Anton Schäfer (* 31. August 1965 in Hohenems; Pseudonym: Antonius Opilio) ist als Rechtsanwalt im Fürstentum Liechtenstein zugelassen und als Gerichtssachverständiger in Österreich berufen. Fachlicher Schwerpunkt seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt ist Wirtschaftsrecht. Als Sachverständiger ist er in den Bereichen Elektrotechnik und Beleuchtungstechnik tätig.
Er ist Autor mehrerer Fachpublikationen zum europäischen und liechtensteinischen Recht.Inhaltsverzeichnis
1 Leben
2 Schriften2.1 Sachbücher
2.2 Herausgeberschaft
3 Weblinks
4 EinzelnachweiseLeben[Bearbeiten]
Anton Schäfer wuchs als drittes von fünf Kindern von Anton Josef und Elsa Maria Schäfer (geborene Gächter) in Dornbirn auf. Schäfer ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter.[1]
Schäfer studierte von 1995 bis 2002 an der Universität Innsbruck und promovierte dort 2002 zum Dr. iur. (Summa cum laude).[2] 2002 bis 2004 Masterstudiengang in Europarecht (Schloss Hofen) mit Abschluss " Master of Law" (LL.M.). 2005 bis 2007 Hochschul-Studiengang in Liechtensteinischem Gesellschaftsrecht (Universität Liechtenstein).
Seit 2004 bis zur Einstellung des Portals (Magazins) war er als Journalist und Redakteur bei Europa-Digital.de. Er ist Obmann der EuropaUnion Vorarlberg (EU-V).[3] Als ehrenamtlicher Rechtsberater für die Mitglieder des Pensionistenverbandes in Vorarlberg, Kolpingwerk in Feldkirch, Naturfreunde in Feldkirch, ist er seit 2010 tätig. 1991 bis 2003 war er Funktionär in verschiedenen Fachgruppen der österreichischen Wirtschaftskammer (Wirtschaftskammer Vorarlberg).
Schäfer ist u. A. Mitglied der Liechtensteinischen Rechtsanwaltskammer (LIRAK) und des Hauptverband der allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Gerichtssachverständigen, des Kuratoriums für Elektrotechnik (KFE), des Österreichischen Normungsinstituts (Austrian Standards Institute – ASI) etc.
Schriften[Bearbeiten]
Schäfer publiziert unter eigenem Namen und unter dem Pseudonym (Traduktionym) „Antonius Opilio“.
Sachbücher[Bearbeiten] Schäfer, Anton: Wertverminderung von Gebrauchsgegenständen: ein Leitfaden für Juristen und Sachverständige. 1. Auflage. LexisNexis, Wien 2012, ISBN 978-3-7007-5266-0.
 Antonius Opilio: Arbeitskommentar zum liechtensteinischen Sachenrecht. 1. Auflage. Edition Europa Verlag, Dornbirn 2009/2010, ISBN 978-3-901924-23-1, ISBN 978-3-901924-25-5, ISBN 978-3-901924-28-6.
 Anton Schäfer: Abkürzungen, Begriffe, Zitiervorschläge (Akronyme – internationale Einführung und umfangreiche Abkürzungssammlung). 1. Auflage. Verlag Österreich, Wien 2008, ISBN 978-3-7046-5112-9.
 Antonius Opilio: Vertrag über die Europäische Union und der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft und über die Arbeitsweise der Europäischen Union in einer synoptischen Gegenüberstellung des Standes dieser Verträge bis 1992, ab 1992, 1997 und 2001 und des Vertrages von Lissabon 2007. 2. Auflage. Edition Europa Verlag, Dornbirn 2008, ISBN 978-3-901924-27-9.
 Anton Schäfer: Die Verfassungsentwürfe zur Gründung einer Europäischen Union. 1. (Buchausgabe) bzw. 1. elektronische Ausgabe (CD-ROM) Auflage. BSA-Verlag bzw. Edition Europa Verlag, Dornbirn 2001 bzw. 2006, ISBN 3-9500616-7-3 (Buchausgabe); ISBN 978-3-901924-22-4 (CD-ROM).Herausgeberschaft[Bearbeiten] Carl Joseph Anton Mittermaier: Die Todesstrafe, Untertitel: Nach den Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung, der Fortschritte der Gesetzgebung und der Erfahrung. 1. Auflage. BSA-Verlag, Dornbirn 2003 (1867), ISBN 9783901924057.
 Julius von Kirchmann: Die Wertlosigkeit der Jurisprudenz als Wissenschaft, Untertitel:Vortrag vor der juristischen Gesellschaft zu Berlin 1848. 1. Auflage. BSA-Verlag, Dornbirn 1999 (1848), ISBN 9783950061666.Weblinks[Bearbeiten]Rechtsanwaltskanzlei Schäfer (Liechtenstein).
Liechtensteinische Rechtswanwaltkammer Mitgliederverzeichnis der Liechtensteinischen Rechtsanwaltskammer vom 26. Oktober 2013.
Literatur von und über Anton Schäfer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Sachverständigenliste Webseite des österreichischen Justizministeriums,
Europa-Digital.
Kottke-Entscheidung bzw. Sitzungsbericht (PDF; 104 kB) des EFTA-Gerichtshofes in der Rechtssache E-5/10 (Kottke) bzw. Urteil des liechtensteinischen Staatsgerichtshofes (StGH 2006/94)
Antonius Opilio bei google.books
Eingetragen im europäischen Transparenz-Register unter Kategorie I, Registriernummer: 46864329475-46 seit 2. September 2012 (aktueller Eintrag)Einzelnachweise[Bearbeiten]↑ Biographische Daten entnommen von der persönlichen Website Schaefer.bsa.name
↑ Dissertation: Die Finalität der Europäischen Gemeinschaften (308 S); Diplomarbeit: Die Verfassungsentwürfe zur Gründung einer Europäischen Union (682 S).
↑ Die EuropaUnion Vorarlberg ist Teil der Union der Europäischen Föderalisten (UEF). Siehe auch:EU-Almanach (PDF; 2,0 MB), Pkt. 8.1.Normdaten (Person): GND: 128654686 (PICA, AKS) | LCCN: nr2004024299 | VIAF: 37977278 | Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME
Schäfer, Anton
ALTERNATIVNAMEN
Opilio, Antonius (Pseudonym, Traduktionym)
KURZBESCHREIBUNG
österreichischer Rechtsanwalt, Gerichtssachverständiger, Sachbuchautor
GEBURTSDATUM
31. August 1965
GEBURTSORT
Hohenems, Österreich
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RechtstheorieD
Diskurstheorie des RechtsE
EigenverantwortungF
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Formelles RechtG
GesetzesstaatH
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Hans KelsenM
Materielles RechtN
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GlossarVerhalten im NotfallNeuen Artikel anlegenJeden Tag werden in der Wikipedia hunderte neue Artikel angelegt. Diese Anleitung soll aufzeigen, wie auch du einen Artikel anlegen kannst.
Das Wichtigste vorab: In der Wikipedia dürfen nur Inhalte stehen, dierelevant sind für eine Enzyklopädie,
zu denen woanders schon nachprüfbar veröffentlicht wurde
und die dann von dir selbst als Autor in Form eines Artikels zusammengefasst werden.Die folgenden Hinweise sollen dir verdeutlichen, wie ein guter Artikel entworfen werden kann, und vermeiden, dass du in die falsche Richtung arbeitest. Sei aber unbesorgt: Wikipedia verlangt nicht, dass dein erster Artikel gleich alle wünschenswerten Anforderungen ab der ersten Version erfüllt. Du solltest aber schon Verantwortung für Deine Texte übernehmen und an einer Verbesserung mitwirken. Das Wiki-Prinzip beruht darauf, dass einer anfängt und viele mitarbeiten und verbessern, deshalb sei mutig und lege neue Artikel an. Je vollständiger, desto besser, aber auch kleine Pflanzen wachsen. Falls du Hilfe brauchst, wende dich gerne an das Mentorenprogramm oder frage einfach andere Nutzer um Rat und Hilfe. Die folgenden Hinweise sollen helfen, deine Mühen nicht ins Leere laufen zu lassen und dir eine Löschdiskussion zu ersparen (siehe unten).
Bitte nimm dir für das Verfassen eines Artikels Zeit: Ausführliche Tipps zu Aufbau, Stil und Literaturwahl findest du unter Wikipedia:Wie schreibe ich gute Artikel, Hilfen zur Formatierung des Artikels sind unter Hilfe:Textgestaltung, Wikipedia:Formatierung sowie Wikipedia:Formatvorlage aufgeführt und unter Wikipedia:Artikel werden die Mindestanforderungen an einen Artikel, die du beachten solltest, beschrieben.
Diese Anleitung geht davon aus, dass du dir bereits ein Artikelthema ausgesucht hast. Falls das nicht der Fall ist, können die Artikelwünsche Ideen geben. Anstatt einen neuen Artikel anzulegen, kannst du auch bisherige Artikel verbessern. Wenn du das Erstellen oder Bearbeiten von Artikeln erst einmal ausprobieren möchtest, nutze bitte die „Spielwiese“ –&#160;Hilfe zum Bearbeiten findest du unter Hilfe:Seite bearbeiten, als Neuling solltest du auch auf Wikipedia:Starthilfe und Wikipedia:Tutorial vorbeischauen.Tutorial für neue Autoren •Hilfe zum Bearbeiten •Häufige Fragen •Alle Hilfeseiten •Fragen stellen •Feste Ansprechpartner •Grundprinzipien •Richtlinien
Schritt 1: Artikelnamen überprüfen
Besteht der Artikel möglicherweise bereits unter einem anderen Namen (Lemma)?
Gib in das untenstehende Eingabefeld den Artikelnamen ein und klicke anschließend auf den Button „Volltextsuche“, um ähnliche Artikel aufzuspüren. Es kommt häufig vor, dass es zu einem Begriff zwei oder mehr gebräuchliche Wörter gibt, die synonym verwendet werden. Diesen Fall kann man mit Weiterleitungen lösen. Man sollte identische Inhalte nicht mehrfach unter verschiedenen Titeln speichern. Siehe dazu auch die Namenskonventionen.
Wenn Du sehen möchtest, ob schon ein anderer Benutzer am gleichen Thema arbeitet, kannst Du im Ergebnis der Volltext-Suche zusätzlich „Benutzer“ ankreuzen und erhältst dann auch Ergebnisse aus dem Benutzernamensraum (Hilfe zur Suchfunktion).
Main
Benutzer</form>
Schritt 2: Relevanz überprüfen
Es gibt Inhalte, die in der Wikipedia nicht erwünscht sind. Dazu zählen zum Beispiel reine Wörterbucheinträge oder Werbung in Artikeln: Bitte lies dir durch, was Wikipedia nicht ist. Manchmal kann es auch zu Interessenkonflikten kommen. Diese treten insbesondere in Zusammenhang mit einer Darstellung der eigenen Person oder Firma auf.
Bitte prüfe unbedingt anhand der Relevanzkriterien, ob dein Thema enzyklopädisch relevant ist! Viele Artikel werden gelöscht, weil ihre Themen für Wikipedia nicht relevant sind.
Wenn du dir unsicher bist, ob die Relevanz gegeben ist oder der Artikel überhaupt in die Wikipedia gehört, kannst du einfach beim Relevanzcheck nachfragen. Die Leute dort können dir am besten helfen, wenn du zusätzlich zur Frage (kurz und stichpunktartig) Gründe angibst, warum du meinst, dass der Gegenstand in einem Lexikon beschrieben werden sollte. Mach das bitte, bevor du den Artikel schreibst!
Bedenke, dass nach den Löschregeln auch geänderte Relevanzkriterien als neues Argument für eine Löschung gelten. Es gibt demnach keinen „Bestandsschutz“. Die Verfahren, nach denen sich diese Regeln ändern können, sind nicht genau festgelegt.
