Dieser Artikel beschreibt die Vermittlung von Architekturverständnis, zu pädagogischer Architektur siehe Schulgebäude.
Mit dem Begriff Architekturpädagogik werden pädagogische Konzepte bezeichnet, bei denen die Vermittlung von Architektur im Mittelpunkt steht.
Methoden und Ziele[Bearbeiten]
Das Ziel ist es, Architekturverständnis und Wahrnehmungskompetenzen zu schulen. Zielgruppen der Architekturpädagogik sind sowohl Kinder und Schüler (bei denen es vor Allem auf eine altersgerechte Vermittlung ankommt) als auch Architekturstudenten. Außerdem beschäftigt sich die Architekturpädagogik mit Konzepten der Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf Vermittlung, Verständnis und Akzeptanz von Architektur als gemeinschaftlichem baukulturellen Wert, und umfasst auch Methoden der Architekturpolitik oder Gestaltung von Architekturmuseen.
Auch die Lehre von Architekten und deren Architekturtheorie wird als Architekturpädagogik bezeichnet, und auf dieser Basis funktioniert die Architekturpädagogik an Universitäten und Fachhochschulen. In der voruniversitären Bildung wird Architekturverständnis nur im Rahmen von Kunsterziehung und Geschichts- oder Geographieunterricht behandelt, und  – vorrangig anwendungsorientiert – an HTLs für Bauberufe vermittelt.
In der Praxis in Deutschland ist Architekturpädagogik als Lehrtätigkeit wenig eigenständig, und nur ein Teilbereich der Kunstpädagogik, und wird in diesem Rahmen an den Hochschulen für Kunst gelehrt.
Siehe auch[Bearbeiten]Architekturzentrum
Kirchenraumpädagogik, zur Architekturdidaktik christlicher SakralarchitekturLiteratur[Bearbeiten]Architekturvermittlung. In: Plattform Architekturpolitik und Baukultur: Österreichischer Baukulturreport 2006 Heft 3, S. 38–71. Im Auftrag des Staatssekretariats für Kunst und Medien und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit, Wien 2006 (Webdokument, pdf 1,1 MB)Barbara Feller: Architektur/Baukultur und Umweltgestaltung für junge Menschen – Sehen lernen. Sprechen können. Mitentscheiden. 3.4 – zu Konzepten der Früh- und Jugenderziehung
Franziska Leeb: Architekturvermittlung zur Stärkung eines breiten Bewusstseins für baukulturelle Qualitäten. 3.5&#160;– zur Öffentlichkeitsarbeit<!–NewPP limit report
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Architekturkritik ist ein Teilaspekt der Kunstkritik und beschäftigt sich mit der Beurteilung von Architektur. Besonders die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Architektur ist ein Wesensmerkmal der Architekturkritik.Inhaltsverzeichnis
1 Inhalte
2 Kriterien
3 Geschichte
4 Bekannte Architekturkritiker
5 Auszeichnungen
6 Siehe auch
7 Literatur
8 EinzelnachweiseInhalte[Bearbeiten]
Ein Ziel der Architekturkritik ist, die Ursachen der Fehlleistungen von Architektur aufzuzeigen.[1]
Architekturkritik ist eine Methode der Auseinandersetzung. Unter dem Aspekt von "Unterscheiden und Infragestellen" wird die gebaute Umwelt beurteilt.
Philosophisch gesehen erfolgt die Kritik&#160;:
1. subjektiv, nach persönlichem Geschmack und Empfinden und wird
2. objektiv begründet durch Anwendung gesicherter, messbarer Prinzipien um den Wert (oder Unwert) einer Bauform zu erkennen.
Ziel ist es also, aufgrund dieser beiden Möglichkeiten eine argumentative Position zu finden. Die zeitgenössische Architekturkritik ist meist dogmatisch und belehrend, da der Kritiker durch seine Stellungnahme immer Partei ergreift -bedingt durch seine ästhetischen Auffassungen aus der Kulturepoche der er entstammt. Der Architekturkritiker exponiert sich, indem er zwischen Bauwerk und Betrachter steht und glaubt es -stets von seinem Standpunkt getragen- ," es besser zu wissen" als andere. Die Kritik ist auch Kritik an der Person des Architekten (in seiner Rolle als "Baukünstler"), wenn er mit seinem Werk schockiert und provoziert oder ermüdet und langweilt.
Kriterien[Bearbeiten]
Die Kriterien der Architekturkritik werden von der Architekturtheorie formuliert. Nach Vitruv sind die drei Hauptanforderungen an die Architektur: Firmitas (Festigkeit), Utilitas (Nützlichkeit) und Venustas (Schönheit). Dabei muss allen drei Kategorien gleichermaßen und gleichwertig Rechnung getragen werden.[2]Siehe auch: Abschnitt Wichtige Themen des Lemmas ArchitekturGeschichte[Bearbeiten]
Historische Repräsentationsarchitektur, wie zum Beispiel der Parthenon oder gotische Kathedralen, wurde von Baumeistern und anonymen Handwerkern geschaffen.
Mit dem Humanismus taucht eine neue Konzeption der Architektur als "Freie Kunst" auf und bildet einen neuen Typus: Der Architekt als Künstler, der mit seinem Bauentwurf ästhetischer Mittler für die Wünsche seiner Bauherrschaft wird. Geschichtlich gesehen vertraten Architekt und Bauherr dieselben Wertvorstellungen und damit die Grundlagen der gesamten Repräsentations-Architektur. Wer durch Geburt und (oder) Vermögen privilegiert war, vergrößerte sein Ansehen durch das des Architekten. Umgekehrt bedeutete es – da die Anerkennung eines Kunstwerkes allein von den Herrschenden abhing – für den Architekten gesellschaftlichen Aufstieg, Erfolg und weitere Aufträge. Dieser Kontext bildete die Basis für das Mäzenatentum. Kritik war hier völlig überflüssig, denn man war entweder "i n" oder "o u t".
Im 19. Jahrhundert wandelte sich die Architektur durch den technischen Fortschritt und die Ingenieurwissenschaften: die Spaltung von Entwurf und Bautechnik. Die meisten Architekten schufen weiter Szenarien für den großbürgerlichen Zeitgeschmack, unfähig zur Synthese, setzten sie alles daran, die neuen Eisenkonstruktionen hinter monumentalen Fassaden zu verbergen und reduzierten sich so auf die angreifbare Funktion eines "Stylisten". Die Theorie des "Schönen" wurde auf ein System von Regeln reduziert und wer dem nicht entsprach, war kritisierbar.
Bekannte Architekturkritiker[Bearbeiten]
Siehe auch: Comité Internacional de Críticos de ArquitecturaDieter Bartetzko, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Wolfgang Bachmann, Baumeister (Zeitschrift)
Ulrich Conrads, Bauwelt (Zeitschrift)
Ingeborg Flagge, der architekt
Gerhard Matzig, Süddeutsche Zeitung
Roman Hollenstein, Neue Zürcher Zeitung
Hanno Rauterberg, Die ZeitAuszeichnungen[Bearbeiten]BDA-Preis für ArchitekturkritikSiehe auch[Bearbeiten]
&#160;Portal: Architektur und Bauwesen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Architektur und BauwesenArchitekturtheorie, Architekturgeschichte
Liste von Architekturzeitschriften
Themenheft der Internet-Architekturzeitschrift Wolkenkuckucksheim: Eine Kritik der Architekturkritik (auch als Buch im Waxmann Verlag erschienen: ISBN 3830913044)
Themenheft der Architekturzeitschrift Archithese zum Thema ArchitekturkritikLiteratur[Bearbeiten]Adolf Behne: Architekturkritik in der Zeit und über die Zeit hinaus: Texte 1913–1946. (Herausgegeben von Haila Ochs.) Birkhäuser, Basel, Boston, Berlin 1994.
Ulrich Conrads: Umwelt Stadt. Argumente und Lehrbeispiele für eine humane Architektur. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1974, ISBN 3-499-16885-5
Ulrich Conrads, Eduard Führ, Christian Gänshirt (Hrsg.): Zur Sprache bringen. Kritik der Architekturkritik. Münster: Waxmann, 2003 (ISBN 3-8309-1304-4)
Ingeborg Flagge (Hg.): Streiten für die menschliche Stadt. Texte zur Architekturkritik. Hamburg: Junius, 1997, ISBN 3-88506-276-3
Georg Franck, Dorothea Franck: Architektonische Qualität. Hanser-Verlag, München 2008
Klaus Jan Philipp: Vom Dilettantismus zur Zensur. Zur Geschichte der Architekturkritik. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt, 1996, ISBN 3-421-03121-5
Fred F. Stuber: Zur Problematik der Architekturkritik. Theoretische Diplomarbeit. Erster Teil.;Versuch einer umfassenden Publikation eines Bauwerkes. Theoretische Diplomarbeit. Zweiter Teil. Hochschule für Gestaltung, Ulm 1967.
Jürgen Tietz: Was ist gute Architektur? 21 Antworten. Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt, 2006, ISBN 3421034664.Einzelnachweise[Bearbeiten]↑ Günther Binding: Bilderwörterbuch der Architektur. Kröner, 1999, ISBN 3-5201-9403-1.
↑ Vitruv: Zehn Bücher über Architektur. Übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Dr. Curt Fensterbusch. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1964, ISBN 3-534-01121-X, S. 45.<!–NewPP limit report
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Dieser Artikel befasst sich mit dem Studium der Architektur, also mit dem wissenschaftlich ausgerichteten Erlernen und Erforschen des planvollen Entwerfens und Gestaltens von Bauwerken.Inhaltsverzeichnis
1 Inhalte
2 Form der Lehre
3 Deutschland3.1 Zugangsvoraussetzungen
3.2 Studiendauer
3.3 Studienrichtungen
3.4 Abschluss
3.5 Lehre
4 Liechtenstein
5 Österreich
6 Schweiz
7 Weblinks
8 EinzelnachweiseInhalte[Bearbeiten]
Die Inhalte des Architekturstudiums ändern sich wie die Aufgaben des Architekten ständig. Das abwechslungsreiche und weit gestreute Studium ist je nach Hochschule unterschiedlich; von der Ausbildung zum Generalisten bis zur Konzentration auf einzelne Bereiche. Die Studienfächer sind oder können sein: Entwerfen, Darstellungstechnik, Gebäudekunde, Geschichte der Architektur bzw. Bau- und Kunstgeschichte, Architekturinformatik, Architekturtheorie, Baukonstruktion, Baumanagement, Bauchemie oder Baustoffkunde, Bauphysik, Haustechnik, Tragwerkslehre oder Baustatik im Bereich Betonbau, Holzbau, Stahlbau, (ggfls. Grundbau) sowie Städtebau und Bauleitplanung, Baurecht (bzw. Bau- und Planungsrecht), Freiraum- und Landschaftsplanung ggfls. auch Innenraumplanung.
Je nach Fachbereich und individuellen Interessen gibt es verschiedene Vertiefungsrichtungen. Das Architekturstudium vermittelt den Studenten grundlegende Kenntnisse und das nötige Wissen, um später als Architekt arbeiten zu können. Wichtig neben der reinen Wissensvermittlung ist jedoch auch das Training der individuellen Fähigkeiten, Strategien und Arbeitstechniken.
Nach seiner Ausbildung ist der Absolvent in Deutschland noch nicht Architekt im Sinne des Architektenrechts. Erst eine mehrjährige praktische Tätigkeit berechtigt ihn zur Eintragung in die Architektenlisten der Architektenkammern in den Ländern. Grundvoraussetzung zur Aufnahme in eine Kammer ist in den meisten Ländern der Abschluss eines mindestens achtsemestrigen Architekturstudiums, sowie zwei Jahre Berufserfahrung. Bei der optionalen Vertiefung Städtebau trägt man auch als Mitglied einer Architektenkammer nicht die Berufsbezeichnung "ArchitektIn", sondern "StadtplanerIn".
Form der Lehre[Bearbeiten]
Die Form der Lehre ist von Fach zu Fach und von Professor zu Professor sehr unterschiedlich. In den Fächern, in denen es um Wissensvermittlung geht, findet die Lehre vornehmlich in Vorlesungen und Übungsseminaren statt. In den Fächern zur Steigerung der kreativen und individuellen Fähigkeiten der Studenten und der Entwicklung einer eigenen Haltung zum Entwerfen und zur Baukonstruktion werden im Rahmen individueller Aufgabenstellungen und Projekte mit viel Eigeninitiative Kenntnisse von den Studenten selbst erarbeitet. Dies hat zur Folge, dass viele Modulprüfungen innerhalb des Studiums nicht in form von Klausuren, sondern in form von Abgabeleistungen (vor allem Entwürfe und Werkpläne) absolviert werden.
Dabei sind die Grundleistungen bei einer Entwurfsaufgabe, die bis zur Abgabe des Entwurfs gefordert werden, meist Grundrisse, Schnitte und Ansichten, sowie ein Entwurfsmodell. Oftmals ist die Präsentation und Erläuterung des Entwurfs im Plenum dabei Teil der Aufgabenstellung.
Es gibt Lehrende, die den Studenten in Form einer „Meisterklasse“ ihr Architekturkonzept, ihre Techniken „beibringen“. Die Studenten profitieren dabei unmittelbar von der Erfahrung des Lehrenden. Viele Professoren aus dem Bereich Entwurf bringen als Architekten ihre Erfahrungen ein oder leiten oft noch neben der Lehre ein Architekturbüro.
