Architekturzeichnung mit verschiedenen Zeichnungen zur umfassenden Darstellung eines Entwurfs
Grundriss
Perspektive: Wettbewerbszeichnung für das „Narkomtiazhprom“-Gebäude auf dem Roten Platz in Moskau
Eine Architektenzeichnung (auch Entwurfszeichnung oder Präsentationszeichnung) ist eine Form der Architekturdarstellung. Der Architekt benutzt diese Zeichnungen und Skizzen, um seine Ideen zu entwickeln, zu artikulieren und schließlich zu präsentieren.Inhaltsverzeichnis
1 Inhalte und Zweck
2 Einsatzbereich
3 Erstellung
4 Siehe auch
5 WeblinksInhalte und Zweck[Bearbeiten]
Im Gegensatz zur Bauzeichnung, die den Zweck hat, als konkrete Vorlage für den Bau eines Bauwerks zu dienen ist die Architektenzeichnung an keinerlei Regeln oder Konventionen gebunden. Vielmehr kommt es bei dieser Art der Zeichnung darauf an, die dahinterstehende Idee möglichst prägnant zu transportieren. So kann man denselben Entwurf auf vielerlei Art und Weise darstellen, keine Form der Darstellung ist dabei „richtiger“.
Der Entwurf wird klassischerweise in Grundriss, Aufriss bzw. Ansichten und Schnitten dargestellt (vgl. Dreitafelprojektion). Dazu kommen noch Perspektiven oder Isometrieen, also dreidimensionale Darstellungen und Details. Der übliche Maßstab liegt dabei zwischen 1:5000 – 1:500 für Gelände- und Lagepläne bis zu 1:100 für Grundrisse und Schnitte. Die Bemaßung spielt eine untergeordnete Rolle, da es auf die Idee ankommt, nicht auf präzise Baumaße. Auch die Analytique ist eine Darstellungsweise für Entwürfe und Bauwerke.
Ziel der Zeichnung ist neben dem Transport der Inhalte (also der Lesbarkeit oder Verständlichkeit) auch eine ästhetische Darstellung, um potentielle Bauherren, Investoren oder die Jury bei einem Wettbewerb von dem Konzept zu überzeugen. So kommt es, dass einige Zeichnungen bis ins künstlerisch-abstrakte gehen und der eigentliche Entwurf nur noch sehr schwer ablesbar ist. Die Zeichnungen von Zaha Hadid sind ein Beispiel für diese Überhöhung der Ästhetik.
Einsatzbereich[Bearbeiten]
Architektenzeichnungen kommen zum Einsatz im Studium, bei Arbeitstreffen innerhalb von Arbeitsgruppen und Büros, bei Präsentationen vor Bauherren, Investoren, Entscheidungsgremien aller Art, sie werden im Rahmen von Baugenehmigungsverfahren und bei Architektenwettbewerben eingereicht.
Erstellung[Bearbeiten]
Erste Ideen werden in der Form von Skizzen entwickelt. Ist ein gewisser Entwicklungsstand erreicht, wird die Idee in Zeichnungen oder Collagen festgehalten. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts geschah dies mit Bleistift und Tusche auf Papier. Da viele Zeichnungen freihändig gezeichnet wurden und die Linien dadurch leicht verwackeln, sprach man umgangssprachlich gelegentlich von einer Zittergrafik. Dann wurden die Zeichnungen mit bestimmten Schraffurtechniken, Farbstiften (Buntstifte, copicstifte) oder farbigen bzw. gemusterten Klebefolien weiter ausgestaltet. Auch mehrschichtige Collagentechniken mit transparenten, farbigen oder beklebten Folien kamen zum Einsatz.
Seit den 90er Jahren hat die CAD-Technik immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die meisten Architekten erstellen ihre Zeichnungen größtenteils digital am Rechner. Die digitalen Daten werden mit Hilfe von Plotter (Tintenstrahl- oder Laserverfahren) in Farbe oder monochrom gedruckt. Eine Alternative ist die Präsentation mittels Videoprojektors.
Siehe auch[Bearbeiten]Museum für ArchitekturzeichnungWeblinks[Bearbeiten]
 Commons: Architekturzeichnung – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienArchitektur- und Ingenieurzeichnungen der deutschen Renaissance, 1500 – 1650
Architekturzeichnungen bei arthistoricum.net<!–NewPP limit report
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Architekturmuseum Schwaben in der alten Buchegger-Villa
Rückwärtige Seite und Garten
Das Architekturmuseum Schwaben in Augsburg ist seit 1995 eine Zweigstelle des Architekturmuseums der Technischen Universität München. Finanziert wird die Einrichtung durch die Arno-Buchegger-Stiftung, Augsburg. Das in der denkmalgeschützten Villa der Architektenfamilie Buchegger untergebrachte Museum dient der Erforschung, Dokumentation und Vermittlung der Architekturgeschichte Schwabens,ist aber auch ein Ausstellungs- und Veranstaltungsort für alle Bereiche der Architektur. In 17 Jahren gestaltete der Gründungsdirektor Winfried Nerdinger über 80 Ausstellungen, publizierte in Katalogen, gab eine Schriftenreihe in 10 Bänden heraus und legte ein Archiv mit Nachlässen bedeutender schwäbischer Architekten an. Gleich die erste Ausstellung stellte den seinerzeit Aufsehen erregenden Entwurf von Peter Zumthor für das Berliner Projekt „Topographie des Terrors“ in den Mittelpunkt – auch um damit eine Diskussion über die Errichtung eines Dokumentationszentrums zur Geschichte des Nationalsozialismus in Bayern anzuregen. Seit Oktober 2012 wird das Museum von Andres Lepik geleitet.
Das Architekturmuseum liegt im Augsburger Stadtteil Thelottviertel, einer der ersten so genannten Gartenstädte. Das Viertel wurde von Sebastian Buchegger entworfen.
Aufgaben des Museums[Bearbeiten]
Die Erforschung und Dokumentation der Architekturentwicklung seit 1800 in der schwäbischen Region und deren Vermittlung an eine interessierte Öffentlichkeit ist die zentrale Aufgabe des Architekturmuseums Schwaben. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschungsarbeiten werden in einer hauseigenen Schriftenreihe publiziert und in Ausstellungen präsentiert.
Der zweite Schwerpunkt der Museumsarbeit besteht in der Durchführung von Wechselausstellungen, die vielfältige Themenstellungen und Entwicklungstendenzen der Architektur einem breiten Publikum nahebringen sollen. Darüber hinaus werden Führungen, Vorträge, Architekturgespräche und andere Veranstaltungen angeboten. Das Architekturmuseum Schwaben ist für alle Freunde der Baukunst ein offenes und unabhängiges Forum, das eine objektive Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen Themenstellungen der Architektur fördern will.
Weblinks[Bearbeiten]
&#160;Commons: Architekturmuseum Schwaben (Augsburg)&#160;– Sammlung von BildernVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich LemmaWebseite des Architekturmuseums Schwaben48.360710.8825Koordinaten: 48°&#160;21′&#160;39″&#160;N, 10°&#160;52′&#160;57″&#160;O
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Das Architekturforum Aedes in Berlin ist Deutschlands erste private Architekturgalerie, die international in der Kommunikation von Architekturkultur, Stadtgestalt und themenverwandter Inhalte tätig ist.Inhaltsverzeichnis
1 Zielsetzung
2 Geschichte
3 Ausstellungen
4 Weblinks
5 EinzelnachweiseZielsetzung[Bearbeiten]
Aedes – was sowohl lästig (griech.) wie auch Haus oder Tempel (lat.) bedeuten kann – sieht seine Aufgabe darin, Baukultur und Architektur in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken sowie architektonische Visionen, nachhaltige urbane Konzepte, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur darzustellen und zu vermitteln. In mehr als 350 Ausstellungen und begleitenden Katalogen hat der Verlag Aedes namhafte Architekten und heutige Pritzker-Preisträger wie Zaha Hadid, Thom Mayne, Daniel Libeskind, Frank Gehry oder Rem Koolhaas und ihre Arbeiten vorgestellt, lange bevor sie Weltruhm erlangten. Neben 10-16 Ausstellungen pro Jahr unterstützen begleitende Symposien, Vortragsreihen und Diskussionsabende den Dialog nach außen – sowohl mit dem Fachpublikum als auch mit interessierten Laien.
Geschichte[Bearbeiten]
Gegründet wurde Aedes 1980 in der Grolmanstrasse in Berlin von Kristin Feireiss und Helga Retzer, damalige Leiterin des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und Freundin des englischen Künstlers Eduardo Paolozzi. "In memoriam Kongresshalle Berlin" war der Titel der Eröffnungsausstellung in Charlottenburg, die dem Vorbild der 1975 gegründete „Spaced Gallery“ der New Yorker Architektin und Autorin Judith Newman York folgt.
Am 3. Juni 1989 zog die damalige Galerie Aedes in die Stadtbahnbögen am Savignyplatz.
Die zweite viel beachtete Ausstellung im Rahmen Berlins als Kulturstadt Europas 1988 war "Berlin – Denkmal oder Denkmodell", die kurz vor dem Fall der Mauer die Risiken und Chancen einer geteilten Stadt thematisierte. Beteiligt an dieser "offenen Gestaltungskonzeption" der ehemaligen Hauptstadt, die als Wanderausstellung im Rahmen Berlins als Kulturstadt Europas in Kiew, Wien und Paris gezeigt wurde, waren bedeutende deutsche und ausländische Künstler und Architekten wie Daniel Libeskind, Gottfried Böhm, Coop Himmelb(l)au, Rob Krier, Zaha Hadid, Otto Steidle, Franco Stella, Peter Cook, Gustav Peichl, Axel Schultes, Claus Bury und Lebbeus Woods.
Ab 1995 hatte Aedes eine zweite Dependance im Osten, die Kristin Feireiss gemeinsam mit Hans-Jürgen Commerell 1995 unter dem Namen Aedes East in den Hackeschen Höfen in Berlin-Mitte eröffnete, ab 1996 unter Mitwirkung der Kulturwissenschaftlerin Ulla Giesler.
Die Arbeit des Architekturforums wurde mehrfach mit Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. 2001 wurde Kristin Feireiss für ihr Engagement bei der Vermittlung von Architektur und die Verstärkung bilateraler Beziehungen mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.
Seit Juni 2006 befindet sich das Architekturforum Aedes am Pfefferberg im Prenzlauer Berg.