Schritt 3: Belege sammeln
In der Wikipedia besteht eine Belegpflicht; das heißt, alle nicht-trivialen Aussagen, die in einem Artikel stehen, müssen mit reputablen Quellen belegt sein! Als Enzyklopädie ist Wikipedia darauf bedacht, nur bereits bekanntes Wissen an den Leser zu bringen. Gleichzeitig muss der Inhalt eines Artikels aus zuverlässiger Hand überprüfbar sein. Deshalb empfiehlt es sich, schon vor dem Schreiben mögliche Belege (Fachliteratur, Qualitätszeitungen usw.) zu sammeln. Die verwendete Literatur sollte in einer Bibliothek auffindbar sein. Näheres steht auf Wikipedia:Belege.
Schritt 4: Artikeltitel (Lemma) und Erstellungsort (Namensraum) wählen
Wenn die Relevanz gegeben ist, geht es an das Artikelschreiben. Zuerst musst du dir ein geeignetes Lemma suchen, unter dem der Artikel abgespeichert wird. Das ist dann der Titel des Artikels. Dabei helfen die Namenskonventionen weiter. Insbesondere solltest du beachten, dass Wikipedia Groß- und Kleinschreibung unterscheidet.
Es gibt zwei Möglichkeiten, einen Artikel anzulegen, bzw. vorzubereiten:
Im Benutzernamensraum vorbereitenAls angemeldeter Nutzer kannst du den Artikel zunächst ungestört im Benutzernamensraum vorbereiten, um ihn dann später in den Artikelnamensraum zu verschieben. So läufst du nicht Gefahr, dass der Artikel direkt zu Beginn gelöscht wird, wenn du noch nicht fertig bist, und du hast genug Zeit, um Einzelheiten zu verbessern, bevor der Artikel für alle Leser sichtbar wird. Diese Methode ist für neue, noch nicht sehr erfahrene Nutzer sinnvoll, aber auch langjährige Wikipedianer nutzen diese Möglichkeit, zum Beispiel, wenn sie zu wenig Zeit haben, um sofort einen brauchbaren Artikel zu erstellen und so immer wieder mal daran arbeiten können.Um einen Artikel im Benutzernamensraum vorzubereiten, kannst Du den folgenden Kasten nutzen.
Bevor du auf Unterseite erstellen klickst, kannst du in das Eingabefeld statt des Wortes Artikelentwurf auch einen anderen von dir gewünschten Seitennamen eintragen. Wenn dein Artikelentwurf beispielsweise Mein Artikel heißen soll, muss im Eingabefeld stehen: Spezial:Meine Benutzerseite/Mein Artikel. Der Teil Spezial:Meine Benutzerseite/ bleibt unverändert stehen, er wird beim Erstellen der Seite automatisch ausgewertet. Danach kannst du mit Schritt 5 weitermachen.
</form>Du darfst das ausprobieren. Die Seite wird nur vorbereitet. Erst wenn du sie dann noch speicherst, wird sie tatsächlich erstellt.Siehe ausführlich auch unter Hilfe:Artikelentwurf.
Direkt im Artikelnamensraum erstellenEs ist natürlich auch möglich, den Artikel direkt im Artikelnamensraum zu erstellen. Beachte dabei aber bitte, dass der Artikel bei dieser Methode auch schon zu Beginn den grundlegenden Qualitätsstandards entsprechen sollte, da sonst die Gefahr besteht, dass er gelöscht wird, bevor er überhaupt fertig ist. Bei dieser Methode besteht also nicht die Möglichkeit, grundlegende Strukturen des Artikels erst über längere Zeit aufzubauen, aber natürlich wird auch nicht erwartet, dass er von Anfang an einwandfrei ist. Du brauchst also nicht besorgt zu sein, wenn du zu Beginn noch nicht alle Informationen im Artikel untergebracht hast.Um einen Artikel sofort im Artikelnamensraum anzulegen, gib im folgenden Kasten den Titel des Artikels ein und klicke auf die Schaltfläche. Danach kannst du mit Schritt 5 weitermachen:
</form>Hinweis: Du brauchst nicht jedes Mal auf diese Seite zu kommen, wenn du zukünftig weitere Artikel anlegen willst. Du kannst stattdessen auch ganz einfach das Lemma deines Artikels im Suchfeld (auf jeder Seite oben; meist rechts) eingeben und bei den Suchergebnissen anschließend auf „erstellen“ klicken, oder du öffnest einen roten Link zu einem nicht vorhandenen Artikel, der dich ebenso auf das Bearbeitungsfenster weiterleitet.
Schritt 5: Artikel schreiben
Mediendatei abspielen
Videoanleitung zum Erstellen von Artikeln (englisch). Für weitere Videos in deutscher Sprache siehe Commons:Wikimedia Deutschland Screencasts
Siehe auch: Wikipedia:Tutorial, Wikipedia:Wie schreibe ich gute Artikel und Wikipedia:Wie gute Artikel aussehen
Folgendes solltest du bei der Erstellung eines Artikels beachten:Beim Schreiben des Artikels solltest du dir Zeit nehmen. Achte bitte darauf, dass das Lemma richtig und möglichst allgemein definiert wird (siehe dazu Wikipedia:Namenskonventionen).
Jeder Artikel muss in erster Linie unseren Grundprinzipien und Richtlinien entsprechen, einen neutralen Standpunkt haben und die enzyklopädische Relevanz sollte aus dem Artikel hervorgehen (siehe auch Wikipedia:Themenbereiche zu den Richtlinien bestimmter Fachbereiche). Die Mindestanforderungen findest du unter Wikipedia:Artikel.
Bitte gib im Artikel per Fußnote Belege an (siehe dazu Hilfe:Einzelnachweise) –&#160;die Harvard-Zitation ist in der Wikipedia unüblich.
Beachte bei allen deinen Arbeiten bitte auch, dass das Kopieren urheberrechtlich geschützter Werke verboten ist!
Ein Gerüst zur Erstellung eines neuen Artikels zu bestimmten Fachbereichen geben dir die Formatvorlagen (siehe Navigationsboxen weiter unten – dort findest du u.&#160;a. Mustervorlagen für Artikel aus bestimmten Themengebieten). Einige Anhaltspunkte gibt dir auch die Anleitung „Wie schreibe ich gute Artikel“ (inhaltlich) bzw. „Wie gute Artikel aussehen“ (formal).
Unter Hilfe:Textgestaltung, Wikipedia:Formatierung und Hilfe:Wikisyntax findest du außerdem Hilfen und Regeln zur Formatierung des Artikels in Wikitext (der auf Wikipedia verwendeten Auszeichnungssprache).Wenn du neu bei Wikipedia bist und noch nicht viel Erfahrung mit dem Bearbeiten hast, werden dir folgende Seiten weiterhelfen:Wikipedia:Starthilfe – Übersicht über wichtige Hilfeseiten für neue Autoren
Hilfe:Seite bearbeiten – alles zum Bearbeiten einer Seite
Wikipedia:Tutorial – Tutorial für neue Autoren zum SelbstlernenWenn du trotzdem noch Fragen zur Wikipedia hast, die unter Hilfe:FAQ nicht geklärt wurden, kannst diese unter Wikipedia:Fragen zur Wikipedia stellen.
Im Folgenden findest du bestehende Formatvorlagen und Richtlinien zu bestimmten Themengebieten – möchtest du einen neuen Artikel in einem dieser Bereiche erstellen, solltest du sie beachten:
AusklappenPersonen, Gruppen, Unternehmen, Institutionen, Vereine
BiografienBiografien (allgemein)&#160;· Biografien (Religion)&#160;· Gott (Ägypten)&#160;· Musiker&#160;· Pharao (Ägypten)&#160;· RaumfahrerPersonenFamiliennamen&#160;· VornamenOrganisationenFluggesellschaften&#160;· Gericht&#160;· Partei&#160;· Regimentsgeschichte&#160;· Sparkasse (Deutschland)&#160;· Sportvereine&#160;· Universitäten und Hochschulen&#160;· Unternehmen (allgemein)&#160;· Verein&#160;· Verein ÖsterreichRichtlinien: lebende Personen&#160;· Wirtschaft&#160;· Schulen&#160;· StudentenverbindungenAusklappenGeisteswissenschaften, Religion, Kunst, Kultur
Kunst, KulturBands&#160;· Charts&#160;· Comics&#160;· Fernsehserien&#160;· Filme&#160;· Literatur&#160;· Musikalben&#160;· Musikinstrumente&#160;· Opern&#160;· Sprachen&#160;· Stilepochen&#160;· Theaterstücke&#160;· TraktatReligionBistum&#160;· Konfession&#160;· ReligionRichtlinien: bildende Kunst&#160;· Comics&#160;· Film und Fernsehen&#160;· Fiktives&#160;· musikalische Werke&#160;· literarische Werke&#160;· GeschichteAusklappenNaturwissenschaften, Medizin
BiologieLebende Organismen&#160;· Fossile Organismen&#160;· Viren&#160;· Bakterien&#160;· Bakterielle Erreger&#160;· Pilze&#160;· PferderassenChemieChemikalien&#160;· Chemische Elemente&#160;· Mineralien&#160;· StoffgruppeMedizinAntibiotikum&#160;· Arzneistoff&#160;· Muskel&#160;· Krankheiten&#160;· UntersuchungMathematikMathematikAstronomieAstronomisches Objekt&#160;· GalaxieRichtlinien: Biologie&#160;· Chemie&#160;· Physik&#160;· Medizin&#160;· HundeAusklappenGeografie, Topografie, Politik
Politik, StaatenBezirke in Österreich&#160;· Bezirke in der Schweiz&#160;· Bundesstaat (USA)&#160;· County (USA)&#160;· Flagge&#160;· Gemeinden in Deutschland&#160;· Gemeinden in Schweden&#160;· Gesetz&#160;· Kantone in der Schweiz&#160;· Landkreise&#160;· Orte in Frankreich&#160;· Orte/Gemeinden in Österreich&#160;· Orte in Polen&#160;· Orte in Portugal&#160;· Orte in der Schweiz&#160;· Orte in der Türkei&#160;· Orte in Ungarn&#160;· Orte in den USA&#160;· Staaten&#160;· WährungenGeografieBerge und andere Erhebungen&#160;· Flüsse&#160;· Inseln&#160;· Pass (Gebirge)&#160;· Seen&#160;· WeinbaugebieteRichtlinien: Berge und Gebirge&#160;· SüdosteuropaAusklappenPlanen, Bauen, Transport
BauwerkeBauwerk (Architektur)&#160;· Burg&#160;· Krankenhaus&#160;· Platz&#160;· Sakralbauten in Orten&#160;· SchutzhütteTransportBahnstrecke&#160;· Bootsklasse&#160;· Eisenbahntriebfahrzeuge&#160;· Flughafen&#160;· Schiffe&#160;· Schifffahrtskanal&#160;· Schiffslisten&#160;· Sojus-Mission&#160;· Straßen&#160;· STS-MissionenRichtlinien: Bahn&#160;· BibliothekenAusklappenSonstigesBegriffsklärungen&#160;· Chronik&#160;· Jahreseinträge&#160;· Monatseinträge&#160;· TageseinträgeRichtlinien: Begriffsklärungen&#160;· Computerspiele&#160;· E-Sport&#160;· Software&#160;· Websites
Alle Infoboxen finden sich in dieser KategorieSchritt 6: Vorschau und Zusammenfassung
Vorschaubutton und Zeile mit „Zusammenfassung und Quellen:“Bevor du den Artikel mit Artikel speichern erstellst, überprüfe mit Hilfe des Buttons Vorschau zeigen, ob der Artikel deiner Vorstellung entspricht. Jedes Abspeichern ist nämlich als eine Version des Artikels in der Versionsgeschichte sichtbar.
Unter der Textbox befindet sich ein weiteres Eingabefeld für die Zusammenfassung, in der du kurz eingibst, wovon dein Artikel handelt und, gegebenenfalls, womit du ihn belegst.