Deutschland[Bearbeiten]
Die Ausbildung zum Beruf des Architekten kann an insgesamt 64 Hochschulen erfolgen. Von einer Gesamtstudentenschaft von ca. 2.5 Millionen, fast 31.000 eingeschriebene haben im Jahr 2011 eine Architekturfachrichtung studiert. [1]
Zugangsvoraussetzungen[Bearbeiten]
Die Zugangsvoraussetzungen (Abitur, Fachhochschulreife, Praktikum, Berufsausbildung im Baubereich) sind unterschiedlich. Da sie sich öfter ändern ist es sinnvoll, sie direkt von der jeweiligen Hochschule zu erfragen. Einige Hochschulen führen ein eigenes Auswahlverfahren zur Studieneignung durch, in dem die künstlerische Eignung der Studienbewerber geprüft wird (Vorlage von Zeichnungen, Gespräche etc.). In Deutschland wird an 21 Hochschulen nur der Abiturnachweis gefordert, an 11 Hochschulen wird eine Eignungsprüfung verlangt und an 32 Hochschulen ist ein Praktikum erforderlich.[1][2]
Studiendauer[Bearbeiten]
Die Studiendauer ist je nach Hochschule und angestrebten Abschluss unterschiedlich. Ein Studium mit dem Abschluss Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing) dauert normalerweise als Regelstudienzeit an einer Universität zehn Semester und an einer Fachhochschule acht Semester. Ein konsekutives Bachelor-Master-Studium dauert 10 Semester einschließlich der Masterthesis, wobei an den meisten Hochschulen der Bachelor mit sechs und der Master mit vier Semestern ausgelegt ist. Bei einigen Hochschulen ist ein Praxissemester in den Studienablauf integriert. Die durchschnittliche Studiendauer liegt – vor allem an den Universitäten – jedoch oft über der theoretischen Regelstudienzeit.
Studienrichtungen[Bearbeiten]
Grundsätzlich sind in Deutschland drei verschiedene Studienrichtungen zu unterscheiden, auf die man sich bereits durch die Wahl der Hochschule festlegt: Architektur (Hochbau), Innenarchitektur und Landschaftsarchitektur. Beim „klassischen“ Architekturstudium (Hochbau) gibt es dann meist verschiedene Vertiefungsrichtungen, die man nach dem Grundstudium wählt, z. B. Städtebau, Baudenkmalpflege, Baumanagement, Landbau.
Abschluss[Bearbeiten]
Im Jahr 2010 haben ca. 6.000 Studentinnen und Studenten die Abschlussprüfung erfolgreich abgelegt.[1] Je nach Hochschule ist der Abschluss verschieden. Bisher war es vor allem der Diplom-Ingenieur / die Diplom-Ingenieurin Architektur (Dipl.-Ing.). Die Berufsbezeichnung „Architekt“ ist in Deutschland geschützt und darf nur von Mitgliedern der Architektenkammern getragen werden. Nur mit dieser Berufsbezeichnung ist man in Deutschland uneingeschränkt bauvorlageberechtigt (große Bauvorlageberechtigung).
Im Zuge des Bologna-Prozesses werden die Diplomstudiengänge auslaufen und auf gestufte Studiengänge umgestellt. Daher ist es bereits an zahlreichen Hochschulen nur noch möglich, einen Abschluss als Bachelor und Master zu erwerben. Dabei werden in der Regel die Abschlüsse Bachelor of Arts (B.A.), Bachelor of Science (B.Sc.) oder Bachelor of Engineering (B.Eng.) sowie Master of Arts (M.A.), Master of Science (M.Sc.) oder Master of Engineering (M.Eng.) vergeben. Ein Absolvent eines Architekturstudiums kann beispielsweise die Bezeichnung "B.Sc. of Architecture" tragen.
Der Bachelor-Abschluss wird jedoch teilweise von den deutschen Architektenkammern als nicht berufsqualifizierend angesehen, weshalb man trotz erfolgreichen Abschlusses nicht die Berufsbezeichnung „Architekt“ führen darf. Vorteile dieses Abschlusses sollen in dem modularen Studienaufbau und der höheren internationalen Vergleichbarkeit liegen.
Lehre[Bearbeiten]
Im Studiengang Architektur sind 1.004 Professoren und Professorinnen tätig, davon sind 16,8&#160;% Frauen (169 stand Wintersemester 2012/2013). [1][2][3][4]
Liechtenstein[Bearbeiten]
Die Architektenausbildung an der Universität Liechtenstein im Fürstentum Liechtenstein erfolgt nach dem international etablierten Bachelor-, Master- und Doktoratssystem. Lehrende und Studierende aus über 20 Nationen sind vertreten. Das Masterstudium mit den Vertiefungsrichtungen „Sustainable Design“, „Design Theory“ und „Urbanscape“ erfolgt ausschließlich auf Englisch. Weiterhin werden u.a. Weiterbildungskurse für Architekten angeboten, für Baumanagement, Bauökonomie, Energie und Ökologie, Immobilienbewertung und Schadenfreies Planen.
Österreich[Bearbeiten]
Universitäten mit Architekturausbildung:Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz: Architektur und Urbanistik, Holzbaulehrgang (Master)
Technische Universität Graz: Architektur
Universität Innsbruck: Architektur
Technische Universität Wien: Architektur und Raumplanung
Universität für angewandte Kunst Wien: Architektur
Akademie der bildenden Künste Wien: ArchitekturHochschulen mit Architekturausbildung:Fachhochschule Joanneum in Graz: Architektur und Projektmanagement (Master), Bauplanung und Bauwirtschaft (Bachelor)
Fachhochschule Kärnten: Architektur(Bachelor), Architektur – Objektentwicklung (Master)
FH Campus Wien: Green Building (Bachelor) – Green Building (Master, ab 2016/2017)Schweiz[Bearbeiten]
Universitäten und Hochschulen mit Architekturausbildung::Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETHZ); Aufsicht und Ausbildungsregelung durch den Bund
Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne, EPFL); Aufsicht wie in Zürich
Universität der italienischen Schweiz (Università della Svizzera italiana, USI) – kantonale Uni, interkantonale Koordination
Kantonale Fachhochschulen (FH) unterstehen der Aufsicht und Ausbildungsregelung durch den Bund, zumeist Bachelor- und MasterausbildungHochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) in Basel im Verbund der Fachhochschule Nordwestschweiz bietet die Fachrichtung Innenarchitektur und Szenografie an.
Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau in Burgdorf und Biel
Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur in Chur
Hochschule Luzern – Technik &amp; Architektur
Hochschule für Technik der Fachhochschule Nordwestschweiz im Verbund der Fachhochschule Nordwestschweiz, Standorte in Brugg, Windisch in Aargau und Muttenz
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur im Verbund der Zürcher Fachhochschule
Hochschule für Technik Zürich (HSZ-T) im Verbund der Zürcher FachhochschuleSiehe auch Schweizer Universitäten und Fachhochschulen
Weblinks[Bearbeiten]
Allgemein:CHE-Hochschulranking auf Zeit-Online
Hochschulranking, auf DetailXDeutschland:www.archinoah.de – archinoah.de, ein Internetportal und Forum für Architektur
www.tektorum.de – tektorum.de – Forum für Studenten der Architektur, Innenarchitektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung und des Bauingenieurswesens.
www.architektur-studieren.info Informationen für Studieninteressierte, Erstsemester im Architekturstudium und ArchitekturstudentenWebseiten der Universitäten/ Hochschulen:www.ufg.ac.at – Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung LinzEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ a b c d Ulrike Eichhorn:&#160;Architektinnen. Ihr Beruf. Ihr Leben.&#160;Edition Eichhorn, Berlin 2013.&#160;ISBN 978-3-8442-6702-0
↑ a b Faculty of Architecture and Landscape Sciences – http://www.uni-hannover.de/en/fakultaeten/fk-arlan/
↑ HafenCity Universität Hamburg – https://www.hcu-hamburg.de/en/bachelor/architecture/professoren/
↑ Technische Universität Hamburg-Harburg – http://www.tuhh.de/tuhh/studium/studienangebot/masterstudiengaenge/bauingenieurwesen.html<!–NewPP limit report
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Dieser Artikel behandelt den allgemeinen Begriff. Zum Architekturstil der römischen Wandmalerei siehe Römische Wandmalerei.
Unter Baustil (auch Architekturstil), versteht man einen regional oder international bedeutsamen Stil in der Architektur und im Bauwesen. Es ist die für einen Architekten, eine Architektenschule oder eine historische Epoche oder Region typische Formensprache.
Die wichtigste Einteilung von Baustilen erfolgt nach zeitlichen Abschnitten im Kontext gewisser Räume und Kulturen. Diese ist eng bis lose verwandt mit anderen Stilrichtungen innerhalb der Kunstgeschichte, eng zum Beispiel den Möbelstilen, weniger eng mit denen der Malerei und Bildhauerei. In die Innenarchitektur und Ornamentik spielen auch die Stile der Kleidermode hinein. Architekturstile sind aufgrund des Umfangs des Werkes naturgemäß langsam veränderlich, folgen kaum schnelllebigen Moden, und finden ihre breite Anwendung oft erst ein bis zwei Generationen nach analogen Entwicklungen in anderen Kunstsparten, oder breiten sich entsprechend langsam aus. Auch überlappen sich aufeinanderfolgende Stile durchwegs über Jahrzehnte.Inhaltsverzeichnis
1 Übersicht wesentlicher Stile1.1 Mittelalter
1.2 Neuzeit
1.3 19. Jahrhundert
1.4 20. Jahrhundert
2 Literatur
3 Weblinks
4 NotizenÜbersicht wesentlicher Stile[Bearbeiten]Siehe auch: Geschichte der Architektur – Überblick über die wichtigsten Stile der BaugeschichteMittelalter[Bearbeiten]Romanik (1000–1250)
Gotik (1250–1520)Neuzeit[Bearbeiten]Renaissance (1510–1620)
Barock/Rokoko (1600–1770)
Klassizismus (1770–1830)19. Jahrhundert[Bearbeiten]Historismus (1830–1900)
Jugendstil (1890–1910)20. Jahrhundert[Bearbeiten]Heimatschutzarchitektur
Moderne (Architektur)Expressionismus
Neues Bauen
Organisches Bauen
Neue Sachlichkeit
Bauhausstil
Funktionalismus
Konstruktivismus
Rationalismus
Minimalismus
Nachkriegsmoderne
Internationaler Stil
Brutalismus
Kritischer Regionalismus
Postmoderne (nach 1959)
Dekonstruktivismus (nach 1983)Literatur[Bearbeiten]&#160;Wilfried Koch: Brockhaus Baustilkunde. 31.&#160;Auflage. Wissenmedia, Gütersloh 2013, ISBN 978-3-577-00302-5, S.&#160;528.[1]
&#160;Richard Reid: Baustilkunde. E.A. Seemann, Leipzig 2000, ISBN 978-3-86502-042-0, S.&#160;432.Weblinks[Bearbeiten]
&#160;Commons: Baustil&#160;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
&#160;Wiktionary: Baustil&#160;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Notizen[Bearbeiten]↑ mit fünfsprachigem Glossar<!–NewPP limit report
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Dieser Artikel beschäftigt sich mit Methodik und Gebiet des Faches Architekturgeschichte, zur Geschichte der Architekturstile in chronologischer Reihenfolge vergleiche den Artikel Geschichte der Architektur
Die Architekturgeschichte ist der Teil der Kulturwissenschaften, der sich mit vorwiegend kunstwissenschaftlicher und in zweiter Linie mit ingenieurwissenschaftlicher und soziologischer Methodik mit der historischen Dimension der Architektur beschäftigt.Inhaltsverzeichnis
1 Gebiet
2 Interesse
3 Methodik
4 Der Diskurs um Methodik und Abgrenzung
5 Geschichte
6 Architekturgeschichte als Studienfach
7 Anwendungsgebiete
8 Literatur
9 Weblinks
10 EinzelnachweiseGebiet[Bearbeiten]
Architekturgeschichte erforscht die Geschichte der Architektur, also der Bauwerke, der Architekturtheorie und des Diskurses um Architektur, wie auch des Städtebaus und der Siedlungsgeschichte. Denn auch wenn die Stadtbaugeschichte ein eigener Zweig der Architekturgeschichte ist, so kann eine Architekturgeschichte doch nie ohne die städtebauliche Dimension auskommen.
Interesse[Bearbeiten]
Da jede Zeit, jedes Land und jede Region ihre eigene Ausformung von Architektur hat, möchte die Architekturgeschichte diesem Phänomen auf die Spur kommen. Sie bestimmt die jeweiligen personenbezogenen, örtlichen und zeitlichen Faktoren, die bei der Errichtung eines Bauwerks, oder, auf höherer Ebene, im Charakter einer Periode oder Epoche hineinspielen. Ziel dabei ist, den kulturgeschichtlichen Stellenwert der Architektur innerhalb des gesellschaftlichen Kontextes zu verstehen. Seit den 1980er Jahren hat sich dabei zunächst innerhalb der Denkmalpflege und bald auch darüber hinaus der Gedanke durchgesetzt, alle Epochen, und so auch die der Moderne und Nachkriegsmoderne objektiviert zu sehen, und nicht etwa eine von ihnen zu diskriminieren, indem man ihr die Geschichtlichkeit abspricht.[1][2]
Methodik[Bearbeiten]
Wie die Architektur in ihrer alltäglichen Praxis und ihrer gesellschaftlichen Wahrnehmung sich in einer Mittlerrolle zwischen Kunst und Funktion befindet, wendet auch die Architekturgeschichte sowohl Methoden der Kunstwissenschaft, wie auch der Technik, der Technikgeschichte und der Soziologie an. Konkret kann kein Bauwerk untersucht werden, ohne dass der künstlerische Aspekt, zum Beispiel die Gestaltung der Gliederung, die Kombination der Materialien etc. zusammen mit dem technischen Aspekt gesehen wird. Zu den technischen Aspekten gehören etwa Tragwerkstechnik, Materialherstellung, -verfügbarkeit und -beschaffenheit. Insbesondere die Konstruktionstechniken bilden ein zentrales Unterscheidungsmerkmal der verschiedenen Zeiten, hängt mit ihnen doch immer auch die konkrete Ausbildung der Bauwerke zusammen. Diese Methodik ist eine der Moderne, sie ist jedoch ebenso bei Vitruv oder Andrea Palladio anzutreffen.