Ausstellungen[Bearbeiten]
Das Architekturforum hat bis heute mehr als 350 Ausstellungen gezeigt. Darunter auch:ArchiAid: Rethinking-Reconstruction zum Wiederaufbau nach dem Tsunami 2011.[1]Weblinks[Bearbeiten]Homepage des ArchitekturforumsEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ Das Beste ist Helfen an Ort und Stelle in FAZ vom 3. Dezember 2013, Seite 32<!–NewPP limit report
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Architektur wird in folgenden Zusammenhängen gebraucht:Architektur: „Baukunst“ im Allgemeinen – planvolles Entwerfen und Gestalten von „Bauwerken“, deren Struktur und Gestalt, siehe dort auch zur Etymologie des Begriffes
Architektur (Informatik): Aufbau, Funktion und Management von Systemen der Informationstechnologie (in verschiedenen Zusammenhängen)dazu vermutlich (3. März 2012) redundanter (sich überschneidender) Artikel: Informationsarchitektur: Konzeption und Definition der Struktur von Informationssystemen
Unternehmensarchitektur: Management/Darstellung der Zusammenhänge zwischen der geschäftlichen Tätigkeit eines Unternehmens und seiner InformationstechnologieSiehe auch:
&#160;Wiktionary: Architektur&#160;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, ÜbersetzungenDiese Seite ist eine Begriffsklärung zur Unterscheidung mehrerer mit demselben Wort bezeichneter Begriffe.
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In gleichem Maße, wie die Architektur selbst unterschiedlichen Sphären angehört (Baukunst, Technik, Kultur, Umwelt etc.), gliedert sich auch die Architekturtheorie in mindestens drei übergeordnete Bereiche:
1. Architekturtheorie als Theorie des Faches Architektur, als theoretische Fundierung des Handelns und der Rolle der Architekten sowie – wie in jeder anderen akademischen Disziplin auch – der Inhalte und Ausdrucksformen ihrer Profession: Angefangen bei Vitruv als Verfasser des ersten architekturtheoretischen Traktats zur Architektur als Fachgebiet über Alberti, Palladio u.v.a.m. bis hin zu Semper für den Bereich der Alten Architektur sowie fortgesetzt von den Mitbegründern der Neuen Architektur wie Le Corbusier, F.L. Wright, Gropius, Mies van der Rohe etc. über Kahn, Venturi, Rossi u.&#160;v.&#160;a.&#160;m. bis hin zu den Protagonisten der zeitgenössischen Architektur.
2. Architekturtheorie als Theorie der Baukunst, als Teilbereich der Kunstgeschichte und der „allgemeinen Kunsttheorie, der sie als Bestandteil angehört“[1], wobei die Kunsthistoriker ihr Augenmerk eher auf die schon seit längerer Zeit fertiggestellten Bau-Kunstwerke, auf deren Einordnung in stilistische Zusammenhänge sowie auf Querverbindungen zu anderen Kunstgebieten richten.
3. Architekturtheorie als Reflexion über Architektur als Kulturphänomen insgesamt mit all seinen künstlerischen, technologischen, ökonomischen, ökologischen, politischen, gesellschaftlichen, energetischen und ästhetischen Implikationen, als theoretische Auseinandersetzung über Inhalte und Ausdrucksformen ebenso wie über die Auswirkungen der Architektur auf die Umwelt und das Leben der Menschen. Im Zentrum steht dabei das Betrachten und Beurteilen von Konzepten oder bereits fertiggestellten Ergebnissen, das Nachdenken über Architektur als Spiegelbild gesamtgesellschaftlicher Prozesse.Inhaltsverzeichnis
1 Weitere Definitionen
2 Das Wesen der Architektur
3 Themen
4 Maßgebliche Autoren und Werke
5 Sekundärliteratur
6 EinzelnachweiseWeitere Definitionen[Bearbeiten]
„Theorie der Architektur (ist) disziplinunabhängiges oder […] interdisziplinäres Nachdenken über Architektur, zudem Methodenreflektion, Wissenschafts- und Metatheorie der Architektur.“ (Selbstbeschreibung des Lehrstuhls für Architekturtheorie TU Cottbus)
Architekturtheorie fragt nach Ästhetik, Wesen und Bedeutung der Architektur, erforscht deren „ideen- und geistesgeschichtlichen Hintergründe“ und betreibt deren Einordnung in größere historische, kulturelle, soziale und künstlerische Zusammenhänge. Architekturtheorie ist „Teil (der) Kunstliteratur, die sich zwar mit Architektur (befasst), auch Aussagen zum Berufsbild des Architekten und zur Entwurfslehre (trifft), meist aber zunächst im Zusammenhang mit der allgemeinen Kunsttheorie und der Diskussion an den akademischen Institutionen zu begreifen (ist).“ (Zitate aus Selbstbeschreibung des Lehrstuhls der Architekturtheorie am Karlsruher Institut für Kunstgeschichte)
Architekturtheorie ist die „Theorie einer Handlungswissenschaft“, die „anders als naturwissenschaftliche Theorien, die provisorische Schneisen durch noch unerforschtes Gelände legen, […] auf Gründe, Haltungen und Weltanschauungen (verweist), welche das Handeln von Architekten motivieren und leiten .[…] Sie (betrachtet) die gebaute Wirklichkeit im Licht von Verfassererklärungen, Regeln, Traktaten, Dogmen und Doktrinen. Sie sucht auch dort nach Erklärungen und verborgenen Motiven, wo das Bauen scheinbar ganz ohne Theorie oder bekennende Autoren vonstatten geht.[…] Sie interessiert sich für Sachverhalte, die […] über den Horizont unmittelbarer und einmaliger Bezüge hinausführen. Sie fragt nach Ideen, Themen und Topoi, die im Verlauf der Geschichte entdeckt, vergessen und reaktiviert wurden.“ (Zitate aus Selbstbeschreibung des Lehrstuhls für Architekturtheorie RWTH Aachen)
Architekturtheorie ist „einerseits Reflexion der Architektur im Hinblick auf ihre Wirklichkeitspotenziale, das heißt in Hinblick auf ihr Gemachtwerden und Gemachtsein, also auf die praktische Umsetzung und Materialisierung architektonischer Ideen. In diesem Sinne ist Architekturtheorie eine praktische Ästhetik. Andererseits ist Architekturtheorie das kritische Nachdenken über die kulturelle Funktion der Architektur, also über ihre Möglichkeitsbedingungen im großen kulturellen Ganzen, besonders dort, wo sich dieses in einem ständigen Umbauprozess befindet. Wo es um die kulturellen Bedingungen für die Architektur geht, findet die Erweiterung der Architekturtheorie zur Philosophie der Architektur statt.“[2]
Das Wesen der Architektur[Bearbeiten]
Zu den zentralen Aufgaben jeder Architekturtheorie gehört die Definition des Begriffs "Architektur" selbst, die Klärung ihres besonderen Charakters zwischen Bauen und Baukunst. Diese Klärung kann nur im Fadenkreuz historischer und vergleichender Betrachtung erfolgen, denn zum einen hat sich die Bedeutung des Begriffs "Architektur" im Laufe der Geschichte mehrfach geändert (vom Teilbereich der Bildenden Künste bis zum Hochbaugebiet), zum anderen kann der besondere Charakter der Architektur nur in Abgrenzung zu den benachbarten Gebieten Kunst, Wissenschaft, Technik, Design etc. herausgearbeitet werden. "Von den Künsten trennt sie der Graben der Zweckgebundenheit – aber sie kann trotzdem große Kunstwerke hervorbringen. Von dem streng methodischen Vorgehen der Wissenschaft trennt sie das Spontane, Intuitive – aber sie verarbeitet dennoch ständig die neuesten wissenschaftlichen und technischen Errungenschaften. Vom allgemeinen Bauen trennt sie der Qualitäts- und Gestaltungsanspruch – aber sie muß trotzdem alle Gewerke des Bauens perfekt beherrschen. Von der mangelnden Steuerbarkeit der künstlerischen Produktion trennt sie die Notwendigkeit der Auftragsplanung, die nicht allein auf die Zufälle von Kreativität und Originalität vertrauen kann, sondern auf erlernbare gestalterische und ästhetische Qualifikationen zurückgreifen muß. Architektur ist daher per se weder Bauen noch Baukunst sondern die Kunst des Bauens."[3]
Themen[Bearbeiten]
Architekturtheorie kennt viele Protagonisten und nicht selten einander widersprechende Standpunkte. Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte sowohl durch individuelle, als auch national-kulturelle Sichtweisen und Eigenarten geprägt. Auch der allgemeine technisch-wissenschaftliche Fortschritt, insbesondere die damit einhergehenden Änderungen und Neuerungen im Bauwesen, hat die Architekturtheorie immer wieder beeinflusst. Dies macht einen vollständigen enzyklopädischen Überblick über die Disziplin nahezu unmöglich. Für einen umfänglichen historischen Abriss sei deshalb ausdrücklich auf die entsprechende Literatur zur Geschichte der Architekturtheorie verwiesen. Im Folgenden werden stichwortartig relevante Teilaspekte, Disziplinen und konzeptionelle Ansätze, die Grundlage architekturtheoretischer Diskurse waren oder immer noch sind, aufgeführt:
Teilaspekte: Proportionslehre, Entwurfslehre, Typologien, Tektonik, Wahrnehmungslehre, Morphologie, Raumtheorie, Gestaltungslehre, Gestalttheorie, etc.
Beteiligte Disziplinen: Das Fachgebiet Architektur, Architektur- und Kunstwissenschaft, Architekturkritik, Kunstgeschichte, Kunsttheorie (als Bestandteil der Ästhetik, die wiederum Teilbereich der Erkenntnistheorie ist), Architekturgeschichte, Kommunikationstheorie, Semiotik, Architektur- und Stadtsoziologie, Ökologie, Umweltwissenschaften, etc.
Konzeptionelle Architekturansätze als Grundlagen architekturtheoretischer Diskurse: Funktionalismus, Konstruktivismus, Rationalismus, Strukturalismus, Poststrukturalismus, Minimalismus, Materialästhetik, Parametrisches Design, Digitales Gestalten, etc.
Maßgebliche Autoren und Werke[Bearbeiten]Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Statt aktueller bibliographischer Angaben sollten hier Erläuterungen zur Bedeutung der Autoren und Werke stehen, inklusive ihrer Zuordnung zu Themen und Stilepochen. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.Antike
Vitruv: De Architectura libri decem, um 30 v.&#160;Chr.
Deutsch: Zehn Bücher über Architektur, Übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Curt Fensterbusch, Primus Verlag, Darmstadt 1996, ISBN 3-89678-005-0.