Mit dem Speichern der Seite versicherst du, dass du den Beitrag selbst verfasst hast und dass er keine fremden Rechte verletzt. Du willigst damit auch ein, ihn unter der Creative Commons Attribution/Share-Alike Lizenz 3.0 und der GNU-Lizenz für freie Dokumentation zu veröffentlichen. Falls du den Text nicht selbst verfasst hast, muss er unter den Nutzungsbedingungen verfügbar sein und du stimmst zu, notwendigen Lizenzanforderungen zu folgen. Du stimmst einer Autorennennung mindestens durch URL oder Verweis auf den Artikel zu. Wenn du nicht möchtest, dass dein Text weiterbearbeitet und weiterverbreitet wird, dann speichere ihn nicht!Schritt 7: Einordnung
Solltest du den Artikel in deinem Benutzernamensraum vorbereiten, diesen Schritt bitte erst nach dem Verschieben durchführen.Es ist hilfreich, den Artikel in die passenden Kategorien einzusortieren. Da das Kategoriensystem hierarchisch angeordnet ist, reicht es für den Anfang aus, den neuen Artikel in eine Hauptkategorie einzusortieren. So werden die Artikel schnell von erfahreneren Wikipedianern (zum Beispiel im Rahmen einer Redaktion) gefunden, die sich des Artikels dann annehmen werden. Hilfe dazu findest du unter Hilfe:Kategorien
Verlinke den neu erstellten Artikel ggf. in einem bestehenden Artikel mit Themenbezug.
Suche nach Artikeln über das gleiche Thema in anderer Sprache und verlinke sie auf Wikidata –&#160;siehe dazu Hilfe:Interwiki.
In Personenartikeln ist es nötig, die Vorlage:Personendaten am Ende einzufügen, um so Metadaten hinzuzufügen –&#160;siehe dazu Hilfe:Personendaten.
Unter Wikipedia:Wikifizieren findest du abschließend eine Checkliste mit häufig gemachten Fehlern sowie weiteren Kleinigkeiten, die oft zu einem Eintrag auf den Seiten der Qualitätssicherung führen –&#160;versuche am besten, diese Probleme schon vorher zu lösen. Mit dem Auto-Reviewer (ein externes Tool) lässt sich der Artikel außerdem automatisch auf häufige Fehler untersuchen.Schritt 8: Beobachte den Artikel
Neue Artikel werden im Rahmen der Eingangskontrolle recht schnell nach dem Speichern von erfahrenen Benutzern gesehen. Wahrscheinlich haben diese sofort etwas zu verbessern; bei Mängeln wird er in die Qualitätssicherung eingetragen oder sogar zur Löschung vorgeschlagen. Falls er zur Schnelllöschung vorgeschlagen wird, hast du wahrscheinlich etwas ziemlich falsch gemacht. Vielleicht wird im Rahmen der Löschdiskussion auch schlicht die Relevanz angezweifelt und diskutiert.
Es kann daher vorteilhaft sein, auf solche Änderungen schnell reagieren zu können. Du solltest daher nach dem Speichern des Artikels den Artikel regelmäßig auf Änderungen überprüfen –&#160;als angemeldeter Nutzer kannst du das über die Beobachtungs-Funktion machen. Wenn ein Benutzer deinen Artikel zur Löschung vorschlägt, kannst du so versuchen, rechtzeitig die nötigen Verbesserungen vorzunehmen. An dieser Stelle merkst du vielleicht auch, warum es sinnvoll sein kann, einen Artikel erst im Benutzernamensraum vorzubereiten (siehe Schritt 4).
Wenn es hart auf hart kommt und der Artikel gelöscht wird, dann reg dich bitte nicht darüber auf und sei nicht enttäuscht. Wahrscheinlich hast du einfach versehentlich einen Fehler gemacht, oder der Artikel ist in sehr ähnlicher Form bereits vorhanden. Das ist nicht weiter schlimm und passiert fast jedem Neuling. Wenn du dennoch der Meinung bist, dass „dein“ Artikel unrechtmäßig gelöscht wurde, dann frage freundlich den Administrator, der nach der Löschdiskussion den Artikel gelöscht hat, und gehe dabei von guten Absichten aus –&#160;im Ernstfall kannst du auch die Löschprüfung anrufen. Sollte der Artikel ohne Löschdiskussion gelöscht worden sein, so kannst du durch Doppelklick des Rotlinks oberhalb des dann freien Lemmas erkennen, welcher Admin wann den Artikel gelöscht hat und welchen Grund er dafür angab. Bei Schnelllöschungen kommt es zudem häufig vor, dass der Artikel im aktuellen Zustand einfach noch nicht gut genug war, grundsätzlich aber durchaus relevant wäre; in diesem Fall kannst du den Artikel in deinem Benutzernamensraum vorbereiten und anschließend erneut in den Artikelnamensraum verschieben.
Verzweifle aber nicht und bleib mutig –&#160;auch wenn es hier öfters etwas ruppig zugeht, werden die Wikipedianer dir als Neuling zur Seite stehen und dich bei deinen ersten Schritten unterstützen. Wenn du einen festen Ansprechpartner haben möchtest, kannst du gerne das Mentorenprogramm in Anspruch nehmen. Weitere Hilfe findest du unter Wikipedia:Starthilfe.
Siehe auchWikipedia:Handbuch – gegliederte Übersicht über wichtige Themengebiete.
Wikipedia:Tutorial – Tutorial für neue Autoren.
Wikipedia:Formatvorlage/Musterartikel – Musterartikel mit Erläuterungen.
Wikipedia:Mentorenprogramm – feste Ansprechpartner für neue Nutzer.
Wikipedia:Fragen von Neulingen – hier kannst du deine Fragen stellen.
Wikipedia-Lehrbuch – „Lehrbuch“ für ein Grundverständnis von Wikipedia.
Wikipedia:Übersetzungen – falls du einen Artikel aus einer anderen Sprache ins Deutsche übersetzen möchtest.<!–NewPP limit report
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Parteigutachten bezeichnet die Untersuchung und sachverständige Beurteilung eines Sachverhalts durch einen Gutachter im Auftrag einer Partei anstatt des Gerichts. Aus diesem Grund handelt es sich bei dem Parteigutachten, auch Privatgutachten genannt, nicht um ein Beweismittel im Sinne der Zivilprozessordnung.
Als Beweismittel im Sinne der Zivilprozessordnung kann ein Sachverständigengutachten nur dann vom Gericht bei der Beweiswürdigung im Rahmen der Urteilsfindung herangezogen werden, wenn es im Prozess von einem gerichtlich bestellten Sachverständigen erstellt wurde.
Ein Parteigutachten dient regelmäßig dazu, dem Auftraggeber einen genaueren Sachvortrag im Verfahren zu ermöglichen und insbesondere, soweit schon vorliegend, Fehler und Schwächen in Gutachten gerichtlich bestellter Sachverständiger aufzudecken und zu rügen. Nicht selten führt dies, soweit die Rüge vom Gericht gehört wird, zur Beauftragung eines weiteren gerichtlich bestellten Sachverständigen, fälschlicherweise oft als Gegengutachter oder Obergutachter bezeichnet. Unter Umständen kann der Parteigutachter im weiteren Verfahren als Zeuge im Prozess vernommen werden.
In den anderen Prozessordnungen (Strafprozess, Verwaltungsprozess) gilt dieser Grundsatz entsprechend.
Wird vor einem Prozess ein Gutachten von einer der streitenden Parteien bei einem Sachverständigen eingeholt, so kann dieses Gutachten im (eventuell folgenden) Prozess bei Gericht Verwertung finden, sofern beide Parteien zustimmen. Der Gegenpartei steht es jedoch frei, den Antrag zu stellen, ein Gegengutachten bei einem gerichtlich bestellten Sachverständigen einzuholen.
Einseitige, also nicht objektiv urteilende Gutachten nennt man Gefälligkeitsgutachten.Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!
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Die Gesetzgebung ist die Schaffung von Rechtsnormen. Ihre Regelung gehört zu den Mindestinhalten jeder Verfassung.Inhaltsverzeichnis
1 Organ- und Verbandskompetenz
2 Länderspezifisches2.1 Belgien
2.2 Deutschland2.2.1 Gesetzgebungskompetenz2.2.1.1 Geschriebene Bundeskompetenzen2.2.1.1.1 Ausschließliche Gesetzgebung des Bundes
2.2.1.1.2 Konkurrierende Gesetzgebung des Bundes
2.2.1.2 Ungeschriebene Kompetenztitel des Bundes
2.2.1.3 Negative Gesetzgebungskompetenz des Bundesverfassungsgerichts
2.2.2 Verfahren und Form
2.2.3 Materielle Bindung und Überprüfung
2.3 Österreich
2.4 Polen
2.5 Schweiz
2.6 Vereinigte Staaten
2.7 Deutsche Demokratische Republik
3 Gesetzgebung in der Europäischen Union
4 Siehe auch
5 Literatur
6 WeblinksOrgan- und Verbandskompetenz[Bearbeiten]
Sie obliegt in einer parlamentarischen Demokratie vor allem dem Parlament als legislativer Staatsgewalt. Typischerweise ist ein besonderes Gesetzgebungsverfahren vorgesehen. Neben diesen Parlamentsgesetzen, die auch als „Gesetze im formellen Sinn“ bezeichnet werden, gibt es aber auch untergesetzliche Rechtsnormen, etwa Rechtsverordnungen und Satzungen, die von Verwaltungsorganen erlassen werden. Hier stellt sich die Frage nach der Organkompetenz, also wann die Verwaltung tätig werden darf und wann ein Parlamentsgesetz erforderlich ist (Vorbehalt des Gesetzes).
In einem Bundesstaat muss aber neben der Organkompetenz noch eine weitere Frage geklärt werden. Hier existieren nämlich mehrere staatliche Ebenen, sodass festgelegt werden muss, welcher dieser Verbände jeweils für die Gesetzgebung zuständig sein soll (Verbandskompetenz).
Die so zustande gekommenen Rechtsnormen werden von der zuständigen Verwaltung ausgeführt (siehe Verwaltungskompetenz) und gegebenenfalls durch die Rechtsprechung kontrolliert.
Länderspezifisches[Bearbeiten]
Belgien[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Gesetzgebungsverfahren (Belgien)
Deutschland[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Gesetzgebungsverfahren (Deutschland)
In Deutschland ist die Gesetzgebung des Bundes im Grundgesetz geregelt. Sie wird im Wesentlichen durch den Bundestag ausgeübt. Allerdings sind auch der Bundesrat, die Bundesregierung und schließlich der Bundespräsident beteiligt.
Gesetzgebungskompetenz[Bearbeiten]
Die Gesetzgebungskompetenz bezeichnet das Recht und die Fähigkeit, Gesetze im formellen Sinne (Parlamentsgesetze) zu erlassen. Für die Abgrenzung zur Verbandskompetenz der Länder greift das Grundgesetz die allgemeine Grundregel des Art.&#160;30 GG auf: Nach der Verfassung haben die Länder das Recht der Gesetzgebung, soweit das Grundgesetz es nicht auf den Bund übertragen hat (Art.&#160;70 Abs.&#160;1 GG). Die Länderkompetenzen werden also nicht einzeln aufgeführt. Zu ihrem Kernbereich gehören aber insbesondere das Polizeirecht, das Kommunalrecht und der Bereich von Bildung und Kultur („Kulturhoheit der Länder“).
Entgegen dieser Regelungstechnik, nach der im Zweifel die Länder zuständig sind, hat sich durch zahlreiche Ausnahmen und eine bundesfreundliche Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts im Laufe der Zeit das praktische Verhältnis zu Lasten der Länder umgekehrt. Darauf wollte die Föderalismusreform reagieren.
Geschriebene Bundeskompetenzen[Bearbeiten]
Der Bund ist grundsätzlich nur dann zuständig, wenn es ausdrücklich in der Verfassung vorgesehen ist.
Ausschließliche Gesetzgebung des Bundes[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Ausschließliche Gesetzgebung
Konkurrierende Gesetzgebung des Bundes[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Konkurrierende Gesetzgebung
Ungeschriebene Kompetenztitel des Bundes[Bearbeiten]
Die Regelungstechnik des Grundgesetzes – Landeskompetenz, wenn nichts anderes ausdrücklich vorgesehen ist – schließt ungeschriebene Bundeskompetenzen eigentlich aus.