Die Arbeitsweise des Architekturhistorikers lässt sich daher wie folgt beschreiben:
Häufig geht die Architekturgeschichte zunächst von einer Bauanalyse aus, ohne den historischen Kontext unmittelbar zu berühren. Das heißt, dass man zunächst beschreibt und beurteilt, wie an Bauten mit Material, Konstruktion, Funktion, Raum, Dekoration, Farbe etc. umgegangen wird. In dieser Phase spielt die „Historische Bauforschung“ eine bedeutende Rolle.[3] Sie leistet die zeichnerische und photographische Dokumentation eines Gebäudes mit allen seinen Teilen und bedient sich ferner diverser analytischer Methoden der Datierung.
Der zweite Schritt, der manchmal auch vorher erfolgt, ist die Suche nach Schriftquellen und sonstigen Aussagen zu dem Gebäude, z.&#160;B. in Bauämtern und anderen Archiven, die Befragung von Zeitzeugen und Bewohnern. Auch die Lektüre einschlägiger Publikationen gehört dazu. Schließlich muss das Umfeld analysiert werden, in dem das Bauwerk steht.[4]
Die Ergebnisse der beiden Schritte werden in einen örtlichen, persönlichen und historischen Kontext gebracht: Der Zusammenhang der Bauherrenintention und seiner sozialen Stellung etc., ebenso die Architektenpersönlichkeit und schließlich die Zusammenhänge, in denen Materialien und Techniken jeweils stehen. Das Bauwerk kann so schließlich in seinen Bezügen verstanden werden, die zu seiner spezifischen Ausprägung führten. Die Zusammenschau vieler solcher Einzelanalysen führt zum Verständnis der Bezüge, in denen eine Periode oder Epoche der Architekturgeschichte mit ihrer spezifischen Ausprägung steht.
Der Diskurs um Methodik und Abgrenzung[Bearbeiten]
Architekturgeschichte entspricht einer gesellschaftlichen Aufgabe. Zur inhaltliche Abgrenzung und Methodik haben jedoch sowohl Fachvertreter wie auch Vertreter benachbarter Disziplinen unterschiedliche Auffassungen geäußert.
Ein Hintergrund der Auseinandersetzung ist der Streit, ob Architektur eine Kunst oder eine Ingenieurleistung ist. Die Zuordnung zur (Bau-)Kunst oder zum Ingenieurwesen führt dazu, dass das Fach entweder der Kunstgeschichte oder der Technikgeschichte bzw. konkret dem jüngeren Fach der Bautechnikgeschichte zugeordnet wird.[5] 2005 wurde bei einer der Einführungsreden des Kunsthistorikertages die Meinung geäußert, Architekturgeschichte solle sich nicht als eigenes Fach benennen. Hier bestand von Seiten meinungsführender Kunsthistoriker die Auffassung, Architekturgeschichte könne sich auf die Untersuchung von künstlerischen Aspekten beschränken und sei von der Kunstgeschichte daher nicht zu trennen. Aus der Architektenschaft gibt es den Einwand, Architekturgeschichte sei kein eigenes Fachgebiet, sondern Teil der Architektur. Der Kölner Kirchenbaumeister Rudolf Schwarz vertrat 1953 die Auffassung, Architekten sollten sich mit der Architekturgeschichte keine “überzählige Geisteswissenschaft ins Bett” legen lassen.[6] Schwarz glaubte, Architekten selbst sollten die Architekturgeschichte erforschen, und wollte keine Vertiefung in einer akademischen Geisteswissenschaft.
Entgegen dieser Vielzahl von gegensätzlichen Positionen vertritt die hier gegebene Definition die Auffassung, dass Architekturgeschichte ein eigenständiges komplexes Fach mit einem anspruchsvollen methodischen Repertoire ist. Architekturgeschichte bemüht sich, technische, künstlerische, kulturhistorische und biographische Aspekte zu berücksichtigen, um zu einem angemessenen Verständnis des Kulturphänomens Architektur zu gelangen.
Geschichte[Bearbeiten]
Man könnte bereits den antiken Architekten Vitruv mit seinem Buch "De Architectura" oder etwa die Renaissanceliteraten Alberti und Palladio als Architekturhistoriker bezeichnen, wobei jedoch der Unterschied zur modernen Architekturgeschichte des 19. und 20.&#160;Jahrhunderts ins Auge fällt: Die älteren Theoretiker haben ihre Werke hauptsächlich im Sinne einer Sammlung von Mustern gesehen, die sie interpretieren, um darauf ihre eigene Architekturtheorie zu stützen.
Die Anfänge der architekturgeschichtlichen Forschung[7] liegen jedenfalls im Interesse der italienischen Renaissancearchitekten an der antiken Architektur besonders der Stadt Rom, die sie zeichneten, vermaßen und analysierten, um Vorbilder für ihre eigenen Werke zu gewinnen. Im 18. Jahrhundert suchten europäische Bildungsreisende im Zuge ihrer Grand Tour die Kunststätten Italiens auf und beschrieben die dortigen architektonischen Meisterwerke, wobei sich das Augenmerk vornehmlich auf Antike und Neuzeit als vorbildliche Stilepochen konzentrierte. Im Kontext der Wiederentdeckung antiker Architektur (wie Pompeji in den 1750ern, oder Troja um 1830), wurde antike Architektur über den bisherigen Kanon hinaus greifbar. Vereinzelt traten aber auch schon die großen Kathedralen des Mittelalters nördlich der Alpen in den Blick, die als Objekte der lokalen oder nationalen Geschichte und als technische Meisterwerke bewundert werden. In Frankreich, England und Deutschland sah man den „gotischen“ Stil als nationale Errungenschaft an. Nachdem mit dem Ende des Klassizismus die Antike als einzige Norm der Kunst abgelöst war, führte die Suche nach historischen Vorbildern für das Kunstschaffen der Gegenwart zu einer intensiveren Beschäftigung mit der Architektur aller Zeiten und Völker. Im Zuge des Aufblühens der Geschichtswissenschaft und der akademischen Kunstgeschichte im 19. Jahrhundert wurden Stilkategorien (vgl. Stilkunde) für die Analyse der Architekturgeschichte ausgebildet. Die Abgrenzung der Stilepochen untereinander entwickelt sich jedoch erst im Laufe der Zeit. „Gotik“ und „Romanik“ sind Begriffe aus der Architekturgeschichte, die sich in der gesamten Stilgeschichte verbreitet haben. Die Erforschung der nationalen Kunstdenkmäler wurde in Angriff genommen, parallel zu den Anfängen der Denkmalpflege. Aus der Restaurierungstätigkeit der Architekten (z.B. Viollet-le-Duc) an den mittelalterlichen Kathedralen ergaben sich viele Erkenntnisse zur Baugeschichte. Orts- und regionalgeschichtliche Forschungen durch Geschichtsvereine (Vorreiter ist England mit seinen Archaeological Societies, in Frankreich folgen die Societés Archéologiques diesem Vorbild) stehen neben den ersten Überblicksdarstellungen (z.B. Franz Kugler, Geschichte der Baukunst. Stuttgart 1856–1859). Die Lehre an den Architektenschulen richtete sich zunehmend historisch aus. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wandte man sich mehr und mehr vernachlässigten und missachteten Epochen wie dem Barock zu. Dabei stand das Forschungsinteresse stets in einem Zusammenhang mit den ästhetischen Vorurteilen der jeweiligen Gegenwart. Die städtebaulichen Aufgaben der Gründerzeit weckten das Interesse an der Stadtgeschichte und historischen Stadtplanung. Auch die Moderne und die folgenden Strömungen stellen sich trotz der radikalen stilistischen Neuerungen nie außerhalb der Rezeption historischer Baukonzepte.
Vitruv schrieb als Architekt für Architekten. Moderne Architekturgeschichte erforscht Architektur als Kulturphänomen für die Allgemeinheit. Sie geht dabei über eine reine Baukunde und Baudenkmalforschung hinaus und findet in fächerübergreifenden Ansätzen wie Urbanistik, Raumordnung und Landschaftsplanung Anwendung. Längst auch erfasst sie die Bautätigkeit aller Kulturen in globaler Perspektive.
Architekturgeschichte als Studienfach[Bearbeiten]
Architekturgeschichte wird in der Regel nicht als eigenes Fach studiert, sondern stattdessen eine Kombination aus Fächern, die zum Verständnis der besonderen Arbeitsweise der Architekturgeschichte dienen, wie etwa Kunstgeschichte, Architektur, Denkmalpflege. Auch Klassische Archäologie ist als ein Studium von Architekturhistorikern häufig.
Anwendungsgebiete[Bearbeiten]
Herausforderung Architekturgeschichte: Berlin, Neue Schönhauser Straße. Der geknickte Straßenverlauf durch die Entstehung parallel zur Befestigung Memhardts 1658-62, die niedrigeren Häuser Mitte des 19. Jahrh., die höheren aus Historismus und der Reformarchitektur um 1900, so das „Volkskaffeehaus“ von Alfred Messel, 1890. Haus rechts von 1887, 1929 überformt. Darüber Hochhaus am Alexanderplatz, 1970, Kollektiv Roland Korn.[8]
Eine Person, die Architekturgeschichte professionell und mit kritischem Methodenbewusstsein betreibt, nennt sich Architekturhistoriker. Architekturgeschichte hat vielfältige Anwendungsgebiete, von denen drei jedoch die häufigsten sind: Architektur, Denkmalpflege und Stadtführungen.
Architekten verwenden die Architekturgeschichte, um für aktuelle Projekte Anregungen zu finden, die Bewältigung ähnlicher Probleme zu vergleichen oder ein Bauwerk mit seinem Umfeld abzustimmen, d.h. es entweder einzupassen oder abzusetzen. Im Falle der bewusst gewählten Anpassung handelt es sich letztlich um einen Fall der Stadtbildpflege oder Denkmalpflege.
In der Denkmalpflege zielt die Erforschung der Architekturgeschichte zunächst auf eine Bewertung der Bauten eines Gebietes, um zu bestimmen, welche einen so hohen kulturhistorischen Wert haben, dass sie mit wissenschaftlicher Begründung als Baudenkmal eingetragen werden müssen (Phase der Inventarisation). Die architekturhistorische Erforschung eingetragener Denkmäler dient ihrem Schutz. So muss einerseits durch die Bauforschung ein Gebäude in seinen Teilen (wie vorher in der Phase der Inventarisation als Ganzes) bewertet werden, um zu entscheiden, welche unbedingt, welche bedingt und welche überhaupt nicht schützenswert sind (Phase der Begleitung einer Baumaßnahme). Andererseits dienen die architekturgeschichtlichen Publikationen der Denkmalpflege zur öffentlichen Vermittlung der Baudenkmäler. Diese Publikationen tragen mit dem Mittel der Überzeugung zu ihrem Schutz bei.
Im Bereich Tourismus und Stadtführungen ist die Architekturgeschichte einer Stadt oder eines Gebiets das eindringlichste Mittel, seinen Charakter und seine Identität zu erklären.
Literatur[Bearbeiten]Richard Strobel und Felicitas Buch: Ortsanalyse. Zur Erfassung und Bewertung historischer Bereiche. Arbeitshefte des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg. Theiss, Stuttgart 1986.
Michael Petzet, Gert Mader: Praktische Denkmalpflege. Kohlhammer, Stuttgart, Berlin und Köln 1993.
Norbert Huse: Unbequeme Baudenkmale. C.H. Beck, München 1997 (Dieses Buch entwickelt ein von der Denkmalpflege angeregtes, differenziertes Bild verschiedener Aspekte der Architekturgeschichte).
Robert Suckale: Kunst in Deutschland. Von Karl dem Großen bis Heute. Monte von DuMont, Köln 1998.
David Watkin: The rise of architectural history. Architectural, London 1980.
Hans Ibelings: "Europäische Architektur seit 1890", JOVIS Verlag Berlin 2011, ISBN 978-3-86859-038-8
Pavlos Lefas: "Architecture – A Historical Perspective", JOVIS Verlag Berlin 2014, ISBN 978-3-86859-315-0Weblinks[Bearbeiten]
&#160;Wiktionary: Architekturgeschichte&#160;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, ÜbersetzungenSociety of Architectural Historians
Kolldewey-Gesellschaft, Vereinigung für Baugeschichtliche ForschungEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ Norbert Huse: Unbequeme Baudenkmale. C.H. Beck, München 1997
↑ Roman Hillmann: Anti-Modernism and Architectural Rhetoric: The Case of Prince Charles, in: Edinburgh Architectural Research, Vol. 29, 2004, pp.67-71.
↑ Michael Petzet, Gert Mader: Praktische Denkmalpflege. Kohlhammer, Stuttgart, Berlin und Köln 1993.
↑ Richard Strobel und Felicitas Buch: Ortsanalyse. Zur Erfassung und Bewertung historischer Bereiche. Arbeitshefte des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg. Theiss, Stuttgart 1986
↑ Rezension zum Dritten Internationalen Kongress zur Bautechnikgeschichte an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus vom 20. bis 24. Mai 2009, in: Kunsttexte.de 2009, Nr. 3 (PDF; 375&#160;kB)
↑ Rudolf Schwarz: Bilde Künstler, rede nicht. In: Baukunst und Werkform. 6. Jahrg. 1953, Heft 1, S. 9–17.