Spätgotische Sakralbauten
Werkmeisterbücher
15.–17. Jahrhundert
Leon Battista Alberti: De re aedificatoria libri decem. Florenz 1485
Deutsch: Zehn Bücher über die Baukunst, Unveränderter Nachdruck der Ausgabe Wien/Leipzig 1912, Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1991
Filarete: Trattato d'architettura, Mailand 1460
englisch: Filarete's Treatise on Architecture: Being the Treatise by Antonio di Piero Averlino, Known as Filarete. Originally composed in Milan c. 1460 Translated by John R. Spencer. Facsimile ed. 2 vols. New Haven: Yale University Press 1965
Francesco di Giorgio Martini: Trattati di architettura, ingegneria e arte militare. Hrsg. Corrado Maltese, Transkription von Livia Maltese Degrassi, 2 Bde., Mailand 1967
Sebastiano Serlio: Sette libri dell'architettura – Tutte l'opere d'architettura et prospetiva, Venedig 1584
Hans Blum: Qvinqve Colvmnarvm Exacta descriptio atque deliniatio, cum symmetrica earum distributione. Froschauer, Zürich 1550. (Digitalisat)
Andrea Palladio: Quattro libri dell’architettura. Venedig 1570
Deutsch: Die vier Bücher zur Architektur, Deutsche Übersetzung nach der Ausgabe Venedig 1570, Birkhäuser Verlag, 1993, ISBN 3-7643-5561-1.
Vincenzo Scamozzi: L'idea della architettura universale. Venedig 1615, A. Forni (Sala Bolognese) 1982
Nicolas-François Blondel: Cours d'Architecture Civile, Bände 1–5, Paris 1675–1683
18. Jahrhundert
Giovanni Battista Piranesi: Della Magnificenza ed Architettura, de’Romani. Rom 1761; Reprint ed. John Wilton-Ely, in: Giovanni Battista Piranesi, The Polemical Works, 1972
Marc-Antoine Laugier: Essai sur l'architecture, anonym veröffentlicht Paris 1753, personalisiert veröffentlicht Paris 1755
Deutsch: Das Manifest des Klassizismus, Verlag für Architektur Artemis, Zürich 1989, ISBN 3-7608-8124-6.
Edmund Burke: Philosophical Enquiry into the Origin of our Ideas of the Sublime and Beautiful, 1757
Deutsch: Philosophische Untersuchungen über den Ursprung unserer Begriffe vom Erhabenen und Schönen, aus dem Englischen von Friedrich Bassenge, neu eingeleitet und herausgegeben von Werner Strube, 2. Auflage. Hamburg 1989
Anonym: Untersuchungen über den Charakter der Gebäude, über die Verbindung der Baukunst mit den schönen Künsten und über die Wirkungen, welche durch dieselbe hervorgebracht werden sollen. 1785, Reprint m. einer Einf. v. H.-W. Kruft, Nördlingen 1986
Étienne-Louis Boullée: Architecture. Essai sur l’art, 1793
Deutsch: Architektur. Abhandlung über die Kunst, Hrsg. Beat Wyss, Zürich München 1987
Claude-Nicolas Ledoux: L'Architecture considérée sous le rapport de l'art, des moers et de la législation, Paris 1804, Neuauflage in zwei Bänden, ohne Text 1847 unter dem Titel L'Architecture de Claude Nicolas Ledoux
Johann Joachim Winckelmann: Anmerkungen über die Baukunst der Alten, Dresden 1762; Reprint: Baden-Baden, Strasbourg 1964
19. Jahrhundert
Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung, (Band 1 1819, Band 2 1844) Textkrit. bearb. u. hrsg. v. Wolfgang von Löhneysen [zur Architektur: Bd. 1, § 43–44; Bd. 2, Buch III, Kap. 35&#160;»Zur Ästhetik der Architektur«], 3 Bde. Frankfurt am Main 1986
John Ruskin: The Seven Lamps of Architecture. London 1849, Reprint Dover Verlag 1990, ISBN 0-486-26145-X
Deutsch: Die sieben Leuchter der Baukunst, Dortmund 1994
Heinrich Hübsch: In welchem Style sollen wir bauen?, Karlsruhe 1828
Eugène Viollet-le-Duc: Dictionnaire raisonné de l'architecture française du XIe au XVe siècle. 10 Bände, Paris 1854–1868
Deutsch: Definitionen. Sieben Stichworte aus dem Dictionnaire raisonné de l’architecture mit einem deutsch-französischen Inhaltsverzeichnis der neunbändigen Ausgabe des „Dictionnaire“ von 1869, Birkhäuser Architektur Bibliothek, Basel u. a. 1993
Jean-Nicolas-Louis Durand: Precis des lecons d'architecture donnees a l'Ecole Polytechnique. 2 Bde., Paris 1817–1819; Reprint: Unterschneidheim 1975
Auguste Choisy: Histoire de l'architecture. 2 Bde., Paris 1899; Reprint der Ausgabe von 1899. Genf-Paris 1982
Karl Friedrich Schinkel: Das Architektonische Lehrbuch. dokumentiert in: Goerd Peschken, Das Architektonische Lehrbuch (Karl Friedrich Schinkel. Lebenswerk) München-Berlin 1979
Gottfried Semper: Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten oder Praktische Ästhetik, Reprint der Ausgabe von 1860-1863, Mittenwald 1977
Heinrich Wölfflin: Prolegomena zu einer Psychologie der Architektur, Ludwig-Maximilians-Universität München 1886, Nachdruck Gebr. Mann Verlag Berlin 1999
Louis Sullivan: The Tall Office Building Artistically Considered in Lippincott's Magazine 1896
Camillo Sitte: Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen, 1. Auflage. Wien 1889, Reprint d. Ausg. 1904, Wien 1972
20. Jahrhundert
Adolf Loos: Ornament und Verbrechen, 1908, Nachdruck Prachner, Wien 2000, ISBN 3-85367-059-8.
Paul Scheerbart: Glasarchitektur, Verlag Der Sturm, Berlin 1914; Neuausgabe München 1971
Hermann Sörgel: Architektur-Ästhetik. Theorie der Baukunst. Berlin 1921, Nachdruck Gebr. Mann Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-7861-1992-9.
Adolf Behne: Der moderne Zweckbau. Drei Masken Verlag, Berlin 1926, Nachdruck Bauwelt Fundamente Bd. 10, Berlin; Frankfurt 1964, Nachdruck Gebr. Mann Verlag, Berlin 1998
Bruno Taut: Architekturlehre. VSA-Verlag, Hamburg/Westberlin 1977
Le Corbusier: Vers une architecture. Paris 1922
Deutsch: Kommende Baukunst, Leipzig 1923; Ausblick auf eine Architektur, Bauwelt Fundamente Band 2, Birkhäuser 2001
Le Corbusier: Feststellungen. 1929, Bauwelt-Fundamente Bd. 12, Vieweg, Braunschweig 1978
Henry-Russel Hitchcock, Philip Johnson: Der Internationale Stil. Bauwelt Fundamente, Bd. 70, Vieweg, Braunschweig 1985
Emil Kaufmann: Von Ledoux bis Le Corbusier: Ursprünge und Entwicklung der autonomen Architektur. Wien, Passer 1933, Neuauflage Gert Hatje, Stuttgart 1985
Sigfried Giedion: Space, Time &amp; Architecture: The Growth of a New Tradition, 1941
Deutsch: Raum, Zeit und Architektur: Die Entstehung einer neuen Tradition, Birkhäuser Verlag 2000, ISBN 3-7643-5407-0.
Hans Sedlmayr: Verlust der Mitte. Die bildende Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts als Symptom und Symbol der Zeit. Otto Müller Verlag, Salzburg 1998, 11. Aufl., ISBN 3-7013-0537-4.
Martin Heidegger: Bauen, Wohnen, Denken, Vorträge und Aufsätze, Klett-Cotta 1951, ISBN 3-608-91090-5.
Peter Eisenman: Eisenman Inside Out. Selected Writings 1963-1988, New Haven-London, Yale University Press 2004
Colin Rowe, Robert Slutzky: Transparency, 1964
Deutsch: Transparenz, Birkhäuser Verlag 1997, ISBN 3-7643-5615-4.
Robert Venturi: Complexity and Contradiction in Architecture, 1966
Deutsch: Komplexität und Widerspruch in der Architektur, Bauwelt Fundamente Band 50, Birkhäuser Verlag 2007.
Louis I. Kahn: Architektur: Stille und Licht (1970), in: Louis I. Kahn: Die Architektur und die Stille. Gespräche und Feststellungen, hrsg. v. Alessandra Latour, Basel; Boston; Berlin 1993
Robert Venturi, Steven Izenour, Denise Scott Brown: Learning from Las Vegas: The Forgotten Symbolism of Architectural Form, 1972, Überarbeitete Fassung The MIT Press 1977
Deutsch: Lernen von Las Vegas. Zur Ikonographie und Architektursymbolik der Geschäftsstadt. Bauwelt Fundamente Band 53, Wiesbaden 1979
Christian Norberg-Schulz:Logik der Baukunst. Ullstein Bauweltfundamente 15, Berlin 1965, DNB 453602797.
Vom Sinn des Bauens. Die Architektur des Abendlandes von der Antike bis zur Gegenwart. Ernst Klett, Stuttgart 1979, ISBN 3-88448-002-2.
Genius Loci. Landschaft, Lebensraum, Baukunst. Klett-Cotta, Stuttgart 1982, ISBN 3-608-76157-8.
Christopher Alexander: A Pattern Language. Towns, Buildings, Construction. Oxford University Press, New York 1977, ISBN 0-19-501919-9
Deutsch: Eine Muster-Sprache. Städte, Gebäude, Konstruktion, Wien, Löcker Verlag 1995, ISBN 3-85409-179-6.
Charles Jencks: The Language of Postmodern Architecture, 1977
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Thomas Friedrich, Jörg H. Gleiter (Hrsg.): Einfühlung und phänomenologische Reduktion Grundlagentexte zu Architektur, Design und Kunst, LIT Verlag, Münster 2009, ISBN 978-3-8258-9366-8.
Susanne Hauser, Christa Kamleithner, Roland Meyer (Hrsg.): Architekturwissen. Grundlagentexte aus den Kulturwissenschaften. Bd. 1: Zur Ästhetik des sozialen Raumes, transcript-Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-8376-1551-7.