In ganz engem Umfang sind sie dennoch anerkannt. Man unterscheidetKompetenz kraft Sachzusammenhangs,
Annexkompetenz und
Kompetenz kraft Natur der Sache.Negative Gesetzgebungskompetenz des Bundesverfassungsgerichts[Bearbeiten]
Gemäß §&#160;78 BVerfGG hat das Bundesverfassungsgericht negative Gesetzgebungskompetenz in den Fällen, in denen Bundesrecht mit dem Grundgesetz oder Landesrecht mit dem Grundgesetz oder sonstigem Bundesrecht unvereinbar ist: es stellt mit Gesetzeskraft dessen Nichtigkeit fest. Auch die Feststellung, dass die Erforderlichkeit einer bundesgesetzlichen Regelung nicht mehr besteht (Art.&#160;93 Abs.&#160;3 GG) ersetzt ein Bundesgesetz.
Verfahren und Form[Bearbeiten]
Das im siebten Abschnitt des Grundgesetzes geregelte Gesetzgebungsverfahren obliegt dem Bundestag als dem an der Gesetzgebung beteiligten wichtigsten Organ der Legislative.
Bundesregierung, Bundesrat und Mitglieder des Bundestages (mindestens fünf Prozent oder eine Fraktion) besitzen das Initiativrecht, also das Recht ein neues Gesetz oder ein Gesetz zur Änderung oder Aufhebung eines anderen Gesetzes als Entwurf zur Abstimmung in den Bundestag einzubringen. Der Bundestag berät über die eingebrachten Gesetze, die nach dem Grundgesetz in seinen Kompetenzbereich fallen (und nicht Sache der Länder sind), in drei Lesungen.
Aufgrund des föderalen Systems in Deutschland sind die Bundesländer durch den Bundesrat am Gesetzgebungsverfahren beteiligt und alle Gesetze werden diesem Organ zur Abstimmung vorgelegt. Dieser kann – abhängig von der Art des Gesetzes – einen Entwurf nach erfolglosem Anruf des Vermittlungsausschusses auch scheitern lassen.
Hat ein Gesetz den Bundestag und den Bundesrat in dem durch das Grundgesetz, die Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages und Geschäftsordnung des Bundesrates geregelten Verfahren passiert, wird es in gedruckter Fassung an das zuständige Bundesministerium und dann zur Gegenzeichnung an den Bundeskanzler weitergeleitet, bevor es dem Bundespräsidenten vorgelegt wird. Dieser hat das Recht zu prüfen, ob das ihm vorgelegte Gesetz mit der Verfassung in Einklang steht und ob es der Verfassung entsprechend zustande gekommen ist. Abschließend unterzeichnet der Bundespräsident das Gesetz, es ist damit ausgefertigt. Danach wird es im Bundesgesetzblatt formell unter Angabe des Tages des Inkrafttretens verkündet (Art.&#160;82 GG).
Materielle Bindung und Überprüfung[Bearbeiten]
Der Gesetzgeber ist in seinen Entscheidungen an die Verfassung gebunden (Art.&#160;20 Abs.&#160;3 GG). Demnach hat er auch inhaltlich bestimmte Normen der Verfassung zu beachten, etwa das Rechtsstaatsprinzip oder Staatszielbestimmungen. Insbesondere muss er die Grundrechte beachten, darf sie zwar durch Gesetz einschränken, aber nicht verletzen. Andernfalls ist das Gesetz verfassungswidrig und nichtig, also wirkungslos. Die Nichtigkeit kann nur durch das Bundesverfassungsgericht festgestellt werden (Verwerfungsmonopol).
Allerdings wird dem Bundespräsidenten eine Prüfungskompetenz zuerkannt, wonach er bei formellen Fehlern oder einem offensichtlichen Bruch der Verfassung durch das Gesetz seine Unterzeichnung verweigern und das Gesetz somit nicht wirksam werden lassen kann (→&#160;Unterzeichnung und Prüfung von Gesetzen durch den Bundespräsidenten).
Österreich[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Gesetzgebungsverfahren (Österreich)
Polen[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Gesetzgebungsverfahren (Polen)
Schweiz[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Gesetzgebungsverfahren (Schweiz)
Vereinigte Staaten[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Gesetzgebungsverfahren (Vereinigte Staaten)
Deutsche Demokratische Republik[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Gesetzgebungsverfahren (DDR)
Gesetzgebung in der Europäischen Union[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Rechtsetzung der Europäischen Union
Siehe auch[Bearbeiten]RechtsetzungLiteratur[Bearbeiten]Thilo Brandner: Parlamentarische Gesetzgebung in Krisensituationen – Zum Zustandekommen des Finanzmarktstablilisierungsgesetzes, NVwZ 2009, S. 211–215.
Eike Michael Frenzel: Das Gesetzgebungsverfahren – Grundlagen, Problemfälle und neuere Entwicklungen, Teil 1: JuS 2010, S. 27–30, Teil 2: Jus 2010, S. 119–124.
Wolfgang Ismayr: Gesetzgebung im politischen System Deutschlands. In: Wolfgang Ismayr (Hrsg.): Gesetzgebung in Westeuropa. EU-Staaten und Europäische Union. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, S. 383–429.
Ulrich Karpen: 40 Jahre Gesetzgebungslehre in Deutschland und der Beitrag der ZRP, ZRP 2007, S. 234–235.
Michael Kloepfer: Gesetzgebungsoutsourcing – Die Erstellung von Gesetzentwürfen durch Rechtsanwälte, NJW 2011, S. 131–134.
Julian Krüper: lawfirm – legibus solutus? Legitimität und Rationalität des Gesetzgebungsverfahrens beim „Outsourcing“ von Gesetzentwürfen, JZ 2010, S. 655–662.
Konrad Redeker: Wege zu besserer Gesetzgebung, ZRP 2004, S. 160–163.
Wolfgang Thierse: Wege zu besserer Gesetzgebung – sachverständige Beratung, Begründung, Folgeabschätzung und Wirkungskontrolle, NVwZ 2005, S. 153–157.Weblinks[Bearbeiten]
&#160;Wiktionary: Gesetzgebung&#160;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, ÜbersetzungenLiteratur über Gesetzgebung im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Bundestag: Funktion und Aufgabe; Gesetzgebung
Art. 70 ff. GG
Weitere Gesetzgebungskompetenzen
„Pocket Politik“ – Übersicht mit Schaubild zur Gesetzgebung in der Bundesrepublik Deutschland
Weg zur Föderalismusreform auf den Seiten des Deutschen Bundestages
Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!
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Kraftfahrer Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland: Bertha Benz und Carl Benz
Als Kraftfahrer, Kraftfahrzeugführer, Kfz-Führer wird die Person (Fahrzeugführer) bezeichnet, die ein Kraftfahrzeug (beispielsweise PKW, LKW oder Omnibus) führt bzw. lenkt. In der Schweiz werden auch die Begriffe Automobilist und Autolenker verwendet. Ein Kraftfahrer, der einen Personenwagen lenkt, wird umgangssprachlich als Autofahrer bezeichnet.
Der Kraftfahrer kommt in uneinheitlicher Weise mit den Gesetzen zur Regelung des Straßenverkehrs in Berührung. Hierbei handelt es sich beispielsweise in Deutschland um das StVG, die StVO, die StVZO und die FeV. In Österreich sind es das KFG, das FSG und die StVO. Kraftfahrzeugführer i.S.d. § 18 StVG ist, wer das Fahrzeug lenkt und die tatsächliche Gewalt über das Steuer hat. Kraftfahrzeugführer ist, wer unter eigener Verantwortung ein Kfz leitet, d.h. betriebswichtige Verrichtungen ausführt, die erforderlich sind, damit die bestimmungsgemäßen Triebkräfte des KFZ zur Fortbewegung auf dasselbe Einwirken können[1] z. B. Kuppeln, Lenken, Bremsen, Gas geben, Anlassen, Lösen der Handbremse.
Üblicherweise benötigt man als Kraftfahrer zum Führen (umgangssprachlich „Lenken“) von Kraftfahrzeugen auf öffentlichem Verkehrsgrund eine Fahrerlaubnis (Lenkberechtigung, Fahrberechtigung) und einen Führerschein (Führerausweis), der eine vorhergehende Ausbildung und Prüfung sowie die Fahreignung voraussetzt.
Saudi-Arabien ist derzeit das weltweit einzige Land, in dem es nur Männern gestattet ist, Kraftfahrzeuge wie Autos zu steuern. Vereinzelt wird das Verbot von wenigen Frauen gebrochen.[2] Ende 2014 kündigt die saudi-arabische Regierung an, Frauen ab 30 Jahren das alleinige Führen eines Kraftfahrzeuges künftig zu erlauben.[3][4]
Bertha Benz steuerte ein Fahrzeug erstmals im August 1886 über eine etwa 107 Kilometer lange Strecke von Mannheim nach Pforzheim und war damit der erste Mensch, der eine solche Langstreckenfahrt unternahm.
Siehe auch[Bearbeiten]Fernfahrer (Güterverkehre im Straßenverkehr)
Kradmelder (Militärwesen)
Berufskraftfahrer (in Deutschland und Österreich verbreitete Bezeichnung)
Fahrzeugführer (jegliche Fahrzeuge)Weblinks[Bearbeiten]
&#160;Commons: Kraftfahrer&#160;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
&#160;Wiktionary: Autofahrer&#160;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Einzelnachweise[Bearbeiten]↑ Hentschel, König, Dauer: Straßenverkehrsrecht, § 21 StVG Rn. 10 m.w.N., C.H. Beck, 38. Auflage
↑ www.spiegel.de: Tabubruch am Steuer: Saudische Frauen wehren sich gegen das Auto-Verbot, 17. Juni 2011.
↑ Short-News:Saudi-Arabien, Frauen dürfen vielleicht bald legal Auto fahren
↑ Stern.de:Frauen dürfen endlich ans Steuer, aber …Normdaten&#160;(Sachbegriff): GND: 4032656-1 (AKS)
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Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfungStaatliche Ebene
Bund
Stellung
Bundesoberbehörde
Aufsichtsbehörde
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Gründung
1871
Hauptsitz
Berlin
Behördenleitung
Ulrich Panne
Bedienstete
ca. 1750
Haushaltsvolumen
133,5 Mio. € + 20 Mio. € Drittmittel[1]
Website
www.bam.de
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine Bundesoberbehörde und Einrichtung der Ressortforschung der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz im Berliner Ortsteil Lichterfelde. Unter ihrer Leitlinie Sicherheit in Technik und Chemie ist sie zuständig für die öffentliche technische Sicherheit und für metrologische Aufgaben in der Chemie. In der BAM sind über 1700 Mitarbeiter beschäftigt (Stand Ende 2013).Inhaltsverzeichnis
1 Verwendung des Organisationsnamens
2 Historische Entwicklung
3 Aufgaben
4 Tätigkeitsbereiche
5 Siehe auch
6 Weblinks
7 EinzelnachweiseVerwendung des Organisationsnamens[Bearbeiten]
Die Langversion des Namens ist zwar in Fachkreisen bekannt, aber in der Praxis wird die Einrichtung allgemein kurz mit BAM bezeichnet, obwohl Verwechslungsgefahr mit zahlreichen weiteren Bedeutungen von BAM besteht.[2]
Aufgrund der Aufgabe der BAM, pyrotechnische Gegenstände zu prüfen – was stets auch eine auf dem Gegenstand aufgedruckte BAM-Nummer (BAM-Kennzeichen)[3] zur Folge hat – wird beispielsweise von Mitarbeitern der Behörde gelegentlich gern das Selbstverständnis als „Ohne BAM kein Bumm“ wiedergegeben.
