, S.&#160;4 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
↑ BVerfGE 83, 24, 35
↑ BGH, Urteil vom 19. Dezember 1951, Az: 3 StR 575/51
↑ Bernd Kalsbach, Anwaltsblatt 1951, S. 110
↑ Klaus Ferdinand Gärditz: Strafprozeß und Prävention. Mohr Siebeck, 2003, ISBN 978-3-161-47965-6, S.&#160;67 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
↑ Peter Bringewat: Methodik der juristischen Fallbearbeitung. W. Kohlhammer Verlag, 2007, ISBN 978-3-170-19671-1, S.&#160;21 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!
Normdaten&#160;(Sachbegriff): GND: 4193465-9 (AKS)
<!–NewPP limit report
Parsed by mw1103
Cached time: 20151210001730
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.163 seconds
Real time usage: 0.184 seconds
Preprocessor visited node count: 1586/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 6975/2097152 bytes
Template argument size: 1955/2097152 bytes
Highest expansion depth: 11/40
Expensive parser function count: 0/500
Lua time usage: 0.032/10.000 seconds
Lua memory usage: 1.28 MB/50 MB
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00%140.9121 – -total55.53% 78.252 10 – Vorlage:Google_Buch25.24% 35.568 10 – Vorlage:Str_find 8.04% 11.3362 – Vorlage:SEP 5.57%7.8451 – Vorlage:Normdaten 5.15%7.2612 – Vorlage:§ 4.82%6.7916 – Vorlage:Boolandnot 2.88%4.0591 – Vorlage:Art. 2.82%3.9801 – Vorlage:Rechtshinweis 2.20%3.1024 – Vorlage:Booland
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:49616-0!*!0!!de!4!* and timestamp 20151210001730 and revision id 148679679–>

Diese Kategorie beinhaltet Artikel, die sich mit dem Fach Psychologische Diagnostik befassen. Psychologische Diagnostik ist ein Prüfungsfach. Psychodiagnostik wird synonym verwendet, ist eher die ältere Bezeichnung. Die einzelnen Tests sollten in Kategorie:Psychologisches Testverfahren aufgeführt werden.
<!–NewPP limit report
Parsed by mw1181
Cached time: 20151204005241
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.004 seconds
Real time usage: 0.004 seconds
Preprocessor visited node count: 1/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 0/2097152 bytes
Template argument size: 0/2097152 bytes
Highest expansion depth: 1/40
Expensive parser function count: 0/500
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00%0.0001 – -total
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:2172664-0!*!0!*!*!*!* and timestamp 20151204005241 and revision id 40618872–>Unterkategorien
Es werden 2 von insgesamt 2 Unterkategorien in dieser Kategorie angezeigt:In Klammern die Anzahl der enthaltenen Kategorien (K), Seiten (S), Dateien (D)
P
►Psychologisches Testverfahren‎ (4 K, 111 S)T
►Testkonstruktion (Psychologie)‎ (16 S)Seiten in der Kategorie „Psychologische Diagnostik“
Es werden 64 von insgesamt 64 Seiten in dieser Kategorie angezeigt:
&#160;
Psychologische Diagnostik
Psychologischer TestA
Adaptives Testen
Ambulantes Assessment
Anamneseerhebung in der Psychologischen Diagnostik
Area under the curve
Assessment-Center
Aufforderungscharakter (Psychologie)B
Barnum-Effekt
Biostruktur-AnalyseC
Computerunterstützte Psychodiagnostik
Constructive Developmental FrameworkD
Diagnostische Kompetenz
Differential item functioning
DIN 33430E
Educational Testing Service
Eignungsdiagnostik
Eignungstest
Exploration in der Psychologischen DiagnostikF
FragebogenG
GutachtenI
Instrument zur Erfassung von Schlüsselkompetenzen
Intelligenztest
International Test CommissionK
Klinische Skalen
Konstituentenansatz
KörperbildL
Leistungstest (Psychologie)
Lokale stochastische UnabhängigkeitM
Management Audit
Management-Diagnostik
Mikrowelten
Multimodale Diagnostik
Multitrait-Multimethod-MatrixN
Neuropsychologische Diagnostik
Normalrangtransformation
NormwertskalaP
Personaldiagnostik
Persönlichkeitsfragebogen
Persönlichkeitstest
Plananalyse
Prognose (Psychologie)
Projektiver Test
Psychologisches Gutachten
PsychometrieQ
Qualitätssicherung in der Psychologischen DiagnostikR
RATZ-Index
Reliabilitäts-Validitäts-Dilemma
RohwertS
Schnelligkeitstest und Niveautest
Screening
Spearman-Brown-Formel
Structure of IntellectT
Taylor-Russell-Tafeln
Testbatterie
Testindustrie
Testpsychologie
Testtheorie
Testtrennwert
TiefeninterviewU
UrteilstestV
Verhaltens- und ProblemanalyseW
Wiener KoordinationsparcoursZ
Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik

Die Institution Gutachterausschuss für Grundstückswerte wurde in der Bundesrepublik Deutschland 1960 mit dem damaligen Bundesbaugesetz geschaffen. Ziel war und ist, durch ein unabhängiges Kollegialgremium von Immobiliensachverständigen für Transparenz auf dem Grundstücksmarkt zu sorgen. Dazu erhalten die Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse Kopien aller in ihrem Zuständigkeitsbereich abgeschlossenen Immobilienkaufverträge von den Notaren übersandt. Die wertrelevanten Daten aus den Kaufverträgen werden von den Gutachterausschüssen in aggregierter Form in der Kaufpreissammlung geführt. Die Daten werden unter mathematisch-statistischen Gesichtspunkten bei Wahrung des Datenschutzes analysiert und in zusammengefasster Form publiziert. Sie sind Grundlage von Verkehrswertgutachten privater Sachverständiger oder Beleihungswertgutachten der Banken. Der Gutachterausschuss erstellt auch selbst Gutachten über den Verkehrswert bebauter und unbebauter Grundstücke sowie der Rechten an Grundstücken (Immobilien). Gesetzliche Grundlage ist der § 192 BauGB (siehe Baugesetzbuch). Die Aufgaben der Gutachterausschüsse sind in §§ 193 ff. BauGB geregelt. Die Gutachterausschüsse sind gemäß Ermächtigungsverordnung nach §§ 199 BauGB von den Bundesländern eingerichtete Ausschüsse, die z.&#160;B. in Baden-Württemberg bei den Kommunen, in Nordrhein-Westfalen bei den Vermessungs- und Katasterämtern der kreisfreien Städte und Landkreise und in Niedersachsen bei den Regionaldirektionen des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) angesiedelt sind.Inhaltsverzeichnis
1 Zusammensetzung
2 Aufgaben
3 Weitere Aufgaben
4 Obere Gutachterausschüsse
5 Siehe auch
6 WeblinksZusammensetzung[Bearbeiten]
Neben dem Vorsitzenden, der Bediensteter der Behörde sein soll, für deren Bereich der Gutachterausschuss gebildet wurde (in der Regel das Landratsamt, das Kreisverwaltungsreferat bzw. Kataster- oder Vermessungsämter), gehören auch Mitarbeiter der zuständigen Finanzbehörden oder Finanzämter zum Gutachterausschuss. Darüber hinaus hat der Gutachterausschuss ehrenamtliche Mitglieder, die freiberuflich oder als Angestellte von Banken oder Versicherungen als Immobiliensachverständige tätig sind. In Frage kommen insbesondere Architekten, Bauingenieure, Immobilienökonomen, Betriebswirte, Vermessungsingenieure oder landwirtschaftliche Sachverständige. Der Vorsitzende hat mehrere Stellvertreter, die in der Regel die gleichen Bestellungsvoraussetzungen erfüllen müssen wie der Vorsitzende.
Aufgaben[Bearbeiten]
Die Aufgaben sind im Einzelnen:Erstellung von Verkehrswertgutachten
Gutachten über die Höhe von Entschädigungen im Zusammenhang mit Rechtsverlusten (Enteignung oder sonstige Vermögensnachteile)
Ermittlung und Publikation von Bodenrichtwerten
Ermittlung von sonstigen zur Wertermittlung erforderlichen Daten, dazu gehören Kapitalisierungszinssätze (Liegenschaftszinssätze); Sachwertfaktoren; Umrechnungskoeffizienten und Vergleichsfaktoren (Gebäudefaktor bzw. Ertragsfaktor)Die hierfür benötigten Befugnisse sind in § 197 BauGB geregelt.
Weitere Aufgaben[Bearbeiten]
Nicht im Gesetz geregelt sind weitere Aufgaben, die in der Regel von Gutachterausschüssen wahrgenommen werden:Erteilung von Bodenrichtwert- und anderen Auskünften
Erstellung von Mietwertübersichten
Erstellung von Gutachten über Miet- und PachtwerteObere Gutachterausschüsse[Bearbeiten]
Nach der aktuellen Änderung des Baugesetzbuches im Rahmen des Erbschaftssteuerreformgesetzes (Gesetz zur Reform des Erbschaftsteuer- und Bewertungsrechts – Erbschaftsteuerreformgesetz – ErbStRG) vom 28. November 2008 ist die ursprüngliche "Kann-Regelung" des BauGB zur Einrichtung von Oberen Gutachterausschüssen zur Verpflichtung erhoben worden. Nach der – ab dem 1. Juli 2009 geltenden – Änderung des § 198 BauG sind für den Bereich einer oder mehrerer höheren Verwaltungsbehörden obere Gutachterausschüsse oder zentrale Geschäftsstellen zu bilden, wenn in dem Bereich der höheren Verwaltungsbehörde mehr als zwei Gutachterausschüsse gebildet sind. Demnach sind für alle Bundesländer Obere Gutachterausschüsse oder zentrale Stellen zu bilden. Für die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg trifft dies nicht zu.
Siehe auch[Bearbeiten]Grundstücksbewertung
MarktwertWeblinks[Bearbeiten]Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse
Text der Gutachterausschussverordnung von Nordrhein-Westfalen
Text der Gutachterausschussverordnung von Rheinland-Pfalz
Internetseite der Gutachterausschüsse in Niedersachsen
Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!
<!–NewPP limit report
Parsed by mw1022
Cached time: 20151217161639
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.018 seconds
Real time usage: 0.022 seconds
Preprocessor visited node count: 77/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 622/2097152 bytes
Template argument size: 0/2097152 bytes
Highest expansion depth: 3/40
Expensive parser function count: 0/500
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00%4.5961 – Vorlage:Rechtshinweis
100.00%4.5961 – -total47.11%2.1651 – Vorlage:Bausteindesign2
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:144015-0!*!0!!de!4!* and timestamp 20151217161639 and revision id 144133152–>

Objektivität (von lateinisch obiectum, dem Partizip Perfekt Passiv von obicere: das Entgegengeworfene, der Vorwurf oder der Gegenwurf) bezeichnet die Unabhängigkeit der Beurteilung oder Beschreibung einer Sache, eines Ereignisses oder eines Sachverhalts vom Beobachter beziehungsweise vom Subjekt. Die Möglichkeit eines neutralen Standpunktes, der Objektivität ermöglicht, wird verneint.[1] Objektivität ist ein Ideal der Philosophie und der Wissenschaften. Da man davon ausgeht, dass jede Sichtweise subjektiv ist, werden wissenschaftlich verwertbare Ergebnisse an bestimmten, anerkannten Methoden und Standards des Forschens gemessen.Inhaltsverzeichnis
1 Begriffsgeschichte
2 Objektivität in der Philosophie2.1 Objektivität und Erkenntnistheorie2.1.1 René Descartes
2.1.2 John Locke
2.1.3 Berkeley und Hume
2.1.4 Alexander Baumgarten
2.1.5 Kant
2.2 Intersubjektive Objektivität2.2.1 Charles Sanders Peirce
2.2.2 Max Weber
2.2.3 Karl Popper
2.2.4 Jürgen Habermas
2.2.5 Niklas Luhmann
2.2.6 Ernst von Glasersfeld
2.2.7 Harding und Haraway
3 Objektivität der Geistes- bzw. Kulturwissenschaften3.1 Der hermeneutische Rahmen
3.2 Hermeneutische Objektivität
3.3 Hermeneutik und Empirie
4 Objektivität der Naturwissenschaften
5 Objektivität der Medien
6 Siehe auch
7 Literatur
8 Weblinks
9 QuellenBegriffsgeschichte[Bearbeiten]
Der Begriff der Objektivität unterliegt wie alle philosophischen Begriffe einem historisch schwankenden Sprachgebrauch. Der Sprachgebrauch 'objektiv' hat sich sogar von einer bestimmten Bedeutung in deren Gegenteil verwandelt. Als im 14. Jahrhundert bei Philosophen wie Duns Scotus und Wilhelm von Ockham die Eigenschaft 'objektiv' auftauchte, stand das&#160;»esse objektive«&#160;- im Unterschied zur modernen Auffassung – für die Beurteilung eines Gegenstandes oder Sachverhaltes, die sich aus den praktischen und kulturell erworbenen Kenntnissen eines Menschen ergab. In diesem Sinne galt&#160;»esse objektive«&#160;als gesicherte Aussage über Fakten.[2] Dieses Erkennen wurde als 'intuitive Erkenntnis' bezeichnet[3]. Die 'intuitive Erkenntnis' tauchte in etwas gewandelter Weise bei Edmund Husserl in seiner Idee der 'Wesensschau' wieder auf.
Der Beginn des modernen Sprachgebrauchs von 'Objektivität' wird der Zeit der Aufklärungsphilosophie zugerechnet. Mit Kants Transzendentalphilosophie wurde Objektivität zum ersten Leitprinzip der Philosophie und der Wissenschaften überhaupt. 'Objektiv' war für Kant das, was der Verstand mit Hilfe der ihm ohne jede Erfahrung, d.&#160;h. apriorisch vorhanden, bereits innewohnenden Kategorien und Begriffe nach bestimmten Methoden erkannte. So werde absolut verlässliches Wissen erworben. Mit Kants Analyse ('Kritik') der 'reinen Vernunft' wurden Philosophen und Wissenschaftlern in ihrem Wunsch bestärkt, dass objektive Erkenntnisse erreichbar seien. Bereits Platon hatte unter Voraussetzung von unveränderlichen Ideen, die jedem zugänglich seien, behauptet, dass Menschen sichere Kenntnisse über die ständig sich verändernden sinnlichen Gegenstände möglich sind. Weitestgehend unbeachtet blieben Zeitgenossen Kants wie Johann August Heinrich Ulrich und Johann Christian Lossius –– die von sensualistischen Sichten ausgingen und Kants Begründung der Objektivität durch apriorische Kategorien und Begriffe nicht teilten.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts zeigte sich, dass die Probleme mit der transzendentalphilosophischen Objektivität mit der Verbreitung materialistischer und marxistischer Philosophien, zusammen mit den Forschungsergebnissen in Physik, Physiologie und Psychologie massiv zunahmen. Die Philosophen Karl August Traugott Vogt, Jakob Moleschott, Ludwig Büchner und Heinrich Czolbe veröffentlichten ihre materialistischen Auffassungen, die objektive Erkenntnisse in Frage stellten. Aber auch Naturwissenschaftler wie Richard Avenarius mit seiner dem Kantischen Ansatz widersprechenden Kritik der reinen Erfahrung und Ernst Mach mit Die Analyse der Empfindungen und das Verhältnis des Physischen zum Psychischen verwarfen Objektivität, weil sie sich nicht aus dem sinnlich Erfahrbaren (Empirie) ableiten lasse. Husserls und Roman Ingardens Ideen für eine 'starke' Objektivität im Sinne Kants gegen diese materialistischen Ansätze erwiesen sich nicht als Ausweg.