↑ vergleiche etwa Robert Suckale: Kunst in Deutschland. Von Karl dem Großen bis Heute. Monte von DuMont, Köln 1998, dort Seiten 416-421
↑ Landesdenkmalamt Berlin (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Berlin. Bezirk Mitte. Ortsteil Mitte, Michael Imhof, Berlin und Petersberg 2003, Seiten 447-451<!–NewPP limit report
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Architektur in der Zeit des Nationalsozialismus beschreibt Bauvorhaben, Architektur und Stadtplanung als deutsche Ausgestaltung der in dieser Zeit verbreiteten Stile des Neoklassizismus, der Heimatschutzarchitektur und der außerhalb Deutschlands bezeichneten Stilrichtung des Traditionalismus. Jenseits der repräsentativen Machtarchitektur wirkten etliche bautechnische und architektonische Entwicklungen in gewandelter Form über das Kriegsende hinaus fort.
Das Detlev-Rohwedder-Haus an der Wilhelmstraße in Berlin-Mitte, heute Sitz des Bundesministeriums der Finanzen, wurde 1935 nach Plänen von Ernst Sagebiel als Reichsluftfahrtministerium gebautInhaltsverzeichnis
1 Allgemein
2 Beispiele
3 Städtebauliche Generalpläne3.1 Berlin
3.2 Nürnberg
3.3 München
3.4 Hamburg
3.5 Linz
3.6 Dresden
4 Bedeutende Architekten
5 Galerie
6 Literatur
7 Weblinks
8 EinzelnachweiseAllgemein[Bearbeiten]
Überreste der Zeppelinhaupttribüne in Nürnberg
Zeppelinwiese, 1937
Militärische Zweckarchitektur des Atlantikwalls, 1944
Heidelberger Thingstätte
Das Gauforum Weimar
Sporthalle der ehemaligen Lehrerbildungsanstalt Trier
Die Machthaber und deren Architekten und Planer beanspruchten, einen „nationalsozialistischen Stil“ auf Grundlage des ererbten Fundus europäischer Bau-Typologie und -Morphologie entwickelt zu haben. Zugleich wurden im weitesten Rahmen zeitgenössische Strömungen sowie persönliche Anregungen des deutschen Diktators Adolf Hitler verarbeitet. Kennzeichnend war die offiziöse Ablehnung der „Moderne“, wie der vom Bauhaus geprägte Stil genannt wurde. Diese Ablehnung manifestierte sich z.&#160;B. im Verbot des Bauhauses und der Vertreibung seiner Vertreter. In der Propaganda wurde die auf das Bauhaus in den 1920er Jahren zurückgehende nüchterne, schlichte, funktionalistische Formensprache als seelenlos, „kulturbolschewistisch“ und „undeutsch“ bezeichnet. Völkische Elemente, wie bei der Thingspielbewegung und den vor allem 1933–1935 gebauten Thingstätten kamen bevorzugt in der Frühzeit des Regimes zum Tragen und finden sich auch in der SS-Architektur der NS-Ordensburgen wieder. Darüber hinaus wurde die stärkere Einbeziehung von Landschafts- und Naturschutz in architektonische Planungen betont und teilweise, so personifiziert durch Alwin Seifert – auch umgesetzt.
Paul Schultze-Naumburg, der Hauptvertreter der Heimatschutzarchitektur fiel allerdings 1935 bei Hitler in Ungnade. Zum „Stararchitekten des Dritten Reichs“ wurde Albert Speer mit einer neoklassizistischen, Elemente der Moderne aufnehmenden wie traditionelle Baugedanken und -formen zitierenden Formensprache und einer durchrationalisierten Bautechnik. An technischen und Industrieanlagen verstand auch die Architektur des Nationalsozialismus das Gebot der Funktionalität als Kennzeichen des technologischen Fortschritts. Christoph Hackelsberger verglich die Formensprache des Atlantikwalls mit expressionistischer Architektur. Eine dogmatische „Gleichschaltung“ des Bauens im Dritten Reich fand nicht statt, sondern äußerte sich eher durch Nichtbeachtung abweichender Architekten bei der staatlichen Groß-Bauauftragsvergabe. Manche privaten und industriellen Bauten richteten sich so auch nach 1933 noch nach dem Stil der internationalen Moderne.
Nach Weihsmann lassen sich sechs formal-ästhetische Tendenzen innerhalb der Bausparten feststellen:Klassizismus für Propaganda-, Staats- und Parteibauten,
Heimatschutzstil für Siedlungsbauten und Ordensburgen,
moderate Moderne für Wohn- und Verwaltungsbauten,
pathetischer Funktionalismus für Kasernen, Heeresbauten und Industrieverwaltungsbauten,
versachlichter Funktionalismus für Sportbauten und Stadien,
Neue Sachlichkeit für Technik-, Industrie- und Fabrikbauten.In den formalen Erscheinungen ist Weihsmann zufolge keine einheitliche Kunstdoktrin zu finden, unverkennbar sei eine spezifische städtebauliche Doktrin gewesen. Realisierte Vorhaben waren beispielsweisePartei- und Regierungsgebäude
Kultstätten (Thingstätten, z.&#160;B. in Heidelberg)
Schulen und Quartiere für die politische und militärische Elite
Stadt-, Großraums- und Verkehrsplanung
Dorf(um)gestaltung im Zusammenhang mit „Heimatpflege“
Siedlungspläne für neu zu erschließende Siedlungsräume im „Großdeutschen Reich“
Heime der Hitler-Jugend und anderer NS-Gemeinschaften
Industriebauten und Infrastruktur (Reichsautobahnen, Brücken, Staudämme)Selbst Maler mit architektonischen Ambitionen, maß Adolf Hitler die Größe einer Epoche an den Zeugnissen ihrer Kultur, je größer diese waren, desto erhabener war aus seiner Sicht die Epoche. Kennzeichnend für die Bedeutung, die Hitler der Architektur einräumte, waren seine Worte anlässlich der ersten Architektur- und Kunstausstellung im „Haus der Deutschen Kunst“ in München am 22. Januar 1938:„Wenn Völker große Zeiten innerlich erleben, so gestalten sie diese Zeiten auch äußerlich. Ihr Wort ist dann überzeugender als das gesprochene. Es ist das Wort aus Stein!“
– Adolf Hitler: zitiert nach H. Weihsmann: Bauen unterm Hakenkreuz. Architektur des Untergangs. 1998, S.&#160;19Saarländisches Staatstheater, Saarbrücken, erbaut 1935–1938 als „Gautheater Saar-Pfalz“
Innerhalb von 15&#160;Jahren wollte er das gesamte Land umbauen und nahm persönlichen Einfluss auf zahlreiche Baumaßnahmen. Seine persönlichen Lieblingsarchitekten waren Paul Ludwig Troost, nach dessen Tod kurzzeitig Ludwig Ruff, später Albert Speer und Hermann Giesler, der beispielsweise Hitlers Lieblingsstadt Linz (in der er einige Jugendjahre verbrachte) im größten Maßstab umgestalten sollte. Das „Wort aus Stein“ wurde auch propagandistisch (z.&#160;B. mit entsprechenden Filmen) verbreitet. Je fortgeschrittener und hoffnungsloser der Kriegsverlauf und je unrealistischer die tatsächliche Realisierung, desto maßloser wurden die Pläne: Gigantomanische Gebäude, breite Freitreppen, wuchtige Pfeiler, lange und schnurgerade Prachtstraßen (sogenannte „Achsen“) und maßlose Pläne ohne praktischen Zweck, wie zum Beispiel die geplante „Halle des Volkes“ in Berlin. Die „Neugestaltungspläne“ verlangten exorbitante Mittel an Geld, Baustahl (der bald wichtiger für Rüstungsaufgaben benötigt wurde), Natursteinen (die aus ganz Europa herbeigeschafft wurden) und Arbeitskräften, die für das Deutsche Reich nur mit Mitteln der staatlichen Zwangswirtschaft sowie Ausbeutung der Nachbarstaaten (Zwangsarbeit) zu gewinnen waren. Hier ist eines der Motive Hitlers für den Angriffskrieg zu finden. Nebenbei hätten die Uniformität und die Megalomanie der Baupläne Hitlers, wie Weihsmann anmerkt, auch ohne den Bombenkrieg zur Selbstzerstörung der deutschen Innenstädte geführt. Zu Bombenangriffen auf Berlin sind Anmerkungen Hitlers überliefert, wonach er sie zur Platzschaffung für die geplanten Neubauten eigentlich begrüßte. Und selbst die Zerstörung der Bauten wurde mit einkalkuliert, ja sie wurden mit dem ausdrücklichen Ziel gebaut selbst noch „in Jahrtausenden“ als Ruinen eindrucksvoll zu erscheinen (sogenannte „Ruinenwerttheorie“) – was sich ja zumindest bis heute bestätigt.
Modell zur Umgestaltung der Reichshauptstadt [Berlin] in „Germania“, 1939
Berlin sollte vom Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt prunkvoll zur Reichshauptstadt Germania umgebaut und eine Stadt mit acht Millionen Einwohnern werden, München als „Hauptstadt der Bewegung“ und Nürnberg als „Stadt der Reichsparteitage“, ausgebaut, Linz zu einem herausragenden europäischen Kulturzentrum und Hamburg zum europäischen Welthandelszentrum. Hitler wollte ganze Stadtviertel verlegen lassen, damit seine breiten Prachtstraßen und prunkvollen Gebäude Platz fänden. Die „Gesundung der deutschen Städte“ sollte durch „Entschandelungsmaßnahmen“, „Entkernung“ und „Flächenbereinigung“ erreicht werden, wobei auf vorhandene, dem Ideal nicht entsprechende Bausubstanz keinerlei Rücksicht genommen wurde. Damit war eine bevölkerungsselektive Steuerung beabsichtigt (Beseitigung von Juden und „Asozialen“, Zerschlagung politisch unzuverlässiger Arbeiterquartiere in den Innenstädten). Die regimetreue Jugend hingegen sollte in einem weltanschaulich perfekten Rahmen aufwachsen. In der Frühzeit des Regimes entstanden an verschiedenen Orten Deutschlands NSDAP-Ordensburgen und Adolf-Hitler-Schulen, propagandistisch verklärt wurde die Einrichtung von Erholungszentren der Kraft durch Freude Organisation wie beim Seebad Prora.
Reichsparteitagsgelände Nürnberg – Die Kongresshalle
Aber nicht nur in den Städten im Deutschen Reich, sondern auch in den dazu zu erobernden Gebieten, etwa im so genannten „Generalgouvernement“, sollten erschlossen und umgestaltet werden. Europa sollte mit einem Netz von Breitspurbahnen durchzogen werden, auch Planungen für futuristische Einwegbahnen wie die Alwegbahn stammen noch aus der Kriegszeit. Himmler als „Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums“ wollte für die neuen deutschen Siedler im Osten Städte und Dörfer anlegen und diese durch beste Straßen verbinden. Ihm schwebte die Idee eines mit „germanischen Wehrbauern“ (zugleich Bauern und Soldaten) besiedelten Osteuropa vor, die Energieversorgung sollte durch dezentrale Windenergieanlagen nach technischen Konzepten Ulrich W. Hütters gewährleistet werden. Heinrich Himmler plante ab 1935 den Ausbau der Wewelsburg bei Paderborn als „Kultstelle“ für seine Schutzstaffel. Zuständiger Architekt war Hermann Bartels.
Eingangstor der Gedenkstätte KZ Buchenwald
Architekturmodell des KZ Dachau
Die komplette Umgestaltung der Städte und die Errichtung und Vollendung der „Kultstätten“ und der Prachtbauten durch die Nationalsozialisten wurden durch den Verlauf des Zweiten Weltkrieges verhindert. Parallel war bereits 1940/1941 eine Vielzahl von Fachpublikationen zu Detailaspekten des Wiederaufbaus vorgelegt worden, diese Anstrengungen wurden ab 1943 in einem zentralen „Arbeitsstab für den Wiederaufbau bombenzerstörter Städte“ unter Leitung Albert Speers koordiniert,[1] der faktisch auch eine militärische Niederlage mit einbezog. Die hier vertretenen Architekten und ihre planerischen und baulichen Überlegungen spielten – mit Ausnahme von Speer selbst – noch Jahrzehnte nach Kriegsende eine wichtige Rolle.[1] Ihre modernistischen Planungen kamen unter Verzicht auf die NS-Symbolik und repräsentativer „Machtarchitektur“ fast ausnahmslos zum Tragen,[1] Vertreter eines Wiederaufbaus im Heimatstil wurden mit Verweis auf dessen Verwendung zur NS-Zeit diskreditiert.
Hinterlassenschaften der repräsentativen Architektur im Nationalsozialismus sind in vielen deutschen Städten sehr häufig noch in bestehender Nutzung als Verwaltungsgebäude, Ruinen davon u.&#160;a. noch auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände, in Weimar und in München zu sehen. Als steingewordene Monumente eines Machtwillens sollten sie die Ideologie des Nationalsozialismus transportieren und entsprechend propagandistisch wirken. Hierzu dienten die Monumentalität, die asketische Fassadengestaltung und die kultisch-sakrale Inszenierung der Bauten. Die Dimension der Größe, untermauert durch Rekorddaten bezüglich der Bauzeit, der Ausmaße und des Materials, sollte Ausdruck einer höheren Kultur, der Überlegenheit der arischen Rasse sein. Damit wurde der Unterwerfungsanspruch des Dritten Reiches auf architektonische Weise artikuliert. Allein gegenüber der schieren baulichen Größe und Masse verschwand der Einzelne, das Individuum wurde architektonisch und städtebaulich dem regulierten Kollektiv der Masse, der Volksgemeinschaft und der Partei untergeordnet („Einschüchterungsarchitektur“). Ein machtvolles Auftreten sollte in diesen kontrollierten Gemeinschaften möglich sein. Die kultisch-sakrale Komponente ist durch die altarähnlichen Rednerpulte für Hitler fassbar, bestes Beispiel für diese Altäre ist der dem Pergamon-Altar nachempfundene Bau der Führertribüne auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg.