Historische Entwicklung[Bearbeiten]1871: Gründungserlass über die Mechanisch-Technische Versuchsanstalt als erste der königlich preußischen Versuchsanstalten
1904–1919: Königliches Materialprüfungsamt
1919–1945: Staatliches Materialprüfungsamt (MPA)
1920–1945: Chemisch-Technische Reichsanstalt (CTR) als Nachfolgeeinrichtung des 1889 gegründeten Militärversuchsamtes
1945: Zusammenfassung von MPA und CTR unter Betreuung durch den Magistrat von Berlin
1954: Übernahme der neu eingerichteten Bundesanstalt für mechanische und chemische Materialprüfung (BAM) von der Bundesrepublik Deutschland
1956: Namensänderung in Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM)
1969: Bundesoberbehörde
1986: Namenserweiterung zu Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)Aufgaben[Bearbeiten]
Die Aufgaben der BAM stehen im Aufgabenverbund Material–Chemie–Umwelt–Sicherheit. Die BAM hat den gesetzlichen Auftrag (Sprengstoffgesetz u.&#160;a.) für:Hoheitliche Funktionen für die öffentliche technische Sicherheit
Mitarbeit in der Regelsetzung (Gesetze, Verordnungen, nationale und internationale Normen)
Beratung der Bundesregierung, der Wirtschaft und von Organisationen in Fragen des Aufgabenverbunds
Entwicklung und Bereitstellung von Referenzverfahren und Referenzmaterialien
Weiterentwicklung von Sicherheit und Zuverlässigkeit in Chemie- und MaterialtechnikEine der bekanntesten Aufgaben der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung ist die Überprüfung von pyrotechnischen Erzeugnissen wie Feuerwerkskörpern. In Deutschland dürfen nur pyrotechnische Gegenstände verkauft werden, die von der BAM zugelassen bzw. im Rahmen einer Qualitäts-Sicherung geprüft sind.[4] Weitere in der Öffentlichkeit stark beachtete Tätigkeiten der BAM sind die Zulassung von Gefahrgutumschließungen für den Gefahrguttransport, die Weiterentwicklung der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung zur Früherkennung von Schädigungen und Vermeidung von Unfällen sowie die Entwicklung und Bereitstellung von Referenzmaterialien für die analytische Chemie z.&#160;B. in Umweltlaboratorien.[5]
Seit 2006 ist der Erhalt des Kulturerbes in der Zielvereinbarung zwischen der BAM und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie enthalten. Mit Projekten zur Untersuchung der Qumranrollen, der Himmelsscheibe von Nebra, mittelalterlichen Silberstiftzeichnungen oder historischen Tinten hat die BAM in diesem Arbeitsbereich internationale Anerkennung gefunden.
Tätigkeitsbereiche[Bearbeiten]
Die folgenden drei Tätigkeitsbereiche der BAM bilden ihre Schwerpunkte:Forschung und Entwicklung (FE)
Prüfung, Analyse, Zulassung (PAZ)
Beratung und Information (BI)Siehe auch[Bearbeiten]Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Berlin
Arbeitsgemeinschaft der Ressortforschungseinrichtungen
CHEMSAFEWeblinks[Bearbeiten]
&#160;Commons: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung&#160;– Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienBundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Material-Forum Berlin-Brandenburg
Seite mit einer stichwortartigen Übersicht über die Geschichte der BAMEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ [1]
↑ Universität Leipzig, Wortschatzabfrage: BAM (durchgeführt am 19. September 2010).
↑ BAM-Kennzeichen (.pdf).
↑ Rahmenrichtlinie zum Qualitätssicherungsverfahren von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse IV (PDF; 329&#160;kB).
↑ Rechtliche Grundlagen für die Aufgaben der BAM (Januar 2010) PDF-Datei (abgerufen am 9. September 2010).52.44194444444413.287222222222Koordinaten: 52°&#160;26′&#160;31″&#160;N, 13°&#160;17′&#160;14″&#160;O
Nachgeordnete Behörden des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe&#160;| Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung&#160;| Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle&#160;| Bundeskartellamt&#160;| Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen&#160;| Germany Trade and Invest&#160;| Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Normdaten&#160;(Körperschaft): GND: 2118472-0 (AKS) | LCCN: no88004884 | VIAF: 167945271
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Staatlich geprüfter Techniker ist ein berufsqualifizierender Abschluss in Deutschland.
Um die geschützte staatliche Abschlussbezeichnung führen zu dürfen, muss eine entsprechende Aufstiegsweiterbildung auf Tertiärstufe an einer Fachschule für Technik absolviert und das abschließende Staatsexamen bestanden worden sein. Die meisten Technikerschulen sind staatliche Fachschulen, jedoch gibt es auch private Bildungsträger, welche diese Weiterbildung anbieten.
Zu differenzieren ist hierbei, dass bei den Abschlüssen zum Staatlich geprüften Techniker nach einer vom Staat konzipierten Ausbildungs- und Prüfungsordnung ausgebildet und geprüft wird, während hingegen bei den Staatlich anerkannten Technikern die Fachschule selbst die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen erstellt, welche von der zuständigen Schulaufsichtsbehörde (Oberschulamt) genehmigt werden müssen.
Bei der Abschlussbezeichnung Staatlich anerkannter Techniker handelt sich also um Fachschulabschlüsse, die an privaten, staatlich anerkannten Fachschulen (die Ergänzungsschulen sind) erworben werden. Sie sind mit den Abschlüssen an staatlichen und privaten Fachschulen (die Ersatzschulen sind) gleichzusetzen.Inhaltsverzeichnis
1 Zugangsvoraussetzungen1.1 Beispiel: Regelung in Niedersachsen
2 Dauer, Kosten und Förderung
3 Ausbildungsinhalte
4 Staatliche Prüfung4.1 Projektarbeit
5 Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung
6 Internationale Einstufung6.1 State-Certified Engineer (SCE)
6.2 Europäischer und Deutscher Qualifikationsrahmen EQR/DQR
7 Fachrichtungen und Spezialisierungen
8 Berufsleben und Anforderungen8.1 Berufsleben
8.2 Berufliche Anforderungen
9 Einzelnachweise
10 WeblinksZugangsvoraussetzungen[Bearbeiten]
Erforderlich zum Besuch einer Fachschule für Technik in Deutschland:[1]Eine abgeschlossene Berufsausbildung in der jeweiligen Fachrichtung von mindestens zweijähriger Dauer und eine spätere einschlägige berufliche Tätigkeit von mindestens einem Jahr (inklusive Ausbildung mindestens 4 Jahre)
Berufsschulabschluss
alternativ zur abgeschlossenen Ausbildung kann der Nachweis einer siebenjährigen qualifizierten Tätigkeit in einem der Fachrichtung entsprechenden Beruf als Zugangsberechtigung genügen (außerdem mindestens Mittlere Reife)
Eine berufsnahe Verwendung bei der Bundeswehr kann mit einer Bescheinigung des BFD (Berufsförderungsdienst) angerechnet werden.Beispiel: Regelung in Niedersachsen[Bearbeiten]
Die niedersächsische Verordnung über Berufsbildende Schulen (BbS-VO) sieht folgende Zulassungsvoraussetzung für die staatliche Technikerprüfung vor:[2]Sekundarabschluss 1/Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsabschluss, der Berufsschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsstand und eine einschlägige Berufsausbildung sowie eine einschlägige Berufstätigkeit von einem Jahroder
Sekundarabschluss 1/Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsabschluss, der Berufsschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsstand und eine einschlägige Berufstätigkeit von sieben Jahren.Dauer, Kosten und Förderung[Bearbeiten]
Die Aufstiegsweiterbildung umfasst mindestens 2.400 Unterrichtsstunden[1] und kann in Vollzeit (2 Jahre bzw. 4 Semester) oder Teilzeit (mindestens 3 Jahre[3] bzw. 6 Semester, je nach Fachrichtung und Fachschule aber auch 4 Jahre bzw. 8 Semester[4]) als auch in Form eines Fernstudium mit flexibler Zeiteinteilung absolviert werden.
An staatlichen Fachschulen ist die Aufstiegsweiterbildung unter Umständen kostenfrei, wobei auch an diesen Fachschulen für Technik teilweise Ausbildungs- und Prüfungsgebühren in Höhe von mehreren hundert Euro anfallen können.
Gerade in der Vollzeitform fallen Lebenshaltungskosten an, welche aufgrund der Vollzeitausbildung nicht mehr durch die zuvor üblicherweise ausgeübte berufliche Tätigkeit gedeckt werden können. Es besteht darum die Möglichkeit der Förderung durch das Meister-BAföG in Form eines zinsgünstigen Darlehens. Eine weitere Möglichkeit der Förderung besteht in Form des Schüler-BAföG, welches (unter Umständen) nicht zurückgezahlt werden muss.[5]
Ausbildungsinhalte[Bearbeiten]
Neben den fachbezogenen Ausbildungsinhalten der jeweiligen Fachrichtung werden auch fachübergreifende Unterrichtsinhalte vermittelt, die für den beruflichen Alltag wichtig sind. Die Fach- u. Schwerpunktbezogenen Inhalte variieren je nach Fachrichtung des Technikers.
Exemplarisch: Die Ausbildungsinhalte des Staatlich geprüften Techniker Fachrichtung Mechatronik mit Schwerpunkt Maschinen- und Anlagentechnik.
Aufgabengebiet Sprache und Kommunikation
Deutsch [Kommunikation]
Englisch
Aufgabengebiet Gesellschaft und Umwelt
Politik, Wirtschaft, Recht und Umwelt
Aufgabengebiet Personalentwicklung
Berufs- und Arbeitspädagogik I
Fachrichtung und Schwerpunkt bezogener Bereich
Mathematik
Aufträge mit Methoden des Projektmanagements bearbeiten
Elektrische, elektromechanische und elektronische Baugruppen analysieren und in Betrieb nehmen
Mechanische Baugruppen analysieren
Steuerungen analysieren, konzipieren und optimieren
Kommunizieren und Präsentieren mit Hilfe unterschiedlicher Medien und Datenverarbeitungssysteme
Betriebliche Daten verwalten und präsentieren
Komplexe mechatronische Systeme automatisieren
Mechatronische Systeme analysieren, konzipieren, optimieren und in Betrieb nehmen
Produktions- und Arbeitsabläufe planen, steuern und optimieren sowie Qualität organisieren
Projektarbeit
Wahlpflichtbereich
Unternehmensführung und Existenzgründung
Wahlbereich
Berufs- und Arbeitspädagogik II
Ergänzungen und Vertiefungen des Pflichtbereiches
Folgende zusätzliche Ausbildungen werden häufig mit angeboten:Ausbildung der Ausbilder
Microsoft Certified Professional (MCP) GrundausbildungStaatliche Prüfung[Bearbeiten]
Die Aufstiegsweiterbildung endet mit einem Staatsexamen, welches sich an Fachschulen aus vier allgemeinbildenden, vier fachbezogenen Fächern und der Projektarbeit (Technikerarbeit) inklusiv Kolloquium zusammensetzt. Die vier fachbezogenen Fächer müssen die verschiedenen Schwerpunkte aus der Fachausbildung abdecken. In manchen Bundesländern (beispielsweise Bayern) können seit 2011 die vier Fächer aus einer von der Fachschule bestimmten Auswahl selbst gewählt werden. Von der Schulform (anerkannt oder geprüft) und Region abhängig, können mehrere Fachbereiche in einer staatlichen Examensarbeit kombiniert werden. Zum Bestehen der Prüfung muss in jedem Prüfungsfach mindestens ausreichend oder besser erreicht werden; bei einer mit 5.0 mangelhaft benoteten Leistung folgt in diesem Fach eine mündliche Nachprüfung. In manchen Bundesländern (beispielsweise Bayern) werden beim Staatlich geprüften Techniker die Vornoten aus den vorhergegangenen Ausbildungsjahren nicht in das Prüfungsergebnis eingerechnet bzw. einbezogen. Sie sind dann nur ausschlaggebend für die Prüfungszulassung. In diesem Fall muss in allen Fächern eine Prüfung abgelegt werden. Die Prüfungsformen sind, wie die angebotenen fachbezogenen Fächer, landesweit nicht einheitlich und werden von der Fachschulleitung jeder Fachschule mitbestimmt.
Die Technikerweiterbildungen und -prüfungen regeln die einzelnen Bundesländer in ihren Schul- bzw. Fachschulordnungen auf Grundlage der bundeseinheitlichen Rahmenvereinbarung über Fachschulen.[1]
Projektarbeit[Bearbeiten]
Gemäß der Rahmenvereinbarung über Fachschulen kann ein Teil der staatlichen Prüfung eine Projektarbeit (auch Technikerarbeit genannt) sein.[1] Da ein Techniker auch in der Berufspraxis technische Berichte und Projektberichte verfassen bzw. präsentieren muss, bestehen die Fachschulen für Technik in der Regel auf eine solche Arbeit. Der benötigte Zeitumfang variiert von ca. 160 – 240 Stunden.