Mit der Jahrhundertwende meldeten sich Philosophen und Wissenschaftler u.&#160;a. Friedrich Nietzsche, Fritz Mauthner, Hartwig Kuhlenbeck (1897–1984), Richard Wahle (1857–1935), Werner Heisenberg und der frühe Michel Foucault zu Wort: Sie hielten rationalistische Objektivität und objektives Wissen für unmöglich und rieten davon ab, entsprechende Ideen weiter zu verfolgen.[4]
Sprachwissenschaftler stellten für die Gegenwart fest, dass Philosophie- und Wissenschaftshistoriker ungeachtet des Sprachgebrauchs den Begriff „Objektivität“ häufig so verwenden, als ob er keinen historischen Veränderungen unterliege. „Die begriffsgeschichtliche Wörterbucharbeit der letzten Jahrzehnte hat … das traditionelle Selbstbild des philosophischen Denkens in einem Maße erschüttert, das bis heute noch kaum wahrgenommen worden ist.“ Heute werden Begriffe nicht mehr an 'reinen Ideen' gemessen, sondern an ihrem Sprachgebrauch.[5]
In pragmatischen, psychologischen und naturwissenschaftlichen Bereichen schließt man Objektivität inzwischen aus, ohne darauf zu verzichten, den Begriff weiterhin zu verwenden. Seine Bedeutung wird einem anderen Verständnis angepasst. Objektivität soll durch Beachtung gesellschaftlicher Übereinkünfte und Normen begründet werden. Man bezeichnet dies auch als intersubjektive Objektivität. Davon gehen auch die gegenwärtigen Diskurstheorien aus. Es wird daher gefordert, wissenschaftliche Ergebnisse und Erfahrungen von Fachleuten immer wieder zu hinterfragen. Auch neurobiologische Forschungsergebnisse lassen den Schluss zu, dass Objektivität Illusion ist. Im Gehirn des Menschen entsteht kein Abbild der Welt, wie Philosophen seit Jahrhunderten in ihren Erkenntnistheorien voraussetzten. Laien und Wissenschaftler konstruieren – durch neuronale Prozesse und Aktivitäten im Gehirn veranlasst – ihr Weltbild.[6] Wissenschaftler haben – wie Laien auch – individuelle Sichten, die ihre Arbeitsweise und ihre Forschungsergebnisse beeinflussen. Die Fragen zu klären, wie dies geschieht und welche Folgen dies für die Wissenschaften haben kann, haben Philosophen wie z. B. George Berkeley und David Hume schon vor 300 Jahren als ihre Aufgabe angesehen und ihre Beiträge dazu veröffentlicht.[7]
Objektivität in der Philosophie[Bearbeiten]
Die Brisanz des Begriffes nahm mit den Erkenntnistheorien der Aufklärungszeit zu. Einige Philosophen gingen davon aus, dass sie Fundamente für Objektivität legen können, indem sie "mentale Prozesse oder die Aktivität des Vorstellens oder Darstellens" bei Menschen untersuchten.[8] Andere beschränkten sich darauf festzustellen, dass Menschen aus sinnlichen Reizerlebnissen das konstituieren, was sie glauben zu wissen. Wie dies geschähe, könne im Einzelnen nicht beobachtet werden.[9]
Objektivität und Erkenntnistheorie[Bearbeiten]
Spätestens das Ereignis der Reformation (1517) hatte für viele erlebbar eine bis dahin dominante Sicherheit und Einheit von Glauben und Wissen in Frage gestellt. Diese schon im 13. Jahrhundert durch Philosophen und Theologen des Klerus, sowie durch Juristen und Mediziner eingeleitete Ernüchterung hatte weitreichende Folgen. Philosophen – damals noch ein Sammelbegriff für Geistes- und Naturwissenschaftler – konnten sich für die Zuverlässigkeit ihrer Forschungsergebnisse, nicht mehr unbestritten auf die scholastische Metaphysik, die überlieferte Autorität renommierter Gelehrter bzw. auf Gott als Garanten berufen.[10]
Francis Bacon hatte 1620 mit seinem "Novum Organum scientiarum", ("Neues Werkzeug der Kenntnisse"), für die Wissenschaften gefordert, dass sie im Unterschied zur herkömmlichen Praxis frei von scholastisch-dogmatischen Prinzipien des Denkens bzw. der Vernunft vorangehen und dass ihre Forschungsergebnisse experimentell nachprüfbar sein sollten.[11]
René Descartes[Bearbeiten]
René Descartes folgte mit Ideen für wissenschaftliche Methoden (Discours de la méthode, 1637) und deren Begründung durch seine Erkenntnistheorie (Meditationes de prima philosophia,1641). Wenn Gelehrte sich an seinen Methoden und seiner Erkenntnistheorie orientierten, sollte Objektivität i. S. von 'so ist die Welt beschaffen' möglich sein. Descartes behauptete dazu eine grundlegende Zweiteilung der Welt in 'Etwas, das ausgedehnt ist' (res extensa) und in 'Etwas, das denkt' (res cogitans). Das Denken, genauer der Verstand verarbeite Repräsentationen des 'Ausgedehnten', die ihm über die Sinne direkt zugänglich seien, mit Hilfe 'apriorischer Ideen' ('ideae innatae').[12] Diese 'apriorischen Ideen' erkenne der Mensch 'klar und deutlich'. Objektivität ergab sich so für ihn aus dem selbstgewissen Denken, bzw. aus dem Vermögen, diese 'ideae innatae' auf das Ausgedehnte anzuwenden.[13] Philosophen entwickelten in den folgenden Jahrhunderten unter den Bezeichnungen 'Erkenntnistheorie' bzw. 'Epistemologie' variierende Antworten auf die Probleme, die der Cartesianische Vorschlag aufwarf[14]
John Locke[Bearbeiten]
John Locke widerlegte in seinem Hauptwerk Ein Versuch über den menschlichen Verstand, 1690 in London erschienen, Descartes Behauptung, dass wissenschaftliche Objektivität sich durch Denken bzw. Vernunft allein begründen ließe. Apriorische Ideen seien sowohl unerkennbar als auch für den Erwerb von Wissen unnötig. Das menschliche Bewusstsein sei bei der Geburt wie ein weißes Blatt Papier (Tabula rasa), auf das die Erfahrung erst schreibe. Ausgangspunkt jeder Erkenntnis sei die sinnliche Wahrnehmung, bzw. die Erfahrung, die auch für einfache Ideen sorge, die anlässlich sinnlicher Ereignisse abstrahiert werden. Dieses Verfahren wird auch Induktion genannt. Die Erkenntnis entstehe daher aus der Erfahrung, der Abstraktion einfacher Ideen und dem Vermögen der Vernunft, Wahrnehmungen zu Abbildern, komplexen Ideen und Begriffen zu verarbeiten. Objektivität ließ sich so nicht begründen. Wissenschaftler, so Locke, sollten stattdessen Hypothesen als Leitgedanken ihrer Forschung bilden und benutzen. Objektivität gäbe es nur in den abstrakten Wissenschaften, wie der Mathematik, wo sinnliche Phänomene keine Rolle spielten.[15]
Berkeley und Hume[Bearbeiten]
George Berkeley und David Hume hielten Objektivität für unerreichbar. Das was Menschen körperlich wahrnehmen ('perzipieren') und ausschließlich Gegenstand des Denkens ist, ließe sich mit der 'ausgedehnten Welt' nicht abgleichen.[16] Von diesen beiden Aufklärern wurde kein eigentlicher, erkenntnistheoretischer Beitrag geleistet. Sie beschäftigten sich mit epistemologischen Themen. Beide verwarfen die Behauptung Lockes, dass 'einfache Vorstellungen' abstrahiert werden können, als reine Spekulation.[17] Beide gingen davon aus, dass Menschen nur Vorstellungen ('perceptions') haben, die durch Sinnesreize und Veränderungen der Organlagen('sensations') hervorgerufen werden. Diese Vorstellungen werden nach einfachen Prinzipien der menschlichen Natur zu komplexen Vorstellungen verbunden und daraus Schlussfolgerungen (Wissen) gezogen. Diese Art 'Wissen' betrachteten sie stets als vorläufig und irrtumsträchtig. Hume empfahl daher den Gelehrten seine moderate skeptische Methode: "Ich beginne mit klaren und sich aus der Sache ergebenden Grundannahmen, gehe behutsam und jeden Schritt sichernd weiter, überdenke immer wieder meine Schlussfolgerungen und prüfe die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen sehr genau. … ich halte dies für die einzige Methode, durch die ich hoffen kann, Zutreffendes herauszufinden und einigermaßen dauerhafte und begründete Aussagen machen zu können.”[18]
Alexander Baumgarten[Bearbeiten]
Die Mehrheit der deutschen Aufklärungsphilosophen behauptete, dass Objektivität durch exaktes Definieren von Begriffen aus apriorischen Ideen möglich sei. Alexander Gottlieb Baumgarten, ein Schüler Christian Wolffs schlug vor, den Begriff 'Objektivität' nicht mehr – wie Descartes – als mentale Eigenschaft des Erkennenden zu verwenden. Der Begriff 'Objektivität' sollte stattdessen als eine vom Erkennenden unabhängige Eigenschaft von Ereignissen, Aussagen oder Einstellungen sein, der mit 'Wahrheit' bedeutungsgleich wurde.[19] Unter 'Begriffen' verstand Baumgarten Sachen, die körperlich nicht wahrnehmbar sind. Er definierte jeden Begriff und setzte definierte Begriffe in Beziehung zueinander. Auf diese Weise entstand – wie in der Mathematik – ein geschlossenes System, das widerspruchsfrei und in diesem Sinne objektiv war. Es sollte widerspruchsfreie, d.&#160;h. objektive Aussagen über Ereignisse und sinnliche Gegenstände ermöglichen.[20] Baumgartens 'Metaphysik' wurde im 18. Jahrhundert als die am weitesten verbreitete Textgrundlage philosophischer Vorlesungen an deutschen Universitäten von Philosophieprofessoren benutzt. Kant verwendete sie fast vierzig Jahre lang als Grundlage für seine Vorlesungen über Metaphysik, Anthropologie und Religion.[21]
Kant[Bearbeiten]
Die erste deutsche Übersetzung von Humes Enquiry of Human Understanding erschien 1755, von Johann Georg Sulzer unter dem Titel Philosophische Versuche über die menschliche Erkenntnis verfasst.[22] Immanuel Kant fühlte sich durch Hume aus seinem "dogmatischen Schlummer geweckt"[23] und schrieb seine Kritik der reinen Vernunft, mit der er Grundlagen für ein objektives, wissenschaftliches Forschen aufzeigen wollte. Er begegnete damit, dem – wie er urteilte – Humeschen Skeptizismus, um diesen für alle Zeiten aus der Philosophie auszuschließen. Kant akzeptierte die sinnlichen Wahrnehmungen als Beginn allen Erkennens. Er begründete die Objektivität der Erkenntnis durch die Behauptung, dass jedem Erkennenden formale mentale Eigenschaften zur Verfügung stehen, wie die Anschauungsformen von Raum und Zeit, den Kategorien und Begriffen des Verstandes, die vor jeder Erfahrung gegeben seien und die er deshalb als 'apriorisch' charakterisierte. Da man bei diesen mentalen Eigenschaften den Eindruck habe, dass die allen Menschen zu Verfügung stehen, nannte er sie 'transzendental', d.&#160;h. scheinbar außerhalb des Subjektiven gültig und daher auch scheinbar objektiv. Er fügte eine transzendentale Methodenlehre hinzu, die den richtigen Gebrauch dieser Eigenschaften verbürgen sollte. Diese Methodenlehre erst begründete die allgemeine Gültigkeit der 'transzendentalphilosophischen Erkenntnisse'. Allgemeingültigkeit war schließlich – neben den spontanen apriorischen Hervorbringungen des Verstandes – bei Kant das ausschlaggebende Kennzeichen der objektiven Gültigkeit von Aussagen und Begriffen. Interpretatoren gingen davon aus, dass er damit 'intersubjektive Objektivität' gemeint habe.[24]
Intersubjektive Objektivität[Bearbeiten]
Charles Sanders Peirce[Bearbeiten]
Nach dem semiotischen Modell von Charles Sanders Peirce ist Objektivität die Zielvorstellung einer 'wahren Gesamttheorie der Realität', die nie fassbar ist, weil Menschen es immer mit 'Zeichen' zu tun haben und nicht mit der Realität. Ein Zeichen ist etwas, das für etwas anderes steht und für jemanden eine Bedeutung hat. Zeichen, bzw. Interpretationen können Menschen nicht aufheben. Sie werden spontan vom Verstand hervorgebracht, sie werden kommuniziert und bei Bedarf weiter verändert. Dies wiederholt sich endlos. Menschen brechen den prinzipiell unendlichen Interpretationsprozess ab, wenn sie handeln. Eine Gesamttheorie, bzw. Objektivität sei höchstens als gemeinsame, intersubjektive Leistung denkbar.[25]
Max Weber[Bearbeiten]
Für den Soziologen Max Weber, der in seinem berühmten Aufsatz von 1904 seinem eigenen Selbstverständnis nach auf Marx und Nietzsche antwortet, gibt es „keine schlechthin ‚objektive‘ wissenschaftliche Analyse des Kulturlebens oder … der ‚sozialen Erscheinungen‘“. Erkenntnis von Kulturvorgängen geschehe in der „individuell geartete[n] Wirklichkeit des Lebens“ in Abhängigkeit von „Wertideen“ und sei „stets eine Erkenntnis unter spezifisch besonderten Gesichtspunkten“.[26]
Karl Popper[Bearbeiten]
Popper der Begründer des Kritischen Rationalismus, verteidigte den Begriff der Objektivität.[27] Er kritisierte zwar die klassische Sichtweise zum Begriff der Objektivität, nach der Wissen und Erkenntnis durch Begründungsmethoden seine Objektivität erhalte und die Objektivität für die Richtigkeit und Zuverlässigkeit des Wissens garantieren könne. Aber er wies darauf hin, dass Objektivität zumindest im Sinne von intersubjektiver Überprüfbarkeit möglich sei. Später erweiterte er seine Sicht und sprach sich für Objektivität im Sinn von 'so ist die Welt' aus, denn auch wenn eine Annahme nicht begründet werden könne, könne sie dennoch wahr sein und mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Wenn sie tatsächlich wahr sei, dann könne sie nicht nur intersubjektiv überprüft werden, sondern auch ihre Konsequenzen wären objektiv zutreffend. Er übernahm Churchills Beispiel der Sonne: Man könne die zutreffende Annahme, dass sie extrem heiß und daher für Lebewesen tödlich sei, nicht nur überprüfen, sondern wer in die Sonne fliege, der erleide auch objektiv den Tod. Popper blieb damit im unhintergehbaren Zirkel des kulturell erworbenen Wissens und verwendete für dessen Einordnung und dem Umgang damit den Glauben an die Evolution und die Objektivität.[28]
Jürgen Habermas[Bearbeiten]
Habermas hält Objektivität für unmöglich. Sie sei auch nicht wünschenswert, da die Wissenschaften durch erreichte Objektivität eine „spezifische Lebensbedeutsamkeit" einbüßten“.[29] Er setzt die Offenlegung „erkenntnisleitender Interessen“[17] an die Stelle der Objektivität. Beispielhaft vorgeführt wird das von Hans-Ulrich Wehler in der Einleitung seiner „Deutsche[n] Gesellschaftsgeschichte“.[30]
Niklas Luhmann[Bearbeiten]
Für Niklas Luhmann sind Objektivität und Subjektivität keine Gegensätze, sondern ähnliche Begriffe in verschiedenartigen Systemen. Objektiv ist, was sich im Kommunikationssystem (= Gesellschaft) bewährt, subjektiv ist, was sich im einzelnen Bewusstseinssystem (grob gesprochen: im Kopf eines Menschen) bewährt. Bewusstseinssysteme können dann „subjektiv das für objektiv halten, was sich in der Kommunikation bewährt, während die Kommunikation ihrerseits Nicht-Zustimmungsfähiges als subjektiv marginalisiert“.[31]
Ernst von Glasersfeld[Bearbeiten]
Nach Ernst von Glasersfeld, einem Vertreter des Radikalen Konstruktivismus, ist alle Wahrnehmung und jede Erkenntnis subjektiv. Intersubjektiv wird eine Erkenntnis dann, wenn auch andere Menschen diese Erkenntnis erfolgreich anwenden. Da auch deren Erkenntnis aber subjektiv ist, wird damit keine Objektivität gewonnen, sondern eben nur Intersubjektivität. Damit ist aber auch keine Erkenntnis der Realität, 'so wie sie ist', möglich. Von Glasersfeld beansprucht daher, die in erkenntnistheoretischen Konzepten für Objektivität vorausgesetzte Trennung von Objekt und Subjekt – wie bei Descartes – überwunden zu haben.[32]
Harding und Haraway[Bearbeiten]
Die Feministinnen des Poststrukturalismus Sandra Harding und Donna Haraway unterscheiden zwei Arten von Objektivität: die "schwache" und die "strenge". Die 'schwache Objektivität' ist die traditionelle, männlich dominierte Objektivität der Wissenschaften. Um eine 'strenge Objektivität' zu erreichen, müssten Forscher und Forscherinnen den Standpunkt ihrer eigenen sozialen Gruppenzugehörigkeit in die wissenschaftliche Arbeit bewusst mit einbeziehen. Es sei davon auszugehen, dass Gruppen, die beherrscht werden, zu besseren Objektivierungen kommen.[33]
Objektivität der Geistes- bzw. Kulturwissenschaften[Bearbeiten]
Allgemeine Aussagen über den gegenwärtigen Stand, bzw. Standard von Objektivität sind angesichts der Fülle von Interpretationen nur unter Vorbehalt möglich. Darauf verweisen neue Bezeichnungen, wie z. B. Objektivierung, Objektivation und deren Pluralbildungen. Es ist von 'Objektivitäten' die Rede und außerdem hat jede Wissenschaft ihre spezifischen Vorstellungen von und Umgangsweisen mit Objektivität, die ständigen Veränderungen unterworfen sind und individuell benutzt werden. Objektivität wird daneben als Eigenschaft von Einstellung bzw. Verhalten verstanden: 'objektiv' hat hier dann die Mitbedeutung von 'neutral' oder 'sachlich'.