Hinzu kommt die Ausgestaltung der Fassaden, für die das Kunst-am-Bau-Gesetz erlassen wurde. Die Gestaltung orientierte sich am Zweck der Gebäude. So wurden für das Oberkommando der Wehrmacht (OKW), für die Reichsmarschälle und für die Soldatenhalle in karger Ornamentik militärische Werkzeuge und Waffen dargestellt.
In einem anderen Sinne als repräsentativ für das NS-Regime werden die zumeist von Häftlingen in Zwangsarbeit errichteten KZ-Bauten und heutigen Gedenkstätten empfunden.
Beispiele[Bearbeiten]
Akademie für Jugendführung
Prora
Olympiastadion Berlin
Verwaltungsgebäude der Reichspostdirektion bzw. Oberpostdirektion Karlsruhe
Ehemalige Direktorenvilla der Lehrerbildungsanstalt TrierAkademie für Jugendführung in Braunschweig
KdF-Seebad Prora auf der Insel Rügen, 1936–1939 von Clemens Klotz
Gauforum Weimar, 1937–1945 von Hermann Giesler
Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, 1933–1938 von Albert Speer
Haus der Kunst in München, 1937 von Paul Ludwig Troost
„Führerbau“ am Königsplatz in München (1933–1937 von Paul Ludwig Troost)
Reichsluftfahrtministerium in Berlin von Ernst Sagebiel
Reichsbank, heute Teil des Auswärtigen Amts Berlin von Heinrich Wolff
Heeres- und Luftwaffennachrichtenschule in Halle (Saale) von Ernst Sagebiel
Neue Reichskanzlei in Berlin (1938–1939 von Albert Speer) (Hitlers Amtssitz)
Olympiastadion (1934–1936 von Werner March) und „Reichssportfeld“, Berlin
Flughafen Tempelhof in Berlin, 1934 von Ernst Sagebiel
Italienische Botschaft in Berlin, 1939–1941 von Friedrich Hetzelt
Planungen für den Umbau Berlins durch den Generalbauinspektor
Gebäude des Wilhelmplatzes der Voßstraße und Wilhelmstraße
Verwaltungsgebäude Fehrbelliner Platz 1–4 in Berlin-Wilmersdorf
Firmenrepräsentanz der Firma Krupp in Berlin-Tiergarten, heute Sitz des Canisius Kolleg
KdF-Hotel in Waldbröl
Fortgeschrittener Ausbau des Posener Schlosses zur „Führerresidenz“ (1940–1944)
NS-Ordensburg Vogelsang von Clemens Klotz
Verwaltungsgebäude der Reichspostdirektion bzw. Oberpostdirektion Karlsruhe, 1934–1938 von Hermann Billing
Wehrkreisdienstgebäude in Kassel, heute Bundessozialgericht
Erweiterungsbau des Reichspropagandaministeriums, heute Bundesgesundheitsministerium, Berlin
NS-Ordensburg Sonthofen von Hermann Giesler
SS-Kaserne beim Nürnberger Reichsparteitagsgelände, heute Bundesamt für Migration und Flüchtlinge von Franz Ruff
Die unvollendete Kongresshalle im Nürnberger Reichsparteitagsgelände (heute Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände) von Ludwig und Franz Ruff
Umgestaltung des Dorfes Alt Rehse für den Hartmannbund zum Aufbau der Führerschule der Deutschen Ärzteschaft
SS-Junkerschule in Bad Tölz
Herz-Jesu-Kirche in Eschweiler (1938)
Wohngebiet Südvorstadt in Pirna (errichtet 1935–1938)
Gebäude des Zentralfriedhofs in Bochum
Lehrerbildungsanstalt Trier, heute Altbauten des Standorts Schneidershof der Hochschule TrierStädtebauliche Generalpläne[Bearbeiten]
Auch in Generalplänen für die Städte München, Linz, Nürnberg und Hamburg sollte der Machtanspruch der Nationalsozialisten manifestiert werden. 1940 waren insgesamt 27 Städte zu Neugestaltungsstädten durch persönliche Erlasse Hitlers bestimmt worden.
Berlin[Bearbeiten]
Ruhmeshalle auf dem Spreebogen, Gipsmodell von 1939
Große Teile, vor allem der südlichen Innenstadt Berlins sollten ab den späten 1930er Jahren in eine „Reichshauptstadt Germania“ mit einer Nord-Süd-Prachtstraße mit dem Triumphbogen und dem großen Südbahnhof am Süd- und der Ruhmeshalle und dem großen Nordbahnhof am Nordende, einer mittig kreuzenden Ost-West-Achse sowie weiteren besonders markanten Bauwerken „umgestaltet“ werden.
Nürnberg[Bearbeiten]
Goldener Saal in der Zeppelintribüne in Nürnberg
In Nürnberg sollte unter anderem das Deutsche Stadion entstehen, in dem Kampfspiele, eine Art Olympische Spiele der Nationalsozialisten, stattfinden sollten. Es hatte ein geplantes Fassungsvermögen von 400.000&#160;Menschen. Hitler sagte über dieses Stadion: „Im Jahre 1940 werden die Olympischen Spiele noch einmal in Tokio sein, aber dann für immer in diesem Stadion.“ Außerdem waren in Nürnberg aufgrund der Reichsparteitage gigantische Aufmarschfelder für Divisionen der deutschen Wehrmacht, der Leibstandarte SS Adolf Hitler und der Hitler-Jugend geplant. Hitler plante, hier gigantische Paraden von Verbänden der Wehrmacht abzunehmen.
München[Bearbeiten]
Modell des geplanten Münchner Bahnhofs
Für München war geplant, auf dem Gelände des Hauptbahnhofs ein 214,5&#160;Meter hohes Denkmal zu errichten, das an den Hitlerputsch von 1923 erinnern sollte. Außerdem sollte in München ein über einen Kilometer langer Bahnhof für die Breitspurbahn gebaut werden. Für dieses Bauvorhaben wären mehrere Straßen und die umliegenden Häuserzeilen eingeebnet und verwendet worden. Die Breitspurbahn sollte Berlin mit anderen Städten und den eroberten Ostgebieten verbinden.
München sollte außerdem eine Art Hauptstadt der deutschen Kunst werden; hierfür waren neben dem bereits fertiggestellten „Haus der deutschen Kunst“ weitere Museen geplant. Beauftragter Architekt war Paul Ludwig Troost.
Hamburg[Bearbeiten]
Für Hamburg war eine gigantische Hängebrücke über die Elbe geplant. Sie sollte westlich von Hamburg-Altona entstehen, da Hamburg wieder eine Art Welthandelszentrum werden sollte, in dem Waren bzw. Rohstoffe aus den deutschen Kolonien in Übersee eintrafen, die England an Deutschland zurückgeben sollte, nachdem diese aufgrund des Versailler Vertrages abgegeben werden mussten. Hier sollte man die neue deutsche Größe und Stärke sehen können. Diese Brücke sollte die Golden Gate Bridge in San Francisco übertreffen. Es wäre die größte Hängebrücke der Welt geworden. Fritz Todt entwarf 1937, im Eröffnungsjahr der Golden-Gate-Bridge, die neue Hängebrücke. Doch es stellte sich heraus, dass wegen des Untergrundes die freitragende Fläche zwischen den Pfeilern nicht länger als die Golden Gate Bridge werden konnte. Die Pylonen hätten sich in einen Sandaufschwemmgebiet nicht derart verankern lassen. Mit 700&#160;Meter Länge, und einer Pfeilerhöhe von 150&#160;Metern hätte diese ihr Vorbild nicht in den Schatten stellen können. Daher sollte sie zumindest, nach Hitlers Vorgaben, eine größere Fahrbahnoberfläche haben. Da die Brücke weit aus dem Zentrum Hamburgs verlegt worden war – nur hier weitete sich der Elbstrom um eine solche Länge überhaupt möglich zu machen – mussten auch die Verkehrsströme umgelegt werden. Zwischen 1938 und 1944 arbeitete Architekt Konstanty Gutschow die Neubauten nebst neuen Verkehrswegen aus. Dies hätte Hamburg ein völlig neues Aussehen verliehen. Auf dem rechten Elbufer wurde im Maßstab 1:10 das Modell eines Brückenpfeilers errichtet. Außerdem war ein 250&#160;Meter hohes Hochhaus der NSDAP vorgesehen. Da die Nationalsozialisten planten, alle Bauten aus dem Altertum in den Schatten zu stellen, war für Hamburg außerdem ein neuer größerer Hafen geplant, an dem die Kreuzfahrtschiffe der Kraft durch Freude anlegen sollten. Beauftragter Architekt in Hamburg war ebenfalls Konstanty Gutschow, der auch bereits für die neu geplante Autobahn Hamburg–Berlin die Trasse und die Brücken geplant hatte. (Zum Teil wurden diese gemauerten Brücken auch bereits bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges ausgeführt). Nach dem Krieg war Gutschow im Krankenhausbau tätig (z.&#160;B. Krankenhaus auf Helgoland und Medizinische Hochschule Hannover).
Linz[Bearbeiten]
In Linz wollte Hitler seinen Lebensabend verbringen. Deshalb plante er hier ein gigantisches Anwesen und die größte Kunst- und Gemäldegalerie der Welt, das „Führermuseum“. Linz sollte auf diesem Wege zum kulturellen Mittelpunkt Europas werden – ein „Deutsches Budapest“ an der Donau, denn es wäre ja „eine unverzeihliche Parodie, wenn die Nachfahren Attilas und seiner Hunnen die schönste Stadt am Nibelungenstrom besäßen“ (Zitat Hitler, nach dem Buch Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte von Ralph Giordano). Die Gemälde für die Galerie sollten aus anderen deutschen Museen beigesteuert oder im Ausland „erworben“ werden. Dazu diente nach Kriegsbeginn unter anderem der Kunstraub im besetzten Europa, an dem auch der Museumsdirektor Hans Posse auf Anordnung Hitlers beteiligt war. Weil der Ausbau jedoch wegen des Krieges stockte, wurden die Kunstwerke im Bergungsort Salzbergwerk Altaussee eingelagert.
Weitere Planungen für den Ausbau von Linz als „Führerstadt“ sahen eine Prachtstraße „Zu den Lauben“ mit Gemäldegalerien, Museen und einem Schauspielhaus in Monumentalarchitektur vor, am nordöstlichen Ende ein „Hitlerzentrum“, an dem mit gewaltiger Säulenfront die Galerie stehen sollte. Vorgesehen warenMonumentalverbauung der beiden Donauufer als politisches und Verwaltungszentrum (siehe auch Nibelungenbrücke)
Verlegung der Westbahnstrecke nach Süden, Neubau des Personenbahnhofs, um Platz für die Prachtstraße zu schaffen
Knotenpunkt der Reichsautobahn
Neubau des Hafens
Errichtung zweier weiterer Donaubrücken
Ausbau der Reichswerke Hermann Göring und der Stickstoffwerke
Realisierung eines großangelegten Wohnbauprogramms für die IndustriearbeiterschaftWie andere Konzentrationslager auch wurden neue Lager wie das KZ Mauthausen in der Nähe von Natursteinvorkommen angelegt, da dieses Material für die repräsentativen Bauten in großen Mengen benötigt wurde. Einige Außenlager des KZ Mauthausen wurden auf Linzer Stadtgebiet angelegt. Die Rahmenplanung blieb bis Kriegsende aufrecht, wurde aber mehrmals umgeplant. Grund dafür waren die divergierenden Konzeptionen der Bauinstanzen bzw. die Bestrebungen der Architekten, sich zu profilieren. Wenige Bauten wurden verwirklicht, wie zum Beispiel der Ausbau am Hauptplatzeingang am südlichen Donauufer. Eines der letzten Fotos von Hitler zeigt ihn im Führerbunker in Berlin vor einem Modell von Linz.
Alle Bauten sollten bis zu der großen Siegesfeier im Jahr 1955 fertiggestellt sein.
Dresden[Bearbeiten]
Vollendet wurden die Tribünen am Elbufer, die vor der Kulisse der barocken Altstadt für Massenkundgebungen gebaut wurden. Bis heute erhalten ist auch das Gebäude des Luftgaukommandos Dresden des Architekten Kreis. Ebenfalls sehr deutlich erkennbar hat sich der Nationalsozialismus im Stadtgrundriss über den Bau des Flughafens und der Reichsluftkriegsschule in Klotzsche sowie den Ausbau der Kasernenanlagen in der Albertstadt, Übigau und Nickern verewigt. Für den Bau der Autobahn&#160;4 wurde der Dorfkern von Kemnitz zerstört.
Für Dresden wurde unter anderem eine Variante der Waldschlößchenbrücke geplant.[2] Weitere Planungen waren die monumentale Ausgestaltung einer Achse vom Großen Garten, über das Hygiene-Museum von Wilhelm Kreis bis zum Neuen Rathaus, als Bestandteil des „Gauforums Dresden“, das auf den Güntzwiesen entstehen sollte.
