Dieser Artikel behandelt das deutsche Straßenverkehrsgesetz. Zur Situation in der Schweiz siehe Strassenverkehrsgesetz.
Basisdaten
Titel:
Straßenverkehrsgesetz
Abkürzung:
StVG
Art:
Bundesgesetz
Geltungsbereich:
Bundesrepublik Deutschland          
Rechtsmaterie:
Verkehrsrecht
Fundstellennachweis:
9231-1
Ursprüngliche Fassung vom:
3. Mai 1909
(RGBl. S. 437)
Inkrafttreten am:
1. Juni 1909
Neubekanntmachung vom:
5. Mai 2003
(BGBl. I S. 310, ber. S. 919)
Letzte Änderung durch:
Art. 4 G vom 8. Juni 2015
(BGBl. I S. 904, 913)
Inkrafttreten der
letzten Änderung:
12. Juni 2015
(Art. 5 G vom 8. Juni 2015)
GESTA:
J013
Weblink:
StVG
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.
Das Straßenverkehrsgesetz (StVG) ist das Gesetz, das die Grundlagen des Straßenverkehrsrechts in Deutschland enthält. Es regelt dieses Rechtsgebiet zusammen mit der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV), der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV), der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) und der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) weitestgehend.
(Die StVZO wurde bereits teilweise durch die FeV und die FZV ersetzt und soll mit Einführung einer Fahrzeug-Genehmigungs-Verordnung (FGV) und einer Fahrzeug-Betriebs-Verordnung (FBV) endgültig abgeschafft werden.)Inhaltsverzeichnis
1 Gliederung1.1 Teil I Verkehrsvorschriften
1.2 Teil II Haftpflicht
1.3 Teil III Straf- und Bußgeldvorschriften
1.4 Teil IV Fahreignungsregister
1.5 Teil V Fahrzeugregister
1.6 Teil VI Fahrerlaubnisregister
1.7 Teil VII
2 Geschichte
3 Literatur
4 WeblinksGliederung[Bearbeiten]
Teil I Verkehrsvorschriften[Bearbeiten]
Hier sind die grundlegenden Verkehrsvorschriften zur Zulassung von Kraftfahrzeugen und Anhängern enthalten (näher ausgeführt in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) sowie zur Zulassung von Personen zum Straßenverkehr als Basis des Fahrerlaubnisrechtes (detailliert ausgeführt in der Fahrerlaubnis-Verordnung). Eine wichtige Vorschrift ist § 6 StVG, die das Bundesverkehrsministerium ermächtigt, weitere Rechtsverordnungen zur Regelung des Straßenverkehrs zu erlassen. Beispiele für Verordnungen aufgrund dieser Vorschrift sind die Straßenverkehrs-Ordnung, die Fahrerlaubnis-Verordnung und die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung.
Teil II Haftpflicht[Bearbeiten]
regelt die Haftpflicht für Personen- und Sachschäden bei einem Verkehrsunfall (Gefährdungshaftung).
Teil III Straf- und Bußgeldvorschriften[Bearbeiten]
enthält Straf- und Bußgeldvorschriften, zum Beispiel für das Fahren ohne Fahrerlaubnis, den Kennzeichenmissbrauch und das Fahren unter Einfluss psychoaktiver Substanzen (0,5-Promille-Grenzwert, § 24a StVG).
Teil IV Fahreignungsregister[Bearbeiten]
umfasst die Vorschriften für das Fahreignungsregister (Eintragung, Verwaltung und Löschung der „Flensburg-Punkte“).
Teil V Fahrzeugregister[Bearbeiten]
befasst sich mit dem Fahrzeugregister, das Daten der Fahrzeuge und Fahrzeughalter aller in der Bundesrepublik Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeuge vorhält.
Teil VI Fahrerlaubnisregister[Bearbeiten]
regelt die örtlichen und das zentrale Fahrerlaubnisregister, das Daten aller in der Bundesrepublik Deutschland ausgegebenen Führerscheine verwaltet und dokumentiert, ob diese noch gültig bzw. entzogen sind.
Teil VII[Bearbeiten]
enthält gemeinsame Vorschriften und Übergangsregelungen.
Geschichte[Bearbeiten]
Vorläufer des StVG
Der Vorläufer des deutschen Straßenverkehrsgesetzes war das „Gesetz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen“ vom 3. Mai 1909, mit dem der Reichsgesetzgeber die generelle Gesetzgebungskompetenz im Verkehrsrecht erstmals ausübte. Inhalt war vorrangig die Regelung der Haftung bei Verkehrsunfällen mit Kraftfahrzeugen, die mit Zunahme der Motorisierung immer dringlicher wurde. Das Gesetz enthielt aber auch schon einzelne Verhaltensvorschriften im Straßenverkehr.
In der Nachfolge trat am 23. Januar 1953 das Straßenverkehrsgesetz (StVG) der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Mittlerweile wurden einige Vorschriften des Gesetzes zur Berücksichtigung der aktuellen Rechtsentwicklung geändert. Die Haftung entspricht, abgesehen von mehrfachen Anpassungen ihrer Obergrenzen, heute noch weitgehend unverändert den Regelungen von 1909.
Literatur[Bearbeiten]Peter Hentschel (Begr.), Peter König, Peter Dauer (Bearb.): Straßenverkehrsrecht (= Beck`sche Kurz-Kommentare. Band 5). 43., neu bearbeitete Auflage. C.H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-67136-4.Weblinks[Bearbeiten]Text des Straßenverkehrsgesetzes bei juris
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Normdaten (Werk): GND: 4183596-7 (AKS)
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