Objektivität ist in den vorwiegend empirisch orientierten Wissenschaften, die es auch in traditionellen Geisteswissenschaften gibt, inhaltlich und zeitlich begrenzt. Jede einzelne Wissenschaft fasst ihre Objektivität, indem sie Kriterien bestimmt, die in dieser gemeinsam akzeptiert sind. Sie sind einerseits allgemeiner Art und werden andererseits für konkrete Forschungsprojekte detailliert bestimmt. Dies trifft z.&#160;B. für Testtheorien und andere Verfahren der Datenerhebung bzw. experimentelle Vorgehensweisen in den Naturwissenschaften und Kulturwissenschaften zu. In den jeweiligen Geistes- bzw. Kulturwissenschaften werden gemeinsam akzeptierte theoretische Rahmen gesetzt, innerhalb deren längerfristig wissenschaftsspezifische 'Objektivitäten' entwickelt werden. Dies gilt z.&#160;B. für den Rahmen der Hermeneutik. Es ist außerdem feststellbar, dass in den Geistes- bzw. Kulturwissenschaften über mögliche Objektivierungen verhandelt wird. D.&#160;h. es wird daran gearbeitet subjektive Erlebnisse und Zustände zum Gegenstand objektiver Untersuchungen zu machen und so zu objektivieren.
Der hermeneutische Rahmen[Bearbeiten]
Hans Georg Gadamer veröffentlichte im letzten Jahrhundert "Wahrheit und Methode", einen philosophischen Beitrag, in dem er den Begriff 'Verstehen' als Grundvoraussetzung allgemein geteilter Objektivität in den Mittelpunkt der Betrachtung stellte. Dieser Ansatz fand Eingang in die Theorien der geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschungen.
Auch Otto Friedrich Bollnow ein Zeitgenosse Gadamers hielt Hermeneutik für den Ansatz, mit dem die Geisteswissenschaften ein objektives Profil entwickeln konnten, das auch die ausgeprägte Beziehung dieser Wissenschaften zum menschlichen Leben mit einschloss. Bollnow verband dabei Objektivität mit Wahrheit und ging davon aus, dass sich in den Geisteswissenschaften Allgemeingültigkeit nicht mit gleicher Strenge wie in den Naturwissenschaften erreichen ließe.
Erreichbar aber seiein immer tieferes Eindringen in die Sache.
die eigene erforschte Wahrheit für einen anderen Menschen offen und nachvollziehbar zu machen. Bollnow nannte dies 'Übersubjektivität'.
die Veränderung des Subjektes durch die erkannte Wahrheit der Sache.[34]Hermeneutische Objektivität[Bearbeiten]
Für die Germanistik, Literaturwissenschaft und Komparatistik ergab sich daraus, das objektiv i. S. von allgemeingültig "sich auf Bedeutungen und Werte erstreckt, so … dass diese in einer gegebenen Gemeinschaft verstanden, diskutiert, angenommen oder verworfen werden können."[35] Subjektivität schließt Objektivität mit ein, solange sie sich an der Sache orientiert.[36]
Einen inhaltlich vergleichbaren und umfassenden Rahmen machte Erich Weniger für die geisteswissenschaftliche Pädagogik geltend, als er feststellte, dass Objektivität hier immer die Befangenheit bzw. den Standpunkt des Forschers deutlich macht. Erst diese Befangenheit ermöglicht wahre Objektivität.[37]
Der Historiker Leopold von Ranke wollte 'die Dinge reden lassen und sie so zeigen, wie sie waren'. Schon Jakob Burckhardt hielt die Objektivität der Geschichtswissenschaft für fragwürdig. Historiker sind sich heute darin einig, dass sie Vergangenes, nicht objektiv rekonstruieren können. Es gibt keine vereinzelten beobachtbaren Tatsachen in der Geschichtsschreibung, mit denen experimentiert werden könne. Eine empirische Geschichtswissenschaft bleibt daher eine Illusion. Dagegen setzt man hier im Rahmen der Hermeneutik auf die Objektivität des Geschichtsforschers, die immer auch dessen jeweilige Interpretation mit einschließt. Betont wird, dass erst Quelle, Vorwissen, Interpretation zusammen ein objektives Bild ergeben.[38]
Die relative Objektivität des hermeneutischen Rahmens 'Verstehen' bzw. 'Verständnis' rief Kritik hervor. Die Gefahr sei groß, dass die Wissenschaften sich zu "Instrumentierungen" der Herrschaftsausübung von ausgebildeten Weltanschauungen verändern.[39]
Hermeneutik und Empirie[Bearbeiten]
Der Sozialwissenschaftler Max Weber wendete sich gegen die Vermischung von Objektivität und Parteilichkeit und betonte die Pflicht zur Deutlichkeit.[40] Von Sozialwissenschaftlern wird erwartet, dass sie nach wissenschaftlicher Integrität und Objektivität streben und sich den bestmöglichen Standards in Forschung, Lehre und sonstiger beruflicher Praxis verpflichten.[41] Im Dienst der Objektivität sozialwissenschaftlicher Forschungen werden so u. a. Arbeitsprogramme entwickelt, die vielfältige Formen sozialen Handelns unter den Bedingungen von (aktuellen) Modernisierungsprozessen untersuchen und versuchen den (je typischen) Sinn dieser Handlungsformen zu verstehen. Dabei werden folgende Gütekriterien angewendet: Durchführungsobjektivität, Auswertungsobjektivität und Interpretationsobjektivität, die jeweils durch den Grad der Übereinstimmung von Messergebnissen und Interpretationen abgeglichen werden.[42] Nach ähnlichen Kriterien wird forschend in der empirischen Psychologie und empirischen Pädagogik verfahren.
In der Psychologie wird die wechselhafte Natur der psychischen Phänomene unter strikten Kriterien experimenteller Situationen beobachtet, um so Objektivität im Sinne von Allgemeingültigem zu erhalten. Auf diese Weise werde die Sicht auf komplexe Zusammenhänge verstellt und das Allgemeine nur sehr eingeschränkt gültig. In der Psychiatrie gäbe es nur eine scheinbare Objektivität der angewandten Behandlungsmethoden. Therapie sei stets ein Konstrukt für einen ganz bestimmten Patienten und trotz allen Wissens, bzw. objektiver Kriterien sei nicht zu klären, warum Patienten gesund werden.[43]
Objektivität der Naturwissenschaften[Bearbeiten]
Zurzeit ist keine Veröffentlichung bekannt, die aus naturwissenschaftlicher Perspektive die von Philosophen behauptete Bedeutung von 'Verstehen' im Zusammenhang mit naturwissenschaftlichen Diskursen thematisierte. Wissenschaftstheoretische Hinweise auf 'tief sitzende Denkstile eines bestimmten Denkkollektivs' – wie z. B. Ludwik Fleck sie lieferte – scheinen bisher überwiegend verhallt. Wissenschaftliche Erkenntnisse der Physik und Chemie beziehen sich stets auf Experimente. Hier ein Beispiel aus der Chemie: "Der Wissenschaftler macht seine Experimente … Er tritt unvoreingenommen an die Natur heran (blank page) und fasst die Ergebnisse der Experimente zu Gesetzen zusammen. Ein Beispiel wäre die chemische Synthese. Es werden mehrere chemische Verbindungen Syntheseschritten unterworfen, und das Ergebnis der Synthese wird mit einem analytischen Gerät (z. B. Kernresonanzspektrometer, NMR) untersucht. Man erhält ein bestimmtes Signal. Die Synthese wird mehrfach wiederholt, und man erhält jedes Mal das gleiche Spektrum. Eine derartige wiederholte Wahrnehmung wird Beobachtung genannt. Die Beobachtung wird dann als allgemeingültiger Satz formuliert: 'Wenn Substanz A und Substanz B unter den Bedingungen XY zusammengegeben werden, entsteht C'. Dieser Satz gilt … für alle späteren möglichen Experimente unter entsprechenden Bedingungen."[44]
Die so gewonnenen empirischen Daten werden ausgewertet und auf allgemein beschreibbare Vorgänge untersucht. Die quantitativen Messergebnisse werden nach mathematischen Zusammenhängen der gemessenen Größen bewertet. Die Mathematik gilt als das wichtigste Instrument zur Beschreibung der Natur und ist Bestandteil der meisten Theorien. Das Quantitative wird von Naturwissenschaftlern als Begriffsform verwendet; sie ist eine Methode, die auf Messung und Formalisierung des Beobachteten beruht. Naturwissenschaftler gehen mehrheitlich davon aus, dass die von ihnen verwendeten 'Begriffe und Gesetze' der Interpretation ihrer Arbeitsergebnisse 'naturgegebenen Bestandteilen unserer Welt.", entsprechen.[45]
Wenn experimentelle Ergebnisse – unabhängig überprüft – sich bestätigen, so ist ihre Objektivität bewiesen. Darüber hinaus werden philosophische Konzepte empfohlen, die Forscher als Rahmen für ihre naturwissenschaftlichen Forschungen nützen können, wenn sie ihre Aussagen bewerten, einordnen bzw. zu Theorien ausarbeiten möchten. Popper, Kuhn, Feyerabend und Lakatos werden als mögliche Ideengeber genannt.[46]
Die Aussage: "Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse beruhen nur auf Glauben." erregte vor einigen Jahren Aufsehen in der Presse, als zwei physikalisch qualifizierte Fachjournalisten das Buch Was zu bezweifeln war veröffentlichten.[47] Philipp Frank – ein österreichischer Philosoph, Mathematiker und Physiker – benannte ähnliches: Das, was Physiker experimentell wahrnehmen, entspricht, so Frank, keiner außerhalb ihrer Wahrnehmungen existierenden Wirklichkeit. Die ältere Behauptung Werner Heisenbergs von 1930, dass der Beobachter eines Experimentes immer nur sich selber im Kontext des Experimentes beobachten könne und so Objektivität fragwürdig werde, wird damit wieder aufgegriffen. Wenn dies zutrifft, dann fehlt auch für die Naturwissenschaften – wie für die Geistes- u. Kulturwissenschaften beschrieben – eine wichtige Bedingung für Objektivität: nämlich die Unabhängigkeit vom Subjekt.[48]
Objektivität der Medien[Bearbeiten]
Medienforscher sind sich inzwischen einig, dass es in der Berichterstattung immer zu einer Verzerrung der Realität kommt. Es wäre ein Irrtum davon auszugehen, dass es sich bei Dokumentationen um 'abbildliche Reproduktionen von hochgradiger Objektivität' handelte. Bildungsmedien – wie die vom FWU (Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht) – produzierten werden seit den 1960/70er Jahren kritisch reflektiert und mit entsprechendem Begleitmaterial zur Verfügung gestellt. Seit der Verbreitung digitaler Medien setzt man auf die Pluralisierung und Demokratisierung der Wissenschaftsentwicklung, um mit qualitativen Kriterien der Kulturwissenschaften, die Aspekte der Wissensgewinnung (Epistemologie) mit einbeziehen, die Objektivität von Medien angemessen zu sichern.[49]
Repräsentationen von Wirklichkeit erwecken im Medium 'Fernsehen' beim Zuschauer den Eindruck von Objektivität. Dies mache es nötig, Forschungsprojekte zu initiieren und zu unterstützen, die den Einfluss der Fernsehsendungen auf die Gesellschaft untersuchen. Ohne derartige Bemühungen verliere der multimediale Journalismus zunehmend an Sinn, Originalität und Objektivität.
Objektivität ist auch ein Ideal von Internet-Dokumentationen. Objektivität einer Internet-Enzyklopädie z. B. bedeute, "dem Benutzer des Lexikons durch das Angebot von Fakten die Bildung eines eigenen Urteils zu ermöglichen…"[50]
Siehe auch[Bearbeiten]Empirismus
Idealismus
Marxismus
Materialismus
Positivismus
Realismus (Philosophie)
Sensualismus
Subjektivität
Subjektivismus
WertfreiheitLiteratur[Bearbeiten]Matthias Adam: Theoriebeladenheit und Objektivität: Zur Rolle der Beobachtung in den Naturwissenschaften. Frankfurt am Main 2002.
Niklas Bender (Hrsg.): Objektivität und literarische Objektivierung seit 1750. Tübingen 2010.
Lorraine Daston, Peter Gallison: Objektivität. Frankfurt a.M., 2007. ISBN 978-3-518-58486-6. (Amerikan. Orig.: Objectivity. Brooklyn, NY: Zone Books, 2007.)
Donald Davidson: Subjektiv, intersubjektiv, objektiv, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2004, ISBN 3-518-58387-5.
Gerhard Ernst: Die Objektivität der Moral. Münster 2008.
Michael Gebauer und Thomas Nagel: Die Grenzen der Objektivität: Philosophische Vorlesungen. Stuttgart 1991.