Bedeutende Architekten[Bearbeiten]
Hermann Bartels
Paul Otto August Baumgarten
Peter Behrens
German Bestelmeyer
Paul Bonatz
Woldemar Brinkmann
Walter Brugmann
Karl Elkart
Richard Ermisch
Roderich Fick
Theodor Fischer
Leonhard Gall
Hermann Giesler
Wilhelm Grebe
Friedrich Hetzelt
Fritz Höger
Eugen Hönig
Clemens Klotz
Wilhelm Kreis
Werner March
Konrad Nonn
Franz Ruff
Ludwig Ruff
Ernst Sagebiel
Paul Schmitthenner
Julius Schulte-Frohlinde
Paul Schultze-Naumburg
Alexander von Senger
Albert Speer
Friedrich Tamms
Heinrich Tessenow
Paul Ludwig Troost
Rudolf Wolters
Galerie[Bearbeiten]
Relief-Zusammenstellung aus Augsburg-Hochfeld: Die Hakenkreuze wurden aus den Symbolen der NS-Frauenschaft, der Deutschen Arbeitsfront und der Hitlerjugend herausgemeißelt
Häufig wurden nationalsozialistische Ideale über Bemalungen oder Reliefs an den in der Zeit errichteten Gebäuden dargestellt. Die unten abgebildeten Sgraffiti gestaltete Alfred Wegwerth für eine Arbeitersiedlung in Ilmenau (Thüringen), in der Ende der 1930er Jahre vier Häuser für Fabrikarbeiter errichtet wurden. Ursprünglich waren in den Bildern auch nationalsozialistische Symbole wie z.&#160;B. das Hakenkreuz enthalten. Diese wurden nach 1945 getilgt. In den rechts abgebildeten Türsturz-Reliefs blieben die Symbole der NS-Organisationen erhalten, lediglich die Hakenkreuze wurden herausgemeißelt.
Zu DDR-Zeiten war auf dem ersten Bild der Mann ebenfalls getilgt, da dort ursprünglich ein Soldat der Wehrmacht dargestellt war. Als die Wandbilder 2003 restauriert wurden, ergänzte man wieder einen Mann, jedoch in einer etwas abgeänderten Form. Die Bilder stellen allesamt typische Motive für nationalsozialistische Kunst dar (Familie, Aufbau, Arbeit).Wandgestaltung in der Schlachthofstraße, Ilmenau
Familie mit KindernMaurer und ZimmermannSchmied und BauerGartenbau
Literatur[Bearbeiten]
(chronologisch)Luigi Monzo: Kirchen bauen im Dritten Reich. Die Inversion der kirchenbaulichen Erneuerungsdynamik am Beispiel der von Fritz Kempf entworfenen Kirche St. Canisius in Augsburg. In: Das Münster – Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, 68. 2015/1 (April), S.&#160;74–82.
Hanns Christian Löhr: Hitlers Linz – Der „Heimatgau des Führers“, Links Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-86153-736-6.
Michael Ellenbogen: Gigantische Visionen: Architektur und Hochtechnologie im Nationalsozialismus. Ares-Verlag, 2. Aufl. 2006, ISBN 978-3902475251.
Dietmar Arnold: Reichskanzlei und „Führerbunker“. Legenden und Wirklichkeit. Links, Berlin 2005, ISBN 3-86153-353-7.
Werner Durth, Winfried Nerdinger (Hrsg.): Architektur und Städtebau der 30er/40er Jahre. Konkordia u.&#160;a., Bühl u.&#160;a. 1993, ISBN 3-922153-02-X. (Schriftenreihe des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz 46).
Lars Olof Larsson: Die Neugestaltung der Reichshauptstadt. Albert Speers Generalbebauungsplan für Berlin. Almqvist &amp; Wiksell, Stockholm 1978, ISBN 91-22-00131-X (Acta Universitatis Stockholmiensis / Stockholm Studies in History of Art 29), (auch: Hatje, Stuttgart 1978, ISBN 3-7757-0127-3).
Markus Mittmann: Bauen im Nationalsozialismus. Braunschweig, die „Deutsche Siedlungsstadt“ und die „Mustersiedlung der „Deutschen Arbeitsfront“ Braunschweig-Mascherode. Ursprung, Gestaltung, Analyse. Niemeyer, Hameln 2003, ISBN 3-8271-9050-9 (Zugleich: Hannover, Univ., Diss., 2003: Bauen im Nationalsozialismus: Siedlungen und Wohnungsbau in Braunschweig 1933–1945 und die „Mustersiedlung der Deutschen Arbeitsfront“ Braunschweig-Mascherode.).
Helmut Weihsmann: Bauen unterm Hakenkreuz. Architektur des Untergangs. Promedia-Verlag, Wien 1998, ISBN 3-85371-113-8.
Winfried Nerdinger: Bauen im Nationalsozialismus. Bayern 1933–1945. Klinkhardt &amp; Biermann, München 1993 (Ausstellungskataloge des Architekturmuseums der Technischen Universität München und des Münchner Stadtmuseums 9, ZDB-ID 2542522-5).
Peter Reichel: Der schöne Schein des Dritten Reiches. Faszination und Gewalt des Faschismus. Hanser, Wien 1991, ISBN 3-446-14846-9.
Klaus Behnken, Frank Wagner (Hrsg.): Inszenierung der Macht. Ästhetische Faszination im Faschismus 1987. (Ausstellung der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst im „Kunstquartier Ackerstraße“, Berlin-Wedding, vom 1. April – 17. Mai 1987). Nishen, Berlin 1987, ISBN 3-88940-010-8.
Jost Dülffer, Jochen Thies, Josef Henke: Hitlers Städte. Baupolitik im Dritten Reich. Eine Dokumentation. Böhlau, Köln u.&#160;a. 1978, ISBN 3-412-03477-0.
Dieter Bartetzko: Theatralik der NS-Architektur. Dissertation (bei Prof. Hans-Joachim Kunst), 1983.
Albert Speer (Hrsg.): Neue Deutsche Baukunst. Volk und Reich Verlag, Berlin 1940.
Gerdy Troost (Hrsg.): Bauen im Neuen Reich. 2 Bände. Gauverlag Bayreuth, Bayreuth 1938–1943.
Thomas Wunder: Das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Entstehung – Kennzeichen – Wirkung. Eine Einführung zur Begehung des ehemaligen NS-Parteitagsgeländes. Kunstpädagogisches Zentrum im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg 1984, ISBN 3-924991-12-6. (Schriften des Kunstpädagogischen Zentrums im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg).
Hans Kiener: Neue Deutsche Baukunst. Allgemeine Vereinigung „Die Kunst dem Volke“, München 1936 (Die Kunst dem Volke. Nr. 84, ZDB-ID 748403-3).Weblinks[Bearbeiten]
&#160;Commons: Architektur im Nationalsozialismus&#160;– Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienArchitekturgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Umfangreicher Überblick
Informationen über: „Der entsiedelte Jude. Albert Speers Wohnungsmarktpolitik für den Berliner Hauptstadtbau.“
„Das ‚Sonderprogramm Prof. Speer‘ in Auschwitz-Birkenau“ (Memento vom 29. Oktober 2009 im Internet Archive), WDR, Beitrag von Dr. Susanne Willems
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg
Informationsseite über Bauten in Nürnberg 1933–1945Einzelnachweise[Bearbeiten]↑ a b c Werner Durth, Niels Gutschow: Träume in Trümmern Vieweg Verlag, Braunschweig 1988, ISBN 3-528-08706-4
↑ Lehrstuhl und Institut für Städtebau und Landesplanung RWTH Aachen: Gutachten zu den visuellen Auswirkungen des „Verkehrszuges Waldschlößchenbrücke“ auf das UNESCO-Weltkulturerbe „Elbtal Dresden“ (Visual Impact Study-VIS). Dritte überarbeitete Fassung (Memento vom 3. Februar 2007 im Internet Archive), S.&#160;57&#160;ff. (PDF 3,6 MB)<!–NewPP limit report
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Dieser Artikel behandelt die Architektur im klassischen Sinne; zu weiteren gleichnamigen Bedeutungen siehe Architektur (Begriffsklärung).
Schnitt durch den Diokletianpalast, um 300 n.&#160;Chr. George Niemann, 1906
Historische Architektur: Himeji-jō in Japan aus dem 17. Jahrhundert
Zeitgenössische Architektur: Sony Center in Berlin, fertiggestellt 2000
Das Wort Architektur (vom lateinischen architectura für „Baukunst“) bezeichnet im weitesten Sinne die handwerkliche Beschäftigung und ästhetische Auseinandersetzung des Menschen mit gebautem Raum. Das planvolle Entwerfen, Gestalten und Konstruieren von Bauwerken ist der zentrale Inhalt der Architektur. Es gibt eine Vielzahl von Definitionen des Begriffes, die der Architektur verschiedene Aufgaben, Inhalte und Bedeutungen zuschreiben. Einige werden im Folgenden dargestellt.
Bereits Vitruv spricht von der „Mutter aller Künste“, womit sowohl die zeitliche Abfolge als auch die rangliche Einstufung der Architektur gegenüber Bildhauerei und Malerei gemeint sein kann. Anders als bei den übrigen Bildenden Künsten steht bei der Architektur die Funktion im Vordergrund; die ästhetische Gestaltung ist von nachrangiger, wenngleich nicht unwichtiger Bedeutung.Inhaltsverzeichnis
1 Bezeichnung1.1 Wortherkunft
1.2 Eingrenzung des Begriffs
1.3 Abgrenzung zum „bloßen Bauen“
1.4 Raumbildung
1.5 Weitere Definitionen
2 Architekturgeschichte
3 Einflüsse
4 Bedeutung
5 Wichtige Themen
6 Bezüge
7 Siehe auch
8 Literatur
9 Filme9.1 Dokumentarfilm
9.2 Spielfilm
10 Weblinks
11 EinzelnachweiseBezeichnung[Bearbeiten]
Wortherkunft[Bearbeiten]
Baumeister im Mittelalter
Die Baukunst. Figur am Orangerieschloss (Potsdam)
Bei dem Wort „Architektur“ handelt es sich um die eingedeutschte Version des lateinischen architectura, das sich vom altgriechischen αρχιτέκτων [architékton] herleitet. Letzteres setzt sich zusammen aus αρχι- [archi-], „Haupt-“ und τέκτων [tékton], „Baumeister“ oder „Zimmermann“ und ließe sich demnach etwa als „Oberster Handwerker“ oder „Hauptbaumeister“ übersetzen. Die Definition dessen, was „Architektur“ heute ist, hängt demnach auch vom Betätigungsfeld des Architekten ab. Der Begriff hat sich im Laufe der Geschichte immer wieder gewandelt und ist in seiner ganzen Tiefe nur historisch fassbar.
Eingrenzung des Begriffs[Bearbeiten]
Der St. Galler Klosterplan ist eine berühmte mittelalterliche Architekturzeichnung
In der engeren Bedeutung des klassischen Architekturbegriffs meint Architektur die Kunst und/oder Wissenschaft des planvollen Entwurfs der gebauten menschlichen Umwelt, d.&#160;h. die Auseinandersetzung mit dem vom Menschen geschaffenen Raum und insbesondere der Wechselbeziehung zwischen Mensch, (vom Menschen geschaffenen) Raum und Zeit. Dabei schließt der klassische Architekturbegriff verschiedene Bedeutungsfacetten mit ein. Er stehtfür die Baukunst, die Schaffung und ästhetische Gestaltung von Bauwerken / baulichen Anlagen aller Art. Allerdings ist der Begriff Baukunst heute nicht mehr sehr scharf. In einer Erweiterung des Begriffs steht der Begriff Architektur heute im akademischen Diskurs oft allgemein für die Kunst des Schaffens und Gestaltens von Räumen allgemein.
als Titel einer Bau-Typologie (hier auch mit Pluralbildung).
als Bezeichnung für das Berufsfeld des Architekten.
als Oberbegriff für die Werke der Architekten.
als Bezeichnung für die Wissenschaft vom Bauen (weniger gebräuchlich Architektonik).Über Jahrhunderte hinweg wurde Architektur im allerweitesten Sinne als Bauen jeglicher Art verstanden. Architektur war die Gestaltung von Bauwerken, die Kunst zu bauen, daher der Begriff Baukunst. Architektur beschäftigt sich mit einzelnen Bauwerken, vorwiegend im Bereich des Hochbaus. Die Liste von Bauwerken nach Funktion gibt einen Überblick über die Vielfältigkeit der Aufgaben. In größerem Maßstab beschäftigt sich der Städtebau mit der Gestaltung von Städten und großen Gebäudekomplexen und dem Zusammenspiel von Gebäuden und ihrer Umgebung. Die Landschaftsarchitektur dagegen beschäftigt sich mit der gestalteten Landschaft unter architektonischen Gesichtspunkten. Die Innenarchitektur hat die Gestaltung von Innenräumen zum Ziel, ein Teilbereich ist zum Beispiel der Messebau.
Diese Definition ist aber insbesondere seit Beginn des 20.&#160;Jahrhunderts umstritten. Entsprechend werden die meisten Definitionsversuche nur im Kontext bestimmter Debatten um Inhalt, Aufgabe und Bedeutung der Architektur verständlich, wobei auch das jeweilige zeitgenössische Bauen mit seinen ästhetischen, technischen, ökonomischen und politischen Implikationen zu berücksichtigen ist. Ähnlich wie beim Begriff des Kunstwerkes scheint es beim Architekturbegriff nicht möglich, sich auf die bloße Beschreibung eines Wortes oder einer Sache zu beschränken.
Jede differenziertere Begriffsbestimmung erweist sich bei näherer Betrachtung als ein Ringen um Definitionshoheit und Geltungsmacht (siehe dazu die Schriften von Michel Foucault). Aufgrund des so implizierten normativen Aspektes bleibt jede inhaltliche Bestimmung von Architektur kontrovers und ist im Kern ideologisch geprägt. Jeder Definitionsversuch –&#160;soweit er eine Reflexion enthält&#160;– ist bereits Architekturtheorie. Die Definition von Architektur beruht im Wesentlichen auf der jeweiligen Haltung und dem Wertesystem der definierenden Person, sei es Bauherr, Architekt oder Architekturtheoretiker.