Susanne Hauser, Christa Kamleithner, Roland Meyer (Hrsg.): Architekturwissen. Grundlagentexte aus den Kulturwissenschaften. Bd. 2: Zur Logistik des sozialen Raumes, transcript-Verlag, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-1568-5.Sekundärliteratur[Bearbeiten]Geschichte der Architekturtheorie
Georg Germann: Einführung in die Geschichte der Architekturtheorie. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1980, ISBN 3-534-08148-X
Hanno-Walter Kruft: Geschichte der Architekturtheorie. Von der Antike bis zur Gegenwart. 5. Auflage. C.&#160;H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-34903-X.
Kari Jormakka: Geschichte der Architekturtheorie. Institut für Architekturwissenschaften: Architekturtheorie, Technische Universität Wien, Edition Selene 2007, ISBN 978-3-85266-197-1.Einzelnachweise[Bearbeiten]↑ Hanno-Walter Kruft: Geschichte der Architekturtheorie, S. 12
↑ Jörg H. Gleiter: Architekturtheorie heute. S. 8.
↑ Günther Fischer: "Architekturtheorie für Architekten". Die theoretischen Grundlagen des Faches Architektur, S. 60.<!–NewPP limit report
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Dieser Artikel beschäftigt sich mit Methodik und Gebiet des Faches Architekturgeschichte, zur Geschichte der Architekturstile in chronologischer Reihenfolge vergleiche den Artikel Geschichte der Architektur
Die Architekturgeschichte ist der Teil der Kulturwissenschaften, der sich mit vorwiegend kunstwissenschaftlicher und in zweiter Linie mit ingenieurwissenschaftlicher und soziologischer Methodik mit der historischen Dimension der Architektur beschäftigt.Inhaltsverzeichnis
1 Gebiet
2 Interesse
3 Methodik
4 Der Diskurs um Methodik und Abgrenzung
5 Geschichte
6 Architekturgeschichte als Studienfach
7 Anwendungsgebiete
8 Literatur
9 Weblinks
10 EinzelnachweiseGebiet[Bearbeiten]
Architekturgeschichte erforscht die Geschichte der Architektur, also der Bauwerke, der Architekturtheorie und des Diskurses um Architektur, wie auch des Städtebaus und der Siedlungsgeschichte. Denn auch wenn die Stadtbaugeschichte ein eigener Zweig der Architekturgeschichte ist, so kann eine Architekturgeschichte doch nie ohne die städtebauliche Dimension auskommen.
Interesse[Bearbeiten]
Da jede Zeit, jedes Land und jede Region ihre eigene Ausformung von Architektur hat, möchte die Architekturgeschichte diesem Phänomen auf die Spur kommen. Sie bestimmt die jeweiligen personenbezogenen, örtlichen und zeitlichen Faktoren, die bei der Errichtung eines Bauwerks, oder, auf höherer Ebene, im Charakter einer Periode oder Epoche hineinspielen. Ziel dabei ist, den kulturgeschichtlichen Stellenwert der Architektur innerhalb des gesellschaftlichen Kontextes zu verstehen. Seit den 1980er Jahren hat sich dabei zunächst innerhalb der Denkmalpflege und bald auch darüber hinaus der Gedanke durchgesetzt, alle Epochen, und so auch die der Moderne und Nachkriegsmoderne objektiviert zu sehen, und nicht etwa eine von ihnen zu diskriminieren, indem man ihr die Geschichtlichkeit abspricht.[1][2]
Methodik[Bearbeiten]
Wie die Architektur in ihrer alltäglichen Praxis und ihrer gesellschaftlichen Wahrnehmung sich in einer Mittlerrolle zwischen Kunst und Funktion befindet, wendet auch die Architekturgeschichte sowohl Methoden der Kunstwissenschaft, wie auch der Technik, der Technikgeschichte und der Soziologie an. Konkret kann kein Bauwerk untersucht werden, ohne dass der künstlerische Aspekt, zum Beispiel die Gestaltung der Gliederung, die Kombination der Materialien etc. zusammen mit dem technischen Aspekt gesehen wird. Zu den technischen Aspekten gehören etwa Tragwerkstechnik, Materialherstellung, -verfügbarkeit und -beschaffenheit. Insbesondere die Konstruktionstechniken bilden ein zentrales Unterscheidungsmerkmal der verschiedenen Zeiten, hängt mit ihnen doch immer auch die konkrete Ausbildung der Bauwerke zusammen. Diese Methodik ist eine der Moderne, sie ist jedoch ebenso bei Vitruv oder Andrea Palladio anzutreffen.
Die Arbeitsweise des Architekturhistorikers lässt sich daher wie folgt beschreiben:
Häufig geht die Architekturgeschichte zunächst von einer Bauanalyse aus, ohne den historischen Kontext unmittelbar zu berühren. Das heißt, dass man zunächst beschreibt und beurteilt, wie an Bauten mit Material, Konstruktion, Funktion, Raum, Dekoration, Farbe etc. umgegangen wird. In dieser Phase spielt die „Historische Bauforschung“ eine bedeutende Rolle.[3] Sie leistet die zeichnerische und photographische Dokumentation eines Gebäudes mit allen seinen Teilen und bedient sich ferner diverser analytischer Methoden der Datierung.
Der zweite Schritt, der manchmal auch vorher erfolgt, ist die Suche nach Schriftquellen und sonstigen Aussagen zu dem Gebäude, z.&#160;B. in Bauämtern und anderen Archiven, die Befragung von Zeitzeugen und Bewohnern. Auch die Lektüre einschlägiger Publikationen gehört dazu. Schließlich muss das Umfeld analysiert werden, in dem das Bauwerk steht.[4]
Die Ergebnisse der beiden Schritte werden in einen örtlichen, persönlichen und historischen Kontext gebracht: Der Zusammenhang der Bauherrenintention und seiner sozialen Stellung etc., ebenso die Architektenpersönlichkeit und schließlich die Zusammenhänge, in denen Materialien und Techniken jeweils stehen. Das Bauwerk kann so schließlich in seinen Bezügen verstanden werden, die zu seiner spezifischen Ausprägung führten. Die Zusammenschau vieler solcher Einzelanalysen führt zum Verständnis der Bezüge, in denen eine Periode oder Epoche der Architekturgeschichte mit ihrer spezifischen Ausprägung steht.
Der Diskurs um Methodik und Abgrenzung[Bearbeiten]
Architekturgeschichte entspricht einer gesellschaftlichen Aufgabe. Zur inhaltliche Abgrenzung und Methodik haben jedoch sowohl Fachvertreter wie auch Vertreter benachbarter Disziplinen unterschiedliche Auffassungen geäußert.
Ein Hintergrund der Auseinandersetzung ist der Streit, ob Architektur eine Kunst oder eine Ingenieurleistung ist. Die Zuordnung zur (Bau-)Kunst oder zum Ingenieurwesen führt dazu, dass das Fach entweder der Kunstgeschichte oder der Technikgeschichte bzw. konkret dem jüngeren Fach der Bautechnikgeschichte zugeordnet wird.[5] 2005 wurde bei einer der Einführungsreden des Kunsthistorikertages die Meinung geäußert, Architekturgeschichte solle sich nicht als eigenes Fach benennen. Hier bestand von Seiten meinungsführender Kunsthistoriker die Auffassung, Architekturgeschichte könne sich auf die Untersuchung von künstlerischen Aspekten beschränken und sei von der Kunstgeschichte daher nicht zu trennen. Aus der Architektenschaft gibt es den Einwand, Architekturgeschichte sei kein eigenes Fachgebiet, sondern Teil der Architektur. Der Kölner Kirchenbaumeister Rudolf Schwarz vertrat 1953 die Auffassung, Architekten sollten sich mit der Architekturgeschichte keine “überzählige Geisteswissenschaft ins Bett” legen lassen.[6] Schwarz glaubte, Architekten selbst sollten die Architekturgeschichte erforschen, und wollte keine Vertiefung in einer akademischen Geisteswissenschaft.
Entgegen dieser Vielzahl von gegensätzlichen Positionen vertritt die hier gegebene Definition die Auffassung, dass Architekturgeschichte ein eigenständiges komplexes Fach mit einem anspruchsvollen methodischen Repertoire ist. Architekturgeschichte bemüht sich, technische, künstlerische, kulturhistorische und biographische Aspekte zu berücksichtigen, um zu einem angemessenen Verständnis des Kulturphänomens Architektur zu gelangen.
Geschichte[Bearbeiten]
Man könnte bereits den antiken Architekten Vitruv mit seinem Buch "De Architectura" oder etwa die Renaissanceliteraten Alberti und Palladio als Architekturhistoriker bezeichnen, wobei jedoch der Unterschied zur modernen Architekturgeschichte des 19. und 20.&#160;Jahrhunderts ins Auge fällt: Die älteren Theoretiker haben ihre Werke hauptsächlich im Sinne einer Sammlung von Mustern gesehen, die sie interpretieren, um darauf ihre eigene Architekturtheorie zu stützen.
Die Anfänge der architekturgeschichtlichen Forschung[7] liegen jedenfalls im Interesse der italienischen Renaissancearchitekten an der antiken Architektur besonders der Stadt Rom, die sie zeichneten, vermaßen und analysierten, um Vorbilder für ihre eigenen Werke zu gewinnen. Im 18. Jahrhundert suchten europäische Bildungsreisende im Zuge ihrer Grand Tour die Kunststätten Italiens auf und beschrieben die dortigen architektonischen Meisterwerke, wobei sich das Augenmerk vornehmlich auf Antike und Neuzeit als vorbildliche Stilepochen konzentrierte. Im Kontext der Wiederentdeckung antiker Architektur (wie Pompeji in den 1750ern, oder Troja um 1830), wurde antike Architektur über den bisherigen Kanon hinaus greifbar. Vereinzelt traten aber auch schon die großen Kathedralen des Mittelalters nördlich der Alpen in den Blick, die als Objekte der lokalen oder nationalen Geschichte und als technische Meisterwerke bewundert werden. In Frankreich, England und Deutschland sah man den „gotischen“ Stil als nationale Errungenschaft an. Nachdem mit dem Ende des Klassizismus die Antike als einzige Norm der Kunst abgelöst war, führte die Suche nach historischen Vorbildern für das Kunstschaffen der Gegenwart zu einer intensiveren Beschäftigung mit der Architektur aller Zeiten und Völker. Im Zuge des Aufblühens der Geschichtswissenschaft und der akademischen Kunstgeschichte im 19. Jahrhundert wurden Stilkategorien (vgl. Stilkunde) für die Analyse der Architekturgeschichte ausgebildet. Die Abgrenzung der Stilepochen untereinander entwickelt sich jedoch erst im Laufe der Zeit. „Gotik“ und „Romanik“ sind Begriffe aus der Architekturgeschichte, die sich in der gesamten Stilgeschichte verbreitet haben. Die Erforschung der nationalen Kunstdenkmäler wurde in Angriff genommen, parallel zu den Anfängen der Denkmalpflege. Aus der Restaurierungstätigkeit der Architekten (z.B. Viollet-le-Duc) an den mittelalterlichen Kathedralen ergaben sich viele Erkenntnisse zur Baugeschichte. Orts- und regionalgeschichtliche Forschungen durch Geschichtsvereine (Vorreiter ist England mit seinen Archaeological Societies, in Frankreich folgen die Societés Archéologiques diesem Vorbild) stehen neben den ersten Überblicksdarstellungen (z.B. Franz Kugler, Geschichte der Baukunst. Stuttgart 1856–1859). Die Lehre an den Architektenschulen richtete sich zunehmend historisch aus. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wandte man sich mehr und mehr vernachlässigten und missachteten Epochen wie dem Barock zu. Dabei stand das Forschungsinteresse stets in einem Zusammenhang mit den ästhetischen Vorurteilen der jeweiligen Gegenwart. Die städtebaulichen Aufgaben der Gründerzeit weckten das Interesse an der Stadtgeschichte und historischen Stadtplanung. Auch die Moderne und die folgenden Strömungen stellen sich trotz der radikalen stilistischen Neuerungen nie außerhalb der Rezeption historischer Baukonzepte.