Julia Franziska Hänni: Vom Gefühl am Grund der Rechtsfindung.: Rechtsmethodik, Objektivität und Emotionalität in der Rechtsanwendung. Berlin 2011.
Reinhart Koselleck, Wolfgang J. Mommsen, Jörn Rüsen (Hrsg.): Objektivität und Parteilichkeit. Theorie der Geschichte, Band 1. München 1977.
Franz von Kutschera: Die falsche Objektivität. Berlin 1993.
Marek B. Majorek: Objektivität: Ein Erkenntnisideal auf dem Prüfstand. Rudolf Steiners Geisteswissenschaft als ein Ausweg aus der Sackgasse. Tübingen/Basel 2002.
Gunnar Myrdal: Objektivität in der Sozialforschung. Frankfurt am Main 1971.
Hans-Dieter Radecke und Lorenz Teufel: Was zu bezweifeln war: Die Lüge von der objektiven Wissenschaft. München 2010.
Richard Rorty und Joachim Schulte: Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1988.
Friederike Rese, David Espinet u. Michael Steinmann (Hrsg.): Gegenständlichkeit und Objektivität. Tübingen 2011.
Walter M. Sprondel (Hrsg.): Die Objektivität der Ordnungen und ihre kommunikative Konstruktion: Für Thomas Luckmann. Frankfurt am Main 1994.
Christian Thiel: objektiv/Objektivität. In: Jürgen Mittelstraß (Hrsg.), Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie, Bd. 2 (H-O), Mannheim/Wien/Zürich 1984.
Stefan Wehmeier, Howard Nothhaft, Rene Seidenglanz (Hrsg.): Günter Bentele: Objektivität und Glaubwürdigkeit: Medienrealität rekonstruiert. Wiesbaden 2008.
Crispin Wright und Wolfram Karl Köck: Wahrheit und Objektivität. Frankfurt am Main 2001.Weblinks[Bearbeiten]
&#160;&#160;Wikiquote: Objektivität&#160;– ZitateDwayne H. Mulder:&#160;Eintrag in der Internet Encyclopedia of PhilosophyQuellen[Bearbeiten]↑ Zweifel und Gewissheit: Skeptische Debatten im Mittelalter, S. 158
↑ Vgl. Kurt Flasch: Das philosophische Denken im Mittelalter. Stuttgart 1986, S. 433 u. 449.
↑ Intuitve Erkenntnis im Wiki-Artikel Duns Scotus
↑ Quellen für die bisherige Darstellung: Lorraine Daston, Peter Gallison: Objektivität. Frankfurt a.M., 2007, S. 29. – Barbara Ventarola: Irrealisierung und Objektivität bei Borges. In: Niklas Bender (Hg.) Objektivität und literarische Objektivierung seit 1750. Books on Demand 2010, S. 181-183. – Rudolf Eisler: 'Objektivität' im Wörterbuch der philosophischen Begriffe. 1904. Johannes Hirschberger: Geschichte der Philosophie. Freiburg 1980, Band II, S. 487-492. – Karl Vorländer: Geschichte der Philosophie, Band 2. Leipzig 1919, S. 482-492.
↑ Ralf Konersmann: Wörter und Sachen. In: Ernst Müller (Hrsg.): Begriffsgeschichte im Umbruch. Zeitschrift: Archiv für Begriffsgeschichte. Hamburg 2009, S. 24f.
↑ Wissenschaftliche „Regeln und Gesetze sind lediglich Hypothesen, die nicht bewiesen, jedoch falsifiziert werden können“, schrieb der Neurophysiologe Peter Marx unter Berufung auf Karl Popper. Peter Marx: Objektivität des Gutachters – Eine notwendige Illusion? In der Zeitschrift: Der medizinische Sachverständige. Stuttgart, Ausgabe Juni 2012, S. 218 ff.
↑ „Alle Wissenschaften … sind ja doch Gegenstände menschlicher Erkenntnis; das auf sie bezügliche Urteil ist Sache menschlicher Kräfte und Fähigkeiten.“ David Hume: Traktat über die menschliche Natur. Übersetzt von Theodor Lipps. Berlin 2004, S. 12. – George Berkeley, neu übersetzt und hrsg. von Günter Gawlick und Lothar Kreimendahl: Eine Abhandlung über die Principien der menschlichen Erkenntnis. Stuttgart 2005.
↑ Richard Rorty: Der Spiegel der Natur. Frankfurt am Main, 6. Auflage, 2008, S.13f.
↑ Vgl. Johannes Hirschberger: Geschichte der Philosophie. Band II, S. 226f.
↑ Vgl. Kurt Flasch: Das philosophische Denken im Mittelalter. Stuttgart (Reclam) 1986, S. 246- 254, 559, 563-567.
↑ Franz Bacon: Neues Organon. Berlin 1870, S. 73-81. bei zeno.org
↑ Zu Descartes Zeiten war noch nicht bekannt, dass Sinnesreize als elektrische Impulse ins Gehirn weitergeleitet und dort auf weitgehend noch unbekannte Weise in menschliche Wahrnehmungen umgewandelt werden.
↑ Descartes bezeichnete diesen Vorgang auch als Intuition. "Unter Intuition verstehe ich … ein so müheloses und deutlich bestimmtes Begreifen des reinen und aufmerksamen Geistes, dass über das, was wir erkennen, gar kein Zweifel zurückbleibt …" Springmeyer, Gäbe, Zekl und René Descartes: Regeln zur Ausrichtung der Erkenntniskraft. Hamburg (Meiner) 1973, S.17f.
↑ Erkenntnistheorie Descartes
↑ Passend zu seinem empirischen Philosophieren verwendete er für sein Hauptwerk folgendes Zitat Ciceros als Motto: "Wie schön ist es, lieber sein Nichtwissen einzugestehen, als dergleichen herauszuschwätzen und sich selbst zu missfallen."– Locke empfahl als Mittel für das Gespräch mit anderen Philosophen: "Wenn Philosophen das, was sie unterstellen, zum Maßstab für die Behauptungen anderer machen, … dann muss man sich das ansehen, was sie unterstellen." Of seeing all things in God. An Examination of P. Malebranche’s Opinion (1693). Section 1. -John Lockes Erkenntnistheorie
↑ Wie es zu der Überzeugung von einer konstanten Außenwelt kommt.
↑ Berkeley schrieb die Behauptung, dass Menschen angeblich abstrahieren können, einem irrtümlichen Gebrauch von Wörtern zu. Vgl. Gawlick, Günter; Kreimendahl, Lothar und George Berkeley: Eine Abhandlung über die Prinzipien menschlicher Erkenntnis. Stuttgart (Reclam) 2005, §6ff. Aufgerufen September 2014.
↑ David Hume: Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand. XII,4. – Humes Erkenntnistheorie
↑ Vgl. Christian Thiel: Objektivität. 1984 S. 1052f.
↑ Per Definition sind immer die Aussagen wahr, denen nicht widersprochen werden kann, bzw. die keinen Widerspruch enthalten. Vgl. zur Metaphysik Baumgartens: Johann August Eberhard und Georg Friedrich Meier: Alexander Gottlieb Baumgartens Metaphysik. Halle 1766, Neue vermehrte Auflage 1783. Datenbank der Uni Greifswald. Aufgerufen September 2014.
↑ Auf eingefügten leeren Seiten von Kants persönlicher Kopie der Kritik der reinen Vernunft finden sich viele vorbereitende Notizen anhand von Baumgartens Text. Vgl. Lothar Kreimendahl, Günter Gawlick und Alexander Gottlieb Baumgarten: Metaphysik/Metaphysica. Forschungen und Materialien zur deutschen Aufklärung. Abteilung I: Texte zur Philosophie der deutschen Aufklärung. Stuttgart 2010. Abstract.
↑ In: David Hume: Vermischte Schriften über die Handlung, die Manufacturen und die andern Quellen des Reichthums und der Macht eines Staats, 2. Band, Hamburg und Leipzig (Grund &amp; Holle) 1755.
↑ Immanuel Kant: Ausgabe der Preußischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 1900ff, IV, 257. Prolegomena
↑ Vgl. Johannes Keienburg: Immanuel Kant und die Öffentlichkeit der Vernunft. Berlin 2011, da ibs. S. 103 ff und 184-190.
↑ Hermann Deuser: Naturwissenschaft, Pragmatismus und Religionsphilosophie: Charles S. Peirce' Allgemeine Semiotik. Spiegel der Forschung. 13.Jg./Nr.2, 1996,11f. – Andreas Wolf: Der Wahrheitsbegriff in der Zeichentheorie von Ch. S. Peirce. In Oliver Jahraus und Nina Ort (Hg.): Bewußtsein – Kommunikation – Zeichen: Wechselwirkungen zwischen Luhmannscher Systemtheorie und Peircescher Zeichentheorie. Berlin 2001, S. 153-166. – Ralph Schumacher: Peirce, Charles Sanders. Online-Wörterbuch Philosophie. Das Ullstein-Philosophielexikon im Internet. Aufgerufen September 2014. – Peirces Philosophie
↑ Max Weber: Die „Objektivität“ sozialwissenschaftlicher und sozialpolitischer Erkenntnis. In: Schriften zur Wissenschaftslehre. Reclam, Stuttgart 1991. S. 49; ISBN 3-15-008748-1
↑ K.R.Popper: Objektive Erkenntnis. Ein evolutionärer Entwurf Hamburg 1974²
↑ „In der Auseinandersetzung mit seiner Umwelt eignet sich der Mensch empirisches Wissen an und verdichtet es zu einer Theorie, um mit einer geringeren Menge an Information seine Handlungen richtig steuern zu können.“ Karl Popper: Objektive Erkenntnis. Hamburg 1993. – Vgl. Karl-Heinz Brodbeck: Der Zirkel des Wissens. Vom gesellschaftlichen Prozess der Täuschung. Aachen 2002, S. 164-173.
↑ Jürgen Habermas: Erkenntnis und Interesse. In: Jürgen Habermas: Technik und Wissenschaft als „Ideologie“. 4. Auflage. Edition 287, Suhrkamp, Frankfurt [1965 Merkur] 1970, Seite 150 f.
↑ Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Erster Band. C.H.Beck, München 1989. S.12ff.&#160;; ISBN 3-406-32261-1
↑ Niklas Luhmann: Die Religion der Gesellschaft. Suhrkamp, Frankfurt 2002. S.19; ISBN 3-518-29181-5
↑ Ernst von Glasersfeld: Objektivität; in: Leon R. Tsvasman (Hrsg.): Das große Lexikon Medien und Kommunikation. Kompendium interdisziplinärer Konzepte. Würzburg 2006. ISBN 3-89913-515-6
↑ Sandra Harding: Das Geschlecht des Wissens. Frauen denken die Wissenschaft neu. Campus Verlag, Frankfurt/M. [1991] 1994, ISBN 3-593-35049-1, S. 165-168. – Feministische Standpunkttheorie.
↑ Vgl. Otto Friedrich Bollnow: Die Objektivität der Geisteswissenschaften und die Frage nach dem Wesen der Wahrheit. Zeitschrift für philosophische Forschung, 16. Jg. 1962, S. 3-25.
↑ Beat Sitter-Liver, Rainer J. Schweizer: Der Einspruch der Geisteswissenschaften: ausgewählte Schriften von Saint-Paul. Fribourg (Academic Press) 2002, S. 56.
↑ Gabriele Klappenecker: Offenheit für die Fülle der Erscheinungen: das Werk Otto Friedrich Bollnows und seine Bedeutung für eine phänomenologisch orientierte Religionspädagogik. Stuttgart (W. Kohlhammer Verlag) 2007, S. 321.
↑ Eva Matthes: Geisteswissenschaftliche Pädagogik: Ein Lehrbuch. Berlin (Gruyter/ Oldenbourg Verlag) 2011, S. 46.
↑ Vgl. Hans-Walter Hedinger: Subjektivität und Geschichtswissenschaft: Grundzüge einer Historik. Reihe: Historische Forschungen. Berlin (Duncker und Humblot) 1969, S. 254-256; 495f. – Ferner: Otto Gerhard Oexle: Geschichtswissenschaft im Zeichen des Historismus: Studien zu Problemgeschichten der Moderne. Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft. Göttingen (Vandenhoeck &amp; Ruprecht) 1996.
↑ Frithjof Rodi und Otto Friedrich Bollnow: Dilthey-Jahrbuch VIII/1992-1993.: Für Philosophie und Geschichte der Geisteswissenschaften. Göttingen (Vandenhoeck &amp; Ruprecht) 1993.
↑ Vgl. Max Weber: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre. Hrsg. von Johannes Winckelmann. Tübingen 61985, S. 146-148. zeno.org
↑ Aus dem Kodex der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.
↑ Gütekriterien – Vgl. a. Krankl, Christian (2008): Das Objektivitätsproblem der Soziologie. Max Webers kulturwissenschaftliche Konzeption der soziologischen Erkenntnis. Universität Wien 2008. – Beck, Ulrich: Objektivität und Normativität: Die Theorie-Praxis-Debatte in der modernen deutschen und amerikanischen Soziologie. Wiesbaden (Springer VS) 1974.
↑ Martin Heinze: Störenfried Subjektivität: Subjektivität und Objektivität als Begriffe psychiatrischen Denkens. Würzburg (Königshausen &amp; Neumann) 1996, S. 8-10; 18-21.
↑ Edzard Han: Die Notwendigkeit einer Philosophie der Chemie. In: Nikolaos Psarros: Philosophie der Chemie: Bestandsaufnahme und Ausblick. Würzburg (Königshausen &amp; Neumann) 1996, S. 62.
↑ Vgl. Nicolaos Psarros: Die Chemie als Gegenstand philosophischer Reflexion. In: Ders.: Philosophie der Chemie: Bestandsaufnahme und Ausblick. Würzburg (Königshausen &amp; Neumann) 1996, S. 111.
↑ Vgl. Thomas Wilhelm: Ausgewählte Probleme der Didaktik der Physik. Augsburg (Skript Uni Augsburg) 2010. Physik
↑ Hans-Dieter Radecke und Lorenz Teufel: Was zu bezweifeln war. Die Lüge von der objektiven Wissenschaft. München (Droemer Verlag) 2010. Zur Sicherung der Objektivität von Wikipedia hier eine Kritik: "Die beiden Autoren studierten zwar u.a. Physik, aber sie sind keine Wissenschaftler, sondern Journalisten. Mit dem Buch bemühen sie sich, dem Leser zu vermitteln, dass es keine objektive Wahrheit gibt. Wenn auch die Grundaussage – ohne Glauben gibt es kein Wissen – richtig sein mag, ihre Argumentation ist oft widersprüchlich und die Schlussfolgerungen sind nicht immer nachvollziehbar." Bertram Köhler, 26. August 2010.
↑ Vgl. Walter Schulz: Philosophie in der veränderten Welt. Stuttgart (Klett-Cotta) 2001, S.43. –. Bruno Thüring behauptet für die neue Wissenschaftsforschung, dass Wissenschaftler stets von implizitem Wissen ausgehen. Ders.: Die Gravitation und die philosophischen Grundlagen der Physik. Schriften zur Foerderung der Beziehungen zwischen Philosophie und Einzelwissenschaften. Berlin (Duncker &amp; Humblot) 1967. – Werner Rammert: Technik – Handeln – Wissen: Zu einer pragmatistischen Technik- und Sozialtheorie. Wiesbaden (Springer-Verlag) 2007.
↑ Susanne Popp, Michael Sauer, Bettina Alavi, Marko Demantowsky, Gerhard Paul: Zeitgeschichte – Medien – Historische Bildung. Beihefte zur Zeitschrift für Geschichtsdidaktik. Göttingen (Vandenhoeck &amp; Ruprecht) 2010, S. 281.