Dass die Bewertungen der jeweiligen Werke der Architekten meist kontrovers ausfallen, ist unvermeidlich, da es sich nicht nur um einen Wettbewerb von Talent und Kompetenz handelt, sondern auch um die Gültigkeit der individuellen Wertesysteme. Durch die Varianz der Architekturauffassungen ist heute ein großer Formenreichtum in der Architektur gegeben.
Hier sollen einige gängige Definitionen erläutert werden. Die Zitate zeigen jeweils das Spannungsfeld der Diskussion.
Abgrenzung zum „bloßen Bauen“[Bearbeiten]
Wo fängt Architektur an und hört „bloßes Bauen“ auf?
Über die Frage, was „Architektur“ (als Kunst) von bloßem „Bauen“ unterscheidet wird seit langem ein (stark ideologisch gefärbter) Diskurs geführt. Ganz allgemein lässt sich sagen, dass Architektur durch ihre besondere gestalterische Qualität über einfache Zweckbauten, die maximalem Nutzen verpflichtet sind, hinausgeht und damit zur Baukunst wird (siehe dazu auch Ästhetik).
Baukunst im Barock
Die Vorstellung, was bei Entwurf und Herstellung eines Bauwerkes die eigentliche architektonische Leistung ist und das Bauwerk über das rein Zweckhafte hinaushebt, hat sich im Laufe des vergangenen Jahrhunderts deutlich gewandelt: Bis Ende des 19.&#160;Jahrhunderts war es vor allem die Verwendung überlieferter Bauformen –&#160;der so genannte Stil&#160;– mit meist reichen ornamentalen Ausschmückungen, in denen sich der künstlerische Rang als Mehrwert und Schönheit eines Bauwerkes in bewusster Opposition zu einer Sphäre purer Pragmatik manifestierte.
Bauhaus Dessau
Hingegen wurde mit dem sogenannten Funktionalismus des 20.&#160;Jahrhunderts ein Begriff von Architektur vorherrschend, der auf den ersten Blick nur zweckhaft bedingte Gebäude (auch Ingenieurkonstruktionen) als Architektur verstanden wissen wollte. Dabei wurden die konstruktiven, proportionsgebenden und raumbildenden Aspekte des Bauens zum eigentlichen gestalterischen Thema von Architektur erklärt. Mitunter hat man auch die geringfügigsten gestalterischen Interventionen im Rahmen funktionalistischer Planungen in den Rang einer (bau-)künstlerischen Leistung erhoben. Zugleich wurde mit zahlreichen Proklamationen zur „Modernität“, „Fortschrittlichkeit“ und dem „Ausdruck unserer Zeit“ eine symbolische Überhöhung oder Verklärung der funktionalistischen Architektur angestrebt. Nach mehreren Versuchen, diese Auffassung in der so genannten Postmoderne und dem Dekonstruktivismus zu revidieren, lebte das funktionalistische Architekturverständnis wieder auf.
Zitate:„Dabei ist meist angenommen worden, dass ein Bauwerk erst anfange ein Kunstwerk zu werden, wenn es mehr tue als dem bloßen Bedürfnis zu genügen.“ (Hermann Muthesius: 1908 über den Architekturbegriff des 19.&#160;Jahrhunderts in: Die Einheit der Architektur)
„Das Schlagwort «das Zweckmäßige ist auch schön» ist nur zur Hälfte wahr. Wann nennen wir ein menschliches Gesicht schön? Die Teile eines jeden Gesichts dienen einem Zweck, aber nur wenn sie vollkommen sind in Form, Farbe und wohlausgewogener Harmonie, verdient das Gesicht den Ehrentitel „schön“. Das gleiche gilt für die Architektur. Nur vollkommene Harmonie in der technischen Zweck-Funktion sowohl wie in den Proportionen der Formen kann Schönheit hervorbringen. Und das macht unsere Aufgabe so vielseitig und kompliziert.“ (Walter Gropius: 1955 in: Architektur)
„Architektur ist, unabhängig davon, wie profan oder anspruchsvoll der Zweck ist, dem sie dient, letztlich die Gesamtheit der durch Menschenhand veränderten Umwelt und damit eine kulturelle Leistung der Menschen.“ (Meinhard von Gerkan: 1982 in: Die Verantwortung des Architekten)Raumbildung[Bearbeiten]
Beim Barcelona-Pavillon von Mies van der Rohe spricht man von „fließendem“ Raum
Architektur kann über ihren Raum schaffenden Charakter definiert werden. Aus diesem Blickwinkel besteht Architektur in der Dualität von Raum und Hülle. Architektur schafft eine Grenze zwischen außen und innen. Durch diese Grenze oder Hülle entsteht ein Raum zum Aufenthalt und Tätigwerden von Menschen sowie zur Aufbewahrung seiner Dinge, geschützt vor den unerwünschten Einflüssen der Außenwelt.
Zitat„Das zentrale Problem der Architektur ist der Raum, der den Menschen an Leib und Seele gesund erhält.“ (Justus Dahinden: In Architektur – Architecture (Monografie 1998).)Weitere Definitionen[Bearbeiten]Nach Vitruv (De Architectura) beruht Architektur auf drei Prinzipien: Stabilität (Firmitas), Nützlichkeit (Utilitas) und Anmut (Venustas).[1]
Architektur ist „Harmonie und Einklang aller Teile, die so erreicht wird, dass nichts weggenommen, zugefügt oder verändert werden könnte, ohne das Ganze zu zerstören.“ (Leon Battista Alberti: 1452 in: De re aedificatoria)
Architektur ist nach Louis Sullivan (1896), „das Gesetz aller organischen und anorganischen, aller physischen und metaphysischen, aller menschlichen und übermenschlichen Dinge, aller echten Manifestationen des Kopfes, des Herzens und der Seele, dass das Leben in seinem Ausdruck erkennbar ist, das die Form immer der Funktion folgt.“ (siehe auch: form follows function)
„Architektur entsteht heute nach ökonomischen, konstruktiven und funktionellen Gesetzmäßigkeiten. Wir stehen im harten Kampf mit der Wirklichkeit. Und wenn dann noch etwas Ähnliches wie das, was man mit dem Attribut Kunst bezeichnet dazukommt, dann kann man in seinem Leben von einem unwahrscheinlichen Glück sprechen.“ (Egon Eiermann: Grosse Architekten. HäuserBuch-Verlag)
„Architektur kombiniert Kunst und Wissenschaft (oder Technologie), um die Umwelt nach den Bedürfnissen des Menschen zu ordnen“ (Louis Hellman)
„Architektur ist Wissen um die Technik, Empfänglichkeit gegenüber der künstlerischen Seite der Angelegenheit.“ (Arne Jacobsen)
„Der elementare Ausdruck architektonischer Formen ist ein gestischer. Er beruht einerseits auf Zeigequalitäten der gebauten Dinge, anderseits auf Empfindungen des fühlenden, sich bewegenden Leibes.“ (Wolfgang Meisenheimer: Das Denken des Leibes und der architektonische Raum)Architekturgeschichte[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Geschichte der Architektur&#160;und Architekturgeschichte
Torhalle Lorsch aus dem 9. Jahrhundert
Die Geschichte der Architektur ist so alt wie die Menschheitsgeschichte und mit dieser als kulturelles Element eng verwoben. Entsprechend dieser hohen Bedeutung werden enzyklopädisch zwei Begriffe geschieden: Einen chronologischen Überblick über die einzelnen Entwicklungsschritte findet man unter den Stichworten Geschichte der Architektur beziehungsweise Baustil, die Erläuterungen zu Methodik und Gebiet des Faches im Artikel Architekturgeschichte. Das Fach Architekturgeschichte ist der Teil der Kulturwissenschaften, der sich mit vorwiegend kunstwissenschaftlicher und in zweiter Linie mit ingenieurswissenschaftlicher und soziologischer Methodik mit der historischen Dimension der Architektur beschäftigt.
Museen
Große Architekturmuseen finden sich in Berlin, Frankfurt (DAM) und München → Architekturzentrum.
Einflüsse[Bearbeiten]
Gebauter Absolutismus: Das Schloss Versailles – der König als zentraler Bezugspunkt
Gebaute Demokratie: Das Reichstagsgebäude – das Volk über dem Parlament
Architektur manifestiert sich in einem einzelnen Gebäude, einem Gebäudekomplex, einer Siedlungsstruktur oder auch in einer gesamten Stadtanlage. Sowohl Einzelgestalt kleinerer und größerer Einheiten als auch die gesamte Stadtmorphologie werden insbesondere durch klimatische, technische, topografische und wirtschaftliche Randparameter beeinflusst. Daneben haben aber auch rechtliche, religiöse, politische und andere gesellschaftliche Gegebenheiten massiven Einfluss auf Architektur, Städtebau und Stadtplanung. Vor allem die repräsentative Architektur ist oft der sichtbare Ausdruck der jeweiligen Gesellschafts- und Herrschaftsform. Zum Beispiel das Schloss Versailles als Ausdruck des Absolutismus. Die Architektur ist somit ein wesentlicher Teil der kulturellen Identität einer Gesellschaft.
Bedeutung[Bearbeiten]
Der moderne Mensch ist ununterbrochen von Gebäuden und Architektur umgeben. Sie kann Stimmung und Psyche positiv wie negativ beeinflussen. Auch auf die physische Gesundheit kann sie Einfluss haben. Architektur hat also für jeden Menschen eine sehr konkrete Bedeutung und bestimmt das alltägliche Leben viel stärker als Musik, Literatur oder Malerei. Die Qualität des Lebensumfeldes sollte der Gesellschaft daher ein wichtiges Anliegen sein.
Nur ein Teil aller Bauwerke und Gebäude ist von Architekten geplant. In wirtschaftlich wenig entwickelten Gebieten wird der überwiegende Teil in Eigenbauweise oder durch Handwerker ohne viel Planung errichtet. In den Industrienationen herrscht die standardisierte Produktion von Gebäuden vor. Architekten werden vor Allem bei komplexen Planungen oder repräsentativen Bauwerken hinzugezogen. Daraus resultiert auch die weit verbreitete Meinung, Architektur bezöge sich nur auf besondere Gebäude und sei vom „profanen“ Bauen zu differenzieren. Die negativen Folgen dieser Abgrenzung zwischen Architektur und Bauen sind in allen modernen Städten sichtbar.
Das Thema Architektur wird in Deutschland nicht gerade oft in der breiten Öffentlichkeit diskutiert und oft wird die Debatte über zeitgenössische Architektur den „Fachleuten“ überlassen. Die Verantwortung für die gebaute Umwelt liegt aber nicht allein bei den Architekten. Der jeweilige Bauherr wählt den Architekten aus und macht entscheidende Vorgaben. Das öffentliche Baurecht gibt wesentliche Rahmenbedingungen vor. Ein allgemeingesellschaftliches Bewusstsein für die Bedeutung der Architektur ist daher für eine gute gebaute Umwelt unabdingbar.
In Deutschland versucht die Bundesstiftung Baukultur, das Bewusstsein für die hohe Bedeutung der Architektur zu stärken. In Österreich gibt es in der Kunstsektion des Bundes eine eigene Abteilung für Architektur und Design, außerdem eine Architekturstiftung und die Plattform für Architekturpolitik und Baukultur. In einigen Ländern ist gute Architektur sogar als Staatsziel anerkannt, in Frankreich schon seit 1977 und Finnland seit 1998.
In manchen Fällen erreicht Architektur eine hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung, die in einem Bauwerk ein Symbol ihrer Werte und Lebenseinstellung sieht. Beispiele sind der Eiffelturm in Paris (als Sinnbild für die Stadt) oder die Twintowers in New York, die als Symbol des Kapitalismus und der westlichen Kultur zerstört wurden.
Zitate„Architektur und Städtebau sind weder kultureller Luxus noch entbehrliche Dekoration. Vielmehr erwächst aus diesen grundlegenden Bausteinen einer Stadt lebenswerte Umwelt und städtische Identität.“ (Aus der Zielsetzung des Wiesbadener Architekturzentrums)
„Unser Alltag wird zu einem wesentlichen Teil durch die Architektur bestimmt, die uns Tag für Tag umgibt. […] Die Architektur schafft den notwendigen baulichen Rahmen, in dem wir uns bewegen. Ohne Architektur wäre die menschliche Gesellschaft nicht denkbar.“ (Jürgen Tietz: 1998 In: Geschichte der Architektur des 20. Jahrhunderts.)Wichtige Themen[Bearbeiten]
Form: Bei der Basilius-Kathedrale in Moskau unterstreichen Farben, Material und Ornamente die Teilformen des Gebäudes
Konstruktion: Leipziger Messe
Fassade: Die BIX Medienfassade des Kunsthauses Graz
Orientierung und Energiestandard: Passivhaus in Darmstadt
Bestimmte Themen beschäftigen die Architekten immer wieder, unabhängig von Stil und Epoche. Diese Themen sind zugleich die grundlegenden Kriterien der Architekturkritik. Sie sind bei jedem Entwurf, der im Allgemeinen ein Unikat ist, neu zu bedenken.Raum: Die Definition, Dimensionierung, Disposition, Fügung und formale Gestaltung von Räumen ist die wichtigste Aufgabe der Architektur. Siehe dazu: Raum (Architektur)
Positionierung und Orientierung: Die Positionierung eines Bauwerks in der Landschaft beziehungsweise auf der zur Verfügung stehenden Fläche (Grundstück) und seine Orientierung geben den Ausschlag über das Erscheinungsbild des Bauwerks, den Grad der Privatsphäre gegenüber dem öffentlichen Raum, die Erschließung, das Verhältnis von Außenraum und Innenraum und mögliche solare Wärmegewinne.