Vitruv schrieb als Architekt für Architekten. Moderne Architekturgeschichte erforscht Architektur als Kulturphänomen für die Allgemeinheit. Sie geht dabei über eine reine Baukunde und Baudenkmalforschung hinaus und findet in fächerübergreifenden Ansätzen wie Urbanistik, Raumordnung und Landschaftsplanung Anwendung. Längst auch erfasst sie die Bautätigkeit aller Kulturen in globaler Perspektive.
Architekturgeschichte als Studienfach[Bearbeiten]
Architekturgeschichte wird in der Regel nicht als eigenes Fach studiert, sondern stattdessen eine Kombination aus Fächern, die zum Verständnis der besonderen Arbeitsweise der Architekturgeschichte dienen, wie etwa Kunstgeschichte, Architektur, Denkmalpflege. Auch Klassische Archäologie ist als ein Studium von Architekturhistorikern häufig.
Anwendungsgebiete[Bearbeiten]
Herausforderung Architekturgeschichte: Berlin, Neue Schönhauser Straße. Der geknickte Straßenverlauf durch die Entstehung parallel zur Befestigung Memhardts 1658-62, die niedrigeren Häuser Mitte des 19. Jahrh., die höheren aus Historismus und der Reformarchitektur um 1900, so das „Volkskaffeehaus“ von Alfred Messel, 1890. Haus rechts von 1887, 1929 überformt. Darüber Hochhaus am Alexanderplatz, 1970, Kollektiv Roland Korn.[8]
Eine Person, die Architekturgeschichte professionell und mit kritischem Methodenbewusstsein betreibt, nennt sich Architekturhistoriker. Architekturgeschichte hat vielfältige Anwendungsgebiete, von denen drei jedoch die häufigsten sind: Architektur, Denkmalpflege und Stadtführungen.
Architekten verwenden die Architekturgeschichte, um für aktuelle Projekte Anregungen zu finden, die Bewältigung ähnlicher Probleme zu vergleichen oder ein Bauwerk mit seinem Umfeld abzustimmen, d.h. es entweder einzupassen oder abzusetzen. Im Falle der bewusst gewählten Anpassung handelt es sich letztlich um einen Fall der Stadtbildpflege oder Denkmalpflege.
In der Denkmalpflege zielt die Erforschung der Architekturgeschichte zunächst auf eine Bewertung der Bauten eines Gebietes, um zu bestimmen, welche einen so hohen kulturhistorischen Wert haben, dass sie mit wissenschaftlicher Begründung als Baudenkmal eingetragen werden müssen (Phase der Inventarisation). Die architekturhistorische Erforschung eingetragener Denkmäler dient ihrem Schutz. So muss einerseits durch die Bauforschung ein Gebäude in seinen Teilen (wie vorher in der Phase der Inventarisation als Ganzes) bewertet werden, um zu entscheiden, welche unbedingt, welche bedingt und welche überhaupt nicht schützenswert sind (Phase der Begleitung einer Baumaßnahme). Andererseits dienen die architekturgeschichtlichen Publikationen der Denkmalpflege zur öffentlichen Vermittlung der Baudenkmäler. Diese Publikationen tragen mit dem Mittel der Überzeugung zu ihrem Schutz bei.
Im Bereich Tourismus und Stadtführungen ist die Architekturgeschichte einer Stadt oder eines Gebiets das eindringlichste Mittel, seinen Charakter und seine Identität zu erklären.
Literatur[Bearbeiten]Richard Strobel und Felicitas Buch: Ortsanalyse. Zur Erfassung und Bewertung historischer Bereiche. Arbeitshefte des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg. Theiss, Stuttgart 1986.
Michael Petzet, Gert Mader: Praktische Denkmalpflege. Kohlhammer, Stuttgart, Berlin und Köln 1993.
Norbert Huse: Unbequeme Baudenkmale. C.H. Beck, München 1997 (Dieses Buch entwickelt ein von der Denkmalpflege angeregtes, differenziertes Bild verschiedener Aspekte der Architekturgeschichte).
Robert Suckale: Kunst in Deutschland. Von Karl dem Großen bis Heute. Monte von DuMont, Köln 1998.
David Watkin: The rise of architectural history. Architectural, London 1980.
Hans Ibelings: "Europäische Architektur seit 1890", JOVIS Verlag Berlin 2011, ISBN 978-3-86859-038-8
Pavlos Lefas: "Architecture – A Historical Perspective", JOVIS Verlag Berlin 2014, ISBN 978-3-86859-315-0Weblinks[Bearbeiten]
&#160;Wiktionary: Architekturgeschichte&#160;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, ÜbersetzungenSociety of Architectural Historians
Kolldewey-Gesellschaft, Vereinigung für Baugeschichtliche ForschungEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ Norbert Huse: Unbequeme Baudenkmale. C.H. Beck, München 1997
↑ Roman Hillmann: Anti-Modernism and Architectural Rhetoric: The Case of Prince Charles, in: Edinburgh Architectural Research, Vol. 29, 2004, pp.67-71.
↑ Michael Petzet, Gert Mader: Praktische Denkmalpflege. Kohlhammer, Stuttgart, Berlin und Köln 1993.
↑ Richard Strobel und Felicitas Buch: Ortsanalyse. Zur Erfassung und Bewertung historischer Bereiche. Arbeitshefte des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg. Theiss, Stuttgart 1986
↑ Rezension zum Dritten Internationalen Kongress zur Bautechnikgeschichte an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus vom 20. bis 24. Mai 2009, in: Kunsttexte.de 2009, Nr. 3 (PDF; 375&#160;kB)
↑ Rudolf Schwarz: Bilde Künstler, rede nicht. In: Baukunst und Werkform. 6. Jahrg. 1953, Heft 1, S. 9–17.
↑ vergleiche etwa Robert Suckale: Kunst in Deutschland. Von Karl dem Großen bis Heute. Monte von DuMont, Köln 1998, dort Seiten 416-421
↑ Landesdenkmalamt Berlin (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Berlin. Bezirk Mitte. Ortsteil Mitte, Michael Imhof, Berlin und Petersberg 2003, Seiten 447-451<!–NewPP limit report
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Architektur in der Zeit des Nationalsozialismus beschreibt Bauvorhaben, Architektur und Stadtplanung als deutsche Ausgestaltung der in dieser Zeit verbreiteten Stile des Neoklassizismus, der Heimatschutzarchitektur und der außerhalb Deutschlands bezeichneten Stilrichtung des Traditionalismus. Jenseits der repräsentativen Machtarchitektur wirkten etliche bautechnische und architektonische Entwicklungen in gewandelter Form über das Kriegsende hinaus fort.
Das Detlev-Rohwedder-Haus an der Wilhelmstraße in Berlin-Mitte, heute Sitz des Bundesministeriums der Finanzen, wurde 1935 nach Plänen von Ernst Sagebiel als Reichsluftfahrtministerium gebautInhaltsverzeichnis
1 Allgemein
2 Beispiele
3 Städtebauliche Generalpläne3.1 Berlin
3.2 Nürnberg
3.3 München
3.4 Hamburg
3.5 Linz
3.6 Dresden
4 Bedeutende Architekten
5 Galerie
6 Literatur
7 Weblinks
8 EinzelnachweiseAllgemein[Bearbeiten]
Überreste der Zeppelinhaupttribüne in Nürnberg
Zeppelinwiese, 1937
Militärische Zweckarchitektur des Atlantikwalls, 1944
Heidelberger Thingstätte
Das Gauforum Weimar
Sporthalle der ehemaligen Lehrerbildungsanstalt Trier
Die Machthaber und deren Architekten und Planer beanspruchten, einen „nationalsozialistischen Stil“ auf Grundlage des ererbten Fundus europäischer Bau-Typologie und -Morphologie entwickelt zu haben. Zugleich wurden im weitesten Rahmen zeitgenössische Strömungen sowie persönliche Anregungen des deutschen Diktators Adolf Hitler verarbeitet. Kennzeichnend war die offiziöse Ablehnung der „Moderne“, wie der vom Bauhaus geprägte Stil genannt wurde. Diese Ablehnung manifestierte sich z.&#160;B. im Verbot des Bauhauses und der Vertreibung seiner Vertreter. In der Propaganda wurde die auf das Bauhaus in den 1920er Jahren zurückgehende nüchterne, schlichte, funktionalistische Formensprache als seelenlos, „kulturbolschewistisch“ und „undeutsch“ bezeichnet. Völkische Elemente, wie bei der Thingspielbewegung und den vor allem 1933–1935 gebauten Thingstätten kamen bevorzugt in der Frühzeit des Regimes zum Tragen und finden sich auch in der SS-Architektur der NS-Ordensburgen wieder. Darüber hinaus wurde die stärkere Einbeziehung von Landschafts- und Naturschutz in architektonische Planungen betont und teilweise, so personifiziert durch Alwin Seifert – auch umgesetzt.