↑ Vgl. zu diesem Abschnitt: Joachim-Felix Leonhard (Hg.): Medienwissenschaft: ein Handbuch zur Entwicklung der Medien und Kommunikationsformen. Reihe: Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft. Berlin (Walter de Gruyter) 2001, S. Teil 2: S. 1610; Teil 3: S.1816ff; 2837; 2299.<!–NewPP limit report
Parsed by mw1112
Cached time: 20151124205747
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.176 seconds
Real time usage: 0.186 seconds
Preprocessor visited node count: 1347/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 401/2097152 bytes
Template argument size: 121/2097152 bytes
Highest expansion depth: 4/40
Expensive parser function count: 0/500
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00%6.5131 – -total58.65%3.8201 – Vorlage:Wikiquote39.74%2.5881 – Vorlage:IEP
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:11083-0!*!0!!de!4!* and timestamp 20151124205747 and revision id 146952705–>

Dieser Artikel befasst sich mit dem Begriff im Allgemeinen. In der Schweiz wird der französische Begriff Service public verwendet, siehe dort.Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.
Unter der Bezeichnung öffentlicher Dienst, auch: Staatsdienst, versteht man das Tätigkeitsfeld der Beamten und weiteren aufgrund öffentlichen Rechts beschäftigten Personen (wie Richtern, Soldaten und Rechtsreferendaren) und Tarifbeschäftigten (Angestellten von öffentlich-rechtlichen Körperschaften, Anstalten oder Stiftungen). Das Beschäftigungsverhältnis im öffentlichen Dienst tätiger Personen wird als Dienstverhältnis bezeichnet.Inhaltsverzeichnis
1 Deutschland1.1 Begründung des Dienstverhältnisses
1.2 Tarifpolitik
1.3 Autonomie der Kirchen
1.4 Dienstrecht
2 Österreich
3 Literatur
4 Weblinks
5 EinzelnachweiseDeutschland[Bearbeiten]
Jahr
Anzahl
B, L, K, S
Anzahl
+ Sonstige
1991
6,74 Mill.1995
5,37 Mill.1996
5,28 Mill.1997
5,16 Mill.1998
5,07 Mill.1999
4,97 Mill.2000
4,91 Mill.2001
4,82 Mill.2002
4,81 Mill.2003
4,78 Mill.2004
4,67 Mill.2005
4,60 Mill.2006
4,58 Mill.2011
4,60 Mill.20135,73 Mill.
2014
4,18 Mill.
5,81 Mill.[1]
Umgangssprachlich wird für den öffentlichen Dienst auch noch der Begriff Staatsdienst verwendet, der vor 1920 ausschließlich galt.[2]
Die Anzahl der Beschäftigten der öffentlichen Arbeitgeber umfasst die Bereiche Bund (B), Länder (L), Kommunen (K) und Sozialversicherung einschließlich Bundesagentur für Arbeit (S)für den Öffentlichen Gesamthaushalt (Staatssektor) mit Kern- und Extrahaushalt
sowie für alle sonstigen öffentlichen Einrichtungen.Die im öffentlichen Dienst beschäftigten Personen sind Angestellte, Beamte, Richter oder Soldaten. Die gesetzlichen Merkmale des Beamtenbegriffs ergeben sich aus Art. 33 Abs. 4 Grundgesetz (GG), §§ 2 bis 10 Beamtenrechtsrahmengesetz (BRRG), § 2 Abs. 1 und § 6 Bundesbeamtengesetz (BBG) sowie aus den Beamtengesetzen der Länder. Die Merkmale für Richter ergeben sich aus den Art. 92, 97 und 98 GG, §§ 1 bis 45a Deutsches Richtergesetz und den Richtergesetzen der Länder. Der Begriff Soldat ist nach § 1 Abs. 1 Satz 1 des Soldatengesetzes definiert.
Begründung des Dienstverhältnisses[Bearbeiten]
Arbeitgeber (bzw. bei Beamten Dienstherr) sind die Kommunen, die Landkreise, die Bundesländer, der Bund oder andere Körperschaften des öffentlichen Rechts, Anstalten des öffentlichen Rechts oder Stiftungen des öffentlichen Rechtes. Wer im Öffentlichen Dienst Dienstkräfte ernennt oder einstellt, ist eine Einstellungsbehörde.
Zum öffentlichen Dienst gehören beispielsweise neben der Tätigkeit in der Verwaltung meist die Arbeit in Schulen, Hochschulen, Wasserversorgungsbetrieben und staatlichen Krankenhäusern. Die Müllabfuhr und Verkehrsbetriebe sind oft privatisiert. Zum öffentlichen Dienst im weiteren Sinne gehört auch die Sozialversicherung (Bundesagentur für Arbeit, Deutsche Rentenversicherung, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften) sowie die Tätigkeit in öffentlich-rechtlichen Sparkassen und der Bundesbank.
Im deutschen öffentlichen Dienst ist Frauenförderung gesetzlich vorgeschrieben, Gender Mainstreaming ist über europäische Verpflichtungen verbindlich und Diversity Management gilt als eine mögliche Erweiterung der Gleichstellungsstrategien.[3]
Die Stellenbesetzung im öffentlichen Dienst unterliegt dem Prinzip der Bestenauslese gem. Art. 33 Abs. 2 des Grundgesetzes. Angesichts der Beschäftigung von Mitarbeitern von Unternehmern und einzelnen Forschungseinrichtungen als externe Mitarbeiter in deutschen Bundesministerien und bekannt gewordenen Fällen von Ämterpatronage sind Zweifel hinsichtlich der Beachtung dieses verfassungsrechtlichen Gebots aufgekommen. Beamte werden ernannt und in ein Amt berufen (ohne Arbeitsvertrag, sondern per Begründung eines Dienst- und Treueverhältnisses). Arbeitnehmer werden hingegen aufgrund eines Arbeitsvertrages beschäftigt.
Tarifpolitik[Bearbeiten]
Bis 2005 galten für den öffentlichen Dienst einheitliche Tarifverträge, der bekannteste war der Bundesangestelltentarifvertrag (BAT). Seit 1. Oktober 2005 besteht diese Tarifeinheit nicht weiter. Nunmehr ist für Beschäftigte beim Bund und den Kommunen der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) wirksam.
Nach über 14-wöchigen Streiks im öffentlichen Dienst der Länder haben sich die Gewerkschaften ver.di und dbb tarifunion und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder am 19. Mai 2006 in Potsdam auf einen neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) geeinigt. Dieser sieht bei einer einheitlichen Entgelttabelle jedoch unterschiedliche Arbeitszeiten von 38,70 bis 40,1 Wochenstunden in den Ländern West vor. In Hessen gilt seit dem 1. Januar 2010 der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst des Landes Hessen (TV-H)[4] und in Berlin der Angleichungs-Tarifvertrag vom 14. Oktober 2010,[5] die beide in weiten Teilen dem TV-L entsprechen.
Autonomie der Kirchen[Bearbeiten]
Nicht direkt öffentlicher Dienst sind die Kirchen. Diese haben zwar auch den Status öffentlich-rechtlicher Körperschaften, jedoch gelten hier aufgrund der verfassungsrechtlich garantierten Autonomie der Kirchen bisweilen andere Rechtsnormen (siehe auch Arbeitsrecht der Kirchen).
Dienstrecht[Bearbeiten]
Das Öffentliche Dienstrecht bezeichnet die Rechtsmaterie, welche die juristischen Rahmenbedingungen für die Bediensteten und deren Beziehung zum öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber (Bezeichnung bei Beamtenverhältnissen: Dienstherrn) regelt. Es ist daher als Entsprechung zum Arbeitsrecht bei sonstigen Arbeitsverhältnissen anzusehen. Dabei haben sich wegen der besonderen rechtlichen Ausgestaltungen das Soldatenrecht und das Beamtenrecht sowie das Deutsche Richtergesetz und die Richtergesetzen der Länder herausgebildet. Verwaltungshandeln ist verwaltungsrechtlich überprüfbar, z.B. im Laufe eines Dienstaufsichtsverfahrens oder im Rahmen eines Verwaltungsgerichtsverfahrens. Das Handeln von Bediensteten kann zudem disziplinarrechtlich geahndet werden.
Die Weiterentwicklung des innerstaatlichen öffentlichen Dienstrechts wurde auch durch das europäische öffentliche Dienstrecht beeinflusst. Angefangen von den Dienstverhältnissen der Hohen Beamten der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl bis hin zu den Dienstrecht der Beamte der EU hat es in Richtung einer Angleichung des innerstaatlichen Dienstrechts in Europa ausgestrahlt.[6] Dies betrifft auch bestimmte, durch die Rechtsprechung fortentwickelte Rechtsgrundsätze: Zu nennen ist hierbei insbesondere der Grundsatz der Gleichbehandlung, das Diskriminierungsverbot, die Fürsorgepflicht der Anstellungsbehörde, die verwaltungsrechtliche Selbstbindung, der Vertrauensschutz und der Grundsatz von Treu und Glauben; auf Rechtsverfahren bezogen kommen das Anhörungsrecht und die Begründungspflicht hinzu.[7] Des Weiteren strahlen Grundgedanken des innerstaatlichen Dienstrechts auch auf anderen Rechtsverhältnisse des öffentlichen Dienstes aus.[8]
Österreich[Bearbeiten]
Personen, die sich im Staatsdienst befinden (öffentlich Bedienstete), werden in zwei Gruppen eingeteilt (genannt ist die amtliche österreichische Berufsbezeichnung):[9]Beamtinnen/Beamte – Beschäftigungsverhältnis aufgrund eines Hoheitsaktes (Bescheides) nach eigenem Beamtenrecht (öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis)
Vertragsbedienstete – unselbständig Beschäftigte mit Arbeitsvertrag (vertragliches Dienstverhältnis, „Angestellte“ der staatlichen Institutionen als privatwirtschaftliche Arbeitgeber).In der Arbeitsmarktstatitik werden öffentlich Bedienstete zusammen mit den Angestellten in eine Gruppe gerechnet, da sie anders als Arbeiter ihren Arbeitsentgelt nicht stundenweise oder vergleichbar berechnet bekommen. Sozialrechtlich haben sie eine eigene Sozialversicherung, die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter&#160;(BVA).
In Österreich gibt es etwa 540.000 öffentlich Bedienstete (2013:&#160;537.285), rund 200.000 Beamte und 340.000 Vertragsbedienste.[10][11] Das ist der gesamte öffentliche Personalstand (Sektor Staat gemäß ESVG 95).[12][13] Zu diesem gehören auch beispielsweise die in privatwirtschaftliche Organisationen ausgelagerten öffentlichen Angelegenheiten (staatliche Unternehmen), die öffentlich-rechtlichen Sozialversicherungsträger und die Kammern, die jeweils international zum öffentlichen Dienst gerechnet werden (System der OECD).
Dieser Sektor hat einen Anteil von etwas über einem Zehntel an der Gesamtbeschäftigung (Erwerbstätige), und ist stark abnehmend (1996: Höchstwert von 14,6&#160;%,[13] 2008:&#160;12,8&#160;%,[13] 2012:&#160;10,7&#160;%[12]). Der OECD-Durchschnitt und auch der in Europa beträgt gut 15&#160;% (skandinavische Länder haben 25–30&#160;%),[12][13] womit Österreich inzwischen einen vergleichsweise schlanken Staat in Bezug auf das Personal hat. Das heisst, von 15&#160;Österreichern – jedes Alter – ist heute einer mit der Wahrnehmung von deren öffentlichen Angelegenheiten beschäftigt (2013:&#160;6,4&#160;% der Bevölkerung).
Der Anteil an den Arbeitnehmern beträgt 15&#160;% (2013:&#160;14,8&#160;% der 3.620.200 unselbstständig Erwerbstätigen), damit sind die öffentlich Bediensteten eine der kleineren Gruppen der verschiedenen Beschäftigungsformen.[11]
Von den öffentlich Bediensteten sind etwa 130.000 Bedienstete des Bundes (2013:&#160;129.873),[9] etwa ein Drittel des öffentlichen Personalstands. Davon sind etwas mehr verbeamtet als vertraglich beschäftigt, der Beamtenanteil im Bund betrug 2013 in Vollbeschäftigtenäquivalente&#160;(VBÄ) gerechnet 57,8&#160;% (2013:&#160;75.053 Beamte, 54.820 vertragliches Personal)[9] – der Grund dieser Rechnung ist, dass einige Berufsgruppen wie im Exekutivdienst, dem Militärischen Dienst oder bei Richtern und Staatsanwälten keine direkte Vergleichsbasis zum öffentlich rechtlichen Dienstverhältnis besteht.[9] Dieser Anteil ist durch den Pragmatisierungsstopp von 1997[14] und November 2003[13] sukzessive abnehmend (2003 noch&#160;66&#160;% Beamte), bei gleichzeitig auch abnehmender Gesamtanzahl Bundesbediensteter (2003 noch&#160;150.135).[9]
Finanziell gehören die öffentlich Bediensteten zu den Besserverdienern, das Bruttojahreseinkommen beträgt etwa 30.670&#160;€ bei den Vertragsbediensten und 50.730&#160;€ bei den Beamten (Median, 2012; Arbeitnehmer gesamt: 25.370&#160;€).[15] Die Frauenquote beträgt 41&#160;%,[15] tendenziell ist die höher bezahlte Beamtenschaft also Frauen-unterbesetzt, womit sich auch hier eine Gender-Einkommenschere darstellt. 50.000 öffentlich Bedienstete verdienen über 70.000&#160;€, davon 12.500 über 100.000&#160;€ (brutto, jährlich).[10]Arten der Erwerbstätigkeit in Österreich nach Stellung im BerufUnselbstständige:
Arbeiter&#160;| Angestellte&#160;und öffentlich&#160;Bedienstete: Angestellte&#160;• Freie&#160;Dienstnehmer&#160;• Vertragsbedienstete&#160;• Beamte
Selbständige&#160;und Mithelfende:
Selbständige: Gewerbliche Erwerbstätigkeit (Freies&#160;Gewerbe, Reglementiertes&#160;Gewerbe, Teilgewerbe)&#160;• Urproduktion&#160;• Freiberufliche&#160;Tätigkeit&#160;• Neue&#160;Selbstständigkeit&#160;| Mithelfende&#160;Familienangehörige
Literatur[Bearbeiten]
Deutschland:Hans Peter Bull: Vom Staatsdiener zum öffentlichen Dienstleister. Zur Zukunft des Dienstrechts. Edition Sigma, Berlin 2006, ISBN 3-89404-747-X.
Klaus Seemann: Entzaubertes Bundeskanzleramt – Denkwürdigkeiten eines Personalratsvorsitzenden, vpa Verlag politisches Archiv, Landshut 1975, ISBN 3-921240-53-0.
Manfred Wichmann, Karl-Ulrich Langer: Öffentliches Dienstrecht. Das Beamten- und Arbeitsrecht für den öffentlichen Dienst. 7. Auflage 2014, Kohlhammer-Verlag, ISBN 978-3-555-01605-4.Österreich:Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst, Sektion III: Das Personal des Bundes 2011. Daten und Fakten. Wien, 2011 (pdf, bka.gv.at).Weblinks[Bearbeiten]Literatur zum Thema Öffentlicher Dienst im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Private Seite zum öffentlichen Dienst in Deutschland (oeffentlicher-dienst.info)
Webportal des Öffentlichen Dienstes (oeffentlicherdienst.gv.at), Bundeskanzleramt Österreich, Verzeichnis – Berichte – Beiträge
Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter: Zahlen und Fakten (Österreich)Einzelnachweise[Bearbeiten]↑ Statistisches Bundeamt: Personal Öffentlicher Dienst
↑ Fritz Paepcke, ‎Klaus Berger, ‎Hans-Michael Speier: Im Übersetzen Leben: Übersetzen und Textvergleich, Gunter Narr Verlag, 1986, S. 262 Online
↑ Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBarbara Stiegler: Geschlechter in Verhältnissen. Denkanstöße für die Arbeit in Gender Mainstreaming Prozessen. Wirtschafts- und sozialpolitisches Forschungs- und Beratungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung, November 2004, abgerufen am 6. Juni 2008 (PDF; 225&#160;kB, ISBN 3-89892-211-1).&#160; S.&#160;31 (PDF).