Form: Die Gestalt des Gebäudes, also sein Grundriss, seine Form und Kubatur, seine Proportion, das alles sind ästhetische Aspekte, die sich nicht allein von der Funktion ableiten lassen. Ein Entwurf lässt sich nicht anhand aller Randparameter „generieren“. Dazu kommt immer die Komponente der ästhetischen und formalen Gestaltung.
Funktion: Das gute Funktionieren eines Gebäudes ist oberstes Ziel eines Entwurfes. Das betrifft sowohl die Funktionsabläufe, das technische Funktionieren der Gebäudehülle als auch ästhetische und nicht-technische Funktionen, die ein Bauwerk zu erfüllen hat. Da Architektur eine der wenigen praktischen Künste ist (siehe auch Design), die neben dem ästhetischen Wert auch einen Gebrauchswert haben, steht sie immer im Spannungsfeld von Kunst und Funktion. Siehe auch: Liste von Bauwerken nach Funktion
Konstruktion: Um die gewünschten Räume zu erzeugen, ist die Wahl der richtigen Baukonstruktion entscheidend. Dabei müssen zum Beispiel auch Kosten- und Terminfaktoren bedacht sowie Komfortstandards erreicht werden. Die Skelettbauweise ermöglicht zum Beispiel einen freien Grundriss, für einen Apartmentblock ist unter Umständen die Raumzellenbauweise die beste Lösung. Der Rahmen der Möglichkeiten erweitert sich dabei kontinuierlich, man vergleiche einmal eine romanische Kirche mit der Leipziger Messe.
Fassade: Wie sollen die Fassaden, also die äußere Hülle eines Gebäudes aussehen? Welche Farben und Materialien werden verwendet? Das alles liegt im Ermessensspielraum der Gestalter (und damit sowohl des Architekten, aber auch des Bauherren).
Lesbarkeit: Darunter versteht man, inwieweit an der äußeren Erscheinung eines Bauwerks zu erkennen ist, „was in ihm steckt“, also zum Beispiel, welche Funktion es hat, welche Konstruktion, welche innere Gliederung oder auch welche Bedeutung. Ob ein Gebäude dies nach außen zeigen soll, kann sehr unterschiedlich beantwortet werden. Die Französische Nationalbibliothek zum Beispiel hat die Form von vier aufgeklappten Büchern und signalisiert somit ihre Funktion nach außen. Etwas subtiler gingen die Architekten Herzog &amp; de Meuron bei der Bibliothek der Fachhochschule Eberswalde vor, wo die Fassade mit Fotomotiven überzogen ist, was den Informationsgehalt einer Bibliothek nach außen hin symbolisiert. Andere Gebäude verschleiern ihr Innerstes dagegen hinter einer Schaufassade.
Bezüge zur Umgebung: Das idealisierte Leitbild der Architektur ist der Entwurf eines Bauwerks, das mit der Umgebung in vielschichtiger Art und Weise in Verbindung steht. Ein Bauwerk kann sich in seine Umgebung einfügen oder bewusst als Kontrast gestaltet sein. Die Beziehung wird äußerlich zum Beispiel durch Formgebung, Farbgestaltung und Materialauswahl hergestellt. Sichtbezüge, Raumabfolgen und Wegeführungen außen und innen spielen eine entscheidende Rolle für den Bezug zwischen Bauwerk und Umgebung.
Ideeller Bezug: Im Rahmen der Denkmalpflege haben bestimmte Orte, Straßen, Plätze oder Gebäude eine besondere Bedeutung. Der ideelle Bezug leitet sich dabei weniger aus formal-ästhetischen Gesichtspunkten ab, sondern aus einem oder mehreren historischen Ereignissen, Gegebenheiten oder einem besonderen historischen Kontext, in dem ein Areal oder ein Gebäude steht oder stand, z.&#160;B. bestimmte Abschnitte der ehemaligen Mauer bzw. die Übergangsstelle Checkpoint Charlie in Berlin, Geburtshäuser oder Wohn- bzw. Arbeitsstätten bedeutender Persönlichkeiten, Stätten politischen Umbruchs usw.; selbst bei fehlender architekturhistorischer Bedeutung haben Architekten und Planer bei Rückbauten, Rekonstruktionen, Umnutzungen, Umbauten oder Erweiterungen solcher historisch und gesellschaftlich spezifischen Orte den ideellen Bezug zu berücksichtigen.
Nachhaltigkeit, Ökologie und Energieverbrauch: Seit den 1980er Jahren, jedoch verstärkt seit die Debatte um die Globale Erwärmung immer breiter geführt wurde, sind Nachhaltigkeit, Ökologisches Bauen und die Verminderung des Energieverbrauchs von Gebäuden zu wichtigen Themen in der Architektur geworden. Viele Gebäude haben einen hohen Heiz- und Kühlenergiebedarf; auf die Lebensdauer des Gebäudes projiziert gibt es erhebliche Energie-Einsparungspotenziale. Beim Entwurf von Gebäuden werden heute die Ausrichtung, die Form des Baukörpers, die Gebäudehülle und die Baustoffe auch in Hinsicht auf ökologische Aspekte gewählt. Dies hat zum Teil weitreichende Auswirkungen auf die Architektur der Gebäude. Unter dem Stichwort Solararchitektur werden Konzepte zusammengefasst, die eine weitgehende Minimierung des Energieverbrauchs zum Ziel haben. Viele zeitgenössische Gebäude erreichen heute einen guten Energiestandard.
Kosten: Das Budget, das der Bauherr zur Errichtung eines Gebäudes bereitstellt, ist ein zentraler Faktor, der über die Qualität des Ergebnisses entscheidet. Oft werden Entwurfsentscheidungen aufgrund des Budgets getroffen, es hat also wesentlichen Einfluss auf die Architektur. Das Thema Kosten begleitet die Planer durch den gesamten Planungs- und Ausführungsprozess.
Weitere häufig auftauchende Schlagwörter in der Architekturdebatte sind:Ehrlichkeit – siehe zum Beispiel Paulhans Peters, ehemaliger Chefredakteur des Baumeister (Zeitschrift).
Minimalismus
form follows functionBezüge[Bearbeiten]Musik: Musik und Architektur gehören seit langer Zeit zum menschlichen Kulturgut. In der griechischen und römischen Antike waren sie viel enger miteinander verknüpft als dies heute der Fall ist. Die Proportionslehre in der Architektur (vor allem der Renaissance) bezieht sich auf die Harmonielehre in der Musik. Architekten, Musiker und Philosophen haben in den Jahrhunderten nicht nur immer wieder Verbindungen zwischen den beiden Künsten gesucht und auch geschaffen, sondern sich auch wechselseitig neue Impulse gegeben. Der Philosoph Friedrich Wilhelm Joseph Schelling sagte im Jahre 1859: Architektur ist erstarrte Musik. In ähnlicher Weise ist bei Arthur Schopenhauer zu lesen: Architektur ist gefrorene Musik. Auch die Akustik eines Gebäudes spielt eine große Rolle (z.&#160;B. bei Opernhäusern, Konzerthallen, Theatern, etc.).
Psychologie: Die Psychologie setzt sich mit der Architektur unter verschiedenen Aspekten auseinander. Die Künstlergruppe der Situationisten befasste sich in den 1960er-Jahren mit diesem Forschungsgebiet (siehe „Psychogeografie“).
Studien zeigen, dass Architekten und Laien eine völlig unterschiedliche Wahrnehmung von Architektur haben. Dieses beruht auf dem unterschiedlichen Wissensstand und der daraus resultierenden unterschiedlichen Sichtweise. Die Architekturvorstellungen von Laien werden darüber hinaus stark durch Medien und durch Rollenvorbilder beeinflusst.[2]
Aus den Erkenntnissen über die Wechselwirkung von Mensch und bebauter Umwelt ging die Architekturpsychologie hervor.[3] Von Bedeutung ist auch die farbpsychologische Wirkung der Gestaltung von Innenräumen und Fassaden. So sind Architekturpsychologen in der Lage, z.&#160;B. patientenorientierte Praxisräume[4] zu gestalten.[5] Erforderlich sind Schemata und Erhebungsinstrumenten zur Beurteilung von Büros, Wohnungen, Schulen, Universitäten und Krankenhäusern.[6]
Die Architekturpsychologie bezieht Ihre Erkenntnisse aus empirischen Studien. Sie ist nicht mit den spirituellen Lehren des Feng-Shui zu verwechseln.
Soziologie: Bei der Architektursoziologie geht es um die symbolische Interaktion zwischen den sozial handelnden Menschen mittels der Konstitution und Gestaltung von Räumen, beispielsweise von Städten, Landschaften (Parks), Häusern, Brücken, Denkmalen oder besonderen Bauteilen (Türmen, Türen u.&#160;a.) bis hin zur Innenarchitektur; also auch um den Beruf des Architekten, um Baupolitik, Bauwirtschaft und Wohnen.
Gesetzgebung: In fast allen Ländern unterliegen Bauwerke umfassenden gesetzlichen Bestimmungen und einer behördlichen Überwachung. Die erforderlichen Bedingungen u.a. der Standsicherheit, der Sicherheit im Betrieb, der städtebaulichen Einbindungen, der technischen Versorgung und der Energieeffizienz nehmen auf die Architektur Einfluss.Siehe auch[Bearbeiten]
&#160;Portal: Architektur und Bauwesen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Architektur und BauwesenTraditionelle Architektur, Architekturikone, Architekturstil, Architekturtheorie, Baukultur
Architekturdarstellung: Zeichnung, Computerunterstützte Visualisierungen, Modell
Architekturstudium, ArchitektenkammerLiteratur[Bearbeiten]
Über ArchitekturLouis Hellman: Architektur für Anfänger (Architecture A-Z – A Rough guide). Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1988, ISBN 978-3-499-17551-0.
Hermann Hipp, Ernst Seidl (Hrsg.): Architektur als politische Kultur. philosophia practica. Reimer, Berlin 1996, ISBN 3-496-01149-1.
Joshua Comaroff/Ong Ker-Shing: Horror in Architecture. Oro Editions, San Francisco, Kalifornien, USA 2013.
Visionary Architects , University of St Thomas, Library of Congress Card Number, 68-24454. S.W. Swan Services, New York, 1968.NachschlagewerkeHans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X.
Nikolaus Pevsner: Lexikon der Weltarchitektur, elektronische Ressource, Digitale Bibliothek Band 37, Directmedia Publishing Berlin 2004, ISBN 3-89853-437-5.
Ingo Sauer, Christine Kretschmer: Kinder entdecken Architektur – Projekte für die Grundschule. Klett-Kallmeyer 2011.[7]
Ernst Seidl (Hrsg.): Lexikon der Bautypen. Funktionen und Formen der Architektur. Philipp Reclam, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-15-010572-6.Siehe auch „Literatur“ in den Artikeln: Geschichte der Architektur, Architekturtheorie
Filme[Bearbeiten]
siehe auch Kategorie:Architektur im Film
Dokumentarfilm[Bearbeiten]Sense of Architecture, Regie: Heinz Emigholz, 2009Spielfilm[Bearbeiten]Die Forsyte-Saga, 1. Staffel (Folgen 1-3), 2002
Ein Mann wie Sprengstoff, 1949Weblinks[Bearbeiten]
&#160;Commons: Architektur&#160;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
&#160;Wiktionary: Architektur&#160;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
&#160;&#160;Wikiquote: Architektur&#160;– Zitate
&#160;Wikisource: Architektur&#160;– Quellen und Volltexte
Online-Datenbanken zu Architekten und BauwerkenarchINFORM – weltweit größte Internationale Architekturdatenbank mit Informationen zu Bauten und Architekten (dt. Version)
nextroom – architektur im netz umfangreiche Datenbank aktueller Architektur ab 1900 (vorwiegend Österreich)LiteraturrechercheInformationen zu Architektur im Portal SPK digital der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Pläne, Fotografien, digitalisierte Sammlungen
Digitalisierte Bücher zur Architektur auf den Seiten der Universitätsbibliothek Heidelberg
Datenbank der Fachbibliografie zur Architektur in tschechischen Fachzeitschriften 1897-1939Artikel, Referatearchinoah.de – Architekturportal und Forum für Architektur – viele Referate, Informationen und aktuelle Veranstaltungen im Bereich Architektur.
Telepolis-Special Architektur (Memento vom 4. Juni 2004 im Internet Archive)
BauNetzEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ Vitruv: Zehn Bücher über Architektur. Übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Dr. Curt Fensterbusch. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1964, ISBN 3-534-01121-X, S. 45.
↑ Interview mit dem Psychologen Stephan Grünewald zur Wirkung von Medienbildern in der Architektur in: archimaera (Heft 2/2009).
↑ Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, Lehrstuhl R. Bromme, Thema: Experten-Laienkommunikation in der Architektur
↑ Artikel von dem Architekturpsychologen Ralf Zeuge zur Gestaltung patientenorientierter Praxisräume In 'Zahnärztliche Mitteilungen', zm 98, Nr. 12 vom 16. Juni 2008, Seite 88-89
↑ Seminare von Riklef Rambow, BTU Cottbus
↑ Forschungsarbeiten von Rotraut Walden, Universität Koblenz
↑ Eva Pfister: Wie man Kinder für Architektur begeistert. rp-online.de. 10.&#160;August 2011. Abgerufen am 10.&#160;September 2011.Normdaten&#160;(Sachbegriff): GND: 4002851-3 (AKS)
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