Paul Schultze-Naumburg, der Hauptvertreter der Heimatschutzarchitektur fiel allerdings 1935 bei Hitler in Ungnade. Zum „Stararchitekten des Dritten Reichs“ wurde Albert Speer mit einer neoklassizistischen, Elemente der Moderne aufnehmenden wie traditionelle Baugedanken und -formen zitierenden Formensprache und einer durchrationalisierten Bautechnik. An technischen und Industrieanlagen verstand auch die Architektur des Nationalsozialismus das Gebot der Funktionalität als Kennzeichen des technologischen Fortschritts. Christoph Hackelsberger verglich die Formensprache des Atlantikwalls mit expressionistischer Architektur. Eine dogmatische „Gleichschaltung“ des Bauens im Dritten Reich fand nicht statt, sondern äußerte sich eher durch Nichtbeachtung abweichender Architekten bei der staatlichen Groß-Bauauftragsvergabe. Manche privaten und industriellen Bauten richteten sich so auch nach 1933 noch nach dem Stil der internationalen Moderne.
Nach Weihsmann lassen sich sechs formal-ästhetische Tendenzen innerhalb der Bausparten feststellen:Klassizismus für Propaganda-, Staats- und Parteibauten,
Heimatschutzstil für Siedlungsbauten und Ordensburgen,
moderate Moderne für Wohn- und Verwaltungsbauten,
pathetischer Funktionalismus für Kasernen, Heeresbauten und Industrieverwaltungsbauten,
versachlichter Funktionalismus für Sportbauten und Stadien,
Neue Sachlichkeit für Technik-, Industrie- und Fabrikbauten.In den formalen Erscheinungen ist Weihsmann zufolge keine einheitliche Kunstdoktrin zu finden, unverkennbar sei eine spezifische städtebauliche Doktrin gewesen. Realisierte Vorhaben waren beispielsweisePartei- und Regierungsgebäude
Kultstätten (Thingstätten, z.&#160;B. in Heidelberg)
Schulen und Quartiere für die politische und militärische Elite
Stadt-, Großraums- und Verkehrsplanung
Dorf(um)gestaltung im Zusammenhang mit „Heimatpflege“
Siedlungspläne für neu zu erschließende Siedlungsräume im „Großdeutschen Reich“
Heime der Hitler-Jugend und anderer NS-Gemeinschaften
Industriebauten und Infrastruktur (Reichsautobahnen, Brücken, Staudämme)Selbst Maler mit architektonischen Ambitionen, maß Adolf Hitler die Größe einer Epoche an den Zeugnissen ihrer Kultur, je größer diese waren, desto erhabener war aus seiner Sicht die Epoche. Kennzeichnend für die Bedeutung, die Hitler der Architektur einräumte, waren seine Worte anlässlich der ersten Architektur- und Kunstausstellung im „Haus der Deutschen Kunst“ in München am 22. Januar 1938:„Wenn Völker große Zeiten innerlich erleben, so gestalten sie diese Zeiten auch äußerlich. Ihr Wort ist dann überzeugender als das gesprochene. Es ist das Wort aus Stein!“
– Adolf Hitler: zitiert nach H. Weihsmann: Bauen unterm Hakenkreuz. Architektur des Untergangs. 1998, S.&#160;19Saarländisches Staatstheater, Saarbrücken, erbaut 1935–1938 als „Gautheater Saar-Pfalz“
Innerhalb von 15&#160;Jahren wollte er das gesamte Land umbauen und nahm persönlichen Einfluss auf zahlreiche Baumaßnahmen. Seine persönlichen Lieblingsarchitekten waren Paul Ludwig Troost, nach dessen Tod kurzzeitig Ludwig Ruff, später Albert Speer und Hermann Giesler, der beispielsweise Hitlers Lieblingsstadt Linz (in der er einige Jugendjahre verbrachte) im größten Maßstab umgestalten sollte. Das „Wort aus Stein“ wurde auch propagandistisch (z.&#160;B. mit entsprechenden Filmen) verbreitet. Je fortgeschrittener und hoffnungsloser der Kriegsverlauf und je unrealistischer die tatsächliche Realisierung, desto maßloser wurden die Pläne: Gigantomanische Gebäude, breite Freitreppen, wuchtige Pfeiler, lange und schnurgerade Prachtstraßen (sogenannte „Achsen“) und maßlose Pläne ohne praktischen Zweck, wie zum Beispiel die geplante „Halle des Volkes“ in Berlin. Die „Neugestaltungspläne“ verlangten exorbitante Mittel an Geld, Baustahl (der bald wichtiger für Rüstungsaufgaben benötigt wurde), Natursteinen (die aus ganz Europa herbeigeschafft wurden) und Arbeitskräften, die für das Deutsche Reich nur mit Mitteln der staatlichen Zwangswirtschaft sowie Ausbeutung der Nachbarstaaten (Zwangsarbeit) zu gewinnen waren. Hier ist eines der Motive Hitlers für den Angriffskrieg zu finden. Nebenbei hätten die Uniformität und die Megalomanie der Baupläne Hitlers, wie Weihsmann anmerkt, auch ohne den Bombenkrieg zur Selbstzerstörung der deutschen Innenstädte geführt. Zu Bombenangriffen auf Berlin sind Anmerkungen Hitlers überliefert, wonach er sie zur Platzschaffung für die geplanten Neubauten eigentlich begrüßte. Und selbst die Zerstörung der Bauten wurde mit einkalkuliert, ja sie wurden mit dem ausdrücklichen Ziel gebaut selbst noch „in Jahrtausenden“ als Ruinen eindrucksvoll zu erscheinen (sogenannte „Ruinenwerttheorie“) – was sich ja zumindest bis heute bestätigt.
Modell zur Umgestaltung der Reichshauptstadt [Berlin] in „Germania“, 1939
Berlin sollte vom Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt prunkvoll zur Reichshauptstadt Germania umgebaut und eine Stadt mit acht Millionen Einwohnern werden, München als „Hauptstadt der Bewegung“ und Nürnberg als „Stadt der Reichsparteitage“, ausgebaut, Linz zu einem herausragenden europäischen Kulturzentrum und Hamburg zum europäischen Welthandelszentrum. Hitler wollte ganze Stadtviertel verlegen lassen, damit seine breiten Prachtstraßen und prunkvollen Gebäude Platz fänden. Die „Gesundung der deutschen Städte“ sollte durch „Entschandelungsmaßnahmen“, „Entkernung“ und „Flächenbereinigung“ erreicht werden, wobei auf vorhandene, dem Ideal nicht entsprechende Bausubstanz keinerlei Rücksicht genommen wurde. Damit war eine bevölkerungsselektive Steuerung beabsichtigt (Beseitigung von Juden und „Asozialen“, Zerschlagung politisch unzuverlässiger Arbeiterquartiere in den Innenstädten). Die regimetreue Jugend hingegen sollte in einem weltanschaulich perfekten Rahmen aufwachsen. In der Frühzeit des Regimes entstanden an verschiedenen Orten Deutschlands NSDAP-Ordensburgen und Adolf-Hitler-Schulen, propagandistisch verklärt wurde die Einrichtung von Erholungszentren der Kraft durch Freude Organisation wie beim Seebad Prora.
Reichsparteitagsgelände Nürnberg – Die Kongresshalle
Aber nicht nur in den Städten im Deutschen Reich, sondern auch in den dazu zu erobernden Gebieten, etwa im so genannten „Generalgouvernement“, sollten erschlossen und umgestaltet werden. Europa sollte mit einem Netz von Breitspurbahnen durchzogen werden, auch Planungen für futuristische Einwegbahnen wie die Alwegbahn stammen noch aus der Kriegszeit. Himmler als „Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums“ wollte für die neuen deutschen Siedler im Osten Städte und Dörfer anlegen und diese durch beste Straßen verbinden. Ihm schwebte die Idee eines mit „germanischen Wehrbauern“ (zugleich Bauern und Soldaten) besiedelten Osteuropa vor, die Energieversorgung sollte durch dezentrale Windenergieanlagen nach technischen Konzepten Ulrich W. Hütters gewährleistet werden. Heinrich Himmler plante ab 1935 den Ausbau der Wewelsburg bei Paderborn als „Kultstelle“ für seine Schutzstaffel. Zuständiger Architekt war Hermann Bartels.
Eingangstor der Gedenkstätte KZ Buchenwald
Architekturmodell des KZ Dachau
Die komplette Umgestaltung der Städte und die Errichtung und Vollendung der „Kultstätten“ und der Prachtbauten durch die Nationalsozialisten wurden durch den Verlauf des Zweiten Weltkrieges verhindert. Parallel war bereits 1940/1941 eine Vielzahl von Fachpublikationen zu Detailaspekten des Wiederaufbaus vorgelegt worden, diese Anstrengungen wurden ab 1943 in einem zentralen „Arbeitsstab für den Wiederaufbau bombenzerstörter Städte“ unter Leitung Albert Speers koordiniert,[1] der faktisch auch eine militärische Niederlage mit einbezog. Die hier vertretenen Architekten und ihre planerischen und baulichen Überlegungen spielten – mit Ausnahme von Speer selbst – noch Jahrzehnte nach Kriegsende eine wichtige Rolle.[1] Ihre modernistischen Planungen kamen unter Verzicht auf die NS-Symbolik und repräsentativer „Machtarchitektur“ fast ausnahmslos zum Tragen,[1] Vertreter eines Wiederaufbaus im Heimatstil wurden mit Verweis auf dessen Verwendung zur NS-Zeit diskreditiert.
Hinterlassenschaften der repräsentativen Architektur im Nationalsozialismus sind in vielen deutschen Städten sehr häufig noch in bestehender Nutzung als Verwaltungsgebäude, Ruinen davon u.&#160;a. noch auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände, in Weimar und in München zu sehen. Als steingewordene Monumente eines Machtwillens sollten sie die Ideologie des Nationalsozialismus transportieren und entsprechend propagandistisch wirken. Hierzu dienten die Monumentalität, die asketische Fassadengestaltung und die kultisch-sakrale Inszenierung der Bauten. Die Dimension der Größe, untermauert durch Rekorddaten bezüglich der Bauzeit, der Ausmaße und des Materials, sollte Ausdruck einer höheren Kultur, der Überlegenheit der arischen Rasse sein. Damit wurde der Unterwerfungsanspruch des Dritten Reiches auf architektonische Weise artikuliert. Allein gegenüber der schieren baulichen Größe und Masse verschwand der Einzelne, das Individuum wurde architektonisch und städtebaulich dem regulierten Kollektiv der Masse, der Volksgemeinschaft und der Partei untergeordnet („Einschüchterungsarchitektur“). Ein machtvolles Auftreten sollte in diesen kontrollierten Gemeinschaften möglich sein. Die kultisch-sakrale Komponente ist durch die altarähnlichen Rednerpulte für Hitler fassbar, bestes Beispiel für diese Altäre ist der dem Pergamon-Altar nachempfundene Bau der Führertribüne auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg.