↑ Tarifverträge für den öffentlichen Dienst des Landes Hessen
↑ Neues Tarifrecht im Land Berlin (Memento vom 28. April 2011 im Internet Archive), berlin.de, abgerufen am 24.&#160;September&#160;2015.
↑ Meinhard Schröder, Der europäische Dienst im Spannungsfeld staatlicher und überstaatlicher Konzeptionen, ZBR 22 (1974), S. 173–179. Zitiert nach: Hans-Heinrich Lindemann: Allgemeine Rechtsgrundsätze und europäischer öffentlicher Dienst.. Duncker &amp; Humblot, , ISBN 978-3-428-45941-4, S.&#160;19–.
↑ Johannes Saurer: Der Einzelne im europäischen Verwaltungsrecht: Die institutionelle Ausdifferenzierung der Verwaltungsorganisation der Europäischen Union in individueller Perspektive, Mohr Siebeck, 2014, ISBN 978-3-16-151958-1, S. 207–208.
↑ Eberhard Schmidt-Assmann, Peter Badura: Besonderes Verwaltungsrecht, Walter de Gruyter, 2005, ISBN 978-3-89949-196-8. S. 740.
↑ a b c d e Beamtinnen und Beamte, Vertragsbedienstete. Bundeskanzleramt, oeffentlicherdienst.gv.at &gt; Das Bundespersonal (abgerufen 21. Februar 2015).
↑ a b Lohnsteueraufkommen stieg 2013 um 4,8%, Bruttobezüge nahmen um 2,9% zu. Pressemitteilung Statistik Austria, 10.902-211/14, 12. November 2014, Tabelle 2: Lohnsteuerpflichtige 2013 nach sozialer Stellung und Bruttobezugsstufen.
↑ a b Unselbständig Erwerbstätige nach beruflicher Stellung und Geschlecht seit 1994. Statistik Austria, statistik.at (Tabelle).
↑ a b c Der Öffentliche Dienst in Österreich &gt; im internationalen Vergleich, oeffentlicherdienst.gv.at (abgerufen 21. Februar 2015).
↑ a b c d e OECD: Österreichische Beamtenzahl im hinteren Mittelfeld. In: Der Standard online, 3. Juni 2008.
↑ Pragmatisierungsstopp; Beamtenplanstellen in den Stellenplänen 1998 und 1999Vorlage:§§/Wartung/alt-URL, Gfz. 466/14-III/C/97, Rundschreiben Nr. 27/1997 (auf bmbf.gv.at)
↑ a b Bruttojahreseinkommen von Frauen und Männern nach sozialer Stellung 2012, statistik.at (Tabelle).Normdaten&#160;(Sachbegriff): GND: 4043169-1 (AKS)
<!–NewPP limit report
Parsed by mw1106
Cached time: 20151219172448
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.213 seconds
Real time usage: 0.251 seconds
Preprocessor visited node count: 1685/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 13256/2097152 bytes
Template argument size: 4290/2097152 bytes
Highest expansion depth: 12/40
Expensive parser function count: 0/500
Lua time usage: 0.024/10.000 seconds
Lua memory usage: 1.24 MB/50 MB
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00%198.4041 – -total28.96% 57.4491 – Vorlage:Internetquelle16.78% 33.2844 – Vorlage:FormatDate11.75% 23.3111 – Vorlage:DNB-Portal 9.13% 18.1111 – Vorlage:Staatslastig 6.36% 12.6164 – Vorlage:Str_left 5.62% 11.1601 – Vorlage:Cite_book 4.88%9.6734 – Vorlage:Str_left/Call 4.44%8.8063 – Vorlage:Info_ISO-3166-2 3.80%7.5401 – Vorlage:Normdaten
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:122085-0!*!0!!de!4!* and timestamp 20151219172448 and revision id 149212537–>

Als Verwaltungsprozessrecht wird in Deutschland ein Rechtsgebiet bezeichnet, das sich mit dem Gerichtsverfahren vor den Verwaltungsgerichten befasst. Es ist größtenteils in der Verwaltungsgerichtsordnung geregelt. Die VwGO stellt aber nur eine partielle Regelung dar. Soweit in ihr keine Bestimmungen getroffen sind, wird das Verfahren im Übrigen durch das Gerichtsverfassungsgesetz und die Zivilprozessordnung geregelt, §&#160;173 VwGO.Inhaltsverzeichnis
1 Die Gerichtsverfassung
2 Allgemeine Zulässigkeitsvoraussetzungen2.1 Eröffnung des Verwaltungsrechtsweges
2.2 Zuständigkeit des Gerichts
2.3 Ordnungsgemäße Klageerhebung
2.4 Klagebefugnis
2.5 Vorverfahren
2.6 Richtiger Klagegegner als Zulässigkeitsvoraussetzung
3 Klagearten
4 Verfahren
5 Rechtsmittel
6 Einzelnachweise
7 Literatur
8 WeblinksDie Gerichtsverfassung[Bearbeiten]
Teil I enthält Bestimmungen über Zuständigkeit und Besetzung der Verwaltungsgerichte und regelt damit die Gerichtsverfassung. Die Regeln dieses Teils der VwGO werden durch die subsidiär anwendbaren Vorschriften des Gerichtsverfassungsgesetzes ergänzt.
§&#160;1 VwGO betont etwas heute Selbstverständliches, das jedoch historisch damit erklärbar ist, dass die Überprüfung von Verwaltungsentscheidungen lange Zeit allein der Verwaltung selbst überlassen war:Die Verwaltungsgerichtsbarkeit wird durch unabhängige, von den Verwaltungsbehörden getrennte Gerichte ausgeübt.Die Vorschrift gewährleistet damit Rechtsschutz vor Gerichten durch die rechtsprechende Gewalt und ist damit einfachgesetzliche Ausprägung von Art.&#160;19 Grundgesetz (GG) und Art.&#160;92 GG.
Nach §&#160;2 VwGO gibt es Verwaltungsgerichte und Oberverwaltungsgerichte als Gerichte der Länder sowie in letzter Instanz das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) als Gericht des Bundes.
Gemäß §&#160;5 VwGO werden beim Verwaltungsgericht Kammern gebildet. Diese bestehen aus drei Berufs- und zwei Laienrichtern. In der Regel soll die Kammer die Sache jedoch nach §&#160;6 VwGO einem Einzelrichter zur Entscheidung übertragen.
Das Oberverwaltungsgericht besteht aus Senaten, die mit mindestens drei Berufsrichtern besetzt sind, je nach Landesrecht auch mit zusätzlichen zwei Berufs- oder Laienrichtern, §&#160;9 VwGO. Auch beim Bundesverwaltungsgericht bestehen Senate. Diese sind mit fünf Berufsrichtern besetzt, §&#160;10 VwGO.
Die §§&#160;15 ff. VwGO enthalten Vorschriften über Richter, die §§&#160;19 ff. VwGO Regelungen zu ehrenamtlichen Richtern.
Als Besonderheit des Verwaltungsprozesses gibt es beim BVerwG einen Vertreter des öffentlichen Interesses, der beim Bundesministerium des Inneren „eingerichtet“ ist, §&#160;35 VwGO. Auch für die Verwaltungs- und Oberverwaltungsgerichte können Vertreter des öffentlichen Interesses durch Landesrecht bestimmt werden, §&#160;36 VwGO.
Allgemeine Zulässigkeitsvoraussetzungen[Bearbeiten]
In der Verwaltungsgerichtsordnung sind insbesondere die Regelungen für die verfahrensrechtliche Zulässigkeit einer Klage vor einem Verwaltungsgericht geregelt. Im Folgenden sind die Voraussetzungen für die Zulässigkeit einer verwaltungsgerichtlichen Klage unter Angabe der entsprechenden Vorschriften der Verwaltungsgerichtsordnung genannt:Deutsche Gerichtsbarkeit, §§&#160;18 ff. GVG
Eröffnung des Verwaltungsrechtswegs, §&#160;40 VwGO
Zuständigkeit des Gerichtes (örtlich, sachlich, instantiell), §§&#160;45 ff. VwGO
Beteiligtenfähigkeit und Beteiligte, §&#160;61 und §&#160;63 VwGO
Prozess- und Postulationsfähigkeit, §&#160;62 und §&#160;67 VwGO
Statthaftigkeit der Klageart (insbes. Anfechtungs- und Verpflichtungsklage, §&#160;42 VwGO; Feststellungsklage, §&#160;43 VwGO; Allgemeine Leistungsklage)
Ordnungsgemäße Klageerhebung, §&#160;81 und §&#160;82 VwGO
Klagebefugnis, §&#160;42 Abs. 2 und §&#160;47 Abs. 2 Satz 1 VwGO
Vorverfahren (bei Anfechtungs- und Verpflichtungsklage), §§&#160;68 ff. VwGO
Klagefrist (bei Anfechtungs- und Verpflichtungsklage), §&#160;74 VwGO
Keine anderweitige Rechtshängigkeit, §&#160;17 Abs. 1 Satz 2 GVG
Rechtsschutzbedürfnis, §&#160;42 Abs. 2, §&#160;43 Abs. 1, §&#160;113 Abs. 1 Satz 4 VwGOEröffnung des Verwaltungsrechtsweges[Bearbeiten]
Die Zuständigkeit der Verwaltungsgerichte kann sich zunächst aus einer aufdrängenden Spezialzuweisung ergeben, die den Verwaltungsrechtsweg zwingend vorschreibt. Eine solche wäre z.&#160;B. §&#160;126 Abs.&#160;1 Bundesbeamtengesetz (BBG).
Sonst richtet sich die Eröffnung des Verwaltungsrechtsweges nach der Generalklausel des §&#160;40 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 VwGO. Danach sind die Verwaltungsgerichte zuständig, wenn es sich um eine öffentlich-rechtliche Streitigkeit nichtverfassungsrechtlicher Art handelt. Das ist zumindest dann der Fall, wenn die streitentscheidenden Normen dem öffentlichen Recht angehören und wenn sich keine direkt am Verfassungsleben beteiligte Organe über Rechte und Pflichten aus der Verfassung streiten (doppelte Verfassungsunmittelbarkeit). Der Streitgegenstand darf demnach nicht materielles Verfassungsrecht betreffen und ausdrücklich durch Gesetz den Verfassungsgerichten zugewiesen worden sein.
Sind streitentscheidende Normen nicht ohne weiteres ersichtlich, kann sich die Eröffnung des Verwaltungsrechtsweges auch aus dem Sachzusammenhang ergeben.
Des Weiteren darf keine abdrängende Sonderzuweisung vorliegen (Verweisung zu einem anderen Gericht als dem Verwaltungsgericht). Zu nennen wären beispielsweise die in §&#160;40 Abs.&#160;2 VwGO genannte Enteignungsentschädigung und Ansprüche aus Amtshaftung, für die die ordentlichen Gerichte (Zivilgerichte) zuständig sind.
Zuständigkeit des Gerichts[Bearbeiten]
Die örtliche, sachliche und instantielle Zuständigkeit der Verwaltungsgerichte ist in §§&#160;45 bis 53 VwGO geregelt. Sie entspricht dem Aufbau der Verwaltungsgerichtsbarkeit. Das angerufene Gericht muss zum einen örtlich, zum anderen sachlich zuständig sein. Die örtliche Zuständigkeit richtet sich dabei nach §&#160;52 VwGO in Verbindung mit den jeweiligen Ausführungsgesetzen der Länder. Die sachliche Zuständigkeit bestimmt, welche Instanz – also Verwaltungsgericht, Oberverwaltungsgericht[1] oder Bundesverwaltungsgericht – angerufen werden muss.
Die Wahl eines falschen Rechtswegs sowie die Unzuständigkeit eines Gerichts führen jedoch nicht zur Klageabweisung, sondern von Amts wegen zur Zuweisung zu dem zuständigen Gericht.[2]
Ordnungsgemäße Klageerhebung[Bearbeiten]
Die Klage ist schriftlich oder zur Niederschrift des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle des Gerichts zu erheben (§&#160;81 Abs.&#160;1 VwGO).[3]
Klagebefugnis[Bearbeiten]
Nach herrschender Ansicht bedürfen die verwaltungsgerichtlichen Klagen einer Einschränkung, damit Popularklagen – also Klagen durch nicht selbst Betroffene – vermieden werden. Der Kläger muss demnach gemäß der Möglichkeitstheorie geltend machen, dass zumindest die Möglichkeit besteht, dass er in seinen subjektiv-öffentlichen Rechten verletzt ist (§&#160;42 Abs.&#160;2 VwGO).
Vorverfahren[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Vorverfahren
Richtiger Klagegegner als Zulässigkeitsvoraussetzung[Bearbeiten]
Die Frage des richtigen Klagegegners (§&#160;78 VwGO) ist in der Rechtspraxis keine Zulässigkeits-, sondern eine Begründetheitsfrage.[4] Gelegentlich kommt jedoch eine Klageabweisung bereits als unzulässig in Betracht, wenn statt der in manchen Bundesländern[5] zu verklagenden Behörde der Rechtsträger der Behörde (der Bund, das Land, die Gemeinde) in Anspruch genommen wird und die Beklagtenbezeichnung auch auf Hinweis des Gerichts[6] nicht geändert wird.[7] Im umgekehrten Fall (anstatt des zu verklagenden Rechtsträgers wird die Behörde verklagt), kann die Klage nicht unzulässig sein, weil das Gesetz[8] die Angabe nur der Behörde statt des Rechtsträgers ausdrücklich genügen lässt. Die überwiegende Ansicht der Rechtslehre sieht in § 78 Abs. 1 Nr. 1 VwGO hingegen nicht ein Problem der Passivlegitimation, sondern der passiven Prozessführungsbefugnis.[9]
Klagearten[Bearbeiten]
Die §&#160;42, §&#160;43 und §&#160;47 VwGO enthalten Regelungen über die häufigsten Klagearten, nämlich die Anfechtungsklage, die Verpflichtungsklage, die Feststellungsklage und die Normenkontrollklage. Gesetzlich nicht ausdrücklich geregelt, doch ebenfalls zulässig ist außerdem die allgemeine Leistungsklage, mit der ein Handeln (oder Unterlassen) der Verwaltung erstrebt wird, das keinen Verwaltungsakt darstellt. Dies gebietet die in Art.&#160;19 Abs. 4 GG statuierte Rechtsweggarantie.
Ebenfalls erwähnenswert ist die Fortsetzungsfeststellungsklage, gem. §&#160;113 Abs. 1 VwGO.
Ferner ist in diesem Zusammenhang die objektive Klagehäufung (Klagenverbindung) gemäß §&#160;44 VwGO zu nennen, wodurch auch Klagebegehren verschiedener Arten zusammengefasst werden können, soweit sie der Sache nach denselben Beklagten betreffen, ein Sachzusammenhang besteht und auch dasselbe Gericht jeweils in den betreffenden Sachen zuständig ist.