Die Projektarbeit kann entweder eine theoretische (Vorstudie, Konzept etc.) oder eine praktische Ausarbeitung beinhalten (beispielsweise Entwicklung eines neuen Produktes, Einführung eines QMS, Entwicklung eines neuen Verfahrens).
In der Projektarbeit müssen sämtliche, notwendigen Berechnungen und Entscheidungen umfangreich und ersichtlich dokumentiert werden (In der Regel müssen drei schriftliche Exemplare der Projektarbeitsdokumentation vorgelegt werden). Die Projektarbeit muss vor dem staatlichen Prüfungsgremium präsentiert werden (In der Regel wird das in einer öffentlichen Veranstaltung gemacht, wo auch Interessierte aus Industrie und Handwerk Zutritt haben). Im Anschluss daran findet das (nicht öffentliche) Kolloquium statt. Hier muss die Projektarbeit vor dem staatlichen Prüfungsausschuss verteidigt werden. Die Projektnote wird im Abschlusszeugnis aufgeführt, je nach Bundesland auch das Projektthema.
Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung[Bearbeiten]
Nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 6. März 2009 erhalten Inhaber von Abschlüssen von Fachschulen entsprechend der Rahmenvereinbarung über Fachschulen der Kultusministerkonferenz die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung.[6]
Internationale Einstufung[Bearbeiten]
State-Certified Engineer (SCE)[Bearbeiten]Dieser Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
WER übersetzt hier WO? Und ohne vernünftigen Beleg ist und bleibt dieser Abschnitt Theoriefindung.
Der von staatlichen Fachschulen vergebene Berufstitel „Staatlich geprüfter Techniker“ wird für eine bessere Zuordnung außerhalb Deutschlands mit „State-Certified Engineer“ übersetzt. Durch die Festlegung der Amtssprache deutsch ist alleine der deutsche Berufstitel in Deutschland rechtsbindend. Die englische Übersetzung „State-Certified Engineer“ wird und darf bei der Zeugnisübersetzung des deutschen Berufstitels von staatlichen Fachschulen herangezogen und vergeben werden. Eine Verwendung der englischen Übersetzung, ohne dass ein amtliches Fachschulzeugnis mit der Vergabe des Titels „Staatlich geprüfter Techniker“ vorliegt, ist nicht rechtsgültig.
Europäischer und Deutscher Qualifikationsrahmen EQR/DQR[Bearbeiten]
Das Ausbildungsniveau des Staatlich geprüften Technikers mit seinen mindestens 2.400 Stunden liegt über dem eines Handwerksmeister oder Industriemeisters. Die erworbenen Kompetenzen befähigen den Staatlich geprüften Techniker für Brückenfunktionen zwischen Entwicklung, Konstruktion und Produktion. Staatlich geprüfte Techniker sind für spezielle und übergreifende Aufgaben koordinierender, gestaltender und anleitender (Auch auf pädagogischer Art sind sie dafür entsprechend qualifiziert) Art qualifiziert. Sie besitzen die Kompetenz für Entscheidungen, Planung und ihre Umsetzung. Außerdem sind sie in der Lage, ihre durchgeführten Entscheidungen in hohem Maß zu reflektieren. In Aufgaben- und Projektbezogenen-Teams sind sie tätig und übernehmen Führungsaufgaben in definierten Funktionsbereichen. Dabei können sie ihre erweiterte berufliche Handlungskompetenz in den Dimensionen Fachkompetenz, Human- und Sozialkompetenz sowie Methoden- und Lernkompetenz einbringen.
Um das erworbenen Kompetenzniveau in der Europäischen Union und auch in Deutschland einstufen zu können, wurde am 31. Januar 2012 im Rahmen der Erstellung des Europäischen und Deutschen Qualifikationsrahmen EQR / DQR, der Staatlich geprüfte Techniker auf die Stufe 6 von 8 eingeordnet. Damit stehen die Abschlüsse Staatlich geprüfter Techniker und Bachelor auf der gleichen Stufe.[7]
Zu diesem Sachverhalt veröffentlichte der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) ein Positionspapier,[8] das herausstellt, dass die Abschlüsse Techniker, Bachelor und Meister dem gleichen Kompetenzniveau entsprächen, jedoch nicht gleichartig seien. Die Kompetenzen von Bachelor-Absolventen, staatlich geprüften Technikern und Meister unterscheiden sich laut Meinung des VDI erheblich. Nach Angaben des VDI dürfe die Einstufung von Bachelor, Techniker und Meister keinesfalls so missverstanden werden, dass sie die gleichen Tätigkeiten ausführen könnten.
Fachrichtungen und Spezialisierungen[Bearbeiten]
Einige Zweige (mit den im Laufe der Ausbildung zu wählenden Schwerpunkten) sind:
Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Elektrotechnik bzw. Elektrotechniker
Staatlich geprüfter Maschinenbautechniker[9]Betriebstechnik
Entwicklung und Konstruktion
Fertigungstechnik
Verfahrenstechnik
Techniker für allgemeinen Maschinenbauin einigen Bundesländern ohne Schwerpunktwahl[9]
Staatlich geprüfter Techniker für Mühlenbau, Getreide- und Futtermitteltechnik[10]müllereibezogene Verfahrenstechnik Müllereitechniker[11]
müllereibezogener Anlagenbau Mühlenbautechniker[12]
Staatlich geprüfter Gießereitechniker[13]
Staatlich geprüfte Techniker für Milchwirtschaft und Molkereiwesen[14]
BergbautechnikTagebautechnik
Maschinentechnik[15]Bergbaumaschinen
Konstruktion
Werkzeugbau
Fertigungstechnik
Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung MechatronikMaschinen- und Anlagentechnik
Systemtechnik
Kältesystemtechnik
Kraftfahrzeugtechnik[16]
Karosserie- und Fahrzeugtechnik
Elektrotechnik[17]Datenverarbeitungstechnik
Netzwerktechnik
Erneuerbare Energien
Energietechnik und Prozessautomatisierung
Informations- und Kommunikationstechnik
Automatisierungstechnik
Systemtechnik/Gebäudetechnik
InformationstechnikIT-Sicherheitsmanagement[18]
Information Technology and Business[19]
Computersystem- und Netzwerktechnik
Medien- und Informationssystemtechnik
Technische Informatik[20]
Staatlich geprüfter Druck- und Medientechniker[21]Drucktechnik
Medientechnik
Staatlich geprüfter Techniker (FS) für Informatik[22]Fachrichtung Netzwerktechnik
Fachrichtung Softwaretechnologie
Fachrichtung Datenbanktechnologie
Luft- und RaumfahrttechnikStaatlich geprüfter Techniker für Luftfahrzeugsystemtechnik &amp; Triebwerkstechnik[23]Mikrosystemtechnik[24]
Bautechnik/Bautechniker[25]Glasbautechnik
Hochbau
Metallbautechnik
Tiefbau
Baustofftechnik
Hochbaukonstruktion
Baubetriebslehre
Vermessungstechnik
Geotechnik, Bohrtechnik[26]
Heizungs- Lüftungs- und Klimatechnik Techniker HKLFacilitymanagement
Sanitärtechnik
Holztechnik[27]
Staatlich geprüfter Chemietechniker [28]Labortechnik
Betriebstechnik
Biochemie
Umweltschutz
Medizintechnik
UmwelttechnikAbwassertechnik
Abfalltechnik
Wasserversorgungstechnik
Verfahrenstechnik
Labortechnik
Biotechnik
Werkstofftechnik
LebensmitteltechnikProzessplanung und -management
Qualitäts- und Umweltmanagement
Kunststoff- und Kautschuktechnik
Physiktechnik
Vermessungstechnik
VerkehrstechnikerVerkehrsmanagement
Eisenbahnbetrieb
Gartenbau
Staatlich geprüfter Techniker für Garten- und Landschaftsbau[29]
Staatlich geprüfte Techniker Galvanotechnik[30]
Staatlich geprüfte Techniker Leiterplattentechnik[31]
Staatlich geprüfter Farb- u. Lacktechniker [32]
Staatlich geprüfter Korrosionsschutztechniker [33]
Staatlich geprüfter Keramiktechniker
Zerspanungstechniker (neu seit 2005 in BW)
Staatlich geprüfter Techniker für Baudenkmalpflege und Altbauerneuerung[34]
Staatlich geprüfte Textiltechniker[35]in den Schwerpunkten Spinnerei, Weberei, Maschentechnik, Vliesstofferzeugung oder Veredlung
Ledertechnik[36]
Staatlich geprüfter Techniker im Landbau[37]
Staatlich geprüfter Glasbautechniker[38]
Staatlich geprüfter Techniker für Weinbau und Oenologie[39]
Staatlich geprüfter Schuhtechniker[40]in den Schwerpunkten Modellgestaltung oder Betriebstechnik
Staatlich geprüfter Forsttechniker[41]
Berufsleben und Anforderungen[Bearbeiten]
Berufsleben[Bearbeiten]
Der Abschluss zum Staatlich geprüfter Techniker erlaubt in allen Handwerken gleicher oder gleichgestellter Fachrichtung die Eintragung in die Handwerksrolle, die bei der Handwerkskammer geführt wird. (Novellierung der Handwerksordnung §&#160;7.2)
Im Handwerk übernimmt er die Betriebs-, Personal-, Unternehmensführung bzw. Ausbildung von Nachwuchsfachkräften als Ausbilder oder Ausbildungsleiter.
In der Industrie ist er in der Forschung, Entwicklung oder im Projektmanagement zu finden. Hier ist er als Projektleiter, Konstrukteur, Prozessplaner oder Qualitätsplaner tätig. Des Weiteren umfasst sein Einsatzgebiet die Arbeitsvorbereitung in der Produktion sowie die Abteilungs-, Produktions- und Betriebsleitung. Zudem besitzt er Kenntnisse und Fähigkeiten, welche in der betrieblichen Qualitätssicherung und im Qualitätsmanagement eingesetzt werden können. Einsatzgebiete findet er auch im Einkauf, Vertrieb, und Controlling. Auch in der Industrie ist er für die Ausbildung von Nachwuchsfachkräften als Ausbilder oder Ausbildungsleiter tätig.
Im deutschen Bildungssystem ist er als technischer Fachlehrer[42] an beruflichen Schulen tätig.
Berufliche Anforderungen[Bearbeiten]
Exemplarisch: Auszug aus dem Lehrplan „Hessen“ für den Staatlich geprüften Techniker Fachrichtung Mechatronik[43]
Im Rahmen der betrieblichen Tätigkeitsbereiche führt der Staatlich geprüfte Techniker folgende typische Tätigkeiten unter Beachtung vorgegebener Regeln, Normen und Vorschriften aus:Methoden der Ideenfindung und Bewertung anwenden,
Lösungsstrategien entwickeln, Lösungsverfahren auswählen,
Planungs- und Arbeitsschritte dokumentieren,
Arbeitsanweisungen und Betriebsanleitungen erstellen,
Ingenieurwissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden anwenden,
Lösungen technisch und wirtschaftlich beurteilen,
Technik human-, sozial- und umweltverträglich gestalten,
Baugruppen, Anlagen und Systeme entwickeln und produzieren,
Anlagen und Systeme planen und realisieren,
Baugruppen, Anlagen und Systeme inbetriebnehmen und instand halten,
Kostenrechnungen durchführen,
Qualitäts- und Umweltmanagement anwenden
Beraten und verkaufen,
Ausbilden, Fortbilden.Die Breite der Verantwortung reicht von der Erledigung definiert vorgegebener Aufträge, der Mitwirkung bei der Abwicklung bis zur selbstständigen Planung und Durchführung von Projekten. Um diesen Verantwortungsrahmen auszufüllen, muss der Staatlich geprüfte Techniker:Probleme analysieren, strukturieren und lösen,
Informationen selbstständig beschaffen, auswerten und strukturieren,
fähig sein, im Team zu arbeiten, aber auch Führungsaufgaben zu übernehmen,
sich in einer Fremdsprache berufsbezogen informieren und kommunizieren,
sich berufsbegleitend fortbilden.Einzelnachweise[Bearbeiten]↑ a b c d Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 7. November 2002 i.d.F vom 9. Oktober 2009. Website der Kultusministerkonferenz. (pdf, abgerufen am 25. Januar 2010; 173&#160;kB).