Hinzu kommt die Ausgestaltung der Fassaden, für die das Kunst-am-Bau-Gesetz erlassen wurde. Die Gestaltung orientierte sich am Zweck der Gebäude. So wurden für das Oberkommando der Wehrmacht (OKW), für die Reichsmarschälle und für die Soldatenhalle in karger Ornamentik militärische Werkzeuge und Waffen dargestellt.
In einem anderen Sinne als repräsentativ für das NS-Regime werden die zumeist von Häftlingen in Zwangsarbeit errichteten KZ-Bauten und heutigen Gedenkstätten empfunden.
Beispiele[Bearbeiten]
Akademie für Jugendführung
Prora
Olympiastadion Berlin
Verwaltungsgebäude der Reichspostdirektion bzw. Oberpostdirektion Karlsruhe
Ehemalige Direktorenvilla der Lehrerbildungsanstalt TrierAkademie für Jugendführung in Braunschweig
KdF-Seebad Prora auf der Insel Rügen, 1936–1939 von Clemens Klotz
Gauforum Weimar, 1937–1945 von Hermann Giesler
Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, 1933–1938 von Albert Speer
Haus der Kunst in München, 1937 von Paul Ludwig Troost
„Führerbau“ am Königsplatz in München (1933–1937 von Paul Ludwig Troost)
Reichsluftfahrtministerium in Berlin von Ernst Sagebiel
Reichsbank, heute Teil des Auswärtigen Amts Berlin von Heinrich Wolff
Heeres- und Luftwaffennachrichtenschule in Halle (Saale) von Ernst Sagebiel
Neue Reichskanzlei in Berlin (1938–1939 von Albert Speer) (Hitlers Amtssitz)
Olympiastadion (1934–1936 von Werner March) und „Reichssportfeld“, Berlin
Flughafen Tempelhof in Berlin, 1934 von Ernst Sagebiel
Italienische Botschaft in Berlin, 1939–1941 von Friedrich Hetzelt
Planungen für den Umbau Berlins durch den Generalbauinspektor
Gebäude des Wilhelmplatzes der Voßstraße und Wilhelmstraße
Verwaltungsgebäude Fehrbelliner Platz 1–4 in Berlin-Wilmersdorf
Firmenrepräsentanz der Firma Krupp in Berlin-Tiergarten, heute Sitz des Canisius Kolleg
KdF-Hotel in Waldbröl
Fortgeschrittener Ausbau des Posener Schlosses zur „Führerresidenz“ (1940–1944)
NS-Ordensburg Vogelsang von Clemens Klotz
Verwaltungsgebäude der Reichspostdirektion bzw. Oberpostdirektion Karlsruhe, 1934–1938 von Hermann Billing
Wehrkreisdienstgebäude in Kassel, heute Bundessozialgericht
Erweiterungsbau des Reichspropagandaministeriums, heute Bundesgesundheitsministerium, Berlin
NS-Ordensburg Sonthofen von Hermann Giesler
SS-Kaserne beim Nürnberger Reichsparteitagsgelände, heute Bundesamt für Migration und Flüchtlinge von Franz Ruff
Die unvollendete Kongresshalle im Nürnberger Reichsparteitagsgelände (heute Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände) von Ludwig und Franz Ruff
Umgestaltung des Dorfes Alt Rehse für den Hartmannbund zum Aufbau der Führerschule der Deutschen Ärzteschaft
SS-Junkerschule in Bad Tölz
Herz-Jesu-Kirche in Eschweiler (1938)
Wohngebiet Südvorstadt in Pirna (errichtet 1935–1938)
Gebäude des Zentralfriedhofs in Bochum
Lehrerbildungsanstalt Trier, heute Altbauten des Standorts Schneidershof der Hochschule TrierStädtebauliche Generalpläne[Bearbeiten]
Auch in Generalplänen für die Städte München, Linz, Nürnberg und Hamburg sollte der Machtanspruch der Nationalsozialisten manifestiert werden. 1940 waren insgesamt 27 Städte zu Neugestaltungsstädten durch persönliche Erlasse Hitlers bestimmt worden.
Berlin[Bearbeiten]
Ruhmeshalle auf dem Spreebogen, Gipsmodell von 1939
Große Teile, vor allem der südlichen Innenstadt Berlins sollten ab den späten 1930er Jahren in eine „Reichshauptstadt Germania“ mit einer Nord-Süd-Prachtstraße mit dem Triumphbogen und dem großen Südbahnhof am Süd- und der Ruhmeshalle und dem großen Nordbahnhof am Nordende, einer mittig kreuzenden Ost-West-Achse sowie weiteren besonders markanten Bauwerken „umgestaltet“ werden.
Nürnberg[Bearbeiten]
Goldener Saal in der Zeppelintribüne in Nürnberg
In Nürnberg sollte unter anderem das Deutsche Stadion entstehen, in dem Kampfspiele, eine Art Olympische Spiele der Nationalsozialisten, stattfinden sollten. Es hatte ein geplantes Fassungsvermögen von 400.000&#160;Menschen. Hitler sagte über dieses Stadion: „Im Jahre 1940 werden die Olympischen Spiele noch einmal in Tokio sein, aber dann für immer in diesem Stadion.“ Außerdem waren in Nürnberg aufgrund der Reichsparteitage gigantische Aufmarschfelder für Divisionen der deutschen Wehrmacht, der Leibstandarte SS Adolf Hitler und der Hitler-Jugend geplant. Hitler plante, hier gigantische Paraden von Verbänden der Wehrmacht abzunehmen.
München[Bearbeiten]
Modell des geplanten Münchner Bahnhofs
Für München war geplant, auf dem Gelände des Hauptbahnhofs ein 214,5&#160;Meter hohes Denkmal zu errichten, das an den Hitlerputsch von 1923 erinnern sollte. Außerdem sollte in München ein über einen Kilometer langer Bahnhof für die Breitspurbahn gebaut werden. Für dieses Bauvorhaben wären mehrere Straßen und die umliegenden Häuserzeilen eingeebnet und verwendet worden. Die Breitspurbahn sollte Berlin mit anderen Städten und den eroberten Ostgebieten verbinden.
München sollte außerdem eine Art Hauptstadt der deutschen Kunst werden; hierfür waren neben dem bereits fertiggestellten „Haus der deutschen Kunst“ weitere Museen geplant. Beauftragter Architekt war Paul Ludwig Troost.
Hamburg[Bearbeiten]
Für Hamburg war eine gigantische Hängebrücke über die Elbe geplant. Sie sollte westlich von Hamburg-Altona entstehen, da Hamburg wieder eine Art Welthandelszentrum werden sollte, in dem Waren bzw. Rohstoffe aus den deutschen Kolonien in Übersee eintrafen, die England an Deutschland zurückgeben sollte, nachdem diese aufgrund des Versailler Vertrages abgegeben werden mussten. Hier sollte man die neue deutsche Größe und Stärke sehen können. Diese Brücke sollte die Golden Gate Bridge in San Francisco übertreffen. Es wäre die größte Hängebrücke der Welt geworden. Fritz Todt entwarf 1937, im Eröffnungsjahr der Golden-Gate-Bridge, die neue Hängebrücke. Doch es stellte sich heraus, dass wegen des Untergrundes die freitragende Fläche zwischen den Pfeilern nicht länger als die Golden Gate Bridge werden konnte. Die Pylonen hätten sich in einen Sandaufschwemmgebiet nicht derart verankern lassen. Mit 700&#160;Meter Länge, und einer Pfeilerhöhe von 150&#160;Metern hätte diese ihr Vorbild nicht in den Schatten stellen können. Daher sollte sie zumindest, nach Hitlers Vorgaben, eine größere Fahrbahnoberfläche haben. Da die Brücke weit aus dem Zentrum Hamburgs verlegt worden war – nur hier weitete sich der Elbstrom um eine solche Länge überhaupt möglich zu machen – mussten auch die Verkehrsströme umgelegt werden. Zwischen 1938 und 1944 arbeitete Architekt Konstanty Gutschow die Neubauten nebst neuen Verkehrswegen aus. Dies hätte Hamburg ein völlig neues Aussehen verliehen. Auf dem rechten Elbufer wurde im Maßstab 1:10 das Modell eines Brückenpfeilers errichtet. Außerdem war ein 250&#160;Meter hohes Hochhaus der NSDAP vorgesehen. Da die Nationalsozialisten planten, alle Bauten aus dem Altertum in den Schatten zu stellen, war für Hamburg außerdem ein neuer größerer Hafen geplant, an dem die Kreuzfahrtschiffe der Kraft durch Freude anlegen sollten. Beauftragter Architekt in Hamburg war ebenfalls Konstanty Gutschow, der auch bereits für die neu geplante Autobahn Hamburg–Berlin die Trasse und die Brücken geplant hatte. (Zum Teil wurden diese gemauerten Brücken auch bereits bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges ausgeführt). Nach dem Krieg war Gutschow im Krankenhausbau tätig (z.&#160;B. Krankenhaus auf Helgoland und Medizinische Hochschule Hannover).
Linz[Bearbeiten]
In Linz wollte Hitler seinen Lebensabend verbringen. Deshalb plante er hier ein gigantisches Anwesen und die größte Kunst- und Gemäldegalerie der Welt, das „Führermuseum“. Linz sollte auf diesem Wege zum kulturellen Mittelpunkt Europas werden – ein „Deutsches Budapest“ an der Donau, denn es wäre ja „eine unverzeihliche Parodie, wenn die Nachfahren Attilas und seiner Hunnen die schönste Stadt am Nibelungenstrom besäßen“ (Zitat Hitler, nach dem Buch Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte von Ralph Giordano). Die Gemälde für die Galerie sollten aus anderen deutschen Museen beigesteuert oder im Ausland „erworben“ werden. Dazu diente nach Kriegsbeginn unter anderem der Kunstraub im besetzten Europa, an dem auch der Museumsdirektor Hans Posse auf Anordnung Hitlers beteiligt war. Weil der Ausbau jedoch wegen des Krieges stockte, wurden die Kunstwerke im Bergungsort Salzbergwerk Altaussee eingelagert.