Die §§&#160;45 bis §&#160;53 VwGO enthalten Regelungen über die örtliche und instanzielle Zuständigkeit der verschiedenen Gerichte (Verwaltungsgericht, Oberverwaltungsgericht und Bundesverwaltungsgericht).
Verfahren[Bearbeiten]
Teil II der VwGO enthält Vorschriften zum Verfahren vor Gericht. Dabei wird das verwaltungsgerichtliche Verfahren vom Amtsermittlungsgrundsatz beherrscht, wodurch es sich vom zivilgerichtlichen Verfahren unterscheidet, in dem der Beibringungsgrundsatz gilt, also die Parteien durch ihren Vortrag bestimmen, welchen Sachverhalt das Gericht seiner Entscheidung zu Grunde legt. Es gilt die Richterliche Hinweis- und Aufklärungspflicht gem. § 86 III VwGO. Nur soweit die Vorschriften der ZPO mit dem Amtsermittlungsgrundsatz vereinbar sind, sind sie im Verwaltungsprozess entsprechend anwendbar §&#160;173 VwGO.
Von großer Bedeutung ist der 8. Abschnitt, der das Vorverfahren regelt: Bei Klagen, mit denen ein Verwaltungsakt angefochten oder eine Behörde zum Erlass eines Verwaltungsaktes verpflichtet werden soll (dies ist die Mehrzahl der verwaltungsgerichtlichen Verfahren), muss zunächst ein als Vorverfahren bezeichnetes Widerspruchsverfahren durchgeführt werden, sofern dieses nicht bereits in § 68 Abs. 1 VwGO ein Widerspruchsverfahren im konkreten Fall entbehrlich macht, insbes. auch, wenn es sich um die Entscheidung einer Länderbehörde handelt, in der das Widerspruchsverfahren vollständig oder für den konkreten Verfahrensgegenstand abgeschafft wurde. Dieses Vorverfahren ist ein in der VwGO geregeltes, doch von Verwaltungsbehörden durchgeführtes Verfahren der außergerichtlichen Fehlerkorrektur. Es dient auch der Entlastung der Gerichte.
Die verfassungsrechtliche Zulässigkeit des Vorverfahrens wurde deshalb als problematisch aufgefasst, weil damit der Bundesgesetzgeber Regelungen auch zum Verwaltungsverfahren vor Landesbehörden trifft. Diese Bedenken greifen jedoch nicht durch. Der Bundesgesetzgeber hat von seiner Gesetzgebungsbefugnis aus Art.&#160;74 Abs. 1 Nr. 1 i. V. m. Art.&#160;72 GG Gebrauch gemacht und als Annexkompetenz das Vorverfahren mitgeregelt.
In einigen Bundesländern wurde das Vorverfahren ganz oder teilweise abgeschafft, siehe Näheres unter Vorverfahren.
Rechtsmittel[Bearbeiten]
Teil III der VwGO enthält Bestimmungen über Rechtsmittel gegen Gerichtsentscheidungen, insbesondere die Berufung zum Oberverwaltungsgericht und die Revision zum Bundesverwaltungsgericht, doch auch zur Wiederaufnahme eines abgeschlossenen Verfahrens.
Teil IV enthält Vorschriften zu den Kosten des Verfahrens und zur Durchsetzung (Vollstreckung) von Urteilen.
Einzelnachweise[Bearbeiten]↑ In den Ländern Baden-Württemberg, Bayern und Hessen trägt das Gericht aus historischen Gründen den Namen „Verwaltungsgerichtshof“.
↑ §&#160;17a Gerichtsverfassungsgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl. I S. 1077), das zuletzt durch Artikel 4 des Gesetzes vom 7. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2582) geändert worden ist.
↑ Fassung der Bekanntmachung vom 19. März 1991 (BGBl. I S. 686), die zuletzt durch Art.&#160;2 Abs.&#160;34 des Gesetzes vom 22. Dezember 2011 (BGBl. I S. 3044) geändert worden ist.
↑ BVerwG, Urteil vom 3. März 1989, Az. 8 C 98.85, Volltext; im Leitsatz der Entscheidung heißt es: „§ 78 Abs. 1 Nr. 1 1. Halbsatz betrifft in seiner Festlegung, gegen wen die Anfechtungsklage zu richten ist, nicht die Zulässigkeit der Klage, sondern allein die Passivlegitimation.“
↑ Von der Ermächtigung des §&#160;78 Abs. 1 Nr. 2 VwGO, vorzuschreiben, dass Anfechtungs- und Verpflichtungsklagen statt gegen den Rechtsträger der Behörde unmittelbar gegen die Behörde selbst zu richten seien, haben nur die Länder Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, bis 31. Dezember 2010 auch Nordrhein-Westfalen, Gebrauch gemacht.
↑ Vgl. §&#160;82 Abs. 2 VwGO.
↑ Vgl. Sodan/Ziekow, VwGO, § 78 Rdnr. 5; Rennart/Happ in Eyermann, VwGO, 13. Auflage. 2010, § 78 Rdnr. 2; Redeker/v. Oertzen, VwGO, 15. Auflage. 2010, § 78 Rdnr. 11; anderer Auffassung: Schenke in Kopp, VwGO, 16. Auflage. 2009, § 78 Rdnr. 1.
↑ Vgl. § 78 Abs. 1 Nr. 1 VwGO letzter Halbsatz.
↑ Meissner: in Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, § 78 Rn. 4 ff.; Kopp/Schenke § 78 Rn. 1; Korte in Redeker/v. Oertzen § 78 Rn. 11; Hufen § 12 Rn. 38 ff.; Ipsen Rn. 1083; Stern Rn. 384; Ehlers, Festschrift Menger 1985, S. 381 ff.; Detterbeck Rn. 1335.Literatur[Bearbeiten]Lehrbücher
Friedhelm Hufen, Verwaltungsprozessrecht. 8. Auflage. C.H. Beck München 2011, ISBN 978-3-406-60981-7.
Mario Martini: Verwaltungsprozessrecht. Systematische Darstellung in Grafik-Text-Kombination. 5. Auflage. Vahlen, München 2011, ISBN 978-3-8006-4171-0.
Harald Hofmann, Jürgen Gerke&#160;: Allgemeines Verwaltungsrecht, mit Bescheidtechnik und Rechtsschutz. 9. Auflage. Stuttgart 2005, ISBN 3-555-01353-X.
Thorsten Ingo Schmidt: Fallrepetitorium Allgemeines Verwaltungsrecht mit VwGO. 2. Auflage. C.F. Müller, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-8114-3438-7.
Edgar Bosch, Jörg Schmidt, Rolf Vondung: Praktische Einführung in das verwaltungsgerichtliche Verfahren. 9. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-17-021843-7.
Horst Suckow, Holger Weidemann: Allgemeines Verwaltungsrecht und Verwaltungsrechtsschutz. 15. Auflage. Deutscher Gemeindeverlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-555-01394-7.
Thomas Mann, Volker Wahrendorf: Verwaltungsprozessrecht. 4. Auflage. Vahlen, München 2013, ISBN 978-3-8006-4172-7.
Mike Wienbracke: Verwaltungsprozessrecht. C.F. Müller, 2. Auflage 2014, ISBN 978-3-8114-7080-4.
Thomas Würtenberger: Verwaltungsprozessrecht. 3. Auflage. C.H. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-60603-8.
Rolf Schmidt: Verwaltungsprozessrecht. 17. Auflage. Verlag Dr. Rolf Schmidt GmbH, Grasberg bei Bremen 2015, ISBN 978-3-86651-145-3.
Kommentare
Johann Bader, Michael Funke-Kaiser, Thomas Stuhlfauth, Jörg von Albedyll: Verwaltungsgerichtsordnung. 6. Auflage. C.F. Müller, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-8114-6042-3
Erich Eyermann: Verwaltungsgerichtsordnung. Kommentar. 13. Auflage. C.H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60553-6.
Michael Fehling, Berthold Kastner, Volker Wahrendorf: Verwaltungsrecht VwVfG / VwGO. Handkommentar. Nomos, Baden-Baden 2006, ISBN 3-8329-0973-7.
Ferdinand Kopp, Wolf-Rüdiger Schenke: VwGO. Kommentar. 19. Auflage. C.H. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-63933-3.
Herbert Posser, Heinrich Amadeus Wolff: Verwaltungsgerichtsordnung. Kommentar. 2. Auflage. C.H. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-59722-0.
Konrad Redeker, Hans-Joachim von Oertzen: Verwaltungsgerichtsordnung. Kommentar. 15. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-17-020496-6.
Helge Sodan, Jan Ziekow: Verwaltungsgerichtsordnung. Großkommentar. 4. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8487-0318-0.
Hans-Peter Vierhaus: Beweisrecht im Verwaltungsprozess. C.H. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-62025-6.
Peter Wysk: Verwaltungsgerichtsordnung. Kommentar. C.H.Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-60985-5.
Heinrich Amadeus Wolff, Andreas Decker: Studienkommentar VwGO / VwVfG. 3. Auflage. C.H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-62803-0.Weblinks[Bearbeiten]Text der Verwaltungsgerichtsordnung
Landesausführungsgesetze zur VwGO:Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Hamburg
Hessen
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Übersicht über die Rechtsbehelfe der VwGO (PDF-Datei; 100 kB)
Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!
Normdaten&#160;(Sachbegriff): GND: 4117368-5 (AKS)
<!–NewPP limit report
Parsed by mw1050
Cached time: 20151218123816
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.142 seconds
Real time usage: 0.156 seconds
Preprocessor visited node count: 3386/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 13609/2097152 bytes
Template argument size: 1331/2097152 bytes
Highest expansion depth: 6/40
Expensive parser function count: 1/500
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00% 95.5271 – -total48.57% 46.396 48 – Vorlage:§ 7.85%7.5001 – Vorlage:Normdaten 5.97%5.7015 – Vorlage:Art. 4.94%4.7181 – Vorlage:Hauptartikel 4.53%4.3281 – Vorlage:Rechtshinweis 2.03%1.9351 – Vorlage:Bausteindesign2
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:85897-0!*!0!!de!4!* and timestamp 20151218123816 and revision id 149179138–>

Eine Dienstleistung (Synonym: Service) im Sinne der Volkswirtschaftslehre ist ein ökonomisches Gut, bei dem im Unterschied zur Ware nicht die materielle Produktion oder der materielle Wert eines Endproduktes im Vordergrund steht, sondern eine von einer natürlichen Person oder einer juristischen Person zu einem Zeitpunkt oder in einem Zeitrahmen erbrachte Leistung zur Deckung eines Bedarfs. Der Erbringer einer solchen Leistung wird als Dienstleister bezeichnet.
Im weitesten Sinne zählen zu den Dienstleistungen auch z.&#160;B. unentgeltlich im Haushalt geleistete, oder solche, die man für sich selbst erbringt. Volkswirtschaftlich erfasst und als Teil des Bruttoinlandsprodukts ausgewiesen werden jedoch nur Dienstleistungen, die sich über Marktpreise bewerten lassen.
In der Drei-Sektoren-Hypothese wird die Volkswirtschaft eingeteilt in den Primärsektor der Rohstoffproduktion, den Sekundärsektor des verarbeitenden Gewerbes und den Tertiärsektor der Dienstleistungen.Inhaltsverzeichnis
1 Dienstleistung und Sachleistung
2 Vertragsrechtliches
3 Arten von Dienstleistungen3.1 Personenbezogene Dienstleistungen
3.2 Sachbezogene Dienstleistungen
3.3 Originäre Dienstleistungen
3.4 Produktbegleitende / industrienahe Dienstleistungen3.4.1 Pre-Sales-Services
3.4.2 After-Sales-Services
4 Prozessmodell
5 Siehe auch
6 Literatur
7 Weblinks
8 EinzelnachweiseDienstleistung und Sachleistung[Bearbeiten]
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht unterscheidet man sie von der Sachleistung. Die Dienstleistung ist nicht lagerbar, selten übertragbar (Immaterialität) und benötigt einen externen Faktor (Integration des externen Faktors – Kunde). Ihre Erzeugung und der Verbrauch fallen meist zeitlich zusammen (Uno-actu-Prinzip).
Dienstleistungen sind in ihrem Ergebnis zwar vorwiegend immateriell, können jedoch materielle Bestandteile enthalten, beispielsweise ein Trägermedium, auf dem das Ergebnis der Dienstleistung übergeben wird. Die Güte der Dienstleistung bezeichnet man als Service-Qualität oder Dienstleistungsqualität. Durch den Immaterialitätsgrad kann es dabei zu Problemen bei der Messung der Dienstleistungsqualität kommen. Zusätzlich zum Leistungsergebnis einer Dienstleistung erlangt insbesondere der Leistungserstellungsprozess (Integration des externen Faktors) sowie das Leistungspotenzial (z.&#160;B. Erscheinungsbild und Kompetenz eines Unternehmensberaters) an Bedeutung. Alle drei sogenannten „Leistungsdimensionen“ werden in die Bewertung der Dienstleistungsqualität mit einbezogen.[1]
Dienstleistungen unterscheiden sich in standardisierte und individuelle. Letztere wird hingegen für ein konkretes Individuum erstellt. Merkmal von standardisierten Dienstleistungen ist, dass sie für einen fiktiven Durchschnittskunden erbracht werden. Der Grad der Beteiligung (Integrationsgrad) des Kunden ist bei individuellen Dienstleistungen höher.
Die Abgrenzung zwischen Dienst- und Sachleistung ist letztlich fließend. So erlangen Dienstleistungskomponenten im Business-to-Business-Marketing, beispielsweise im Maschinen- und Anlagenbau, verstärkt an Bedeutung (z.&#160;B. Beratung, Teleservice). Auch in der Konsumgüterindustrie tragen Dienstleistungskomponenten zur verstärkten Differenzierung und so zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen bei (z.&#160;B. Absatzfinanzierung von Hi-Fi-Elektronik oder Pkws). Nicht zuletzt können derartige Dienstleistungskomponenten kaufentscheidend sein und somit zum Hauptbestandteil des Produkts avancieren.
Daher wird zunehmend der Versuch aufgegeben, Dienstleistungen von Sachleistungen abzugrenzen.[2] Sämtliche Absatzobjekte werden hier als Leistungsbündel aufgefasst, deren Leistungsergebnis einerseits eher materiell oder immateriell, der Leistungserstellungsprozess eher autonom oder integrativ ausgeprägt ist. Ein derartiges Verständnis erlaubt eine differenzierte Konzeption des absatzpolitischen Instrumentariums.[3]
Vertragsrechtliches[Bearbeiten]
Der individualrechtliche Austauschvertrag zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer über die unabhängige oder abhängige Leistung eines Dienstes gegen ein Entgelt wird allgemein Dienstvertrag genannt.[4]
Rechtlich kann der Vertrag mit einem Dienstleister in Form eines Werkvertrag oder eines Dienstvertrages im engeren Sinne abgefasst sein. Bei einem Werkvertrag verpflichtet sich der Dienstleister zur Erfüllung mit einem konkreten Erfolg (z.&#160;B. Autowerkstatt schuldet Reparatur, Fehlerbeseitigung).[5] Durch einen Dienstvertrag wird der Dienstleister lediglich zu einem oder mehreren Diensten verpflichtet (z.&#160;B. Arzt schuldet eine Heilbehandlung in bestem Bemühen, aber keinen Heilerfolg).[5] Es gibt auch Mischformen (Gerätehersteller verpflichtet sich zu regelmäßiger vorbeugender Wartung und allfälliger Reparatur: leistungs- und erfolgsorientiert). Bei diesen Formen liegt ein Zielschuldverhältnis vor. Daneben gibt es auch Formen mit einem Dauerschuldverhältnis, die bei Einzelpersonen auch schon in den Bereich der Dienstverhältnisse (als Form der Arbeitnehmerschaft) führen können.[6]Siehe hierzu Dienstvertrag und Vertragsrecht zu einzelnen Rechtsordnungen.Arten von Dienstleistungen[Bearbeiten]
Personenbezogene Dienstleistungen[Bearbeiten]
Personenbezogene Dienstleistungen sind Dienstleistungen, die an oder mit der Person vollzogen werden, z.&#160;B. die Leistungen eines Arztes, eines Heilerziehungspflegers oder eines Lehrers. Diese Dienstleistungen kommen nur unter Beteiligung des Kunden zu Stande. Die Beteiligung des Kunden kann eher passiv sein, wie beim Rettungsdienst, oder eher aktiv sein, wie bei der Aneignung von Wissen in einer Lernsituation. Personenbezogene Dienstleistungen weisen folgende Merkmale auf:Die Ziele werden zwischen dem Dienstleister und dem Kunden mehr oder weniger ausgehandelt – beide sind am Ergebnis, d.&#160;h. dem immateriellen Produkt beteiligt. Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen geht z.&#160;B. davon aus, dass nur bei gemeinsamen Zielen auch ein zufriedenstellendes Ergebnis möglich ist.