↑ Verordnung über Berufsbildende Schulen (BbS-VO)Vorlage:§§/Wartung/alt-URL. Kapitel Ergänzende und abweichende Vorschriften für die Fachschule §&#160;3 Aufnahmevoraussetzungen
↑ [1], bdvi.de
↑ Chemietechniker, vdc-cta.de
↑ t-online.de: Schüler-BAföG: Welches BAföG muss ich wie zurückzahlen? 24.&#160;März 2015, abgerufen am 19.&#160;August 2015.&#160;
↑ Hochschulzugang für beruflich qualifizierte Bewerber ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung (PDF; 22&#160;kB)
↑ Annual Report 2008, eureta.org (pdf; 539&#160;kB)
↑ VDI zum Deutschen Qualifikationsrahmen April 2012, vdi.de (pdf; 50&#160;kB)
↑ a b Maschinenbautechniker Berufenet
↑ Techniker/in für Mühlenbau, Getreide- und Futtermitteltechnik, berufenet
↑ Müllereitechniker, berufenet
↑ Mühlenbautechniker, berufenet
↑ Gießereitechniker, berufenet
↑ Techniker/in für Milchwirtschaft und Molkereiwesen, berufenet
↑ Maschinentechnik, berufenet
↑ Kraftfahrzeugtechnik, berufenet
↑ Elektrotechnik, berufenet
↑ IT-Sicherheitsmanagement, TA-Weilburg
↑ Information Technology and Business, Werner-von-Siemens-Schule
↑ Technische Informatik, berufenet
↑ Druck- und Medientechniker, berufenet
↑ Techniker (FS) für Informatik, berufenet
↑ [2]
↑ Mikrosystemtechnik, berufenet
↑ Bautechnik, berufenet
↑ Geotechnik, Bohrtechnik, berufenet
↑ Holztechnik, berufenet
↑ http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/?dest=profession&amp;prof-id=5795
↑ Techniker/in für Garten- und Landschaftsbau, berufenet
↑ Techniker/in Galvanotechnik, berufenet
↑ Techniker/in Leiterplattentechnik, berufenet
↑ http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&amp;prof-id=5813
↑ http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/?dest=profession&amp;prof-id=5842
↑ Techniker für Baudenkmalpflege und Altbauerneuerung, berufenet
↑ Textiltechniker/in, berufenet
↑ Ledertechnik, berufenet
↑ Techniker im Landbau, berufenet
↑ Glasbautechniker, berufenet
↑ Techniker für Weinbau und Oenologie, landwirtschaft-bw.info (pdf)
↑ [3]
↑ [4]
↑ http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/docroot/r1/blobs/pdf/bkb/9392.pdf
↑ Bildung in Hessen Lehrplan: Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung MechatronikWeblinks[Bearbeiten]Verein der Techniker<!–NewPP limit report
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Das Vorbringen oder der Vortrag einer Prozesspartei (Parteivortrag) stellt die Gesamtheit der Behauptungen dar, die eine Partei im Prozess vorbringt. Man unterscheidet zwischen Rechtsansichten und Tatsachenbehauptungen. Nach § 291 ZPO bedürfen gerichtsbekannte offenkundige Tatsachen keines Beweises §&#160;291. Der Vortrag von Tatsachen ist vor allem im Zivilprozess von Bedeutung. Das Zivilgericht hat den tatsächlichen Sachverhalt nicht von Amts wegen aufzuklären, sondern den Tatsachenvortrag der Parteien zugrunde zu legen (Verhandlungsgrundsatz oder Beibringungsgrundsatz) und hierüber gegebenenfalls Beweis zu erheben (vgl. näher hierzu Relationstechnik).Inhaltsverzeichnis
1 Die Rechtslage im deutschen Zivilprozess
2 Wahrheitspflicht der Parteien
3 Wahrheitspflicht des Rechtsanwalts
4 Erklärungspflicht4.1 Zugestandenes Vorbringen
4.2 Bestrittenes Vorbringen
4.3 Fehlende Erklärung
5 Nichtwissen
6 Substantiiertes Vorbringen
7 Literatur
8 Siehe auch
9 EinzelnachweiseDie Rechtslage im deutschen Zivilprozess[Bearbeiten]
Die Zivilprozessordnung (ZPO) regelt die Erklärungs- und Vortragspflichten der Parteien näher in §&#160;138.
Wahrheitspflicht der Parteien[Bearbeiten]
Dieser enthält zunächst in § 138 Abs. 1 die Normierung der Wahrheitspflicht der Partei. (Die Parteien haben ihre Erklärungen über tatsächliche Umstände vollständig und der Wahrheit gemäß abzugeben). Soweit hier auch ein vollständiger Vortrag gefordert wird, meint dies nicht, dass die Partei verpflichtet wäre, alles vorzutragen, was zur Sache gehören könnte. Die Pflicht zur Vollständigkeit ist vielmehr ein Unterfall der Wahrheitspflicht und meint, dass die Erklärung der Partei nicht durch Auslassungen unwahr werden darf. Im Übrigen ist unvollständiges oder unsubstantiiertes Vorbringen nur insoweit sanktioniert, als dass es regelmäßig die Aussichten der Partei, im Prozess zu obsiegen, schmälern wird.
Wahrheitspflicht des Rechtsanwalts[Bearbeiten]
Der Rechtsanwalt ist zur Wahrheit im Zivilprozess verpflichtet. Er darf zugunsten seines Mandanten weder unwahre Tatsachen vortragen noch wahre Tatsachen verschweigen, sofern dies zu einer unwahren Sachverhaltsdarstellung führt. Ebenfalls untersagt ist ihm das Bestreiten wahrer Tatsachen. Seine Wahrheitspflicht ergibt sich aus seiner Stellung als Organ der Rechtspflege (§ 1 BRAO). Danach ist er verpflichtet, an der Verwirklichung und Aufrechterhaltung der Rechtspflege mitzuwirken, was ihm Unwahrheiten vor Gericht wegen der Gefahr von Fehlurteilen verbietet. Wenn er gleichwohl Unwahrheiten vorträgt und die Gegenseite dadurch den Prozess verliert, haftet er dieser auf Schadensersatz. Dies ist ein Fall der sogenannten Dritthaftung, weil der Anwalt hier nicht seinem Mandanten, sondern einem Nichtmandanten (Dritten) haftet.
Erklärungspflicht[Bearbeiten]
In § 138 Abs. 2 und 3 wird sodann die Erklärungspflicht jeder Partei näher dargelegt. Hierbei bestimmt Abs. 2, dass jede Partei sich über die von dem Gegner behaupteten Tatsachen zu erklären hat. Diese Erklärung kann dabei grundsätzlich dahingehen, dass das gegnerische Vorbringen entweder zugestanden oder bestritten wird.
Zugestandenes Vorbringen[Bearbeiten]
Gesteht der Gegner eine Tatsachenbehauptung der anderen Partei zu, so liegt insoweit ein unstreitiger Vortrag vor. Bedeutsam ist hierbei, dass das Gericht an das unstreitige Parteivorbringen gebunden ist. Es darf über Fragen, die zwischen den Parteien eines Zivilprozesses nicht in Streit stehen, keinen Beweis erheben. Selbst wenn das Gericht aus anderen Gründen von der Unrichtigkeit des unstreitigen Vorbringens überzeugt ist, muss es dennoch seine rechtliche Würdigung an dem unstreitigen Sachvortrag der Parteien ausrichten.
Die Regelungen über den unstreitigen Vortrag sind eine direkte Folge dessen, dass es im Zivilprozess gerade keine Amtsaufklärungspflicht gibt. Das Gegenteil gilt etwa im Strafprozess: Hier kommt dem Gericht nach §&#160;244 Abs. 2 StPO eine umfassende Pflicht zur Sachverhaltsaufklärung zu. Das Gericht wäre deswegen daran gehindert, ein Geständnis des Angeklagten ungeprüft seiner Verurteilung zu Grunde zu legen, weil der Sachverhalt zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft unstreitig sei.
Bestrittenes Vorbringen[Bearbeiten]
Bestreitet eine Partei das Vorbringen der anderen, so ist zunächst zu prüfen, ob eine der Parteien für das jeweilige Vorbringen Beweis angeboten, also ein Beweismittel benannt hat, durch welches das bestrittene (oder: streitige) Vorbringen bewiesen werden soll. Hier kommen alle auch aus anderen Verfahrensordnungen bekannten Beweismittel, wie der Zeugenbeweis, der Beweis durch Sachverständigengutachten, gerichtlichen Augenschein oder Urkunden in Betracht. Ist zu einer für die Entscheidung erheblichen Tatsache ein Beweis angeboten worden, so muss das Gericht diesen Beweis erheben. Erachtet es nach durchgeführter Beweiserhebung das Vorbringen für bewiesen, kann und muss das Gericht dieses Vorbringen seinem Urteil auch dann zu Grunde legen, wenn die Gegenseite an ihrem Bestreiten festhält. Gelingt der Beweis nicht, oder fehlt es von vornherein an einem Beweisangebot, so muss das Gericht fragen, welche der Parteien für den streitigen Umstand beweispflichtig wäre, und die Tatsache, dass eine Aufklärung nicht möglich war, zum Nachteil ebendieser Partei werten.
Fehlende Erklärung[Bearbeiten]
§ 138 Abs. 3 bestimmt die Folge, die sich aus einem Verstoß gegen die Pflicht zur vollständigen Erklärung gemäß § 138 Abs. 2 ergibt: In diesem Falle ist nämlich das gegnerische Vorbringen wie zugestandenes Vorbringen zu behandeln. Man spricht hier von der Geständnisfiktion. Zu beachten ist jedoch, dass es hier nicht zwingend eines ausdrücklichen Bestreitens bedarf. Aus einer Gesamtbetrachtungsweise des übrigen Parteivorbringens, bei dem auch zeitlich vorhergehendes Vorbringen zu berücksichtigen ist, kann sich vielmehr auch ein konkludentes Bestreiten ergeben, so dass hieraus trotz fehlender expliziter Erklärung eben nicht die Behandlung des gegnerischen Vorbringens als zugestandenes Vorbringen folgt. Ferner reicht für die Annahme einer Geständnisfiktion nicht schon das lediglich fehlende Bestreiten aus. Vielmehr muss laut Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ein konkludent geäußerter Geständniswille gegeben sein.[1]
Nichtwissen[Bearbeiten]
Im Rahmen des Vorbringens einer Partei können Umstände behauptet werden, welche die Gegenseite weder zugestehen möchte, noch substantiiert bestreiten kann. Ein Beispiel wäre das Vorbringen eines als Kläger auftretenden Vermieters, der zur Begründung seiner Räumungsklage ausführt, andere Mieter hätten sich über den Beklagten beschwert, weil dieser die Hausordnung nicht einhalte. Der Beklagte kann nicht wissen, ob sich andere Mieter gegenüber dem Vermieter beschwert haben. Im Rahmen seiner Wahrheitspflicht (s.o.) kann er sich also allenfalls darüber erklären, ob er die Hausordnung eingehalten hat, zu dem Verhalten der anderen Mieter aber nichts sagen. In diesem Falle kann er sich über das klägerische Vorbringen mit Nichtwissen erklären. Die Erklärung mit Nichtwissen wird allgemein als Bestreiten mit Nichtwissen bezeichnet, obschon es sich hierbei streng genommen nicht um ein Bestreiten sondern um die Angabe von Ungewissheit handelt. Allerdings sind die Rechtsfolgen der Erklärung mit Nichtwissen dieselben wie diejenigen eines Bestreitens: Der Sachverhalt, über den sich eine Partei zulässigerweise mit Nichtwissen erklärt hat, ist kein unstreitiges Vorbringen, so dass entweder Beweis erhoben oder nach den Regeln der Beweislast entschieden werden muss.