Weitere Planungen für den Ausbau von Linz als „Führerstadt“ sahen eine Prachtstraße „Zu den Lauben“ mit Gemäldegalerien, Museen und einem Schauspielhaus in Monumentalarchitektur vor, am nordöstlichen Ende ein „Hitlerzentrum“, an dem mit gewaltiger Säulenfront die Galerie stehen sollte. Vorgesehen warenMonumentalverbauung der beiden Donauufer als politisches und Verwaltungszentrum (siehe auch Nibelungenbrücke)
Verlegung der Westbahnstrecke nach Süden, Neubau des Personenbahnhofs, um Platz für die Prachtstraße zu schaffen
Knotenpunkt der Reichsautobahn
Neubau des Hafens
Errichtung zweier weiterer Donaubrücken
Ausbau der Reichswerke Hermann Göring und der Stickstoffwerke
Realisierung eines großangelegten Wohnbauprogramms für die IndustriearbeiterschaftWie andere Konzentrationslager auch wurden neue Lager wie das KZ Mauthausen in der Nähe von Natursteinvorkommen angelegt, da dieses Material für die repräsentativen Bauten in großen Mengen benötigt wurde. Einige Außenlager des KZ Mauthausen wurden auf Linzer Stadtgebiet angelegt. Die Rahmenplanung blieb bis Kriegsende aufrecht, wurde aber mehrmals umgeplant. Grund dafür waren die divergierenden Konzeptionen der Bauinstanzen bzw. die Bestrebungen der Architekten, sich zu profilieren. Wenige Bauten wurden verwirklicht, wie zum Beispiel der Ausbau am Hauptplatzeingang am südlichen Donauufer. Eines der letzten Fotos von Hitler zeigt ihn im Führerbunker in Berlin vor einem Modell von Linz.
Alle Bauten sollten bis zu der großen Siegesfeier im Jahr 1955 fertiggestellt sein.
Dresden[Bearbeiten]
Vollendet wurden die Tribünen am Elbufer, die vor der Kulisse der barocken Altstadt für Massenkundgebungen gebaut wurden. Bis heute erhalten ist auch das Gebäude des Luftgaukommandos Dresden des Architekten Kreis. Ebenfalls sehr deutlich erkennbar hat sich der Nationalsozialismus im Stadtgrundriss über den Bau des Flughafens und der Reichsluftkriegsschule in Klotzsche sowie den Ausbau der Kasernenanlagen in der Albertstadt, Übigau und Nickern verewigt. Für den Bau der Autobahn&#160;4 wurde der Dorfkern von Kemnitz zerstört.
Für Dresden wurde unter anderem eine Variante der Waldschlößchenbrücke geplant.[2] Weitere Planungen waren die monumentale Ausgestaltung einer Achse vom Großen Garten, über das Hygiene-Museum von Wilhelm Kreis bis zum Neuen Rathaus, als Bestandteil des „Gauforums Dresden“, das auf den Güntzwiesen entstehen sollte.
Bedeutende Architekten[Bearbeiten]
Hermann Bartels
Paul Otto August Baumgarten
Peter Behrens
German Bestelmeyer
Paul Bonatz
Woldemar Brinkmann
Walter Brugmann
Karl Elkart
Richard Ermisch
Roderich Fick
Theodor Fischer
Leonhard Gall
Hermann Giesler
Wilhelm Grebe
Friedrich Hetzelt
Fritz Höger
Eugen Hönig
Clemens Klotz
Wilhelm Kreis
Werner March
Konrad Nonn
Franz Ruff
Ludwig Ruff
Ernst Sagebiel
Paul Schmitthenner
Julius Schulte-Frohlinde
Paul Schultze-Naumburg
Alexander von Senger
Albert Speer
Friedrich Tamms
Heinrich Tessenow
Paul Ludwig Troost
Rudolf Wolters
Galerie[Bearbeiten]
Relief-Zusammenstellung aus Augsburg-Hochfeld: Die Hakenkreuze wurden aus den Symbolen der NS-Frauenschaft, der Deutschen Arbeitsfront und der Hitlerjugend herausgemeißelt
Häufig wurden nationalsozialistische Ideale über Bemalungen oder Reliefs an den in der Zeit errichteten Gebäuden dargestellt. Die unten abgebildeten Sgraffiti gestaltete Alfred Wegwerth für eine Arbeitersiedlung in Ilmenau (Thüringen), in der Ende der 1930er Jahre vier Häuser für Fabrikarbeiter errichtet wurden. Ursprünglich waren in den Bildern auch nationalsozialistische Symbole wie z.&#160;B. das Hakenkreuz enthalten. Diese wurden nach 1945 getilgt. In den rechts abgebildeten Türsturz-Reliefs blieben die Symbole der NS-Organisationen erhalten, lediglich die Hakenkreuze wurden herausgemeißelt.
Zu DDR-Zeiten war auf dem ersten Bild der Mann ebenfalls getilgt, da dort ursprünglich ein Soldat der Wehrmacht dargestellt war. Als die Wandbilder 2003 restauriert wurden, ergänzte man wieder einen Mann, jedoch in einer etwas abgeänderten Form. Die Bilder stellen allesamt typische Motive für nationalsozialistische Kunst dar (Familie, Aufbau, Arbeit).Wandgestaltung in der Schlachthofstraße, Ilmenau
Familie mit KindernMaurer und ZimmermannSchmied und BauerGartenbau
Literatur[Bearbeiten]
(chronologisch)Luigi Monzo: Kirchen bauen im Dritten Reich. Die Inversion der kirchenbaulichen Erneuerungsdynamik am Beispiel der von Fritz Kempf entworfenen Kirche St. Canisius in Augsburg. In: Das Münster – Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, 68. 2015/1 (April), S.&#160;74–82.
Hanns Christian Löhr: Hitlers Linz – Der „Heimatgau des Führers“, Links Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-86153-736-6.
Michael Ellenbogen: Gigantische Visionen: Architektur und Hochtechnologie im Nationalsozialismus. Ares-Verlag, 2. Aufl. 2006, ISBN 978-3902475251.
Dietmar Arnold: Reichskanzlei und „Führerbunker“. Legenden und Wirklichkeit. Links, Berlin 2005, ISBN 3-86153-353-7.
Werner Durth, Winfried Nerdinger (Hrsg.): Architektur und Städtebau der 30er/40er Jahre. Konkordia u.&#160;a., Bühl u.&#160;a. 1993, ISBN 3-922153-02-X. (Schriftenreihe des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz 46).
Lars Olof Larsson: Die Neugestaltung der Reichshauptstadt. Albert Speers Generalbebauungsplan für Berlin. Almqvist &amp; Wiksell, Stockholm 1978, ISBN 91-22-00131-X (Acta Universitatis Stockholmiensis / Stockholm Studies in History of Art 29), (auch: Hatje, Stuttgart 1978, ISBN 3-7757-0127-3).
Markus Mittmann: Bauen im Nationalsozialismus. Braunschweig, die „Deutsche Siedlungsstadt“ und die „Mustersiedlung der „Deutschen Arbeitsfront“ Braunschweig-Mascherode. Ursprung, Gestaltung, Analyse. Niemeyer, Hameln 2003, ISBN 3-8271-9050-9 (Zugleich: Hannover, Univ., Diss., 2003: Bauen im Nationalsozialismus: Siedlungen und Wohnungsbau in Braunschweig 1933–1945 und die „Mustersiedlung der Deutschen Arbeitsfront“ Braunschweig-Mascherode.).
Helmut Weihsmann: Bauen unterm Hakenkreuz. Architektur des Untergangs. Promedia-Verlag, Wien 1998, ISBN 3-85371-113-8.
Winfried Nerdinger: Bauen im Nationalsozialismus. Bayern 1933–1945. Klinkhardt &amp; Biermann, München 1993 (Ausstellungskataloge des Architekturmuseums der Technischen Universität München und des Münchner Stadtmuseums 9, ZDB-ID 2542522-5).
Peter Reichel: Der schöne Schein des Dritten Reiches. Faszination und Gewalt des Faschismus. Hanser, Wien 1991, ISBN 3-446-14846-9.
Klaus Behnken, Frank Wagner (Hrsg.): Inszenierung der Macht. Ästhetische Faszination im Faschismus 1987. (Ausstellung der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst im „Kunstquartier Ackerstraße“, Berlin-Wedding, vom 1. April – 17. Mai 1987). Nishen, Berlin 1987, ISBN 3-88940-010-8.
Jost Dülffer, Jochen Thies, Josef Henke: Hitlers Städte. Baupolitik im Dritten Reich. Eine Dokumentation. Böhlau, Köln u.&#160;a. 1978, ISBN 3-412-03477-0.
Dieter Bartetzko: Theatralik der NS-Architektur. Dissertation (bei Prof. Hans-Joachim Kunst), 1983.
Albert Speer (Hrsg.): Neue Deutsche Baukunst. Volk und Reich Verlag, Berlin 1940.
Gerdy Troost (Hrsg.): Bauen im Neuen Reich. 2 Bände. Gauverlag Bayreuth, Bayreuth 1938–1943.
Thomas Wunder: Das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Entstehung – Kennzeichen – Wirkung. Eine Einführung zur Begehung des ehemaligen NS-Parteitagsgeländes. Kunstpädagogisches Zentrum im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg 1984, ISBN 3-924991-12-6. (Schriften des Kunstpädagogischen Zentrums im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg).
Hans Kiener: Neue Deutsche Baukunst. Allgemeine Vereinigung „Die Kunst dem Volke“, München 1936 (Die Kunst dem Volke. Nr. 84, ZDB-ID 748403-3).Weblinks[Bearbeiten]
&#160;Commons: Architektur im Nationalsozialismus&#160;– Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienArchitekturgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Umfangreicher Überblick
Informationen über: „Der entsiedelte Jude. Albert Speers Wohnungsmarktpolitik für den Berliner Hauptstadtbau.“
„Das ‚Sonderprogramm Prof. Speer‘ in Auschwitz-Birkenau“ (Memento vom 29. Oktober 2009 im Internet Archive), WDR, Beitrag von Dr. Susanne Willems
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg
Informationsseite über Bauten in Nürnberg 1933–1945Einzelnachweise[Bearbeiten]↑ a b c Werner Durth, Niels Gutschow: Träume in Trümmern Vieweg Verlag, Braunschweig 1988, ISBN 3-528-08706-4
↑ Lehrstuhl und Institut für Städtebau und Landesplanung RWTH Aachen: Gutachten zu den visuellen Auswirkungen des „Verkehrszuges Waldschlößchenbrücke“ auf das UNESCO-Weltkulturerbe „Elbtal Dresden“ (Visual Impact Study-VIS). Dritte überarbeitete Fassung (Memento vom 3. Februar 2007 im Internet Archive), S.&#160;57&#160;ff. (PDF 3,6 MB)<!–NewPP limit report
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