Die Prozesse oder Maßnahmen werden ebenfalls zwischen dem Kunden und dem Dienstleister ausgehandelt – der Kunde muss am Prozess mitwirken, wenn das Ziel erreicht werden soll. Mediziner und Sozialarbeiter/-pädagogen sprechen von der Compliance des Patienten oder Klienten. Die Maßnahmen können zwar detailliert geplant werden, jedoch ist die Maßnahmendurchführung häufig von der Disposition des Kunden abhängig.
Grundlage für Durchführung von Maßnahmendurchführung und Zielerreichung sind die sozialen Beziehungen zwischen dem Dienstleister und seinem Kunden. Die sozialen Rollen und der soziale Status von Kunde und Dienstleister müssen geklärt sein.David A. Garvin fasst diese Phänomene personenbezogener Dienstleistungen (PBD) folgendermaßen zusammen:PBD sind immateriell
PBD folgen dem Uno-actu-PrinzipZusammenfallen von Konsum und Produktion
Dienstleistungsproduzent ist Teil der Dienstleistung, genauso wie Dienstleistungskonsument
PBDs sind heterogen
PBDs sind nicht lager- und nicht transportfähig
Standardisierung von PBDs ist schwierig bis unmöglichFür die Organisationen und Berufe, die personenbezogene Dienstleistungen erbringen, hat dies Konsequenzen für ihre Managementsysteme:Der Bedarf und die Probleme des Kunden müssen personenbezogen erhoben werden. Da der Kunde an der Dienstleistung mitwirken soll, müssen auch seine Ressourcen, d.&#160;h. seine Fähigkeiten, Handlungsmöglichkeiten und der Grad seiner Bereitschaft der Mitwirkung erhoben werden.
Das zukünftige Ergebnis, d.&#160;h. das Ziel der Dienstleistung muss so weit wie möglich mit dem Kunden ausgehandelt und transparent gemacht werden. Dieses Ziel ist der Qualitätsmaßstab für den Kunden und den Dienstleister. Ein Ziel ist z.&#160;B. ein bestimmter Rehabilitations- oder Behandlungserfolg, das Erreichen eines Schulabschlusses oder ein bestimmtes Verhalten. Motivierende Gesprächsführung kann dafür ein Konzept sein.
Auch die dazugehörigen Maßnahmen müssen mit dem Kunden geplant werden und ihm so weit wie möglich transparent oder plausibel sein, damit er motiviert und in der Lage ist mitzuwirken.
Die geplanten Maßnahmen müssen durchgeführt werden. Dabei kommt dem Dienstleister als Controller und Motivator eine besondere Rolle zu, da gerade im Bereich des Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen die Dispositionen der Kunden mitunter fragil sind. Vom Kunden wird häufig verlangt, dass er für die Dienstleistung bezahlt und auch noch für den Erfolg der Dienstleistung arbeitet oder gar leidet.
Ziele und Maßnahmen müssen ausgewertet werden. Das bedeutet:Der Grad der Zielerreichung, d.&#160;h. der Grad des Erfolgs muss mit dem Kunden festgestellt werden.
Die Sinnhaftigkeit der Zielerreichung und der Maßnahmen muss mit dem Kunden analysiert werden. Die zentrale Frage kann dabei lauten: „Den Plan haben wir erfüllt. War er auch gut?“
Nach der Auswertung oder Zwischenauswertung können neue Ziele und Maßnahmen mit dem Kunden festgelegt werden.Die Schwierigkeit für personenbezogene Dienstleister, wie z.&#160;B. Ärzte, Berater, Therapeuten oder Sozialarbeiter, besteht mitunter darin, dass sie keinen oder wenig Einblick oder Einfluss darauf haben, was der Kunde tatsächlich tut oder die Ziele und Maßnahmen nicht ausgewertet werden können, weil der Kunde nicht mehr mit dem Dienstleister zusammenkommt. Personenbezogene Dienstleister haben oft mit unvollständigen Dienstleistungsprozessen zu tun.
Sachbezogene Dienstleistungen[Bearbeiten]
Dienstleistungen, wie z.&#160;B. Speditionen, Banken oder Versicherungen, des Weiteren könnte man sie in folgende unterteilen:
Originäre Dienstleistungen[Bearbeiten]
Hierbei handelt es sich um Dienstleistungen von Unternehmungen, die ausschließlich solche erbringen und keine materiellen Güter herstellen. Zu solchen Dienstleistungsunternehmen gehören z.&#160;B. Wäschereien und Abschleppdienste.
Ein Sonderfall sind die wissensintensiven Dienstleistungen, die von Freiberuflern erbracht werden. Für diese Dienstleistungsunternehmen geltenden Besonderheiten; siehe dazu Professional Service Firm.
Produktbegleitende / industrienahe Dienstleistungen[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Produktbegleitende Dienstleistung
Unternehmen, die neben den Dienstleistungen auch materielle Güter herstellen, wie Fahrzeughersteller, oder Produzenten von Investitionsgütern bieten sie an. Man spricht auch von hybriden Produkten. Industrielle Dienstleistungen werden zusätzlich zum physischen Produkt angeboten, das heißt, sie werden im Zusammenhang mit dem selbsterstellten physischen Produkt vermarktet. Daher werden industrielle Dienstleistungen als sekundäre Dienstleistungen bezeichnet, da sie einen Zusatznutzen für den Kunden darstellen. Es handelt sich um Dienstleistungen, die in direkter oder indirekter Verbindung mit den Sachgütern für andere Unternehmen erstellt werden. Deshalb entsteht eine wirtschaftliche Abhängigkeit einer Dienstleistung von einem Sachgut.
Pre-Sales-Services[Bearbeiten]
Dienstleistungen vor dem Kauf, zum Beispiel eine ausführliche Beratung, das Ausarbeiten individueller Vorschläge, Planungsleistungen wie die Anpassung einer Einbauküche an die räumlichen Gegebenheiten. Gerade im Bereich Dienstleistungen ist es sehr wichtig, die individuellen Bedürfnisse des Kunden herauszufinden und in das Produkt mit einzuarbeiten. Zudem kommt es darauf an, den Nutzen der Dienstleistung für den Kunden herauszustellen. Denn nur, wenn ihm das klar ist, wird der Kunde sie in Anspruch nehmen.
After-Sales-Services[Bearbeiten]
Dienstleistungen nach dem Kauf, etwa Ersatzteilversorgung, Wartung und Instandhaltung, Modernisierung (Retrofit), Teleservice.
Der Verkäufer ist bestrebt, seinen Kunden nach dem Verkauf einer Ware weiter zu betreuen, um eventuell zusätzliche Geschäfte tätigen zu können. Ein Hilfsmittel hierzu ist das Customer-Relationship-Management. Die professionelle Abwicklung des Kundendiensts, der Gewährleistungsarbeiten (Beschwerdemanagement), aber auch die weitere Betreuung des Kunden durch den Verkäufer (Vertriebsmitarbeiter) sind typische Aufgaben des After-Sales-Managements.
Im Bereich der Investitionsgüter (B2B-Marketing) wird ein geregelter After-Sales-Service vom Kunden erwartet. Häufig entwickelt sich erst durch intensive Nachbetreuung eine längerfristige Geschäftsbeziehung. Intensive Nachbetreuung soll die Kundenzufriedenheit, auch die Kundenbindung verbessern.
Prozessmodell[Bearbeiten]
Jede Dienstleistung ist Bestandteil eines Geschäftsprozesses, der i.&#160;d.&#160;R. aus mehreren Phasen besteht. In diesen Phasen treten charakteristische Akteure auf, die sich durch spezifische Aufgaben (Rollen) voneinander unterscheiden:
In der Anbahnungsphaseder Dienstleistungsanbieter, der die (Erbringung der) Dienstleistung anbietet, und
der Dienstleistungsnachfrager, der die (Erbringung der) Dienstleistung nachfragt.In der Vereinbarungsphase (auch: Vertragsphase)der Dienstleistungslieferant (Auftragnehmer), der den Auftrag zur Erbringung der Dienstleistung erhält, und
der Dienstleistungskunde (Auftraggeber), der die Erbringung der Dienstleistung beauftragt.In der Leistungsphase (auch: Durchführungs- oder operative Phase)der Dienstleistungserbringer, der die Dienstleistung persönlich erbringt, und
der Dienstleistungskonsument, der die Dienstleistung (bzw. deren Ergebnis) persönlich in Anspruch nimmt bzw. von der erbrachten Dienstleistung persönlich profitiert. Je nachdem, ob der Konsument im Dienstleistungsvertrag als Begünstigter vorgesehen ist oder nicht, erfolgt der Konsum (d.&#160;h. die Inanspruchnahme) der Dienstleistung berechtigterweise oder unberechtigterweise.
Ebenfalls auf der operativen Ebene ist der Begriff des externen Faktors angesiedelt. Er bezeichnet eine Person oder Sache, die kein Eigentum des Dienstleisters ist (daher „extern“) und an der die Dienstleistung vollzogen wird. – Oft sind für ein Gelingen der Dienstleistung auch Unterstützungsleistungen (Beistellungen) des Auftraggebers erforderlich (z.&#160;B. Räumlichkeiten, Arbeitsmittel, Informationen, persönliche Mitwirkung).
Hinzu kommen Personen bzw. Organisationseinheiten, die an der Erbringung der Dienstleistung nur mittelbar beteiligt sind, und zwar durch dispositive Aufgaben (z.&#160;B. Planung, Steuerung und Koordination der Leistungserbringung).In der Gegenleistungsphaseder Empfänger der zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer vereinbarten Gegenleistung (i.&#160;d.&#160;R. Entgelt) und
der Erbringer der Gegenleistung.In der Realität werden die Rollen des Dienstleistungsanbieters, -lieferanten und -erbringers sowie des Gegenleistungsempfängers oft von verschiedenen Personen bzw. Organisationseinheiten wahrgenommen, in einfachen Fällen aber auch von ein und derselben Person (z.&#160;B. Taxifahrer). Gleiches gilt für die Rollen des Dienstleistungsnachfragers, -kunden und -konsumenten sowie des Gegenleistungserbringers. Ebenso können die Rollen des externen Faktors und des Dienstleistungskonsumenten in einer Person zusammenfallen.
Siehe auch[Bearbeiten]Commodity-Dienstleistung
Dienstleistungsberuf
Dienstleistungsbilanz
Dienstleistungserbringungsart
Dienstleistungsfreiheit
Dienstleistungsgenossenschaft
Dienstleistungsgesellschaft
Dienstleistungskonzession
Dienstleistungskosten
Dienstleistungsmarke
Dienstleistungsmarketing
Dienstleistungsscheck
Haushaltsnahe DienstleistungLiteratur[Bearbeiten]&#160;Manfred Bruhn, Bernd Stauss: Dienstleistungsmarken. Gabler, Wiesbaden 2008, ISBN 3-8349-0609-3.
&#160;Rudolph Bauer: Personenbezogene Soziale Dienstleistungen. Begriff, Qualität und Zukunft. Westdeutscher, Wiesbaden 2001, ISBN 3-531-13599-6.
&#160;Rudolf Maleri, Ursula Frietzsche: Grundlagen der Dienstleistungsproduktion. Springer, Berlin/Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-74058-2.
&#160;Magnus Richter, Rainer Souren: Zur Problematik einer betriebswirtschaftlichen Definition des Dienstleistungsbegriffs. Technische Universität Ilmenau, Ilmenau 2008, ISBN 978-3-940882-09-7.
&#160;Hans R. G Rück: Dienstleistungen in der ökonomischen Theorie. Deutscher Universitäts-Verlag, Wiesbaden 2000, ISBN 3-8244-7104-3.Weblinks[Bearbeiten]
&#160;Wiktionary: Dienstleistung&#160;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, ÜbersetzungenDaten und Aufsätze zum Thema Dienstleistungen beim Statistischen Bundesamt
Falsche Kategorien oder verkehrte Welt? – Eine Kritik des Dienstleistungsbegriffs und der Außenhandelskategorien am Beispiel der GlobalisierungsdiskussionEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ Avedis Donabedian: The Definition of Quality and Approaches to Its Assessment. Explorations in Quality Assessment and Monitoring. Volume I, Ann Arbor, 1980.
↑ Christian Homburg; Harley Krohmer: Marketingmanagement. Strategie – Instrumente – Umsetzung – Unternehmensführung. Wiesbaden 2003, S. 809 ff.
↑ Werner-Hans Engelhardt; Michael Kleinaltenkamp; Martin Reckenfelderbäumer: Leistungsbündel als Absatzobjekte. Ein Ansatz zur Überwindung der Dichotomie von Sach- und Dienstleistungen. Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung (zfbf), 45. Jg., Nr. 5, 1993, S. 395–426.
↑ Gerold Neusser: Dienstvertrag. In: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte (HRG), 2. Auflage, Band I, Sp. 1056–1058.
↑ a b Juristisches Basiswissen: Werkvertrag. jura-basic.de, abgerufen am 14.&#160;November 2012.
↑ Vergl etwa Unterschied Dienstvertrag – freier Dienstvertrag/Werkvertrag. Bundesministerium für Finanzen.Normdaten&#160;(Sachbegriff): GND: 4012178-1 (AKS)
<!–NewPP limit report
Parsed by mw1058
Cached time: 20151217193430
Cache expiry: 2592000
Dynamic content: false
CPU time usage: 0.182 seconds
Real time usage: 0.202 seconds
Preprocessor visited node count: 2742/1000000
Preprocessor generated node count: 0/1500000
Post‐expand include size: 10884/2097152 bytes
Template argument size: 4529/2097152 bytes
Highest expansion depth: 9/40
Expensive parser function count: 1/500
Lua time usage: 0.030/10.000 seconds
Lua memory usage: 829 KB/50 MB
Number of Wikibase entities loaded: 0–><!–Transclusion expansion time report (%,ms,calls,template)
100.00%144.3421 – -total82.42%118.9715 – Vorlage:Literatur31.87% 46.0025 – Vorlage:COinS 6.07%8.7635 – Vorlage:Datum 5.88%8.4841 – Vorlage:Normdaten 3.59%5.1791 – Vorlage:Hauptartikel 2.28%3.2961 – Vorlage:Wiktionary
–><!– Saved in parser cache with key dewiki:stable-pcache:idhash:18586-0!*!0!!de!4!* and timestamp 20151217193430 and revision id 148544021–>