Für die Erklärung mit Nichtwissen bestimmt § 138 Abs. 4 ZPO, dass sich eine Partei zulässigerweise nur über solche Tatsachen mit Nichtwissen erklären darf, die weder ihre eigenen Handlungen betreffen, noch Gegenstand ihrer eigenen Wahrnehmung gewesen sind. In dem bereits erwähnten Beispiel darf sich also der im Prozess als Beklagter auftretende Mieter über die Äußerungen der anderen Mietern mit Nichtwissen erklären. Sein eigenes Verhalten muss er aber entweder zugestehen oder mit einer konkreten Behauptung (es ist unrichtig, dass der Beklagte nachts gelärmt habe, vielmehr hat er ab 22 Uhr stets vermieden, lauter als mit Zimmerlautstärke Radio zu hören oder sonst seine Mitmieter durch Lärm zu belästigen) bestreiten. Bestreitet eine Partei dagegen unzulässigerweise mit Nichtwissen, so gilt das Vorbringen somit zwar als formal streitig und wird als solches im Urteilstatbestand auch dargestellt, jedoch wird die jeweilige Tatsache im Verfahren aufgrund der Unzulässigkeit im Rahmen der Entscheidungsfindung als unstreitig zugrundegelegt, da sie insofern gemäß der Regelung des § 138 Abs. 3 ZPO als zugestanden angesehen wird.
Substantiiertes Vorbringen[Bearbeiten]
Der Begriff des substantiierten Vorbringens formuliert abstrakt die Frage danach, wie genau und wie detailliert eine Partei ihren Tatsachenvortrag im Einzelfall ausgestalten muss. Grundsätzlich richtet sich die Substantiierungslast nach dem Vortrag, welcher bestritten wird. Pauschales Vorbringen etwa darf der Gegner ebenfalls pauschal Bestreiten. Macht die eine Seite hingegen konkrete Angaben, reicht ein pauschales Bestreiten nicht mehr aus, ein solches gilt vielmehr als Nichtbestreiten mit der Folge des § 138 III ZPO. Die andere Partei muss vielmehr ebenfalls, gemessen am Maßstab des zu bestreitenden Vortrags, konkret vortragen. Kommt sie dem nicht nach, erfolgt überdies bereits im Tatbestand der gerichtlichen Entscheidung keine streitige Darstellung dieser Tatsachen.
Literatur[Bearbeiten]Frank Lindenberg: Wahrheitspflicht und Dritthaftung des Rechtsanwalts im Zivilverfahren. Deutscher Anwaltverlag, Bonn 2002, ISBN 3-8240-5214-8Siehe auch[Bearbeiten]Darlegungslast
Gutachten
Relationstechnik
Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!
Einzelnachweise[Bearbeiten]↑ BVerfG, Beschluss vom 6.2.2001 – 1 BvR 1030/00, RN 20ff<!–NewPP limit report
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Die Planungszelle oder Bürgergutachten ist ein von Peter C. Dienel entwickeltes Beratungs- und Partizipationsverfahren, welches demokratische Teilhabe des einzelnen Bürgers an verschiedenen Planungs- und Entscheidungsprozessen ermöglicht, etwa innerhalb der Bürgerbeteiligung.Inhaltsverzeichnis
1 Entwicklung
2 Verfahren
3 Ergebnisse
4 Weiterentwicklung
5 Auswahl durchgeführter Planungszellen
6 Siehe auch
7 Literatur
8 Weblinks
9 EinzelnachweiseEntwicklung[Bearbeiten]
Peter C. Dienel
Die Planungszelle ist ursprünglich als Beratungsverfahren zur Verbesserung von Planungsentscheidungen vom Soziologieprofessor Peter C. Dienel (Bergische Universität Wuppertal) in den 1970er Jahren entwickelt worden. Später erwies sie sich aber vor allem als ein gangbarer Weg zur Freigabe der Bürgerrolle für alle. Die aufgabenorientierte, aber befristete Mitarbeit macht die mitsteuernde Teilhabe am Staat für die Bevölkerung erlebbar.
Im Vordergrund steht heute allerdings noch der Einsatz der Planungszelle zur Verbesserung, Beschleunigung und auch Verbilligung eines aktuellen Planungsvorhabens. Hier werden jeweils mindestens vier dieser Zellen zur Erarbeitung eines Bürgergutachtens auf ein – mitunter als kaum lösbar geltendes – Problem angesetzt. Die Lösungsvorschläge des Bürgergutachtens werden meist von den nicht teilnahmeberechtigten Bewohnern des Einzugsbereiches eines Planungszelle-Projektes („Mantelbevölkerung“) als unvoreingenommen neutral akzeptiert. Sie werden dann auch von der Politik und der Verwaltung für ihre Planungen übernommen.
Verfahren[Bearbeiten]
Ausgehend von den Einsichten, dass Entscheidungsbeteiligung Informiertheit voraussetzt, dass Informieren Zeit erfordert und dass Zeit Geld ist, lassen sich für das Verfahren Planungszelle (im Unterschied zu manchen anderen bürgerschaftlichen Beteiligungsformen) relativ exakt definierte Verfahrensmerkmale benennen:
Eine Planungszelle ist eine Gruppe von ca. 25 im Zufallsverfahren ausgewählten Personen (ab 16 Jahren), die für ca. eine Woche von ihren arbeitsalltäglichen Verpflichtungen freigestellt werden, um in Gruppen Lösungsvorschläge für ein vorgegebenes Planungsproblem zu erarbeiten. Die Teilnehmer verpflichten sich zur Neutralität.
Nach einem Input für die Gesamtgruppe einer Planungszelle beraten Kleingruppen von vier bis sechs Teilnehmern eine konkrete Fragestellung und einigen sich – ohne Vorgaben oder Steuerung durch die Moderation – auf ihnen wichtige Punkte / Aussagen / Positionen. Nach einer Beratungszeit von etwa einer Stunde werden die Ergebnisse der Kleingruppen vorgetragen. Am Ende einer Arbeitsphase bewerten die Teilnehmer alle vorgetragenen Positionen nach ihrer Zustimmung / Wichtigkeit.
Bei jeweils wechselnder Zusammensetzung arbeitet die Gruppe mehrfach im Laufe eines Tages mit vier anderen Laienplanern in einer solchen quasi intimen Situation zusammen. Durchgehende Meinungsführerschaften werden durch den Wechsel ausgeschlossen. Bei den Bewertungen der Bürgerinnen und Bürger sind die Fachleute und Interessenvertreter(inne)n nicht zugegen.
Die Ergebnisse ihrer Beratungen werden in einem so genannten Bürgergutachten zusammengefasst und den politischen Entscheidungsinstanzen als Beratungsunterlage zur Verfügung gestellt.
Um die Repräsentativität zu erhöhen, arbeiten in der Regel immer mehrere Planungszellen parallel zum selben Thema; bei zwei Planungszellen, die um eine Stunde versetzt arbeiten, können die Referenten beiden Gruppen hintereinander zur Verfügung stehen.
Ergebnisse[Bearbeiten]
Das Verfahren ist in den letzten Jahren sowohl auf kommunaler als auch auf überregionaler Ebene zu höchst unterschiedlichen thematischen Fragestellungen erfolgreich angewandt worden, so z. B. zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs in Hannover, zur Klärung seit vielen Jahren ungelöster und umstrittener Planungsfälle sowie in der Technikfolgenabschätzung, und hat den politischen Entscheidungsinstanzen und Auftraggebern jeweils wertvolle Empfehlungen und Hinweise gegeben.
Durch die Zufallsauswahl wird eine breit gestreute Teilnehmerschaft erreicht. Frauen und Männer sind entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil vertreten, ebenso die unterschiedlichen Altersgruppen. Angehörigen schwer abkömmlicher Berufsgruppen wird die Teilnahme durch berufliche Freistellung erleichtert, für Personen mit Pflegeverantwortung wird nach einer Vertretung gesucht. In Fällen, in denen die Teilnahme z.B. wegen Behinderung für die ausgewählte Person nicht möglich war, wurde sie von einem Helfer oder einer Helferin unterstützt. Bei sprachlichen Problemen ausländischer Teilnehmender halfen bereits besser deutsch sprechende Familienangehörige als Übersetzer.
In den bisherigen Anwendungsfällen wurden auch Menschen erreicht, die vorher noch nie an einer politischen Veranstaltung oder einem Seminar teilgenommen hatten. Außerdem brachte es Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen (Meinungs-)Gruppen ins Gespräch, die sich sonst kaum begegnen würden und führte zu vielfältigen Prozessen sozialen Lernens.
Das Verfahren ist prinzipiell auf allen Entscheidungsebenen einsetzbar. Wegen der mit seiner Durchführung verbundenen relativ hohen organisatorischen und finanziellen Kosten wird der Einsatz von Planungszellen gleichwohl auch in Zukunft eher auf größere Projekte bzw. Entscheidungsfragen beschränkt bleiben.
Die Landesjugendvertretung entwickelte 2007 eine Form von Jugend-Planungszellen als „Jugendsynode“, um mit der Zufallsauswahl die Delegations-Ketten von Entscheidern zu durchbrechen.[1]
Weiterentwicklung[Bearbeiten]
Timo Rieg überträgt das Arbeitsprinzip der Planungszellen / Bürgergutachter auf die Parlamentsarbeit und tritt für einen Ersatz gewählter Parteien-Parlamente durch Bürger-Parlamente ein, die in vielen parallelen Planungszellen arbeiten.[2]
Auswahl durchgeführter Planungszellen[Bearbeiten]
Titel der Bürgergutachten/ Auftraggeber:„Eine neue Verteilungsregelung für die Abfallwirtschaftssatzung der Stadt Aachen“ Stadtbetrieb Aachen (PDF-Datei; 6,32 MB)
„Miteinander der Generationen in einer älter werdenden Gesellschaft“/ Landesregierung Rheinland-Pfalz
„Perspektiven für Regensburg“/ Stadt Regensburg
„Zukünftige Energiepolitik“ (mit bundesweit 24 PZ´n das bisher umfangreichste Vorhaben; mehrere begleitende Veröffentlichungen)/ KFA –Jülich / BMFT, Bonn
„BG – Bayerisches Verbraucherschutzprogramm 2010“ (mit 18 PZ’n an 5 verschiedenen Orten)/ Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz
„Eckpunkte für ein zukünftiges Europa“ (jeweils zwei Planungszellen in Berlin und Budapest)/ King Baudouin Foundation, BrusselsSiehe auch[Bearbeiten]Bürgerforum (Bürgerbeteiligung)
Demarchie
Zentrales Oncken-Archiv des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden – Hier befindet sich seit November 2008 der schriftlichen Nachlass von Peter Dienel. Dazu gehören u.a. Unterlagen zum Themenkomplex der von Dienel entwickelten Planungszelle.[3]Literatur[Bearbeiten]Peter C. Dienel: Die Planungszelle. Der Bürger als Chance. Mit Statusreport 2002. 5. Auflage. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2002, ISBN 3-531-33028-4.
Horst Bongardt: Die Planungszelle in Theorie und Anwendung. Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg, Stuttgart 1999, ISBN 3-932013-70-0.
Hans-Liudger Dienel, Antoine Vergne, Kerstin Franzl, Raban D. Fuhrmann, Hans J. Lietzmann (Hrsg.): Die Qualität von Bürgerbeteiligungsverfahren. Evaluation und Sicherung von Standards am Beispiel von Planungszellen und Bürgergutachten. Oekom verlag, München 2014, ISBN 978-3-86581-247-6.Weblinks[Bearbeiten]Forschungsstelle Bürgerbeteiligung an der Uni Wuppertal
Gesellschaft für Bürgergutachten
Planungszellen und Bürgergutachten nach Dienel
Planungszellen als Parlamente
Forum Bürgerbeteiligung (forum b)
Akademie für partizipative MethodenEinzelnachweise[Bearbeiten]↑ Beteiligung Jugendlicher an der Landessynode der EKvW. Diskussionsvorschlag vom 23. Mai 2007. (PDF; 168&#160;kB).
↑ Timo Rieg: Verbannung nach Helgoland. Reich und glücklich ohne Politiker. Ein Masterplan für alle Stammtische und Kegelclubs draußen im Land. Biblioviel, Bochum 2004, ISBN 3-928781-11-1.
↑ Klaus Rösler: Dienel-Nachlass nun im Oncken-Archiv. In: Die Gemeinde. Glauben. Gemeinsam. Gestalten, vom 17. Dezember 2008, ZDB-ID 1157992-4.<!–NewPP limit report
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